Nordanbindung: Zossen stellt die Weichen für seine wirtschaftliche Zukunft

Mit der geplanten Nordanbindung des Gewerbegebietes „Am Funkwerk“ steht die Stadt Zossen vor einer der wichtigsten Infrastrukturentscheidungen der vergangenen Jahre. Der Ausschuss für Bau, Bauleitplanung, Wirtschaft, Energie und Umwelt (BBWEU) der Stadt Zossen signalisierte in seiner jüngsten Sitzung am 17. Juni 2026 seine Zustimmung zum vorgelegten Bebauungsplan. Die abschließende Entscheidung zur Offenlage muss die Stadtverordnetenversammlung Anfang Juli 2026 treffen.
Das Projekt schafft die Voraussetzung für die Erschließung von rund 45 Hektar zusätzlichen Industrie- und Gewerbeflächen. Damit eröffnet sich für Zossen die Chance, neue Unternehmen anzusiedeln, wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt nachhaltig zu stärken.
Zentraler Baustein der Stadtentwicklung
Die Bedeutung des Vorhabens reicht weit über den Straßenbau hinaus. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage zwischen Berlin, dem Flughafen BER und der A10 wird nach Einschätzung der Wirtschaftsförderung Brandenburg eine hohe Nachfrage nach den künftig verfügbaren Gewerbeflächen in Zossen erwartet. Die Nordanbindung gilt daher als Schlüsselprojekt für die weitere Entwicklung der Stadt.
Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly hat sich seit Jahren für die Umsetzung des Projekts eingesetzt. „Wer die Zukunft einer Stadt gestalten will, muss heute die Voraussetzungen für morgen schaffen.“ Die Nordanbindung eröffne Zossen neue Entwicklungsmöglichkeiten, stärke den Wirtschaftsstandort und schaffe Perspektiven für wohnortnahe Arbeitsplätze, so die Bürgermeisterin.
Entlastung für Gemeindeteil Dabendorf
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die Entlastung des Ortsteils Dabendorf. Derzeit führt der Verkehr zum Gewerbegebiet durch die Ortslage und vorbei an sensiblen Bereichen wie der Grundschule. Die bestehende Verkehrsführung stößt schon heute an ihre Grenzen. Mit der neuen Anbindung soll der Wirtschaftsverkehr künftig außerhalb des Ortskerns geführt werden. Das bedeutet weniger Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner sowie deutlich mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität.
Kosteneinsparung durch effiziente Planungsanpassung
Auch die Planung des Projekts wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich optimiert. So konnte die ursprünglich vorgesehene Streckenlänge reduziert und damit eine wirtschaftlichere Lösung gefunden werden, ohne die Erschließungsfunktion einzuschränken. Die neue Trasse wird nördlich von Dabendorf verlaufen und unter anderem eine Brücke über die Bahnstrecke Berlin–Dresden umfassen.
„Mit einer Förderung von 12,8 Millionen Euro ist dieses Infrastrukturprojekt ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Zossen. Die neue Anbindung verbessert die Erreichbarkeit unseres Gewerbegebietes, ermöglicht die Ansiedlung neuer Unternehmen und schafft nachhaltige Arbeitsplätze vor Ort“, betont Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly.
Dass die Nordanbindung im Integrierten Stadtentwicklungskonzept ausdrücklich als wichtiges Zukunftsprojekt benannt wird, unterstreicht ihre strategische Bedeutung. Ohne eine neue Verkehrsanbindung wäre die dringend benötigte Erweiterung der Gewerbeflächen nicht möglich. Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly hebt daher die Wichtigkeit dieses Projektes hervor: „Die Nordanbindung ist ein entscheidender Baustein für die Zukunft unserer Stadt. Sie dient der Erschließung des Gewerbegebietes, hält den zukünftigen Wirtschaftsverkehr aus Dabendorf heraus und schafft die Grundlage für weiteres Wachstum. Wir investieren damit in eine leistungsfähige Infrastruktur – für mehr Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und eine starke Zukunft für Zossen.“

