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Sigrid Noack stellt in der Neuen Galerie aus

„Mythische Wesen, magische Orte“ ist der Titel einer Ausstellung der Künstlerin Sigrid Noack, die bis zum 9. August 2020 in der Neuen Galerie in Wünsdorf zu sehen ist. Ihre Bilder tragen Namen wie „Fata Morgana“ oder „Salamander, der Feuergeist und Zundel“. Wie die in Guben und Dresden tätige Künstlerin sagt, setze sie sich seit vielen Jahren mit kulturhistorischen Inhalten auseinander – sowohl inner-, als auch außerhalb Europas. Ihr Standpunkt: „Die Zeiten ändern sich, aber nicht die Menschen. Was uns die vor uns Lebenden hinterließen, ist von oft überraschendem Gegenwartsbezug. Das gilt gleichermaßen für Orte und Wesen. Prähistorische Kunst und liebenswerte Gestalten des Ahnenkults weisen mit starkem Ausdruck auf moralische und soziologische Aspekte anderer gesellschaftlicher Lebensformen hin. Nicht das Abbild wird in ihnen kultiviert, sondern mit Expressivität eine Emotion erzeugt – eine, deren Erleben durch das Wissen gesteigert wird. Das ist, was ich auch den Betrachtern meiner Arbeiten wünsche.“

Wer die Arbeiten von Sigrid Noack betrachtet, kann mythische Wesen entdecken, die  Kräfte ins Bild setzen. Landschaften, Stadtfragmente und Baudenkmäler werden so zu Kraftorten. „Selbst wer sich mit Eurozentrismus begnügt, weiß: Magie ist der Umgang mit Kräften“, so die Künstlerin. Ihre Reverenz an die Bücherstadt Wünsdorf bestehe in der Präsentation einer Werkgruppe, mit der sie unter anderem auch in internationalen Museen und Sammlungen ihrer Künstlerbücher (gut 60 sind es bis heute), vertreten ist, erklärt Sigrid Noack. Für die aktuelle Ausstellung ausgewählt habe sie solche, die in Zusammenarbeit mit von ihr geschätzten Autoren und Musikern (Autorin Ingeborg Arlt, Musiker Michael Schenk) entstanden sind.

An Wiedererkennung wie beim Betrachten von Fotografien sei ihr nicht gelegen. „Ich hoffe vielmehr, dass die Besucher der Ausstellung beim Betrachten das Gezeigte mit ihrer eigenen Erfahrung ergänzen. Das wäre dann auch ein magischer Vorgang: Der gemalte Ort bekäme eine individuelle Topographie“, betont die Künstlerin. Sie setzt also auf die Neugierde der Ausstellungsbesucher, auf ihr Erlebnis der Farbe als Ausdrucksträger, auf ihre Lust, einzutauchen in Historie, ethnologische Erkenntnis und Gestaltungsangebot.

Der künstlerische Werdegang von Sigrid Noack

  • 1947 in Guben geboren, lebt in Guben und Dresden
  • 1964 - 67 Buchhändlerlehre
  • 1967 - 72 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Herbert Kunze und Gerhard Kettner (Diplom)
  • seit 1972 freischaffend in Guben und Dresden
  • 1977 - 79 Meisterschülerin der Akademie der Künste zu Berlin bei Lea Grundig und Jürgen von Woyski
  • seit 1988 gemeinsame Projekte mit dem Komponisten Hans Hütten (1943-2018)
  • 1989 Teilnahme am VIII. Internationalen Malerpleinair, Raakow
  • 1991 Teilnahme am internationalen Symposium „Bildende Kunst und Musik“, Progetto Civitella d’Agliano; seither gemeinsame Projekte mit dem Komponisten und Musiker Michael Schenk, 2. Preisträger im Wettbewerb „Voltaire in Potsdam“
  • 1992 Teilnahme am 2. Internationalen Malerpleinair in Eisenhüttenstadt
  • 1994 Projekte mit dem Lyriker Klaus-Dieter Brunotte und Zusammenarbeit mit Alpha-Presse Frankfurt/Main
  • seit 1995 Projekte mit der Komponistin und Pianistin Berit Handrick und der Autorin Ingeborg Arlt
  • 1997 Preisträger des Wettbewerbs „Blau und Grün“ der Iduna Nova
  • 1999-2000 Anerkennungs- und Förderstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung2001 Stipendiatin der Käthe-Dorsch-Stiftung
  • 2017 Atelierstipendium des Landes Brandenburg

Sigrid Noack ist mit ihren Werken in zahlreichen Museen und Sammlungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Slowakei, in Frankreich, den USA und in Australien vertreten. Graphische Blätter von Sigrid Noack präsentiert seit 1998 das Land Brandenburg als Dauerleihgabe der Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus in der Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in New York.

Info: Die Neue Galerie in Wünsdorf-Waldstadt, Gutenbergstraße 1,  ist Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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