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Zehrensdorf - ein Friedhof entsteht aus Ruinen

Dieser Friedhof wurde 1918 am Ende des Ersten Weltkrieges von der britischen Kriegsgräberfürsorge, der Imperial (später Commonwealth) War Graves Commission (CWGC), eingerichtet. Während sich Zehrensdorf im ehemaligen Ostdeutschland befand, war es der CWGC nicht möglich, für die Pflege zu sorgen. Im Jahr 1964 wurde deshalb in Neuve-Chapelle in Frankreich eine Gedenktafel aufgestellt.

Die Restaurierung des Friedhofs erforderte absolute Entschlossenheit und harte Arbeit. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erfuhr die CWGC, dass in Zehrensdorf fast jede Spur des Friedhofs verschwunden war. Eine detaillierte Analyse der wenigen Überreste ergab, dass unter der Erde Träger der Grabsteine noch unberührt lagen und somit der Ort der ursprünglichen Bestattung noch erkennbar war. Durch sorgfältige Nachforschung konnte die CWGC die Identität jedes bestatteten Gefangenen unzweifelhaft feststellen.

Bevor neue Grabsteine und der neue, sieben Tonnen schwere Gedenkstein gesetzt werden konnten, musste explosives Material aus der sowjetischen Besatzungszeit entfernt und Bäume gefällt werden. Der alte Gedenkstein steht nun im Garnisonsmuseum in Wünsdorf. 

Seit 1994 ist der Friedhof  als Kulturdenkmal des Landes Brandenburg gesetzlich geschützt. Die Verantwortung zur Erhaltung und Wiederinstandsetzung liegt seitdem  in der Hand der Stadt Zossen.  2002 begannen die Arbeiten zur Sicherung und Wiederinstandsetzung des Friedhofes durch die Stadt Zossen gemeinsam mit der CWGC.  Im Jahr 2005 wurde der Friedhof nach dreijährigen aufwendigen Restaurierungsarbeiten wieder eingeweiht.  

 

Öffnungszeiten                               Dienstag bis Sonntag

1. November bis 30. April                              10 bis 17 Uhr

1. Mai bis 31. Oktober                                   10 bis 19 Uhr

Historische Aufnahmen vom Friedhof Zehrensdorf