Nordanbindung

Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Stadt
Ein Bürgerentscheid soll Meinungsbild über die Zukunft Zossens schaffen
Die geplante Nordanbindung des Gewerbegebiets „Am Funkwerk“ ist so konkret wie noch nie. Für die Stadtverwaltung ist sie das wichtigste Infrastrukturprojekt in der Geschichte Zossens. Mit einem Bürgerentscheid sollen nun die Bürgerinnen und Bürger selbst gefragt werden, ob die Stadt den nächsten Schritt gehen soll.
„Die Nordanbindung ist die einzige Chance, sinnvolle und nachhaltige Entwicklung für Zossen zu gestalten.“
Was die Nordanbindung für Zossen bedeutet
Bei der Nordanbindung geht es um mehr als nur um eine neue Straße. Sie soll die verkehrliche Voraussetzung dafür schaffen, den Gewerbestandort „Am Funkwerk“ weiterzuentwickeln und rund 45 Hektar zusätzliche Industrie- und Gewerbeflächen zu erschließen.
Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist groß. Bereits heute gibt es mehr Interessenten als verfügbare Flächen. Mit einer leistungsfähigen Anbindung könnte Zossen diese Nachfrage künftig besser bedienen und neue Unternehmen für den Standort gewinnen.
Es geht um mehr als um eine Straße. Es geht um unsere Zukunft.
Neue Unternehmen, neue Arbeitsplätze
Mehr Wirtschaftskraft. Mehr Spielraum. Mehr Zossen.
Die Ansiedlung weiterer Unternehmen schafft Potenzial für zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze. Gerade für eine wachsende Stadt wie Zossen ist es von Bedeutung, nicht nur Wohnraum, sondern auch wirtschaftliche Perspektiven vor Ort zu schaffen.
Eine leistungsfähige Infrastruktur ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Unternehmen benötigen Flächen, eine gute Verkehrsanbindung und verlässliche Rahmenbedingungen.
Welche Unternehmen sich auf den zusätzlichen Gewerbeflächen tatsächlich ansiedeln, entscheidet anschließend die Stadtverordnetenversammlung im Rahmen der dafür geltenden Verfahren.
Gewerbesteuern
Gewerbesteuern stärken die finanzielle Basis der Stadt.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die finanzielle Entwicklung Zossens.
Neue Unternehmen können zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen generieren. Diese Einnahmen kommen nicht nur dem jeweiligen Gewerbestandort zugute, sondern stärken den städtischen Haushalt insgesamt.
Davon wird die gesamte Stadt auf Jahrzehnte hinaus profitieren.
Eine breitere und stabilere Einnahmebasis schafft langfristig finanzielle Handlungsspielräume. Sie kann dazu beitragen, kommunale Aufgaben zu finanzieren und notwendige Investitionen in der gesamten Stadt zu ermöglichen.
„Die Nordanbindung entscheidet mit darüber, ob Zossen sich finanziell erholen kann. Wirtschaftliche Entwicklung ist die Grundlage dafür, dass unsere Stadt langfristig handlungsfähig bleibt“, erklärt die Bürgermeisterin.
Dabei geht es nicht um eine Garantie bestimmter Gewerbesteuereinnahmen. Entscheidend ist vielmehr die Chance, durch neue Gewerbeflächen weitere Unternehmen anzusiedeln und damit die wirtschaftliche Basis der Stadt zu verbreitern.
Vorteile für Dabendorf und ganz Zossen
Für Dabendorf bringt die Nordanbindung Vorteile.
Die wirtschaftliche Bedeutung der Nordanbindung betrifft die gesamte Stadt. Gleichzeitig soll die neue Verbindung den Wirtschaftsverkehr künftig stärker außerhalb der Ortslage Dabendorf führen.
Damit kann sich die Verkehrssituation im Ortsteil verändern. Weniger Wirtschaftsverkehr innerhalb der Ortslage kann zu mehr Verkehrssicherheit und einer höheren Aufenthalts- und Lebensqualität beitragen.
Die Entlastung Dabendorfs ist damit ein konkreter Vorteil des Projekts. Die wirtschaftlichen Auswirkungen reichen jedoch weit darüber hinaus.
Landkreis und Fördermittel
Für den Landkreis sind klare Signale aus Zossen wichtig.
Für die weitere Umsetzung eines Infrastrukturprojekts dieser Größenordnung ist auch die Unterstützung des Landkreises und des Landes von Bedeutung.
Klare Signale aus Zossen sind dabei essenziell. Sie zeigen, ob die Stadtgesellschaft hinter der weiteren Entwicklung steht und bilden eine wichtige Grundlage für Gespräche über Unterstützung und mögliche Fördermittel.
Die Nordanbindung ist deshalb nicht nur eine kommunale Verkehrsfrage. Sie berührt auch die Frage, welche Entwicklungsmöglichkeiten Zossen künftig nutzen kann.
Die Nordanbindung auf einen Blick
Zur Erschließung des geplanten Gewerbegebietes nordwestlich von Dabendorf soll eine rund 3,7 Kilometer lange Straßenverbindung entstehen. Sie verbindet das Gebiet mit dem übergeordneten Straßennetz und bündelt den zusätzlichen Gewerbeverkehr.

Die Fakten:
Ziel und wirtschaftlicher Nutzen
Bis zu 45 Hektar neue Industrie- und Gewerbeflächen können über gesonderte Bebauungspläne entwickelt werden. Wie viele Betriebe sich ansiedeln, hängt von deren Flächenbedarf und den notwendigen Flächen für die innere Erschließung ab. Neue Unternehmen sollen Arbeitsplätze schaffen, Pendelwege verkürzen und die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt stärken.
Verkehr und Entlastung
Die Nordanbindung soll bestehenden und neuen Gewerbe- sowie Schwerverkehr möglichst direkt zur B 96, zur A 10, zum BER und nach Berlin führen. Damit sollen insbesondere der Ortskern von Dabendorf sowie Wohn- und Anliegerstraßen vor zusätzlichem Verkehr geschützt werden. Sichere Verbindungen für Fußgänger und Radfahrende werden in der Planung berücksichtigt.
Planung, Bau und Umwelt
Der erste Bauabschnitt wird in fünf, teilweise parallel laufende Bauphasen gegliedert. Für vorhandene Wassergräben sind mehrere Durchlässe erforderlich. Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit, Auswirkungen auf Anwohnende, Umweltbelange und Kosten wurden bei der Variantenwahl berücksichtigt. Für die Bauzeit wird ein Verkehrskonzept erstellt; Sperrungen und Umleitungen sollen frühzeitig angekündigt werden.
Finanzierung und Bedeutung für die Stadt
Die Kosten des ersten Bauabschnitts umfassen neben dem Straßenbau auch Planung, Grunderwerb, Entwässerung und technische Infrastruktur. Nach Abzug der bewilligten Landesförderung verbleibt auf Basis der aktuellen Schätzung ein städtischer Anteil von rund 11 Millionen Euro. Zusätzliche Gewerbesteuern können den Haushalt langfristig stabilisieren und Leistungen in allen Ortsteilen sichern.
Einwohnerbefragung
Da das Projekt die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der gesamten Stadt berührt, führt die Stadt eine Einwohnerbefragung durch. Sie ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, ihre Position in die weitere politische Entscheidungsfindung einzubringen.
Klare Grundlage für die weitere Arbeit
Für Dabendorf. Für alle Ortsteile. Für ein handlungsfähiges Zossen.
Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly hat sich in den vergangenen Jahren persönlich stark für die Realisierung der Nordanbindung engagiert. Sie hat für das Projekt geworben, Fördermöglichkeiten ausgelotet und gemeinsam mit den beteiligten Partnern an den Voraussetzungen für die Umsetzung gearbeitet.
Gleichzeitig nimmt ist wahrzunehmen, dass es innerhalb der Stadt unterschiedliche Einschätzungen und auch Skepsis gegenüber dem Vorhaben gibt. Diese Diskussion soll aus Sicht der Bürgermeisterin nicht übergangen werden: „Ich möchte keine Politik machen, die an den Bürgerinnen und Bürgern vorbeigeht. Deshalb will ich Zossens Bürgerinnen und Bürger befragen, bevor wir den nächsten Schritt gehen.“
Der Bürgerentscheid soll damit eine klare Grundlage für die weitere Arbeit schaffen.
„Brandenburg verfügt über ein großes Flächenpotenzial für Ansiedlungen. Dieses Potenzial muss genutzt und entwickelt werden. Denn Brandenburg braucht auch in Zukunft attraktive Standorte, um im internationalen Standortwettbewerb weiter erfolgreich zu sein.“
Eine Entscheidung für die kommenden Jahrzehnte
Die Nordanbindung ist ein langfristiges Infrastrukturprojekt. Ihre Auswirkungen werden nicht nur die kommenden Jahre, sondern voraussichtlich mehrere Jahrzehnte prägen.
Es geht deshalb um grundlegende Fragen der Stadtentwicklung:
- Welche Möglichkeiten soll Zossen für die Ansiedlung neuer Unternehmen schaffen?
- Wie kann die Stadt ihre Einnahmen langfristig stärken?
- Welche Arbeits- und Ausbildungsplätze können vor Ort entstehen?
- Wie kann der Wirtschaftsverkehr künftig geführt werden?
- Welche Entwicklungsmöglichkeiten soll Zossen den kommenden Generationen bieten?
Die Nordanbindung ist die Zukunft für ganz Zossen.
10 Fragen - 10 Antworten:
1. Was ist die Nordanbindung?
Eine geplante, insgesamt rund 3,7 Kilometer lange Straßenverbindung zur Erschließung des Gewerbegebietes nordwestlich von Dabendorf. Sie soll das Gebiet direkt an das übergeordnete Straßennetz anbinden.
2. Warum wird die Straße benötigt?
Ohne eine leistungsfähige Anbindung lassen sich die vorgesehenen Gewerbe- und Industrieflächen nicht angemessen erschließen. Die Straße schafft die Voraussetzung für Unternehmensansiedlungen, Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbesteuern.
3. Was haben die anderen Ortsteile davon?
Höhere und verlässlichere Einnahmen stärken den Haushalt der gesamten Stadt. Damit können unter anderem Schulen, Feuerwehren, Straßen, öffentliche Einrichtungen, Kultur, Vereine und Ortsbeiräte unterstützt werden.
4. Entstehen neue Arbeitsplätze?
Das ist ein zentrales Ziel. Zahl und Art der Arbeitsplätze hängen von den späteren Ansiedlungen ab. Beschäftigung vor Ort kann zugleich Wege verkürzen und Pendelfahrten nach Berlin oder in andere Regionen vermeiden.
5. Wie groß wird das Gewerbegebiet?
Über separate Bebauungspläne können bis zu 45 Hektar entwickelt werden. Je nach Flächenbedarf wären wenige große Betriebe oder bis zu etwa 50 kleinere Unternehmen möglich. Erschließungsflächen müssen abgezogen werden.
6. Wird Dabendorf vom Verkehr entlastet?
Ja, die neue Verbindung soll Gewerbe- und Schwerverkehr bündeln und direkt zum übergeordneten Straßennetz führen. So sollen vor allem der Ortskern sowie Wohn- und Anliegerstraßen vor zusätzlichem Verkehr geschützt werden.
7. Wann soll gebaut werden?
Der 2.419 Meter lange erste Bauabschnitt ist für 2026 bis 2029 vorgesehen; die Bauzeit beträgt rund drei Jahre. Er wird in fünf Bauphasen umgesetzt. Für den 1.281 Meter langen zweiten Abschnitt gibt es noch keinen festen Termin.
8. Was kostet der erste Bauabschnitt?
Aktuell werden rund 23 Millionen Euro veranschlagt. Rund 12 Millionen Euro Landesförderung sind bewilligt. Die Differenz von derzeit rund 11 Millionen Euro trägt die Stadt. Enthalten sind auch Planung, Grunderwerb, Entwässerung und technische Infrastruktur.
9. Gilt auf der Straße später Tempo 100?
Nicht automatisch. Höchstens 100 km/h sind die technische Entwurfsgröße, etwa für Kurven und Sichtweiten. Die später zulässige Höchstgeschwindigkeit wird gesondert und unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit festgelegt.
10. Warum gibt es eine Einwohnerbefragung?
Das Vorhaben beeinflusst die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft der gesamten Stadt. Die Befragung bezieht die Bevölkerung in die Meinungsbildung ein. Wird das Projekt nicht weitergeführt, könnten Erschließung, Ansiedlungen und Fördermittel für den vorgesehenen Zweck entfallen.

In den vergangenen Jahren wurde das Projekt schrittweise weiterentwickelt. Die geplanten Gewerbeflächen, die Nachfrage potenzieller Unternehmen und die inzwischen erreichten planerischen Voraussetzungen machen die Nordanbindung konkreter denn je.
Noch nie war die Nordanbindung so greifbar wie heute. Jetzt geht es darum, gemeinsam zu entscheiden, ob Zossen diesen Weg gehen will.
Bürgerentscheid per Briefwahl
Die grundsätzliche Entscheidung über die weitere Verfolgung der Nordanbindung soll in einem Bürgerentscheid getroffen werden. Die Abstimmung erfolgt per Briefwahl.
Die Stadtverwaltung wird rechtzeitig über den genauen Wortlaut der Abstimmungsfrage, die Abstimmungsberechtigung, Fristen und den Ablauf der Briefwahl informieren.
Jetzt geht es um die Frage, welchen Weg Zossen für die kommenden Jahrzehnte einschlagen will.
Die Nordanbindung beginnt räumlich in Dabendorf. Ihre mögliche Wirkung reicht jedoch auf die gesamte Stadt. Es geht um Verkehr, Wirtschaft, Arbeitsplätze und die langfristige finanzielle Handlungsfähigkeit Zossens.
Noch die war die Nordanbindung so greifbar
- stimmen Sie für die Zossens Zukunft!

