Header Image
Zurück zur Übersicht

Präsentation "Vom Papier ins Internet" im Heimatmuseum Alter Krug

18. Januar 2023

Veranstaltungsort: Heimatmuseum Alter Krug, Weinberge 15, 15806 Zossen

ab 15 Uhr

Heimatverein  präsentiert im „Alten Krug“ die ersten Ergebnisse des Projekts „Digitalisierung des Nachlasses von Klaus Voeckler“

Zossen. Der Countdown läuft für die Internet-Freischaltung eines Großteils des digitalisierten Nachlasses vom 2019 verstorbenen Heimatforscher Klaus Voeckler aus Nächst Neuendorf. Für den 18. Januar 2023, 15 Uhr, lädt der Heimatverein in den „Alten Krug“ in Zossen die Öffentlichkeit zur Präsentation der Ergebnisse dieses spannenden und geschichtsträchtigen  Projekts ein, das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert wird. An diesem Tag werden die gescannten und transkribierten Originaldokumente online unter museum-digital-brandenburg und damit der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Die vierköpfige Projektgruppe, zu der Roswitha Gern vom Heimatverein Kallinchen, die Zossener Journalistin Martina Hasselmann, Kurt Liebau vom Verein Bildung und Aufklärung in Zossen (BAZ) und Dr. Rainer Reinecke vom Heimatverein „Alter Krug“ Zossen gehören, hat in den vergangenen Monaten insgesamt 482 Originaldokumente des 1931 verstorbenen Schriftstellers und ehemaligen Chefredakteurs der Zeitschrift „Die Woche“, Paul Dobert, gesichtet und bearbeitet. Knapp 900 Scans waren nötig, um die Dokumente fürs Internet aufzuarbeiten. „Eine besondere Herausforderung“, so sagt Rainer Reinecke, „waren die fast 300 nicht lateinisch geschriebenen und oft schwer zu lesenden Handschriften, die zunächst transkribiert werden mussten.“ Übersetzungen aus dem Französischen, Englischen und sogar aus dem Dänischen seien erforderlich gewesen, wobei hin und wieder sprachkundige Verwandte und Bekannte hinzugezogen wurden.
Zu den besonders erwähnenswerten Ergebnissen der Projektarbeit zählt nicht zuletzt die Erfassung von 532 Namen, die in den Dokumenten auftauchen, in einem Personenregister, darunter auch international bekannte Künstler wie Schriftsteller, Maler, Opernsänger, aber auch Journalisten, die mit Paul Dobert  im Kontakt standen. Ein Ordner enthält zudem den Schriftverkehr zwischen Dobert und Friedrich Fontane, dem Sohn von Theodor Fontane.
 

Die jetzige Arbeitsgruppe hat bereits weitere Sammlungen für die Präsentation auf museum-digital-brandenburg vorbereitet:
-  Siegelbriefe aus der Zeit Friedrich des II. von Preußen,

- eine  Sammlung von über 300 Dokumenten zu den Beziehungen zwischen der Brandenburger Gemeinde Nächst Neuendorf und der Sowjetischen Militär-Administration in Deutschland,

- ein Konvolut von Zeitungen - der „Zossener Landbote“ -, welche noch nicht auf anderen Plattformen gelistet sind,

- Dokumente aus dem Kopierbuch mit Geschäfts- und Behördenbriefen von Otto und Ernst Brenz (Nächst-Neuendorf), geführt vom 10. August 1907 bis 30. November 1930. Die Familie Brenz lässt sich auf den Reformator Johannes Brenz zurückführen.

Zurück zur Übersicht