Nordanbindung

Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Stadt
Eine Einwohnerbefragung soll ein Meinungsbild über die Zukunft Zossens schaffen
Die geplante Nordumfahrung mit dem ersten Bauabschnitt der Nordanbindung des Gewerbegebiets „Am Funkwerk“ ist so konkret wie noch nie. Für Zossen ist sie das wichtigste Infrastrukturprojekt in der Stadtgeschichte. Mit einer Einwohnerbefragung sollen nun die Bürgerinnen und Bürger selbst gefragt werden, ob die Stadt den nächsten Schritt zur Realisierung der Nordanbindung gehen soll und ob die Bürgerinnen und Bürger hinter dem Projekt stehen.
„Die Nordanbindung ist die einzige Chance, sinnvolle und nachhaltige Entwicklung für Zossen zu schaffen.“
Was die Nordanbindung für Zossen bedeutet
Bei der Nordanbindung geht es um mehr als nur um eine neue Straße. Sie soll die verkehrliche Voraussetzung dafür schaffen, den Gewerbestandort „Am Funkwerk“ weiterzuentwickeln und rund 40 Hektar zusätzliche Industrie- und Gewerbeflächen zu erschließen.
Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist groß. Bereits heute gibt es mehr Interessenten als verfügbare Flächen. Mit einer leistungsfähigen Anbindung könnte Zossen diese Nachfrage künftig besser bedienen und neue Unternehmen für den Standort gewinnen.
Es geht um mehr als um eine Straße. Es geht um unsere Zukunft.
Neue nachhaltige Unternehmen und neue Arbeitsplätze
Mehr Wirtschaftskraft. Mehr Spielraum. Mehr Zossen.
Die Ansiedlung weiterer Unternehmen schafft Potenzial für zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze. Gerade für eine wachsende Stadt wie Zossen ist es von Bedeutung, nicht nur Wohnraum, sondern auch wirtschaftliche Perspektiven vor Ort zu schaffen.
Eine leistungsfähige Infrastruktur ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Unternehmen benötigen Flächen, eine gute Verkehrsanbindung und verlässliche Rahmenbedingungen.
Welche Unternehmen sich auf den zusätzlichen Gewerbeflächen tatsächlich ansiedeln, entscheidet anschließend die Stadtverordnetenversammlung im Rahmen der dafür geltenden Verfahren.
Gewerbesteuern
Gewerbesteuern stärken die finanzielle Basis der Stadt.
Ein weiterer zentraler und zugleich wichtigster Aspekt ist die finanzielle Entwicklung Zossens.
Neue Unternehmen werden zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen generieren. Diese Einnahmen stärken den städtischen Haushalt. Sie sind essenziell für die gesamte Stadt. Für eine Kommune, wie die Stadt Zossen, ist die Gewerbesteuer die wichtigste und größte Einnahmequelle.
Eine breitere und stabilere Einnahmebasis schafft langfristig finanzielle Handlungsspielräume. Nur durch die Einnahmen der Gewerbesteuern können kommunale Aufgaben finanziert und notwendige Investitionen in der gesamten Stadt ermöglicht werden.
„Die Nordanbindung entscheidet mit darüber, ob Zossen sich finanziell erholen kann. Wirtschaftliche Entwicklung ist die Grundlage dafür, dass unsere Stadt langfristig handlungsfähig bleibt“, so die Begründung der Bürgermeisterin.
Entscheidend ist die Chance, durch neue Gewerbeflächen weitere Unternehmen anzusiedeln und damit die wirtschaftliche Basis der Stadt zu entwickeln.
Vorteile für Dabendorf und ganz Zossen
Dabendorf profitiert und Zossen gewinnt.
Für Dabendorf und die gesamte Stadt bringt die Nordanbindung Vorteile. Die Bedeutung der Nordanbindung betrifft alle Ortsteile. Ohne Wirtschaftskraft und ohne zusätzliche Einnahmen wird Zossen in den nächsten Jahren stagnieren, und das wird auch für die Bürgerinnen und Bürger spürbar sein. Gleichzeitig soll die neue Verbindung den Verkehr künftig stärker außerhalb des Gemeindeteils Dabendorf führen.
Damit wird sich die Verkehrssituation in Dabendorf entspannen. Weniger Verkehr innerhalb des Gemeindeteils führt zu mehr Verkehrssicherheit und einer höheren Aufenthalts- und Lebensqualität.
Die Entlastung Dabendorfs ist damit ein konkreter Vorteil des Projekts. Die wirtschaftlichen Auswirkungen reichen jedoch weit darüber hinaus.
Landkreis und Fördermittel
Für den Landkreis sind klare Signale aus Zossen wichtig.
Für die weitere Umsetzung eines Infrastrukturprojekts dieser Größenordnung ist auch die Unterstützung des Landkreises Teltow-Fläming und des Landes Brandenburg von Bedeutung.
Klare Signale durch eine Einwohnerbefragung der Zossener Bürgerinnen und Bürger sind dabei essenziell. Sie zeigen, ob die Stadtgesellschaft hinter der weiteren Entwicklung steht und bilden eine wichtige Grundlage für Gespräche über Unterstützung sowie mögliche Fördermittel.
Die Nordanbindung ist deshalb nicht nur eine kommunale Verkehrsfrage. Sie berührt auch die Frage, welche Entwicklungsmöglichkeiten Zossen künftig nutzen kann.
Zur Erschließung des geplanten Gewerbegebietes nordwestlich von Dabendorf soll eine rund 3,7 Kilometer lange Straßenverbindung entstehen. Sie verbindet das Gebiet mit dem übergeordneten Straßennetz und bündelt den zusätzlichen Gewerbeverkehr.

Die Fakten:
Ziel und wirtschaftlicher Nutzen
Bis zu 40 Hektar neue Industrie- und Gewerbeflächen können über gesonderte Bebauungspläne entwickelt werden. Wie viele Betriebe sich ansiedeln, hängt von deren Flächenbedarf und den notwendigen Flächen für die innere Erschließung ab. Neue Unternehmen sollen Arbeitsplätze schaffen, Pendelwege verkürzen und die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt stärken.
Verkehr und Entlastung
Die Nordanbindung soll bestehenden und neuen Gewerbe- sowie Schwerverkehr direkt zur B 96, zur A 10, zum BER und nach Berlin führen. Somit werden insbesondere der Ortskern von Dabendorf sowie Wohn- und Anliegerstraßen vor zusätzlichem Verkehr geschützt werden. Sichere Verbindungen für Fußgänger und Radfahrende sind in der Planung berücksichtigt und werden im Zuge des ersten Bauabschnitts realisiert.
Planung, Bau und Umwelt
Der erste Bauabschnitt ist in fünf, teilweise parallel laufende, Bauphasen unterteilt. Für die vorhandenen Wassergräben sind mehrere Durchlässe erforderlich. Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit, Auswirkungen auf Anwohnende, Umweltbelange und Kosten wurden bei der Variantenwahl berücksichtigt. Für die Bauzeit wird ein Verkehrskonzept erstellt, welches Sperrungen und Umleitungen berücksichtigt.
Im Rahmen der Trassen-Planung wurden verschiedene Varianten untersucht und miteinander verglichen. Dabei wurden zahlreiche Aspekte berücksichtigt: Natur und Landschaft, Lärmbelastung, Auswirkungen auf Anwohner, Kosten, Flächenverbrauch sowie die vorhandenen Baugrundverhältnisse. Gerade die Baugrundverhältnisse spielen eine wichtige Rolle: Sie beeinflussen, wie eine Straße gebaut werden kann, welche technischen Maßnahmen erforderlich sind und welche Kosten damit verbunden sind.
Entscheidend war, welche Lösung insgesamt die größten Vorteile bietet und gleichzeitig die Belastungen möglichst gering hält.
Nach Abwägung aller relevanten Faktoren wurde die jetzt geplante Trasse als die insgesamt bestmögliche Variante ausgewählt.
Das bedeutet nicht, dass sie ohne Eingriffe oder Belastungen auskommt. Es bedeutet, dass sie unter den geprüften Möglichkeiten den besten Gesamtausgleich zwischen Verkehr, Wirtschaft, Umwelt, Bodenverhältnissen, Kosten und den Interessen der Bürger bietet.
Finanzierung und Bedeutung für die Stadt
Die Kosten des ersten Bauabschnitts umfassen neben dem Straßenbau auch Planung, Grunderwerb, Entwässerung und technische Infrastruktur sowie den Geh- und Radweg.
Nach Abzug der bewilligten Bundes- und Landesförderung verbleibt auf Basis der aktuellen Schätzung ein städtischer Anteil von rund 10,5 Millionen Euro. Diese Kosten werden sich relativ schnell amortisieren, da man mit zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen rechnen kann. Nur so ist zukünftig ausreichend Geld für Investitionen wie Schulen, Straßen, Gebäude und Infrastruktur vorhanden. Die Gewerbesteuereinnahmen werden auch für Kultur, Sport, Vereine und Freizeitangebote sowie Feste genutzt. Wenn die Stadt keine zusätzliche Gewerbesteuer einnimmt, muss die Stadt solche Leistungen reduzieren, verschieben oder streichen. Insgesamt wird Zossen durch die Nordanbindung einen Aufschwung erfahren.
Neue Arbeits- und Ausbildungsplätze werden entstehen und es vielen Zossener Bürgern ermöglichen zukünftig auf Pendelwege zur Arbeit zu verzichten. Junge Menschen finden eine Perspektive vor Ort und Neubürger können ihren Lebensmittelpunkt in unserer Stadt einrichten.
Einwohnerbefragung
Da das Projekt die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der gesamten Stadt berührt, beabsichtigt die Stadt eine Einwohnerbefragung durchzuführen. Sie ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, ihre Position in die weitere politische Entscheidungsfindung einzubringen.
Klare Grundlage für die weitere Arbeit
Für Dabendorf. Für alle Ortsteile. Für ein handlungsfähiges Zossen.
Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly hat sich in den vergangenen Jahren persönlich stark für die Realisierung der Nordumfahrung, insbesondere für den ersten Bauabschnitt Nordanbindung, engagiert. Sie hat für das Projekt geworben, Fördermöglichkeiten ausgelotet, diese auch bewilligt bekommen und gemeinsam mit den beteiligten Partnern an den Voraussetzungen für die Umsetzung gearbeitet.
Gleichzeitig ist wahrzunehmen, dass es innerhalb der Stadt unterschiedliche Einschätzungen und auch Skepsis gegenüber dem Vorhaben gibt. Diese Diskussion soll aus Sicht der Bürgermeisterin nicht übergangen werden: „Ich möchte keine Politik machen, die an den Bürgerinnen und Bürgern vorbeigeht. Deshalb will ich Zossens Bürgerinnen und Bürger befragen, bevor wir die nächsten Schritte einleiten."
Die Einwohnerbefragung soll damit eine klare Grundlage für die weitere Arbeit schaffen.
„Brandenburg braucht auch in Zukunft attraktive Standorte, um im internationalen Standortwettbewerb weiter erfolgreich zu sein.“
Eine Entscheidung für die kommenden Jahrzehnte
Die Nordanbindung ist ein langfristiges Infrastrukturprojekt. Ihre Auswirkungen werden nicht nur die kommenden Jahre, sondern die kommenden Jahrzehnte prägen.
Die Nordanbindung ist die Zukunft für ganz Zossen.
Fragen & Antworten
1. Was ist die Nordanbindung?
Eine geplante, insgesamt rund 2,4 Kilometer lange Straßenverbindung zur Erschließung des Gewerbegebietes nordwestlich von Dabendorf. Sie soll das Gebiet direkt an das übergeordnete Straßennetz anbinden und stellt den ersten Realisierungsabschnitt der im Bebauungsplan vorgesehenen Nordumfahrung dar.
2. Warum wird die Straße benötigt?
Ohne eine leistungsfähige Anbindung lassen sich die vorgesehenen Gewerbe- und Industrieflächen nicht angemessen erschließen. Die Straße schafft die Voraussetzung für Unternehmensansiedlungen, Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbesteuern.
3. Was haben die anderen Ortsteile davon?
Höhere und verlässlichere Einnahmen stärken den Haushalt der gesamten Stadt. Damit können unter anderem Schulen, Feuerwehren, Straßen, öffentliche Einrichtungen, Kultur, Vereine und Ortsbeiräte unterstützt werden.
Auch die Verkehrsinfrastruktur kann gezielt verbessert werden: Geh- und Radwege können saniert oder neu gebaut und kommunale Straßen instand gesetzt werden. So entsteht Schritt für Schritt ein attraktiveres und besseres Stadtbild – in der Kernstadt ebenso wie in den Ortsteilen.
4. Entstehen neue Arbeitsplätze?
Das ist ein zentrales Ziel. Zahl und Art der Arbeitsplätze hängen von den späteren Ansiedlungen ab. Beschäftigung vor Ort kann zugleich Wege verkürzen und Pendelfahrten nach Berlin oder in andere Regionen vermeiden.
5. Wie groß wird das Gewerbegebiet?
Über separate Bebauungspläne können bis zu 40 Hektar entwickelt werden. Je nach Flächenbedarf wären wenige große Betriebe oder bis zu etwa 50 kleinere Unternehmen möglich.
6. Wird Dabendorf vom Verkehr entlastet?
Ja, die neue Verbindung soll Gewerbe- und Schwerverkehr bündeln und direkt zum übergeordneten Straßennetz führen. So sollen vor allem der Ortskern sowie Wohn- und Anliegerstraßen vor zusätzlichem Verkehr geschützt und vom Verkehr des bestehenden Gewerbegebietes entlastet werden.
7. Wann soll gebaut werden?
Der 2.419 Meter lange erste Bauabschnitt ist für 2026 bis 2029 vorgesehen; die Bauzeit beträgt rund drei Jahre. Er wird in fünf Bauphasen umgesetzt. Für den 1.281 Meter langen zweiten Abschnitt gibt es noch keinen festen Termin.
8. Was kostet der erste Bauabschnitt?
Aktuell werden rund 23 Millionen Euro veranschlagt. Rund 12 Millionen Euro Bundes- und Landesförderung sind bewilligt. Die Differenz von derzeit rund 10,5 Millionen Euro trägt die Stadt. In den genannten Kosten sind auch Planung, Grunderwerb, Entwässerung und technische Infrastruktur enthalten.
9. Warum gibt es eine Einwohnerbefragung?
Das Vorhaben beeinflusst die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft der gesamten Stadt. Die Befragung bezieht die Bürgerinnen und Bürger in die Meinungsbildung ein. Wird das Projekt nicht weitergeführt, könnten Erschließung, Ansiedlungen und Fördermittel für den vorgesehenen Zweck entfallen.
10. Nordanbindung oder Nordumfahrung – Wo ist der Unterschied?
Der Unterschied ist vor allem das Ziel der Straße:
- Umfahrung: Der Verkehr soll an einem Ort vorbeigeführt werden, damit dieser Ort entlastet wird. Der Verkehr fährt also um einen Ort herum, statt durch ihn hindurch.
- Anbindung: Ein bestehendes Gebiet – in unserem Fall ein Gewerbegebiet – soll besser an das übergeordnete Straßennetz angeschlossen werden. Ziel ist also eine leistungsfähige Zufahrt bzw. Verbindung. Eine Anbindung kann gleichzeitig eine entlastende Wirkung haben, ist aber nicht automatisch eine Umfahrung.
Für die Stadt Zossen sind beide Maßnahmen vorgesehen: Die Anbindung des Gewerbegebiets und die spätere Umfahrung von Dabendorf in Richtung Glienick. Aufgrund der derzeitigen Finanzierung wird zunächst im 1. Bauabschnitt die Anbindung an das Gewerbegebiet realisiert. Mit dem 2. Bauabschnitt soll anschließend die Umfahrung von Dabendorf bis nach Glienick umgesetzt werden.
Damit entsteht Schritt für Schritt eine leistungsfähige Verkehrsverbindung, die zunächst das Gewerbegebiet direkt anbindet und perspektivisch zusätzlich Dabendorf vom Durchgangsverkehr entlasten wird.
11. Ist während der Bauzeit mehr Verkehr zu erwarten?
Ja, während der Bauzeit wird es durch Baustellenfahrzeuge und insbesondere LKWs zu zusätzlichen Verkehrsbelastungen kommen. Das lässt sich bei einem Bauvorhaben dieser Größenordnung nicht vollständig vermeiden.
Entscheidend ist jedoch: Diese Belastung ist vorübergehend. Nach Abschluss der Bauarbeiten entsteht eine neue, leistungsfähige Anbindung, die den Verkehr dauerhaft besser ordnet und das bestehende Straßennetz entlastet.
Dabei gilt: Ohne die notwendigen Bauarbeiten gibt es auch keine neue Anbindung. Die vorübergehende Belastung ist deshalb der notwendige Schritt, um langfristig eine bessere Verkehrssituation und eine leistungsfähige Infrastruktur für Dabendorf und ganz Zossen zu schaffen.
Während der Bauzeit soll der Verkehr so organisiert werden, dass Beeinträchtigungen für Anwohner möglichst gering bleiben. Dazu gehören eine abgestimmte Verkehrsführung und eine Koordination der Bauverkehre.
Kurz gesagt: Wir können die Belastung während der Bauzeit nicht vollständig vermeiden – aber wir können sie begrenzen, organisieren und zeitlich überschaubar halten. Der dauerhafte Nutzen der fertigen Anbindung bleibt bestehen.
12. Wird in das vorhandene Landschaftsschutzgebiet eingegriffen?
Die geplante Anbindung des Gewerbegebiets führt zu einem Teil durch das bestehende Landschaftsschutzgebiet. Das ist ein Eingriff in Natur und Landschaft, den wir nicht kleinreden wollen.
Gleichzeitig bedeutet ein solcher Eingriff nicht, dass Natur und Landschaft ohne Rücksicht überbaut werden. Im Rahmen der Planung wurde geprüft, wie Eingriffe möglichst vermieden oder reduziert werden können. Für die unvermeidbaren Eingriffe sind entsprechende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen.
Dafür wurden geeignete Flächen gefunden, auf denen ökologische Maßnahmen umgesetzt werden können. So wird der Eingriff in Natur und Landschaft ausgeglichen bzw. kompensiert.
Uns ist wichtig: Die neue Straße soll nicht auf Kosten der Natur entstehen. Deshalb gehört zum Projekt nicht nur der Bau der Straße, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den betroffenen Flächen und die Umsetzung der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen.
Wir schaffen neue Infrastruktur und übernehmen gleichzeitig Verantwortung für den notwendigen Ausgleich.
13. Welche Chancen entstehen für unsere Jugend?
Ein neues Gewerbegebiet ist mehr als zusätzliche Flächen für Unternehmen. Es wird neue Perspektiven für die jungen Menschen in unserer Stadt schaffen.
Mit neuen Unternehmen entstehen mittelfristig zusätzliche Ausbildungs- und Praktikumsplätze sowie neue Arbeitsplätze. Junge Menschen erhalten dadurch die Möglichkeit, eine Ausbildung oder ihren Berufseinstieg in der eigenen Region zu finden, statt dafür zwingend nach Berlin oder in andere Städte pendeln zu müssen.
Gleichzeitig können neue Unternehmen dazu beitragen, neue Berufsfelder und Qualifikationen nach Zossen zu bringen. Kooperationen zwischen Unternehmen, Schulen und Ausbildungsbetrieben können jungen Menschen frühzeitig zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten direkt vor ihrer Haustür bestehen.
Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen selbst. Wenn junge Menschen hier Ausbildung und Arbeit finden, bleiben sie eher in unserer Stadt, gründen Familien vor Ort und tragen dazu bei, dass Zossen auch langfristig eine lebendige und attraktive Stadt bleibt.
Unser Ziel sollte deshalb sein: Nicht nur Gewerbeflächen zu schaffen, sondern Zukunftsperspektiven für die nächste Generation.
14. Warum werden nicht einfach die vorhandenen Gewerbeimmobilien genutzt?
Die Nutzung vorhandener Gewerbeflächen und leerstehender Gebäude bleibt wichtig. Aber sie allein reicht nicht aus, um den zukünftigen Bedarf an Gewerbeflächen in Zossen zu decken.
Ein wesentlicher Grund: Viele Unternehmen suchen heute Flächen, die genau zu ihren betrieblichen Anforderungen passen. Bestehende Gebäude haben häufig eine bestimmte Größe, Raumaufteilung, Bauweise, Zufahrt oder technische Ausstattung. Diese lässt sich nicht immer wirtschaftlich an die Anforderungen eines neuen Unternehmens anpassen.
Für Investoren ist deshalb eine neu erschlossene, flexibel planbare, Gewerbefläche häufig attraktiver als ein bestehendes Gebäude, das zunächst aufwendig umgebaut oder an die eigenen Anforderungen angepasst werden müsste.
Hinzu kommt: Nicht jede leerstehende Gewerbeimmobilie steht tatsächlich für jede Art von Gewerbe zur Verfügung. Eigentumsverhältnisse, Grundstückszuschnitte, Baurecht, Erschließung, Altlasten oder die notwendige Infrastruktur können einer schnellen und wirtschaftlichen Nutzung entgegenstehen.
Deshalb sollte beides zusammengehören: Wir sollten vorhandene Gewerbeimmobilien weiter nutzen und Leerstände aktiv vermarkten – gleichzeitig brauchen wir neue, moderne und flexibel nutzbare Gewerbeflächen, um Unternehmen überhaupt die Möglichkeit zu geben, sich in Zossen anzusiedeln oder hier zu wachsen.
Neue Gewerbeflächen ersetzen den Bestand also nicht. Sie ergänzen ihn dort, wo bestehende Flächen die Anforderungen heutiger und zukünftiger Unternehmen nicht erfüllen können.
15. Profitiert auch das bestehende Gewerbegebiet von der neuen Anbindung?
Ja. Die neue Anbindung ist nicht nur für das geplante zusätzliche Gewerbegebiet von Bedeutung. Auch die bereits ansässigen Unternehmen werden davon profitieren.
Eine leistungsfähigere Verkehrsanbindung verbessert die Erreichbarkeit des gesamten Gewerbestandorts – für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Dienstleister. Gerade für Unternehmen, die täglich auf eine zuverlässige Erreichbarkeit angewiesen sind, ist eine gute Infrastruktur ein wichtiger Standortfaktor.
Auch der Liefer- und Wirtschaftsverkehr kann künftig besser gebündelt und über eine leistungsfähige Verbindung geführt werden. Das trägt dazu bei, bestehende Verkehrswege und Ortsbereiche zu entlasten.
Darüber hinaus wird der gesamte Gewerbestandort für Unternehmen attraktiver. Davon werden auch bereits ansässige Betriebe profitieren, wenn sie wachsen, investieren oder ihren Standort erweitern möchten. Zum Teil leerstehende Immobilien erhalten zudem die Chance auf neue betriebliche Nutzung.
Die Anbindung schafft damit nicht nur die Voraussetzung für neue Gewerbeflächen – sie stärkt den gesamten Wirtschaftsstandort Zossen und damit auch die Unternehmen, die heute schon hier arbeiten.

Noch nie war die Nordanbindung so greifbar!
Die Stadt hat in den vergangenen Jahren wesentliche Voraussetzungen geschaffen und zahlreiche erforderliche Schritte umgesetzt: Grundstücke wurden erworben, Ausgleichsflächen festgelegt und Flora und Fauna erfasst. Zudem wurden Baugrundgutachten erstellt, Sperrzeiten mit der Deutschen Bahn abgestimmt und die Planung des Brückenbauwerks vorangetrieben.
Darüber hinaus konnten Flächen mit Rangsdorf getauscht und sämtliche erforderlichen Abstimmungen mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband KMS, dem Ferngasleitungsbetreiber Ontras, der E.DIS und der Telekom abgeschlossen werden.
Auch die fachlichen Nachweise und Gutachten liegen vor: Der Qualitätsnachweis nach dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) wurde erstellt, ein Schallschutzgutachten eingeholt und ein Sicherheitsaudit durchgeführt.
Zudem machen bewilligte Fördermittel, die geplanten Gewerbeflächen und die Nachfrage von Unternehmen die Nordanbindung konkreter denn je.
Einwohnerbefragung
Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly plant deshalb, der Stadtverordnetenversammlung am 24. September 2026 eine entsprechende Beschlussvorlage zur Einwohnerbefragung vorzulegen.
Die Stadtverwaltung wird die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über den genauen Wortlaut der Abstimmungsfrage, Fristen und den Ablauf des Verfahrens informieren.
Letztendlich geht es um die Frage, welchen Weg Zossen für die kommenden Jahrzehnte einschlagen will.
Die Nordanbindung beginnt räumlich in Dabendorf. Ihre Wirkung betrifft die gesamte Stadt. Es geht um Verkehr, Wirtschaft, Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie die langfristige finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt Zossen.
Noch nie war die Nordanbindung so greifbar
- stimmen Sie für Zossens Zukunft!

