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Erinnerung an die Pogrome vom 9. November 1938

Die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 gehört zu den schlimmsten Ereignissen der deutschen Geschichte. Sie war ein Vorbote auf das, was noch kommen sollte. Die Ereignisse, die in Deutschland und auch in Zossen in diesen Tagen stattgefunden haben, waren historisch beispiellos und bereiteten den Weg in den Holocaust, mit all seinen unmenschlichen und verbrecherischen Auswirkungen, wie wir sie heute kennen.

Auch in Zossen gab es in der Nacht vom 9. zum 10. November Pogrome. Bürger, Mitgliedern der SA, sogar Gesangsvereine versammelten sich am Bismarckplatz, dem heutigen Kietz zu einem Sternmarsch. Mit brennenden Fackeln zogen sie zum Marktplatz.

Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Schwarzweller: „Heute erinnern wir uns an diese folgenschwere Nacht und ihre Folgen für Deutschland. Ohne Gedächtnis und ohne Erinnerung kann eine lebendige und funktionierende Gesellschaft nicht leben. Sich zu erinnern bedeutet Identität und Orientierung. Zossen, und insbesondere Wünsdorf, ist ein Ort, der durch seine militärhistorischen Hinterlassenschaften mehrerer politischer Epochen besondere Perspektiven auf die „Täter“ ermöglicht.“

Der Kirchenkreis und die Gemeinden erinnern mit verschiedenen Veranstaltungen an die Novemberpogrome. Ein Erinnerungs- und Eröffnungsgottesdienst der Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz findet am 9.11. um 18.30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche Zossen statt. Die Predigt hält Superintendentin Dr. Katrin Rudolph, Bürgermeisterin Şahin-Schwarzweller  wird an der festlichen Andacht teilnehmen.

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