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W wie Wein und Winzer, Wasser und Wermutstropfen

Das 11. Zossener Weinfest trotzte dem Wetter und musste sich am Sonntag geschlagen geben

Zossen . Was für ein Wechselbad der Gefühle bescherte Petrus in diesem Jahr den Besuchern des 11.  Zossener Weinfest .  Denn das W stand diesmal nicht nur für  Winzer und Wein aus verschiedenen Ländern wie Südafrika, Österreich und Deutschland, der im Weinseparee und auf den Höfen probiert und genossen wurde, sondern auch für W wie Wasser von oben. Am Sonnabend gab’s die erste kräftige Dusche, doch der Wettergott  schloss zum Glück noch einmal die Regenschleusen, hatte mit Besuchern,  Akteuren und Veranstaltern ein Einsehen, ließ die spektakuläre Laser- und Grafikshow sowie das nachfolgende Programm auf dem Marktplatz und auf den Höfen im Trockenen über die Bühne gehen. Anders dann der Sonntag. Das W wie Wasser wurde zum W wie Wermutstropfen. Es goss wie aus Kannen, so dass sich die Veranstalter gezwungen sahen, erstmals in der elfjährigen Geschichte des Zossener Weinfestes dieses vorzeitig abzubrechen.  Eine vernünftige Entscheidung, wie  die noch auf ihren Auftritt wartenden Musiker, aber auch Händler und Schausteller befanden.  Unterm Strich bleiben dennoch zwei stimmungsvolle, mit vielen musikalischen und kulinarischen Höhepunkten gespickte zwei Weinfesttage, an denen sich die Besucher bei  Reben- oder Gerstensaft, Bowle oder Obstler,  bei Bratwurst, Käsewürfeln oder Schmalstulle  wohlfühlten. So vielseitig wie das Speisen-und-Getränke-Angebot, so bunt und abwechslungsreich war auch der  kulturelle Rahmen. Von A wie Alfredos Drehorgelorchester,  B wie Brassappeal  und C wie Crazy Boys über I wie Irish Folk mit der Gruppe Larkin, M wie Modenschau und L wie Lasershow bis hin zu S wie Spielmannszug, T wie Tanz und Z wie Zossener Kirmes  bot das Weinfestalphabet  für Jeden etwas – ob Jung oder Alt, Groß oder Klein.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen des 11. Zossener Weinfestes beigetragen haben! Und bitte schon das erste Septemberwochenende  2016 im Terminkalender vormerken und freihalten, denn  im nächsten Jahr wird das Dutzend vollgemacht, sprich, es gibt das 12. Weinfest.

 

 

Nach dem Weinfest ist vor dem Weinfest

Zossens Bürgermeisterin freut sich schon auf die 12. Ausgabe

Stadtblatt: Frau Schreiber, haben Sie die drei Tage Weinfest schon verkraftet?

Michaela Schreiber: Inzwischen schon. Aber es ist schon eine mächtig anstrengende und intensive, aber auch sehr schöne Zeit. Der normale Weinfestbesucher ahnt ja gar nicht, wie viel harte Arbeit wir als Veranstalter, aber auch die vielen Mitstreiter - ob Händler oder Hofbetreiber - in die Vorbereitung und Durchführung  des Festes stecken. Der schönste Lohn ist dann für uns, wenn die Stimmung gut ist, die Anerkennung kommt - wie zum Beispiel für die tolle Lasershow. Ein großes Dankeschön an alle, die vor und hinter den Weinfestkulissen fleißig waren.

Stadtblatt: Nun fiel ja der Sonntag im wahrsten Sinne des Wortes nahezu ins Wasser. Enttäuscht?

Michaela Schreiber: Na ja,  freuen wird  sich wohl darüber keiner, aber wiederum kann keiner von uns am Wetterknopf drehen. Vielmehr ärgert mich allerdings, dass eine Handvoll Besucher, zum Teil nicht einmal aus Zossen, in der Nacht zum Sonntag glaubten, sie könnten auf dem Festgelände machen, was sie wollen und  unbegrenzt durchfeiern. Es ist ja schön, wenn es ihnen so gut gefallen hat, aber irgendwann ist Schluss. Ohne Ausnahme. Da sollte man auch mal an jene denken, die schon seit Mittag für die Besucher auf den Beinen waren und am nächsten Tag nicht bis in die Puppen schlafen können.

Stadtblatt:   Es heißt ja so schön, nach dem Fest ist vor dem Fest . . .
Michaela Schreiber:   So ist es auch in Zossen. Bevor wir allerdings ans 12. Weinfest gehen, wartet ja in diesem Jahr mit dem Weihnachtsmarkt noch ein weiterer Veranstaltungshöhepunkt auf die Zossener. Und auch der will gut vorbereitet sein.