Durch Kreativität Stärken stärken
Das Gebäude des Hortes Wünsdorf befindet sich hinter der Erich-Kästner-Grundschule an der B 96 zwischen Zossen und Wünsdorf. Beide Einrichtungen sind durch ein großes Freigelände miteinander verbunden, welches die Kinder am Nachmittag zu jeder Zeit individuell nutzen können. Der Hort hat eine Gesamtkapazität von 180 Kindern und nutzt für deren Betreuung zusätzliche Räume in der Schule.
Das Beobachtungsinstrument „Bildungs- und Lerngeschichten“ nach M. Carr dient als Handlungskonzept zur Umsetzung des Bildungsauftrages „Grundsätze der elementaren Bildung“. Die pädagogische Konzeption der Einrichtung ist ein Beitrag eine Beziehungskultur im Hort zu gestalten, in der viel mehr gelernt wird, indem Kindern und Erwachsenen ein Leben lang das Gefühl erhalten bleibt, wie wunderbar es ist immer wieder etwas Neues dazuzulernen. Dies ist ein großes Ziel, aber es wird belohnt durch die Freude, die es macht, andere Menschen in ihrer Einzigartigkeit wachsen und über sich hinaus wachsen zu sehen.
Konkretisiert wird deren Umsetzung durch die Offene Arbeit. Die Offene Arbeit beschreibt die Haltung und Einstellung von Erwachsenen im pädagogischen Umgang mit Kindern in Bezug auf mehr Autonomie und Selbstorganisation bei Lern-, Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Für die Einrichtung ist bei diesem Öffnungsprozess das zentrale Ziel, das Streben der Kinder nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung zu unterstützen und ihnen alle denkbaren Chancen einzuräumen, sich in der Hortgemeinschaft wohl zu fühlen und wirksam zu werden. Durch die offene Arbeit werden Spiel-/ Lernmöglichkeiten erweitert und sogar neu eröffnet.
Die Kinder werden so ermutigt sich selbstständig in selbstgewählten Spielgruppen und Räumen zu
bewegen und zu lernen. Auf Basis dessen, haben wir unsere Räume als Funktionsräume gestaltet, die für alle Kinder gleichermaßen in Raum und Material offenstehen. Diese Funktionsräume sind: das Atelier mit ntegriertem Malort, der Naturraum, die Bibliothek, die Werkstatt mit separatem Bauraum, der Spieleraum mit Bühne, die Töpfer- und die Handwerkstatt außerdem nutzen wir einen großen Sportplatz mit vielfältigen Möglichkeiten und unsere Turnhalle.
Hier im Hort ist der soziale Ort an welchem die Kinder Fähigkeiten erwerben können, unterschiedliche Absichten und Auffassungen in Einklang zu bringen und tragfähige Lösungen zu finden, um gemeinsame Vorhaben verwirklichen zu können.
Damit der Übergang für Kinder, später für einen Teil des Tages auf sich gestellt zu sein, nicht als Bruch erlebt wird, unterstützen wir als Hort die Eigenaktivität der Kinder, fördern ihre Selbstverantwortung. Mit dem Thema Partizipation ist eine zentrale Qualitätsfrage unseres Hortes angesprochen, die Frage nach Möglichkeiten demokratischer Lernprozesse. Wie stellen wir mit unserer täglichen Arbeit sicher, dass die Kinder in unsere Demokratie hineinwachsen können, wie stellen wir sicher, dass die Kinder, wenn es um ihre Belange geht mitreden und mitentscheiden können. Dies spiegelt sich zum Beispiel bei den täglich wechselnden Interessengemeinschaften wieder und bei den regelmäßig stattfindenden „Kidstreffs“.