Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Gedenktag: Erinnern heißt Verantwortung übernehmen

Am Dienstag, den 27. Januar 2026, fand im Gemeindesaal am Kirchplatz in Zossen eine würdige Gedenkveranstaltung anlässlich des internationalen Holocaust-Gedenktages statt. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadt Zossen, um gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken – insbesondere der Familie Falk: Alex, Charlotte, Felix und Gerda Falk, deren Schicksal eng mit der Geschichte unserer Stadt verbunden ist.
Eröffnet wurde der Abend von Prof. Dr. Klaus Ulrich Neumann von der Evangelischen Kirche, der mit bewegenden Worten und einem einfühlsamen Musikstück am Klavier den Rahmen für das Gedenken setzte. In stiller Atmosphäre wurde spürbar, wie wichtig das gemeinsame Erinnern auch heute noch ist.
Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly erinnerte in ihrer Rede daran, dass Stolpersteine mehr sind als Messingplatten im Pflaster. Sie betonte eindrücklich:
„Dass Erinnerung nicht im Vorübergehen geschieht. Sie verlangt Aufmerksamkeit. Sie verlangt Haltung.“
Im Anschluss machten sich die Teilnehmenden gemeinsam auf den Weg zu den Stolpersteinen am Marktplatz, in der Berliner Straße und in der Stubenrauchstraße. Dort legten sie kleine Steine nieder – ein stilles Zeichen des Gedenkens und der Verbundenheit mit den Menschen, deren Namen nicht vergessen werden dürfen.
Die Veranstaltung war nicht nur Rückblick auf eine schmerzvolle Vergangenheit, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Verantwortung in der Gegenwart. Das gemeinsame Innehalten zeigte: Erinnerung ist ein Auftrag – für Menschlichkeit, Respekt und ein friedliches Zusammenleben.
Die Stadt Zossen dankt allen Besucherinnen und Besuchern, die durch ihre Teilnahme ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt haben.

















