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Stadtentwicklung - INSEK

INSEK - Mit Konzept zur Förderung

Was ist ein INSEK? „Ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept beinhaltet eine ausführliche Untersuchung und Bewertung der örtlichen Gegebenheiten und die Definition von Handlungsfeldern sowie Strategien für eine zukünftige Entwicklung. Mit dem Konzept werden Projekte konzipiert und inklusive einer Kostenschätzung benannt. Das INSEK stellt damit unter anderem eine Voraussetzung dar, um Fördermittel für die Umsetzung der beschriebenen Projekte und Maßnahmen im festgelegten Fördergebiet zu erhalten.“

Zossen wächst und verändert sich!

Zossen macht sich auf den Weg, ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) zu erarbeiten. Mit seiner Lage in der Metropolregion Berlin-Brandenburg war die Stadt in den vergangenen drei Jahrzehnten großen Veränderungsprozessen ausgesetzt. Eingebettet in wald- und seenreiche Naturräume hat sich entlang der beiden Bundesstraßen B96 und B246 eine bandartige Siedlungsstruktur mit zehn sehr unterschiedlichen Ortsteilen entwickelt, die jeweils sehr verschiedene Herausforderungen und Potenziale mit sich bringen.
Aufgrund der guten Bahnanbindung nach Berlin und zum neu eröffneten BER wird Zossen auch in Zukunft als Wohn- und Arbeitsort immer attraktiver.


INSEK als Entwicklungskompass für die ganze Stadt!

Mit dem Vorhaben, ein INSEK zu erarbeiten, stellt sich die Stadt Zossen aktiv den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft. Wie und wo soll sich Zossen in den nächsten 15 bis 20 Jahren entwickeln? Wie kann die Lebensqualität für alle Einwohnerinnen und Einwohner verbessert werden? Und wie kann Zossen Vorteile aus den Entwicklungsdynamiken von außen ziehen?

Dabei werden die vielen unterschiedlichen Themen der Stadtentwicklung (Verkehr & Mobilität, Siedlungs- & Gewerbeentwicklung, Landschaft & Klima, Tourismus, Freizeit & Kultur und soziale Infrastruktur) zunächst einzeln untersucht, um daraufhin integrierte Ziele, räumliche Entwicklungsschwerpunkte und konkrete Maßnahmen für die gesamte Stadt zu formulieren.

 

Ein gutes INSEK ist das Ergebnis von vielen!

Für die Erarbeitung des INSEK werden viele unterschiedliche Perspektiven benötigt, die im Laufe des Verfahrens eingebunden werden sollen. Es werden sowohl die Stadtverordnetenversammlung, Ortsteilvorstehende und die Verwaltung als auch Schlüsselpersonen und Institutionen, Unternehmen, Bürger*innen, Vereine und Initiativen aktiv am Verfahren beteiligt, um eine gemeinsam getragene Vision für Zossen zu entwerfen.

Sie alle sind Experten für die Zossener Lebens- und Alltagswelten. Wir möchten ihre Meinungen so gut wie möglich in der langfristigen Entwicklung der Gesamtstadt und ihrer Ortsteile berücksichtigen.


Was passiert als nächstes?

Neben der fachlichen Analyse der lokalen und regionalen Rahmenbedingungen startet das  INSEK-Verfahren im Februar unter dem Motto „Zeig uns deine Stadt“ mit verschiedenen Beteiligungsformaten:

- Online-Umfrage
Vom 14. Februar 2022 bis zum 6. März 2022 sind Sie gefragt, Ihre Meinungen, Wünsche und Anregungen zum INSEK in einer Online-Umfrage zu äußern.

- Ortsteil-Spaziergänge (Termine siehe rechts)
Zeitgleich unternimmt das INSEK-Team eine Reise durch alle Ortsteile. Hier werden lokale Herausforderungen und Entwicklungsziele gemeinsam diskutiert.
Sie sind herzlich eingeladen!

- Zukunftswerkstatt
Im Sommer 2022 bekommen Sie im Rahmen einer öffentlichen Beteiligungswerkstatt die Chance, Ziele und Schwerpunkte des INSEK zu diskutieren und eigene Projektideen einzubringen.

Im Herbst 2022 soll das INSEK Zossen fertig sein und durch die SVV beschlossen werden. Wir freuen uns, mit Ihnen zu diskutieren und die Stadt gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten!

 

 

Aktuell: Ortsteilspaziergänge:

Route 1

Montag, 21. Februar

9 Uhr, Dabendorf (Zossen),Treffpunkt: Bhf. Dabendorf

10.30 Uhr, Zossen,Treffpunkt: Bhf. Zossen

12.30 Uhr, Waldstadt (Wünsdorf) Bunkerstadt, Treffpunkt, Zehrensdorfer Platz

14 Uhr, Wünsdorf, Treffpunkt: Bürgerhaus

15.30 Uhr, Neuhof, (Wünsdorf),Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus, Neuhofer Dorfstraße 24/25

Route 2

Mittwoch, 23. Februar

9 Uhr, Funkenmühle, (Lindenbrück), Treffpunkt: Bushaltestelle

10 Uhr, Lindenbrück, Treffpunkt: Bushaltestelle

11 Uhr, Zesch am See, (Lindenbrück), Treffpunkt: Bushaltestelle

13 Uhr, Kallinchen,Treffpunkt: Campingplatz Motzener See

Dienstag, 8. Februar

14 Uhr, Schöneiche,Treffpunkt: Dorfaue an der Holzhütte

Route 3

Mittwoch, 23. Februar

9 Uhr, Nächst Neuendorf, Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus, Nächst Neuendorfer Landstraße 27

10.15 Uhr, Horstfelde, Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus, Horstfelder Dorfstraße 30

11.30 Uhr, Schünow, Treffpunkt: Bushaltestelle, Schünow

13 Uhr, Glienick, Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus, Dorfaue 26

14.15 Uhr, Werben (Glienick), Treffpunkt: Bushaltestelle Werben, An der Dorfstraße

15 Uhr, Nunsdorf, Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus, Dorfstr. 23
 

Das Team-INSEK unterwegs in den Ortsteilen

Am 8., 21. und 23. Februar unternahm das INSEK-Team eine Tour durch alle Orts- und Gemeindeteile Zossens. Geführt von den Ortsvorstehern und begleitet durch Vertreter der Stadtverwaltung, nahmen auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an den Begehungen teil. Im Laufe der jeweils ein- bis zweistündigen Spaziergängen konnte das INSEK-Team wertvolle Einblicke in die vielen unterschiedlichen Lebenswelten und Eigenarten der verschiedenen Orts- und Gemeindeteile sammeln.

Neben vielen unterschiedlichen Bedürfnissen und Herausforderungen wurden folgende Themen immer wieder genannt:
Das „Siedlungswachstum“ beschäftigt die gesamte Stadt in unterschiedlicher Weise. Während in den großen Ortsteilen Zossen und Wünsdorf zum Teil großflächige Entwicklungspotenziale für neue Wohnungen mit höherer Dichte existieren, stellt sich für die kleineren Ortsteile die Frage, wie viel Zuwachs in den ländlich und dörflich-geprägten Strukturen verträglich sein kann. Gerade dort wurde oftmals der Wunsch nach bezahlbaren (Miet-)Wohnungsangeboten für die jüngere ansässige Bevölkerung formuliert.

Die gute Erreichbarkeit von sozialen, Nahversorgungs-, Bildungs- und Mobilitätsangeboten ist vielerorts nicht gegeben. Klar ist, dass beim Bau neuer Wohnungen diese Aspekte unbedingt mitgedacht werden müssen, um ein gutes Leben für den Einzelnen und eine nachhaltigere und ressourcenschonendere Siedlungsentwicklung für die Gesamtstadt zu einzuläuten.

In fast allen Ortsteilen wurde das Thema Verkehr und Mobilität heiß diskutiert. Es sollten vor allem Lösungen gefunden werden, wie die Verkehrsbelastungen auf den beiden Bundesstraßen (B96/B246) verringert und damit die Sicherheit und Lebensqualität (innerhalb der Ortsteile aber auch im gesamten Stadtgebiet) erhöht werden können. Zudem wünschen sich alle ein gut funktionierendes Radwegenetz, welches die Ortsteile untereinander verbindet aber auch Anschlüsse an die umliegenden Kommunen und vorhandene regionale Radwanderwege schafft.
Als besondere Lebens- und Naherholungsqualität für die gesamte Stadt Zossen können die vielen Seen und Waldgebiete betrachtet werden. Gemeinsam mit der Bücher- und Bunkerstadt auf dem ehemaligen Garnisonsstandort werden hierin große Potenziale für den Tourismus gesehen.

Deutlich wurde nicht zuletzt, dass die einzelnen Orts- und Gemeindeteile von einem starken sozialen Miteinander und einer lebendigen Vereinsarbeit geprägt sind, für die die Dorfgemeinschaftshäuser oftmals wichtige Ressourcen und Treffpunkte darstellen. Zwischen den Ortsteilen aber auch zwischen „Ansässigen“ und „Zugezogenen“ besteht darüber hinaus der Bedarf nach einem stärkeren Austausch und Vernetzung.
Ortsteilworkshop

Im Rahmen des Ortsteil-Workshops, am Abend des 23. Februar, konnten dann die vielen Einzelblicke aus den Ortsteilen zusammengebracht werden. Gemeinsam mit den Ortsvorstehern wurden erste gemeinsame Perspektiven für die Gesamtstadt diskutiert und in einer großen Stadtkarte eingezeichnet und geklebt. So entstand eine erste Skizze für mögliche Schwerpunkte des INSEK Zossen.