Donnerstag, 13. Dezember 2018

Antrag in den Ausschuss RSO verwiesen

Zossen.   Auf der Sitzung der Zossener Stadtverordneten am 12. Dezember 2018 ist der vom Vorsitzenden der Linksfraktion, Carsten Preuß, formulierte Antrag „Pestizidfreie Kommune – bienen- und insektenfreundlich“  auf Wunsch des Einreichers zur weiteren Beratung in den Ausschuss Recht, Sicherheit und Ordnung (RSO) verwiesen worden. Bürgermeisterin Michaela Schreiber zeigte sich entsetzt von gewählten Formulierungen des Antragstellers, der selbst nicht anwesend war. „Herr Preuß suggeriert sowohl mit dem Antrag als auch mit der verbreiteten Pressemitteilung zum Thema, dass in unserer Stadt auf öffentlichen Flächen, z. B. auf Wegen, Sport- und Spielplätzen Wirkstoffe eingesetzt werden, die eine Gefahr für Kinder, Schwangere und Tiere darstellen“, so die Verwaltungschefin. Preuß unterstelle damit, dass die Gesundheit der Bürger aufs Spiel gesetzt werde. „Offensichtlich hat Herr Preuß die letzten acht Jahre der Stadtentwicklung verschlafen und die Diskussion in den politischen Gremien und mit den Bürgern überhaupt nicht wahrgenommen“,  kritisiert Schreiber.  Seit der EU-Verordnung Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln setze die Stadt Zossen keinerlei Pestizide zur Säuberung von Wegen und öffentlichen Anlagen ein. „Seit dem diskutieren wir ganz im Gegensatz über das Problem Ordnung und Sauberkeit in der Stadt, weil  vielerorts das Unkraut wuchert“, betont Schreiber. Seit 2004 sind in allen Bebauungsplänen verpflichtende Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, werden Bäume - auch Obstbäume -  und Sträucher gepflanzt, Streuobstwiesen sowie Blühstreifen an Feldrainen angelegt. „Alle Stadtverordneten, so auch Herr Preuß, sind über die Maßnahmen informiert und an dem Prozess beteiligt“, so die Bürgermeisterin. Der Antrag komme zehn Jahre zu spät, dennoch freue sie sich über die Beratung im Ausschuss Recht, Sicherheit und Ordnung, um die vielen offenen Fragen und Ungereimtheiten zu klären. Richtig ist übrigens, dass die Stadt Zossen seit Jahren erfolgreich den auch für Menschen gefährlichen Eichenprozessionsspinner  chemisch bekämpft.  Daran werde sie bei Bedarf auch künftig festhalten, so Michaela Schreiber.

                                                                                        Pressemitteilung vom 13. Dezember 2018