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Leitbild des Trägers Stadt Zossen

„Mehr als Betreuung- Bildung von Anfang an" — Kindertagesstätten und Horte der Stadt Zossen

Kinder haben ein Recht auf Bildung, Schutz, Beteiligung und eine kindgerechte Entwicklung. Dieses Recht ist die Grundlage unseres pädagogischen Handelns in den Kindertagesstätten und Horten der Stadt Zossen.

Wir verstehen Kinder als eigenständige, kompetente und aktive Persönlichkeiten, die ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse von Beginn an mitgestalten. Ihre Neugier, ihre Fragen, ihre Interessen und ihre individuellen Lebenswelten sind Ausgangspunkt unserer Arbeit.

Unser Handeln ist konsequent kindeswohlorientiert, kinderrechtsbasiert und Kind zugewandt. Wir schaffen sichere, verlässliche und anregende Bildungsorte, in denen Kinder Geborgenheit, Wertschätzung und Zugehörigkeit erfahren.

Grundlage unserer pädagogischen Arbeit sind die „Erweiterten Grundsätze elementarer Bildung in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung im Land Brandenburg", das SGB VIII sowie das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG). Ersteres definiert Bildung als einen alltagsintegrierten, beziehungsorientierten und partizipativen Prozess. Im Mittelpunkt stehen die Rechte der Kinder sowie die Gestaltung bedeutsamer Alltagssituationen als zentrale Lern- und Entwicklungsgelegenheiten.

Unsere pädagogischen Fachkräfte gestalten gemeinsam mit den Kindern vielfältige Bildungs- und Begegnungsräume zum Spielen, Entdecken, Forschen, Bewegen und Gestalten. Alltagssituationen verstehen wir als wertvolle Bildungsanlässe. Wir fördern Selbstwirksamkeit, Mitbestimmung und demokratisches Handeln und unterstützen Kinder dabei, ihre Persönlichkeit zu entfalten sowie Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Grundlage unseres Handelns sind eine hohe Interaktionsqualität, Feinfühligkeit und verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber den uns anvertrauten Kindern.

„Partizipation bedeutet, Entscheidungen, die das eigene Leben betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden." — Richard Schröder

Jede Einrichtung verfügt über ein eigenes pädagogisches Profil und ein Umsetzungskonzept, welches die Lebenswelten, Interessen und Bedarfe der Kinder berücksichtigt. Dabei verstehen wir Vielfalt als Ausdruck gesellschaftlicher Realität und gestalten Bildungsprozesse inklusiv, diskriminierungssensibel und chancengerecht. Wir arbeiten in der Stadt Zossen auf Grundlage des offenen Konzeptes. Die offene Arbeit ermöglicht Kindern vielfältige Erfahrungsräume, selbstbestimmte Entscheidungen und bereichsübergreifende Begegnungen. Sie stärkt Partizipation, Eigenverantwortung und die Orientierung an den individuellen Interessen der Kinder.

Im offenen Konzept orientieren sich die pädagogischen Fachkräfte an den Interessen, Bedürfnissen und Entwicklungsständen der Kinder. Die Kinder zeigen durch ihr Spiel, ihre Fragen, ihre Beobachtungen und ihre Themen, welche pädagogischen Angebote aufgegriffen, initiiert und weiterentwickelt werden.

Pädagogische Angebote umfassen dabei sowohl spontane, situativ entstehende Bildungsgelegenheiten im Alltag zwischen Fachkraft und Kind als auch geplante Angebote und Projekt(-phasen). Diese orientieren sich an den aktuellen Interessen der Kinder, ihren individuellen Entwicklungsprozessen sowie den Beobachtungen der pädagogischen Fachkräfte. Ziel ist es, die Selbstbildungsprozesse der Kinder aufzugreifen, zu begleiten und durch anregende Lernumgebungen zu unterstützen.

Der Schutz von Kindern hat für uns höchste Priorität. Kinderschutz verstehen wir als gelebte Kultur der Achtsamkeit, Beteiligung und Beschwerdemöglichkeit. Jede Einrichtung verfügt über ein Kinderschutzkonzept. Bei Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung handeln wir entsprechend 5 8a SGB VIII und beziehen die insoweit erfahrene Fachkraft ein. Die Anforderungen des 5 47 SGB VIII zur Sicherung der Betriebserlaubnis, insbesondere die Meldepflicht bei besonderen Vorkommnissen und Ereignissen, werden durch den Träger verbindlich umgesetzt.

„Jedes Kind ist einzigartig und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo." — nach Remo Largo

Die Beobachtung und Dokumentation kindlicher Bildungs- und Entwicklungsprozesse auf Grundlage wissenschaftlich fundierter Verfahren wie INFANS- Konzept sowie die Bildungs- und Lerngeschichten. Diese Verfahren ermöglichen es, die Interessen, Kompetenzen und individuellen Bildungsprozesse sichtbar zu machen und diese gezielt zu begleiten. Die Erkenntnisse aus Beobachtung und Reflexion unterstützen die individuelle Begleitung der Kinder und die Weiterentwicklung unserer pädagogischen Arbeit. In den Portfolios werden die individuellen Curricula und/ oder Lern- und Entwicklungsgeschichten der Kinder- gemeinsam mit ihnen- festgehalten und reflektiert. Die Dokumentationen schaffen Transparenz und fördern die aktive Beteiligung der Kinder an ihren Lernwegen.

Die Sprachstandsfeststellung ein Jahr vor der Einschulung und ggf. individuelle Förderung ist laut MBJS verpflichtend und wird in unseren Einrichtungen umgesetzt.

Eine vertrauensvolle Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Familien ist für uns unverzichtbar. Gemeinsam mit Eltern und Sorgeberechtigten begleiten wir Kinder verlässlich in ihrer Entwicklung und gestalten Übergänge — von der Familie in die Kindertagesbetreuung bis hin zur Schule — verantwortungsbewusst und gemeinsam.

Rückmeldungen, Anregungen und Beschwerden verstehen wir als wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung. Das Beschwerdeverfahren des Trägers ist auf der Website der Stadt Zossen einsehbar Darüber hinaus können sich Eltern an eine unabhängige Beschwerdestelle des zuständigen Jugendamtes wenden.

Die kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung unserer pädagogischen Fachkräfte ist ein zentraler

Bestandteil unserer Qualitätsentwicklung. Fort- und Weiterbildungen, Fachtagungen, trägerinterne Praxisberatung sowie die verlässliche und etablierte Zusammenarbeit mit dem Landkreis sichern die Qualität unserer Arbeit und die Umsetzung aktueller fachlicher Erkenntnisse. Die transparente Dokumentation, Datenschutz nach DSGVO und die regelmäßige Weiterentwicklung unserer Konzeptionen bilden die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kindern und ihren Familien.

Auf den Anfang kommt es an, denn Kinder brauchen Erwachsene, die ihre Rechte achten, ihre Entwicklung begleiten und ihnen vertrauensvoll zutrauen, die Welt selbst zu entdecken.

 Die Bürgermeisterin                                                                                       Kitapraxisberatung

 Wiebke Şahin-Connolly                                                                                 Franziska Weigt