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Vortrag: Der märkische Eulenspiegel

Er narrte seinesgleichen ebenso wie die Obrigkeit im Amt Zossen, soll um 1506  in Trebbin geboren worden sein und gilt heute als der märkische Eulenspiegel. Die Rede ist von Hans Clauert, dem im Zossener Stadtpark eine eigene Stele gewidmet ist und über dessen Leben das Historikerehepaar  Prof. Dr. Evamaria Engel und Prof. Dr. Gerhard Engel ausgiebig geforscht und recherchiert haben. Im Jahr 2008 erschien im Verlag am Park ihr Buch „Hans Clauert – der märkische Eulenspiegel“.  Der Heimatverein „Alter Krug“ und der Verein Bildung und Aufklärung in Zossen (BAZ) laden am Sonnabend, dem 22. Februar 2020, zu einem Vortrag der beiden Historiker ein, in dessen Mittelpunkt das Leben und der Schabernack des mittelalterlichen Schelms stehen werden. Die Veranstaltung findet im evangelischen Gemeindesaal Zossen, Kirchplatz 4, statt. Beginn ist um 15 Uhr. Der Eintritt einschließlich eines Getränkes kostet 4 Euro. Der Vortrag findet im Rahmen des Jubiläumsjahres „700 Jahre urkundliche Ersterwähnung von Zossen“ statt.

Hintergrund: 1587 erschienen in Berlin erstmals die Streiche von Hans Clauert, die Bartholomäus Krüger, der Stadtschreiber von Trebbin, aufgeschrieben hatte. Dass Clauert allgemein nicht so bekannt wurde wie der berühmte Till Eulenspiegel liegt nach Einschätzung von Experten wohl daran, dass spätere Drucke nur geringe oder lediglich regionale Verbreitung fanden. Aber in den Gegenden, in denen Clauert seinen Schabernack trieb, gibt es beispielsweise etliche Straßen, die seinen Namen tragen. Clauert  erlernte in Zerbst das Schlosserhandwerk und ging dann auf Wanderschaft. Dabei gelangte er bis nach Ungarn, wo er Büchsenmeister eines Grafen wurde. Nach allerlei Abenteuern kehrte er nach Trebbin zurück und heiratete hier seine Margarete. Als ihm eines Tages das Schlosserhandwerk nicht mehr ganz so zusagte, wandte er sich dem Viehhandel zu. Bei Glücks- und Kartenspielen verlor er mehrfach seinen Erlös, es gab dann immer Streit mit seiner Frau, die ihn letztendlich beim Kurfürsten, Joachim II. von Brandenburg, verklagte.

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