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14. November 2021 - Gemeinsames Gedenken am Volkstrauertag auf dem Zehrensdorfer Ehrenfriedhof

Gemeinsam mit dem Kreis Teltow-Fläming hat die Stadt Zossen zum Volkstrauertag am Sonntag in diesem Jahr auf dem Friedhof Zehrensdorf der Kriegstoten und der Opfer von Gewaltherrschaft gedacht. Die Gedenkstunde in Anwesenheit von Landrätin Frau Kornelia Wehlan und dem Vorsitzenden des Kreistages Danny Eichelbaum begann um 13 Uhr. Sie wurde musikalisch vom Trompeten-Ensemble der Kreismusikschule Teltow-Fläming unter Leitung von Mathias Dreßler begleitet.

Neben Wiebke Şahin-Schwarzweller, der Bürgermeisterin der Stadt Zossen, gedachten Heeresattaché Simon Anthony Hirst sowie  der türkische  Generalkonsul Rifki Olgun Yücetök der Verstorbenen in ihren Grußworten. Gebete sprachen Zossens Pfarrer Christian Guth und Priester Dhiraj Roy von der Hindu-Gemeinde.

So wie die Stadt Zossen mit ihrem historisch über mehreren Epochen bedeutenden Militärstandort Wünsdorf, hat auch dieser Friedhof hier eine wechselvolle Geschichte. Nachdem die Anlage viele Jahre als Begräbnisstätte genutzt wurde,  begann nach Ende des Zweiten Weltkrieges der Verfall und es erfolgte teilweise mutwillige Zerstörung. Über viele Jahre war die Anlage Teil des sowjetischen Truppenübungsplatzes und sogar Sperrgebiet.

Dass wir unsere heutige Gedenkstunde auf dieser beeindruckenden und vorbildlich sanierten Anlage begehen können, ist der Stadt Zossen und der Commonwealth War Graves Commision zu verdanken, die den Friedhof ab 2002 gemeinsam wieder instand gesetzt haben.

Entstanden ist ein Ort, der auf besondere Weise beeindruckt. Die Anlage lässt ein sehr individuelles Gedenken zu, verschafft aber gleichzeitig einen systematischen Gesamteindruck. Denn keines dieser Gräber würde es geben, wären die Menschen nicht in viele unterschiedliche, aber letztlich immer sinnlose Kriege gezogen.“ (Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Schwarzweller in ihrer Gedenkrede auf dem Zehrensdorfer Ehrenfriedhof am 14. November 2021)

Video: Gesang, Priester Dhiraj Roy, Hindu-Gemeinde

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