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BAZ-Ausstellung „Kurt Kretschmann – ein Pazifist“ und Film „Wie geht Natur?!“

© Hartmut Sommerschuh, CC BY-SA 4.0

Am 11. April wird um 14 Uhr in Zossen, Gemeindekirchensaal, Kirchplatz 4, die Wanderausstellung „Kurt Kretschmann – ein Pazifist“ eröffnet. Sie kommt in Zusammenarbeit zwischen der Friedensbibliothek Berlin und dem Bildung und Aufklärung Zossen (BAZ) e.V. zustande und ist bis zum 10. Mai zu sehen.

Kurt Kretschmann gilt als der wichtigste Naturschutzpionier der DDR. Ihm verdanken wir das Symbol der Waldohreule als Zeichen für Naturschutz in Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten und vor Naturdenkmalen. Er wurde 1951 zum Landesbeauftragten für Naturschutz berufen. Das gemeinsam mit seiner Frau Erna geschaffene „Haus der Naturpflege“ in Bad Freienwalde ist bis heute ein wichtiger Ort der Naturschutzpflege in Deutschland. Kurt Kretschmann war Ehrenvorsitzender des NABU.

Das Engagement Kurt Kretschmanns für den Naturschutz ist untrennbar mit seiner Haltung zum Krieg verbunden. Als Pazifist von Jugend an verweigerte er sich der Vorbereitung des Krieges ebenso wie dem Töten im Krieg. Die Verurteilung zu schwerer Zwangsarbeit und der Zwang zum Dienst in einer Strafkompanie mit dem Vermerk „Rückkehr unerwünscht“ konnten ihn nicht brechen. 1945 desertierte er und verbarg sich mit Unterstützung seiner Frau bis Kriegsende.

Die Ausstellung informiert über diese Aspekte des Lebens von Kurt Kretschmann als eines konsequenten Naturschützers, gegen Militarismus und Krieg.

 

Ebenfalls am 11. April wird ab 14 Uhr im Gemeindekirchensaal im Rahmen der diesjährigen Brandenburgischen Ökofilmtour der Film „Wie geht Natur?!“ gezeigt. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit zwischen dem FÖN e.V. und dem Bildung und Aufklärung Zossen e.V. statt.

„Kann ein Mensch die Natur schützen und die Welt verändern? Der Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte des Brandenburger Biologen Prof. Dr. Michael Succow, der genau das geschafft hat. Schon als Kind fällt er in der DDR als Vogelkundler auf, später entwickelt er als Moor-Experte das größte Naturschutzprogramm Deutschlands: Fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate und drei Naturparks entstehen 1990 auf 4,5 % der Landesfläche der DDR – eine deutsch-deutsche Naturschutz-Revolution.“

Im Anschluss an den Film gibt es Gelegenheit zu einem Filmgespräch. Gäste sind der Regisseur Jakob Friedrich (angefragt) und Hartmut Sommerschuh, ehemaliger leitender Redakteur des RBB-Umweltmagazins OZON. Moderator ist das Ökofilmtour-“Urgestein“ Ernst-Alfred Müller.

(Foto: © Jakob Friedrich)

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