Ideenwettbewerb "Östliches Bahnhofsumfeld" entschieden

Der städtebauliche Ideenwettbewerb für das „Östliche Bahnhofsumfeld“ in Wünsdorf ist erfolgreich abgeschlossen. Durchsetzt hat sich das Konzept des Octagon Architekturkollektiv, Leipzig / studiofutura, Berlin.
Die Stadt Zossen suchte für das rund 8,8 Hektar große Gebiet ein Konzept, das ein identitätsstiftendes Zentrum schafft. Ziel war ein lebendiges Quartier mit Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel, sozialen Angeboten und attraktiven Freiräumen für alle Generationen.
Ein zentrales Element des Prozesses war die umfassende Beteiligung der Bürgerschaft. In mehreren Dialogrunden brachten viele Wünsdorferinnen und Wünsdorfer wertvolle Hinweise ein. Diese Rückmeldungen prägten die Weiterentwicklung der Entwürfe maßgeblich.
Nach der Bewertung durch die Jury und einer vertiefenden Bearbeitung von drei Planungsteams entschied sich die Jury nach der zweiten Dialogrunde für den Entwurf des Octagon Architekturkollektiv, Leipzig / studiofutura, Berlin. Das Konzept stellt die grüne Mitte als innovatives Herzstück des neuen Quartiers in den Mittelpunkt. Der zentrale Freiraum verbindet Alt- und Neubewohnerinnen und -bewohner sowie unterschiedliche Generationen. Eine große Wiese, Spiel- und Bewegungsflächen, Treffpunkte und ruhige Zonen schaffen Raum für Begegnung, Aktivität und Erholung.
Entlang der Berliner Straße entsteht eine urbane Kante mit nutzungsdurchmischten Erdgeschosszonen. Ein neuer Entreeplatz am ehemaligen Konsumgebäude eignet sich ideal als Nachbarschaftstreff. Fünf begrünte Wohnhöfe verbinden Bestandsbauten und Neubauten zu einem vielfältigen Wohnangebot. Die verkehrliche Erschließung konzentriert sich auf drei Zufahrten, sodass die grüne Mitte dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten bleibt. Stellplätze und Quartiersgaragen liegen überwiegend an der Straße Am Bahnhof.
Das Konzept bietet klare Vorteile für Wünsdorf: mehr Aufenthaltsqualität, vielfältige öffentliche Räume, moderne Wohnformen und ein starkes, gemeinschaftsorientiertes Zentrum.
Nächste Schritte sind die Vorstellung im Bauausschuss (BBWEU) und in der Stadtverordnetenversammlung sowie Prüfung wirtschaftlicher Voraussetzungen und möglicher Fördermittel.
Die Stadt bedankt sich bei allen teilnehmenden Büros, beim Büro Herwarth + Holz für die Prozessbegleitung und besonders bei den vielen engagierten Wünsdorfer Bürgerinnen und Bürgern für ihre wertvollen Impulse.









