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Freitag, 17. November 2017

Windparkpläne offenbar vorerst vom Tisch

Planer informiert Stadt Zossen über Einstellung des Vorhabens

Das umstrittene Windparkprojekt zwischen Glienick, Werben und Schünow, gegen das sich in der Stadt Zossen in den vergangenen Wochen erheblicher Widerstand  formiert hat,  ist offenbar vorerst vom Tisch. Bürgermeisterin Michaela Schreiber informierte die Mitglieder des städtischen Bauausschuss auf dessen Sitzung am 15. November 2017 darüber, dass einen Tag zuvor eine Mitteilung des Planers  in der Stadtverwaltung eintraf, in der es kurz und knapp heißt,  dass das Windparkprojekt eingestellt wurde. Zudem  habe es Eingangsbestätigungen für alle Briefe gegeben, die in diesem Zusammenhang auf  Beschluss der Stadtverordneten und im Namen von 1000 Bürgern, die gegen den geplanten Bau der Windkraftanlagen unterschrieben hatten,  an die Petitionsausschüsse Brandenburg und Berlin sowie an alle Fraktionen im Landtag Brandenburg und im Abgeordnetenhaus Berlin verschickt worden sind.

Zossens Bürgermeisterin  wertet die aktuelle Entwicklung als Erfolg für alle, die sich gegen die geplanten Windkraftanlagen gewehrt haben und wehren werden, und als „derzeitige Entwarnung“. Gleichzeitig betont sie allerdings, dass die Entscheidung des Planers noch keine Garantie dafür sei, dass die Pläne eines Tages nicht doch wieder aus der Schublade geholt werden. Die nun gewonnene Zeit werde man nutzen, um die 1. Änderung des Flächennutzungsplans zum Thema Wind, die auch auf der Tagesordnung des Bauausschusses stand, weiter voranzutreiben. Ziel sei es, klare Prämissen zu setzen, wo sich im Stadtgebiet  ein Windeignungsgebiet befindet und wo nicht. Es dürfe künftig keine weißen Flecken mehr geben.