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Wanderausstellung im Rathaus eröffnet

Eine Wanderausstellung zum Thema „Windenergie im Lebensraum Wald“ ist am Montag, dem 21. September 2020, von Bürgermeisterin Wiebke Schwarzweller im Konferenzraum des Rathauses offiziell eröffnet worden. Dabei handelt es sich um mehrere von der Deutschen Wildtier Stiftung zusammengestellte Infotafeln, die unter anderem einen Überblick über den derzeitigen Ausbauzustand der Windkraft im Wald geben. Sie klärt nach Angaben der Stiftung auch über betroffene Tierarten auf und zeigt, warum diese Anlagen im Wald und in empfindlichen Naturgebieten problematisch sind. Zusätzlich wird über das Konfliktfeld Rotmilan und Windkraft aufgeklärt. Für diesen Greifvogel trage Deutschland eine ganz besondere Verantwortung, da mehr als 60 Prozent aller Brutpaare in Deutschland nisten. Wie es heißt wolle die Ausstellung die Problematik aus naturschutzfachlicher Sicht darstellen ohne sich energiepolitisch zu positionieren. Helga Ehresmann, Mitglied des Vereins „Freier Wald“, der sich seit Jahren gegen die Errichtung von Windrädern in Wäldern engagiert, bedankte sich für die Möglichkeit, die Ausstellung öffentlich im Rathaus zu präsentieren. Sie verwies darauf, dass es in der Zossener Heide eine besondere Artenvielfalt gibt, die von Fledermäusen über Ziegenmelker bis hin zum Seeadler reicht. So seien in der Region insgesamt 14 Fledermausarten nachgewiesen worden.  Auch Wespenbussard, Rot- und Schwarzmilan sind gesichtet worden. Es gelte, deren Lebensraum zu erhalten.

Hintergrund: Seit 2010 hat sich der Bau von Windenergieanlagen (WEA) im Wald innerhalb Deutschlands versiebenfacht. Der rasante Bau der WEA ist zur Gefahr für zahlreiche Wildtiere geworden. Die Deutsche Wildtier Stiftung vertritt den Standpunkt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nur dort zu vertreten ist, wo wertvolle Naturräume und deren Arten nicht gefährdet werden. Deshalb thematisiert die Stiftung zusätzlich das Thema Windkraft und Greifvögel im Offenland am Beispiel des Rotmilans. Damit erhebt die Deutsche Wildtier Stiftung ihre Stimme gegen die Errichtung von Windkraftanlagen im Wald sowie an anderen konfliktträchtigen Standorten, die zur Gefahr für die Wildtiere werden.

Info: Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember 2020 zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros im Rathaus Zossen, Marktplatz 20, zu sehen.

Zossen, den 22. September 2020, 10 Uhr

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