Nordanbindung

Nordanbindung und Nordumfahrung Dabendorf
Die geplante Nordumfahrung mit dem ersten Bauabschnitt der Nordanbindung des Gewerbegebiets „Am Funkwerk“ ist so konkret wie noch nie. Für Zossen ist sie das wichtigste Infrastrukturprojekt in der Stadtgeschichte.
Mit einer Einwohnerbefragung im Zeitraum 13.11. - 14.12.2026 sollen nun die Bürgerinnen und Bürger gefragt werden, ob die Stadt den nächsten Schritt zur Realisierung der Nordanbindung gehen soll und wie die Bürgerinnen und Bürger zu dem Projekt stehen.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Vorhaben, zum Planungsstand und zur Einwohnerbefragung.
📅 Einwohnerversammlung
12. November 2026, ab 19 Uhr, Einlass um 18 Uhr
Kulturforum Dabendorf
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren und mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, der Deutschen Bahn, der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg, des Planungsbüros IDAS sowie mit Unternehmern ins Gespräch zu kommen.
✉ Einwohnerbefragung
13. November bis 14. Dezember 2026
Teilnahme per Brief
„Die Nordanbindung ist die einzige Chance, sinnvolle und nachhaltige Entwicklung für Zossen zu schaffen.“
Schnell gefunden:
Das Projekt im Überblick
Mit der geplanten rund 2,4 Kilometer langen Straße (Nordanbindung) soll das bestehende Gewerbegebiet in Dabendorf direkt an die B96 angeschlossen werden. Sie ist als erster Bauabschnitt einer weiterführenden Straßenverbindung vorgesehen.
Der zweite Bauabschnitt (Nordumfahrung) soll die Verbindung in Richtung Glienicker Straße fortführen und zur Umfahrung Dabendorfs beitragen.
Einwohnerbefragung

In der Stadtverordnetenversammlung am 24. September 2026 wurde der Beschluss zur Einwohnerbefragung von den Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung gefasst. Vom13. November bis 14. Dezember 2026 werden die Bürgerinnen und Bürger Zossens ihre Stimme abgeben können. Die Befragung findet ausschließlich per Brief statt.
Zur Teilnahme erhalten die Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Tagen auf postalischem Wege amtliche Vordrucke. Diese müssen ausgefüllt und bis spätestens zum 14. Dezember 2026, 18 Uhr,an die Stadt Zossen zurückgesendet werden (Postlaufzeiten beachten).
📅 Befragungszeitraum
13. November bis 14. Dezember 2026
✉ Teilnahme
Die amtlichen Unterlagen werden per Post zugestellt. Die ausgefüllten Unterlagen müssen fristgerecht bei der Stadt eingehen.
⏱ Einsendeschluss
14. Dezember 2026, 18 Uhr. Die Postlaufzeit ist zu berücksichtigen.
Die Frage auf dem Stimmzettel
ABSTIMMUNGSFRAGE:
„Soll die Stadt Zossen das Bebauungsplanverfahren ‚Gewerbegebiet Zossen Nord – Verkehrsfläche‘ fortführen, mit dem Ziel, die Nordanbindung und die Nordumfahrung zu bauen?“

Was bedeutet das Ergebnis?
Die Einwohnerbefragung dient dazu, ein Meinungsbild der Bevölkerung zu ermitteln. Sie ist kein Bürgerentscheid. Das Ergebnis soll den weiteren politischen Beratungen als Orientierung dienen.
Die Nordanbindung / Nordumfahrung ist das größte Infrastrukturprojekt der Zukunft unserer Stadt. Dieses Vorhaben bedarf einer klaren Meinung, sowohl in der Bürgerschaft als auch in der Politik.
Mit ihrer Stimme verdeutlichen die Zossener Bürgerinnen und Bürger den politischen Auftrag und schaffen eine deutliche Handlungsempfehlung für die Stadtverordnetenversammlung.
Verkehr, Umwelt und Stadtentwicklung
Verkehr und Umwelt
Welche Auswirkungen hat die neue Straße auf den Verkehr?
Die Nordanbindung soll den Verkehr zum bestehenden und zum geplanten Gewerbegebiet direkt an die B 96 führen. Damit soll der gewerbliche Verkehr besser gebündelt werden. Ziel ist es, den Ortskern von Dabendorf sowie Wohn- und Anliegerstraßen zu entlasten. Wie stark die tatsächliche Verkehrsentlastung ausfällt, hängt unter anderem von der weiteren Entwicklung des Gewerbestandorts und der Verkehrsverteilung ab.
Während der Bauzeit sind zusätzliche Fahrten durch Baufahrzeuge und Lieferverkehr möglich. Die konkrete Verkehrsführung, mögliche Sperrungen und Umleitungen werden im Rahmen der Bauvorbereitung abgestimmt.
Welche Auswirkungen hat das Vorhaben auf Natur und Landschaft?
Die geplante Trasse führt teilweise durch ein Landschaftsschutzgebiet. Der Straßenbau stellt damit einen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Im Planungsverfahren wurden verschiedene Trassenvarianten untersucht und unter anderem hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Natur, Landschaft, Anwohner und Kosten bewertet.
Gerade die Baugrundverhältnisse spielen eine wichtige Rolle: Sie beeinflussen, wie eine Straße gebaut werden kann, welche technischen Maßnahmen erforderlich sind und welche Kosten damit verbunden sind.
Entscheidend war, welche Lösung insgesamt die größten Vorteile bietet und gleichzeitig die Belastungen möglichst gering hält.
Nach Abwägung aller relevanten Faktoren wurde die jetzt geplante Trasse als die insgesamt bestmögliche Variante ausgewählt.
Wirtschaft und Stadtentwicklung
Welche Rolle spielt das Gewerbegebiet?
Die geplante Straßenverbindung soll die verkehrliche Voraussetzung dafür schaffen, den Gewerbestandort „Am Funkwerk“ weiterzuentwickeln. Über gesonderte Bebauungspläne könnten bis zu 40 Hektar zusätzliche Gewerbe- und Industrieflächen entwickelt werden. Ob und in welchem Umfang sich Unternehmen ansiedeln, hängt von der weiteren Planung, den verfügbaren Flächen und den Entscheidungen der Unternehmen ab.
Über konkrete Ansiedlungen entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
Was haben die anderen Ortsteile davon?
Die Gewerbesteuer gehört zu den Einnahmen der Stadt. Sie trägt zur Finanzierung kommunaler Aufgaben bei, darunter Schulen, Straßen, Feuerwehr, öffentliche Einrichtungen, Kultur und Sport.
„Brandenburg braucht auch in Zukunft attraktive Standorte, um im internationalen Standortwettbewerb weiter erfolgreich zu sein.“
Die Nordanbindung soll die verkehrliche Voraussetzung dafür schaffen, den Gewerbestandort „Am Funkwerk“ weiterzuentwickeln und rund 40 Hektar zusätzliche Gewerbeflächen zu erschließen.
Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist groß. Bereits heute gibt es mehr Interessenten als verfügbare Flächen. Mit einer leistungsfähigen Anbindung könnte Zossen diese Nachfrage künftig besser bedienen und neue Unternehmen für den Standort gewinnen.
Ziel und wirtschaftlicher Nutzen
Bis zu 40 Hektar neue Industrie- und Gewerbeflächen können über gesonderte Bebauungspläne entwickelt werden. Wie viele Betriebe sich ansiedeln, hängt von deren Flächenbedarf und den notwendigen Flächen für die innere Erschließung ab. Neue Unternehmen sollen Arbeitsplätze schaffen, Pendelwege verkürzen und die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt stärken.
Verkehr und Entlastung
Die Nordanbindung soll bestehenden und neuen Gewerbe- sowie Schwerverkehr direkt zur B 96, zur A 10, zum BER und nach Berlin führen. Somit werden insbesondere der Ortskern von Dabendorf sowie Wohn- und Anliegerstraßen vor zusätzlichem Verkehr geschützt werden. Sichere Verbindungen für Fußgänger und Radfahrende sind in der Planung berücksichtigt und werden im Zuge des ersten Bauabschnitts realisiert.
Planung, Bau und Umwelt
Der erste Bauabschnitt ist in fünf, teilweise parallel laufende, Bauphasen unterteilt. Für die vorhandenen Wassergräben sind mehrere Durchlässe erforderlich. Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit, Auswirkungen auf Anwohnende, Umweltbelange und Kosten wurden bei der Variantenwahl berücksichtigt. Für die Bauzeit wird ein Verkehrskonzept erstellt, welches Sperrungen und Umleitungen berücksichtigt.
Im Rahmen der Trassen-Planung wurden verschiedene Varianten untersucht und miteinander verglichen. Dabei wurden zahlreiche Aspekte berücksichtigt: Natur und Landschaft, Lärmbelastung, Auswirkungen auf Anwohner, Kosten, Flächenverbrauch sowie die vorhandenen Baugrundverhältnisse. Gerade die Baugrundverhältnisse spielen eine wichtige Rolle: Sie beeinflussen, wie eine Straße gebaut werden kann, welche technischen Maßnahmen erforderlich sind und welche Kosten damit verbunden sind.
Entscheidend war, welche Lösung insgesamt die größten Vorteile bietet und gleichzeitig die Belastungen möglichst gering hält.
Nach Abwägung aller relevanten Faktoren wurde die jetzt geplante Trasse als die insgesamt bestmögliche Variante ausgewählt.
Das bedeutet nicht, dass sie ohne Eingriffe oder Belastungen auskommt. Es bedeutet, dass sie unter den geprüften Möglichkeiten den besten Gesamtausgleich zwischen Verkehr, Wirtschaft, Umwelt, Bodenverhältnissen, Kosten und den Interessen der Bürger bietet.
Finanzierung und Bedeutung für die Stadt
Die Kosten des ersten Bauabschnitts umfassen neben dem Straßenbau auch Planung, Grunderwerb, Entwässerung und technische Infrastruktur sowie den Geh- und Radweg.
Nach Abzug der bewilligten Bundes- und Landesförderung verbleibt auf Basis der aktuellen Schätzung ein städtischer Anteil von rund 10,5 Millionen Euro. Diese Kosten werden sich relativ schnell amortisieren, da man mit zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen rechnen kann. Nur so ist zukünftig ausreichend Geld für Investitionen wie Schulen, Straßen, Gebäude und Infrastruktur vorhanden. Die Gewerbesteuereinnahmen werden auch für Kultur, Sport, Vereine und Freizeitangebote sowie Feste genutzt. Wenn die Stadt keine zusätzliche Gewerbesteuer einnimmt, muss die Stadt solche Leistungen reduzieren, verschieben oder streichen. Insgesamt wird Zossen durch die Nordanbindung einen Aufschwung erfahren.
Neue Arbeits- und Ausbildungsplätze werden entstehen und es vielen Zossener Bürgern ermöglichen zukünftig auf Pendelwege zur Arbeit zu verzichten. Junge Menschen finden eine Perspektive vor Ort und Neubürger können ihren Lebensmittelpunkt in unserer Stadt einrichten.
(Foto mit KI bearbeitet)
Häufige Fragen
1. Was ist die Nordanbindung?
Eine geplante, insgesamt rund 2,4 Kilometer lange Straßenverbindung zur Erschließung des Gewerbegebietes nordwestlich von Dabendorf. Sie soll das Gebiet direkt an das übergeordnete Straßennetz anbinden und stellt den ersten Realisierungsabschnitt der im Bebauungsplan vorgesehenen Nordumfahrung dar.
2. Warum wird die Straße benötigt?
Ohne eine leistungsfähige Anbindung lassen sich die vorgesehenen Gewerbe- und Industrieflächen nicht angemessen erschließen. Die Straße schafft die Voraussetzung für Unternehmensansiedlungen, Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbesteuern.
3. Was haben die anderen Ortsteile davon?
Höhere und verlässlichere Einnahmen stärken den Haushalt der gesamten Stadt. Damit können unter anderem Schulen, Feuerwehren, Straßen, öffentliche Einrichtungen, Kultur, Vereine und Ortsbeiräte unterstützt werden.
Auch die Verkehrsinfrastruktur kann gezielt verbessert werden: Geh- und Radwege können saniert oder neu gebaut und kommunale Straßen instand gesetzt werden. So entsteht Schritt für Schritt ein attraktiveres und besseres Stadtbild – in der Kernstadt ebenso wie in den Ortsteilen.
4. Entstehen neue Arbeitsplätze?
Das ist ein zentrales Ziel. Zahl und Art der Arbeitsplätze hängen von den späteren Ansiedlungen ab. Beschäftigung vor Ort kann zugleich Wege verkürzen und Pendelfahrten nach Berlin oder in andere Regionen vermeiden.
5. Wie groß wird das Gewerbegebiet?
Über separate Bebauungspläne können bis zu 40 Hektar entwickelt werden. Je nach Flächenbedarf wären wenige große Betriebe oder bis zu etwa 50 kleinere Unternehmen möglich.
6. Wird Dabendorf vom Verkehr entlastet?
Ja, die neue Verbindung soll Gewerbe- und Schwerverkehr bündeln und direkt zum übergeordneten Straßennetz führen. So sollen vor allem der Ortskern sowie Wohn- und Anliegerstraßen vor zusätzlichem Verkehr geschützt und vom Verkehr des bestehenden Gewerbegebietes entlastet werden.
7. Wann soll gebaut werden?
Der 2.419 Meter lange erste Bauabschnitt ist für 2026 bis 2029 vorgesehen; die Bauzeit beträgt rund drei Jahre. Er wird in fünf Bauphasen umgesetzt. Für den 1.281 Meter langen zweiten Abschnitt gibt es noch keinen festen Termin.
8. Was kostet der erste Bauabschnitt?
Aktuell werden rund 23 Millionen Euro veranschlagt. Rund 12 Millionen Euro Bundes- und Landesförderung sind bewilligt. In den genannten Kosten sind auch Planung, Grunderwerb, Entwässerung und technische Infrastruktur enthalten.
9. Warum gibt es eine Einwohnerbefragung?
Das Vorhaben beeinflusst die wirtschaftliche und finanzielle Zukunft der gesamten Stadt. Die Befragung bezieht die Bürgerinnen und Bürger in die Meinungsbildung ein. Wird das Projekt nicht weitergeführt, könnten Erschließung, Ansiedlungen und Fördermittel für den vorgesehenen Zweck entfallen.
10. Nordanbindung oder Nordumfahrung – Wo ist der Unterschied?
Der Unterschied ist vor allem das Ziel der Straße:
- Umfahrung: Der Verkehr soll an einem Ort vorbeigeführt werden, damit dieser Ort entlastet wird. Der Verkehr fährt also um einen Ort herum, statt durch ihn hindurch.
- Anbindung: Ein bestehendes Gebiet – in unserem Fall ein Gewerbegebiet – soll besser an das übergeordnete Straßennetz angeschlossen werden. Ziel ist also eine leistungsfähige Zufahrt bzw. Verbindung. Eine Anbindung kann gleichzeitig eine entlastende Wirkung haben, ist aber nicht automatisch eine Umfahrung.
Für die Stadt Zossen sind beide Maßnahmen vorgesehen: Die Anbindung des Gewerbegebiets und die spätere Umfahrung von Dabendorf in Richtung Glienick. Aufgrund der derzeitigen Finanzierung wird zunächst im 1. Bauabschnitt die Anbindung an das Gewerbegebiet realisiert. Mit dem 2. Bauabschnitt soll anschließend die Umfahrung von Dabendorf bis nach Glienick umgesetzt werden.
Damit entsteht Schritt für Schritt eine leistungsfähige Verkehrsverbindung, die zunächst das Gewerbegebiet direkt anbindet und perspektivisch zusätzlich Dabendorf vom Durchgangsverkehr entlasten wird.
11. Ist während der Bauzeit mehr Verkehr zu erwarten?
Ja, während der Bauzeit wird es durch Baustellenfahrzeuge und insbesondere LKWs zu zusätzlichen Verkehrsbelastungen kommen. Das lässt sich bei einem Bauvorhaben dieser Größenordnung nicht vollständig vermeiden.
Entscheidend ist jedoch: Diese Belastung ist vorübergehend. Nach Abschluss der Bauarbeiten entsteht eine neue, leistungsfähige Anbindung, die den Verkehr dauerhaft besser ordnet und das bestehende Straßennetz entlastet.
Dabei gilt: Ohne die notwendigen Bauarbeiten gibt es auch keine neue Anbindung. Die vorübergehende Belastung ist deshalb der notwendige Schritt, um langfristig eine bessere Verkehrssituation und eine leistungsfähige Infrastruktur für Dabendorf und ganz Zossen zu schaffen.
Während der Bauzeit soll der Verkehr so organisiert werden, dass Beeinträchtigungen für Anwohner möglichst gering bleiben. Dazu gehören eine abgestimmte Verkehrsführung und eine Koordination der Bauverkehre.
Kurz gesagt: Wir können die Belastung während der Bauzeit nicht vollständig vermeiden – aber wir können sie begrenzen, organisieren und zeitlich überschaubar halten. Der dauerhafte Nutzen der fertigen Anbindung bleibt bestehen.
12. Wird in das vorhandene Landschaftsschutzgebiet eingegriffen?
Die geplante Anbindung des Gewerbegebiets führt zu einem Teil durch das bestehende Landschaftsschutzgebiet. Das ist ein Eingriff in Natur und Landschaft, den wir nicht kleinreden wollen.
Gleichzeitig bedeutet ein solcher Eingriff nicht, dass Natur und Landschaft ohne Rücksicht überbaut werden. Im Rahmen der Planung wurde geprüft, wie Eingriffe möglichst vermieden oder reduziert werden können. Für die unvermeidbaren Eingriffe sind entsprechende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen.
Dafür wurden geeignete Flächen gefunden, auf denen ökologische Maßnahmen umgesetzt werden können. So wird der Eingriff in Natur und Landschaft ausgeglichen bzw. kompensiert.
Uns ist wichtig: Die neue Straße soll nicht auf Kosten der Natur entstehen. Deshalb gehört zum Projekt nicht nur der Bau der Straße, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den betroffenen Flächen und die Umsetzung der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen.
Wir schaffen neue Infrastruktur und übernehmen gleichzeitig Verantwortung für den notwendigen Ausgleich.
13. Welche Chancen entstehen für unsere Jugend?
Ein neues Gewerbegebiet ist mehr als zusätzliche Flächen für Unternehmen. Es wird neue Perspektiven für die jungen Menschen in unserer Stadt schaffen.
Mit neuen Unternehmen entstehen mittelfristig zusätzliche Ausbildungs- und Praktikumsplätze sowie neue Arbeitsplätze. Junge Menschen erhalten dadurch die Möglichkeit, eine Ausbildung oder ihren Berufseinstieg in der eigenen Region zu finden, statt dafür zwingend nach Berlin oder in andere Städte pendeln zu müssen.
Gleichzeitig können neue Unternehmen dazu beitragen, neue Berufsfelder und Qualifikationen nach Zossen zu bringen. Kooperationen zwischen Unternehmen, Schulen und Ausbildungsbetrieben können jungen Menschen frühzeitig zeigen, welche beruflichen Möglichkeiten direkt vor ihrer Haustür bestehen.
Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen selbst. Wenn junge Menschen hier Ausbildung und Arbeit finden, bleiben sie eher in unserer Stadt, gründen Familien vor Ort und tragen dazu bei, dass Zossen auch langfristig eine lebendige und attraktive Stadt bleibt.
Unser Ziel sollte deshalb sein: Nicht nur Gewerbeflächen zu schaffen, sondern Zukunftsperspektiven für die nächste Generation.
14. Warum werden nicht einfach die vorhandenen Gewerbeimmobilien genutzt?
Die Nutzung vorhandener Gewerbeflächen und leerstehender Gebäude bleibt wichtig. Aber sie allein reicht nicht aus, um den zukünftigen Bedarf an Gewerbeflächen in Zossen zu decken.
Ein wesentlicher Grund: Viele Unternehmen suchen heute Flächen, die genau zu ihren betrieblichen Anforderungen passen. Bestehende Gebäude haben häufig eine bestimmte Größe, Raumaufteilung, Bauweise, Zufahrt oder technische Ausstattung. Diese lässt sich nicht immer wirtschaftlich an die Anforderungen eines neuen Unternehmens anpassen.
Für Investoren ist deshalb eine neu erschlossene, flexibel planbare, Gewerbefläche häufig attraktiver als ein bestehendes Gebäude, das zunächst aufwendig umgebaut oder an die eigenen Anforderungen angepasst werden müsste.
Hinzu kommt: Nicht jede leerstehende Gewerbeimmobilie steht tatsächlich für jede Art von Gewerbe zur Verfügung. Eigentumsverhältnisse, Grundstückszuschnitte, Baurecht, Erschließung, Altlasten oder die notwendige Infrastruktur können einer schnellen und wirtschaftlichen Nutzung entgegenstehen.
Deshalb sollte beides zusammengehören: Wir sollten vorhandene Gewerbeimmobilien weiter nutzen und Leerstände aktiv vermarkten – gleichzeitig brauchen wir neue, moderne und flexibel nutzbare Gewerbeflächen, um Unternehmen überhaupt die Möglichkeit zu geben, sich in Zossen anzusiedeln oder hier zu wachsen.
Neue Gewerbeflächen ersetzen den Bestand also nicht. Sie ergänzen ihn dort, wo bestehende Flächen die Anforderungen heutiger und zukünftiger Unternehmen nicht erfüllen können.
15. Profitiert auch das bestehende Gewerbegebiet von der neuen Anbindung?
Ja. Die neue Anbindung ist nicht nur für das geplante zusätzliche Gewerbegebiet von Bedeutung. Auch die bereits ansässigen Unternehmen werden davon profitieren.
Eine leistungsfähigere Verkehrsanbindung verbessert die Erreichbarkeit des gesamten Gewerbestandorts – für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Dienstleister. Gerade für Unternehmen, die täglich auf eine zuverlässige Erreichbarkeit angewiesen sind, ist eine gute Infrastruktur ein wichtiger Standortfaktor.
Auch der Liefer- und Wirtschaftsverkehr kann künftig besser gebündelt und über eine leistungsfähige Verbindung geführt werden. Das trägt dazu bei, bestehende Verkehrswege und Ortsbereiche zu entlasten.
Darüber hinaus wird der gesamte Gewerbestandort für Unternehmen attraktiver. Davon werden auch bereits ansässige Betriebe profitieren, wenn sie wachsen, investieren oder ihren Standort erweitern möchten. Zum Teil leerstehende Immobilien erhalten zudem die Chance auf neue betriebliche Nutzung.
Die Anbindung schafft damit nicht nur die Voraussetzung für neue Gewerbeflächen – sie stärkt den gesamten Wirtschaftsstandort Zossen und damit auch die Unternehmen, die heute schon hier arbeiten.
Noch nie war die Nordanbindung so greifbar!
Die Stadt hat in den vergangenen Jahren wesentliche Voraussetzungen geschaffen und zahlreiche erforderliche Schritte umgesetzt: Grundstücke wurden erworben, Ausgleichsflächen festgelegt und Flora und Fauna erfasst. Zudem wurden Baugrundgutachten erstellt, Sperrzeiten mit der Deutschen Bahn abgestimmt und die Planung des Brückenbauwerks vorangetrieben.
Darüber hinaus konnten Flächen mit Rangsdorf getauscht und sämtliche erforderlichen Abstimmungen mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband KMS, dem Ferngasleitungsbetreiber Ontras, der E.DIS und der Telekom abgeschlossen werden.
Auch die fachlichen Nachweise und Gutachten liegen vor: Der Qualitätsnachweis nach dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) wurde erstellt, ein Schallschutzgutachten eingeholt und ein Sicherheitsaudit durchgeführt.
Zudem machen bewilligte Fördermittel, die geplanten Gewerbeflächen und die Nachfrage von Unternehmen die Nordanbindung konkreter denn je.
Die Nordanbindung beginnt räumlich in Dabendorf. Ihre Wirkung betrifft die gesamte Stadt. Es geht um Verkehr, Wirtschaft, Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie die langfristige finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt Zossen.



(Fotos mit KI bearbeitet)



