Nordanbindung des zukünftigen Gewerbegebiets „Zossen Nord“ (bisheriges Gewerbegebiet „Am Funkwerk“): Einwohnerbefragung zum ersten Bauabschnitt der geplanten Nordumfahrung

Eine der weitreichendsten Infrastruktur-Investitionen der Stadtgeschichte steht in Zossen an: Die geplante Nordanbindung des zukünftigen Gewerbegebiets „Zossen Nord“ (bisheriges Gewerbegebiet „Am Funkwerk“) ist so konkret wie noch nie. Zuletzt fand die Offenlage des (Straßen-)Bebauungsplans „Gewerbegebiet Zossen Nord – Verkehrsfläche“ statt. Dieser Bebauungsplan schafft die planungsrechtliche Grundlage für die Nordumfahrung und ermöglicht den ersten Bauabschnitt „Nordanbindung“.
Mit einer Einwohnerbefragung will Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly zum einen die Wichtigkeit dieser Investition klarstellen und die Einwohnerinnen und Einwohner aktiv in die anstehenden Entscheidungsprozesse miteinbeziehen. Hierzu wird es eine entsprechende Beschlussvorlage in der Stadtverordnetenversammlung am 24. September 2026 geben. Der Wirtschaftsförderer Dirk Kommer hofft auf eine breite Zustimmung der Stadtverordneten für die Einwohnerbefragung: “Mit der Nordanbindung können rund 40 Hektar zusätzliche Industrie- und Gewerbeflächen erschlossen werden. Die Nachfrage ist bereits heute groß – es gibt mehr Interessenten als verfügbare Flächen“, so Kommer.
Mehr Gewerbe, mehr Arbeitsplätze, stärkere Einnahmen
Neue Unternehmen werden Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen und zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen generieren. Davon wird ganz Zossen auf Jahrzehnte hinaus profitieren, denn höhere und verlässlichere Einnahmen stärken den Haushalt der gesamten Stadt. Damit können unter anderem Schulen, Feuerwehren, öffentliche Einrichtungen, Kultur, Vereine und Ortsbeiräte unterstützt werden. Geh- und Radwege können saniert und gebaut, sowie manches Schlagloch auf den Straßen repariert werden. Das gesamte Stadtbild Zossens wird attraktiver und sich zum Positiven verändern. Die Stadtverwaltung will damit allen Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft eine gute Lebensqualität in Zossen bieten. „Die Nordanbindung ist ausschlaggebend dafür, ob Zossen sich finanziell erholen kann. Wirtschaftliche Entwicklung ist die Grundlage dafür, dass unsere Stadt langfristig handlungsfähig bleibt“, betont Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly. Welche Unternehmen sich auf den zusätzlichen Gewerbeflächen konkret ansiedeln, entscheidet anschließend die Stadtverordnetenversammlung im Rahmen der geltenden Verfahren.
Nicht nur ein Gewerbeprojekt
Die Vorteile der Nordanbindung reichen weit über den Gewerbestandort hinaus. Neben zusätzlichen Arbeitsplätzen und Gewerbesteuereinnahmen soll die neue Verbindung auch den Wirtschaftsverkehr künftig aus der Ortslage Dabendorf herausführen. Die weitere Entwicklung der Nordumfahrung hängt von klaren Signalen der Zossener Bürgerinnen und Bürger ab. Für die Realisierung eines Vorhabens dieser Größenordnung ist die Stadt auf die Unterstützung übergeordneter Ebenen und auf Fördermittel angewiesen. Ohne entsprechende Unterstützung und Förderung ist eine Umsetzung für die Stadt allein nicht finanzierbar.
Bürgermeisterin will Bürgerinnen und Bürger einbeziehen
Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly hat sich persönlich für die Realisierung der Nordanbindung stark gemacht. Gleichzeitig ist es ihr wichtig, die Bevölkerung unmittelbar in die weitere Entwicklung einzubeziehen: „Ich möchte keine Politik machen, die an den Bürgerinnen und Bürgern vorbeigeht. Deshalb will ich Zossens Bürgerinnen und Bürger befragen, bevor wir die nächsten Schritte gehen und die Stadtverordneten die nächsten Entscheidungen zu diesem Projekt treffen müssen.“
Die Einwohnerbefragung ersetzt nicht die formalen Beschluss- und Genehmigungsverfahren, sondern soll sichtbar machen, wie die Einwohnerinnen und Einwohner die weitere Entwicklung beurteilen.
Die Stadtverwaltung wird die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig per Post über die konkrete Abstimmungsfrage, Fristen und den Ablauf informieren, sofern die Stadtverordnetenversammlung einer Einwohnerbefragung zustimmt.

