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Stadt sucht noch Kandidaten für die Schiedsstelle

Die  fünf Jahre der Wahlperiode der bisherigen Schiedsleute der Stadt Zossen, Britta Büchner und Dieter Jungbluth, gehen ihrem Ende entgegen. Am Jahresende ist für beide Schluss. Da die bisherigen Schiedsleute für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung stehen, ist eine Neubesetzung erforderlich. „Aus diesem Grund sucht die Stadt Zossen nun geeignete Kandidaten für eine Nachfolge“, sagt Zossens Rechtsamtsleiter Raimund Kramer. Bislang allerdings ohne Erfolg. Kramer ist ob der geleisteten Arbeit der beiden Ehrenamtler sehr dankbar und würde sich freuen, nun auch würdige Nachfolger für die Schiedsstelle zu finden.
Sollten sich in den nächsten Wochen keine Bewerber melden, müsste die Schiedsstelle im Bürgerhaus Wünsdorf, die bislang an einem Abend im Monat besetzt war, geschlossen werden. „Das würde ich sehr bedauern“, so Raimund Kramer, der die Voraussetzungen für die ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsperson wie folgt zusammenfasst: In jedem Fall sollte die Schiedsperson eine Persönlichkeit sei, die dank ihrer Lebenserfahrung  - nach dem Gesetz über die Schiedsstellen in den Gemeinden sollen die Schiedspersonen mindestens das 25. Lebensjahr vollendet haben und ihren Wohnsitz im Bereich der Schiedsstelle haben - und ihrer Fähigkeiten für das Amt geeignet ist. „Ein Stück Lebenserfahrung halte ich durchaus für vorzugswürdig, noch wichtiger indes sind jedoch ein gewisses Fingerspitzengefühl und eine Portion diplomatisches  Geschick und Einfühlungsvermögen“, so Kramer. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wünschenswert sind aber ein gesunder Menschenverstand,  Geduld und Zeit. Erfahrungswerte besagen, dass man im Schnitt zirka zehn Stunden monatlich, hauptsächlich abends, für das Amt einplanen sollte. Hinzu kommt die Bereitschaft, möglicherweise an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen. „Natürlich ist auch ein gewisses Maß an ‚Schreibkram’ -  zum Beispiel Protokolle schreiben - zu erledigen“, sagt  der Rechtsamtsleiter. Soweit sich rechtzeitig geeignete Bewerber finden, könnten diese auch vom reichen Erfahrungsschatz der bisherigen Schiedspersonen profitieren und noch eingearbeitet werden.

Schiedsleute erledigen im zivilen Zusammenleben oft das, was auf dem Fußballfeld bei Streitigkeiten zwischen den Mannschaften  der Schiedsrichter regelt: Sie schlichten Streit.  Ihre „Hauptkampfplätze“ sind meist Nachbarschaftsstreitigkeiten wie um den berühmten Maschendrahtzaun und den Knallerbsenstrauch, aber nicht zuletzt auch unter die Gürtellinie gehende Beleidigungen.  Bevor bei einem klassischen Nachbarschaftsstreit oder einer Beleidigung eine zivilrechtliche Klage erhoben werden kann, ist in den meisten Fällen ein Schiedsstellenverfahren erforderlich, was die Bedeutung und Verantwortung des Amts als Schiedsperson unterstreicht. Das Motto sollte daher zunächst lauten: Schlichten statt richten.

Nähere Infos findet man im Gesetz über die Schiedsstellen in den Gemeinden (Schiedsstellengesetz) zum Beispiel unter dem Link www.landesrecht.brandenburg.de

Interessierte Bürger können sich bis zum 2. Oktober 2020 an die  Stadtverwaltung Zossen, Marktplatz 20, 15806 Zossen oder per E-Mail an VL-Rechtsamt@SVZossen.Brandenburg.de wenden (Kennwort: Schiedsstelle) und sich mit einem kurzen aussagefähigen Lebenslauf bewerben. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Zossen wird dann über die Bewerbungen entscheiden.

Pressemitteilung vom 4. August 2020, 11.15 Uhr

 

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