Startseite » Bürger » Stadtverwaltung » 2015 - Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands
Schriftgröße - +

Impressionen vom 3. Oktober 2015

Eine Schwalbe „flog“ am schnellsten
Die Rallye mit DDR-Fahrzeugen war der Höhepunkt der Zossener Open-Air-Party anlässlich des 25. Jahrestags der Deutschen Einheit  am 3. Oktober 2015

Über der großen Open-Air-Party der Stadt Zossen anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 schien passend zum Anlass reichlich Sonne. Bestes Ausfahrt-Wetter also auch für die mehr als 50 Teilnehmer  der  DDR-Rallye, dem Höhepunkt  der Abschlussveranstaltung zur Reihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit  Deutschlands“, die am 8. Mai im Wünsdorfer Bürgerhaus eröffnet worden war und zahlreiche Lesungen, Ausstellungen und  Vorträge beinhaltete. Die Rallye führte über verschiedene Stationen in neun von zehn Zossener Ortsteilen und stellte für viele Fahrer eine besondere Herausforderung  dar. Wie von Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber vorab schon angekündigt, entschied nicht nur Geschwindigkeit über den Sieg.  So mussten beispielsweise in Nunsdorf Wasserbomen zerfahren werden, in Kallinchen sahen sich die Fahrer mit einem Slalomparcours konfrontiert, in Schünow  musste Dart gespielt werden. Auch in den anderen Orten warteten mehr oder weniger schwere Aufgaben auf die Rallye-Fahrer. Die Spreu vom Weizen trennte sich nicht zuletzt beim Kegeln in Dabendorf. Insgesamt waren 90 Punkte zu erreichen. Während sich die Fahrer auf der Strecke den weiteren Aufgaben wie Eier-Fahrt in Zesch am See und Gleichmäßigkeitsfahren in Glienick stellten, herrschte auf dem Marktplatz in Zossen bei Blasmusik mit der Band „Banda Zampa“ und einer Mischung aus Tango, Musettwalzer, Filmmusik und osteuropäischer Musik  des Trios „Muzet Royal“ gemütliche Feiertagsatmosphäre. Zu der gehörten auch Klassiker aus der DDR wie Griletta, die Antwort des Ostens auf den Hamburger, oder Vita-Cola, ostdeutsche Konkurrenz für amerikanische Coca-Cola. Ein gerechtes Unentschieden gab’s beim anspruchsvollen Ost-West-Quiz mit Fragen aus Politik, Unterhaltung, Werbung und Geografie zu beiden ehemaligen deutschen Staaten. Die Beantwortung der Fragen wie „Wer wählt den Bundeskanzler?“, „Wie hieß der Regierende Bürgermeister von Berlin, als die Mauer fiel?“ oder „Wer oder was waren Osceola und Tecumseh?“  war offenbar nicht ganz einfach. Während ein Tourist aus Bremen in der ersten Runde die meisten der Ost-West-Fragen beantworten konnte, gelang in der zweiten Runde einem Zossener, mehr zu wissen als seine aus den alten Bundesländern stammende Kontrahentin.

Wäre es bei der Rallye allein nur nach der Zeit gegangen - oberstes Limit waren drei Stunden, was von den gestarteten Treckerfahrern querbeet überschritten worden ist – hätte Michael Koch aus Mellensee mit seiner gelben Schwalbe gewonnen. Mit ihr war er nach 2 Stunden und 16 Minuten im Ziel auf dem Marktplatz „eingeflogen“.  In der Kategorie „Motorisierte Zweiräder“ reichte es dennoch dank 69 Punkten für einen zweiten Platz.  Über den Sieg konnte sich Thomas Schopan aus Schöneiche freuen. Der Sieg in der Traktoren-Kategorie ging nach Nächst Neuendorf, wo  Brunhilde Kapsch für ihren Mann Hans den Pokal entgegennahm. Auch die Plätze 2 und 3 wurden mit Gerhard Thiele und Erik Laube von Männern aus Nächst Neuendorf belegt Die Fahrer eines Trabis, eines Ladas und eines  Wartburgs hatten bei den Pkw‘s  die Nase vorn. Der Sieg ging an den Dabendorfer Burghard Fried und seinen Trabi, vor Mathias Kristen aus Ludwigsfelde und dessen Lada und Heiko Thiel aus Zossen, der im Wartburg unterwegs war. Bürgermeisterin Schreiber, die ein überaus positives Fazit für die  Veranstaltung ziehen konnte, sah sich nach der Siegerehrung der Frage gegenüber, ob es denn irgendwann eine Neuauflage der Rallye geben werde. Nicht zuletzt angespornt vom Beifall des Publikums  fiel ihre Antwort positiv aus.

2015 - Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands / Alle Veranstaltungen im Überblick

17. April - 3. Oktober
Montag und Donnerstag 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
Zossen, Fischerstraße 26
"Zossen erinnert" - Dauerausstellung
Die von Sven Reimer gestaltete und sich ständig verändernde Ausstellung wird von der CDU Zossen und Plan B unterstützt. Neben historischen Ansichten der Stadt Zossen werden auch interessante Dokumente aus der Zossener Zeitgeschichte gezeigt. Beleuchtet wird in der Ausstellung die gesamte Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts in unserer Region. So werden Zeitzeugnisse der abwechselnden militärgeschichtlichen Nutzung in Zossen/Wünsdorf, die Wirtschaftskrise mit der Inflation, Zossen während der Weltkriege, die Zeit der DDR im Aufbau und Untergang und vieles mehr zu sehen sein. Gleichzeitig wird Barbara Kaulen (Plan B) die Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“ sowie die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“ nach Zossen holen.

8. Mai, 18 Uhr
Bürgerhaus Wünsdorf; Am Bürgerhaus 1
Auftakt zur Veranstaltungsreihe "2015 -Zossen erinnert"
Thema: Der 8. Mai 1945 - ein Tag, der die Welt veränderte
Referent: Martin Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russiuschen Forums  
Musikalische Gäste: Vokalensemble „Lepota" – russische Folklore
Veranstalter: Zossen in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Forum

8. Mai bis19. Juli, Eröffnung 8 Uhr

(ansonsten während der Öffnungszeiten der Stadt Zossen)

Rathaus Zossen, Marktplatz 20

„Grenzgebiet“ – Zwischen Rehna und Cumlosen, an Elbe und Schaalsee / Wanderausstellung

Im ehemaligen Bezirk Schwerin war die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland 190 km lang. Bis Ende der 80er Jahre flossen sehr große finanzielle Mittel in den Ausbau, wodurch Fluchten immer schwieriger wurden. Anhand von Fotos und Dokumentationen beleuchtet diese Ausstellung die Rolle der Stasi an der innerdeutschen Demarkationslinie und regt zur Auseinandersetzung mit dem SED-Regime an.

Herausgeber: Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU)

Veranstalter: Stadt Zossen

9. Mai, 9 bis 12 Uhr

Zossen, Marktplatz

Europatag

Veranstalter: Stadt Zossen und alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung

17. Mai, 10 bis 18 Uhr

Waldstadt, Gutenbergstraße 9

Tag der offenen Tür des Garnisonsmuseum Wünsdorf

Aus Anlass des Kriegsendes öffnet das Garnisonsmuseum seine Türen!

Veranstalter: Förderverein Garnisonsmuseum Wünsdorf e. V.

21. Mai,18 bis 19 Uhr

Rathaus Zossen, Marktplatz 20

„Die Puppennäherin von Ravensbrück. Zwölf Porträts“ / Buchlesung der Autorin Karlen Vesper

Millionen Deutsche wählten Hitler, Millionen stützten sein Terrorregime, indem sie zu Unrecht und Massenmord nicht nur schwiegen, sondern beides guthießen und mitmachten. Doch das deutsche Volk bestand nicht nur aus willigen Vollstreckern und opportunistischen Mitläufern. Es gab auch das „andere Deutschland“. Tausende riskierten im Widerstand gegen Hitler im „Dritten Reich“ oder im Exil ihr Leben. Nur noch wenige von ihnen leben unter uns. Ihr Zeugnis ist in einer Zeit, in der sich Deutschland wieder zu mehr „Verantwortung in der Welt“ berufen fühlt, umso wichtiger. Sie sollen in den zwölf authentischen Geschichten dieses Buches zu Wort kommen.

Eintritt frei!

Veranstalter: Stadt Zossen in Zusammenarbeit mit der Eulenspiegel-Verlagsgruppe, Berlin

4. Juni , 19 Uhr

Rathaus Zossen, Marktplatz 20

„Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!“ / Vortrag mit anschließender Diskussion

Professor Klaus Schroeder von der Freien Universität stellt seine empirische Studie zum Linksextremismus in Deutschland vor.

Eintritt frei!

Veranstalter: Stadt Zossen

23. Juli bis 3. Oktober, Eröffnung 8 Uhr

(ansonsten während der Öffnungszeiten der Stadt Zossen)

Rathaus Zossen, Marktplatz 20

„Der Mut der Wenigen“ – Protest – Repression – Solidarität. Folgen einer Ausbürgerung / Wanderausstellung

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Matthias-Domaschk-Archivs Berlin mit der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie erinnert an das Handeln junger Menschen, die nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 in Schule und Universität, im Betrieb, in der Kirche und beim Militär mutig gegen das SED-Regime protestieren. Indem sie couragiert für Bürgerrechte eintraten, ist ihre Haltung auch heute beispielgebend und von bleibender Aktualität.

Herausgeber: Robert Havemann Gesellschaft e. V., Berlin

Veranstalter: Stadt Zossen

21. September, 19.30 Uhr

Bibliothek Zossen, Kirchplatz 2

„Schuld“ / Buchlesung

Grit Poppe liest aus ihrem neuen Roman „Schuld“ vor. Sie schreibt Erzählungen und Romane, in die sie ihre Jugenderfahrungen in der DDR einfließen lässt.

In ihrem Buch „Schuld“, so heißt es in einer Rezension, spüre man deutlich, „dass die Autorin dass repressive Milieu in der Schule mit Blauhemd und Fahnenappell oder die Atmosphäre in oppositionellen Kreisen aus eigener Erfahrung kennt.“

Eintritt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

Veranstalter: Bibliothek Zossen in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Literaturbüro Potsdam

1. Oktober, 18 bis 19 Uhr

Rathaus Zossen, Marktplatz 20

„Schwafel, Pech und Pferdefüße. Der Teufel steckt hinter jedem Kreuz“ / Buchlesung des Autors und Kabarettisten Hans-Günther Pölitz

In Thüringen geht ein Gespenst namens Bodo um, im Bundestag tritt ein Drachentöter auf, die Bundeswehr in Laien-, pardon, Leyen-Hand erobert Kindergärten. Da staunt das „Muttilein“ am Frühstückstisch und versteht nur Bahnhof. Zum Glück erklärt Hans-Günther Pölitz seinem Mütterlein, wie die große Politik funktioniert und von welch weiser Hand dieses Land regiert wird. Dabei bleibt kein Auge trocken!

Eintritt frei!

Veranstalter: Stadt Zossen in Zusammenarbeit mit der Eulenspiegel-Verlagsgruppe, Berlin

3. Oktober, 12 bis 21 Uhr

Zossen, Marktplatz

Abschlussveranstaltung der Veranstaltungsreihe „2015 Zossen erinnert“

Open-Air Party zum 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung, u. a. mit der Band Splitt und dem Blasorchester Banda Zampa.

Veranstalter: Stadt Zossen

4. Oktober, 10.30 Uhr

Zossen, Markt- und Kirchplatz

Open Air Gedenkgottesdienst - Gottesdienst für Ernte und Wiedervereinigung

 

An diesem Tag findet auch der letzte Kraut- und Rübenmarkt der diesjährigen Saison statt. Er steht unter dem Motto „Es ist genug für alle da“. „In diesem Gottesdienst wollen wir den Dank für die Ernte und das tägliche Wunder des Sattwerdens mitten im Frieden – verbunden mit dem Dank für die friedliche Vereinigung Deutschlands – vor Gott bringen“, sagt Superintendentin Katharina Furian. „Angesichts der Weltlage und der vielen Flüchtlinge wissen wir: Täglich satt zu werden – mitten im Frieden, das ist doch etwas ganz Besonderes. Danken wir dafür und beten für die, die diesen Segen vermissen. Und da Teilen zum Erntedank gehört, sind Sie wie in jedem Jahr gebeten, etwas Geerntetes für den Altar und den Gottesdienst mitzubringen oder am Sonnabendvormittag bei uns am Kirchplatz abzugeben.“ Die Spenden, so Katharina Furian, gehen an das Bonhoefferhaus in Zossen und die Tafel in Königs Wusterhausen. „Wir danken der Stadt Zossen an dieser Stelle für die freundliche Bereitstellung der Bühne und der Technik und freuen uns, dass unser Gospelchor wieder den Gottesdienst mitgestalten wird“, so die Superintendentin.

Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde Zossen

Liebe Bürger von Zossen, liebe Gäste der Stadt,

Bürgermeisterin Michaela Schreiber

in diesem Jahr erinnert die Stadt Zossen an zwei Daten und Ereignisse von großer historischer Tragweite. Da ist zum einen der 8. Mai 1945. Zum 70. Mal jährt sich 2015 jener Tag, an dem in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands der  bislang grausamste, von Hitler und seinem Nazi-Regime angezettelte Krieg sein Ende fand. Die schreckliche Bilanz: über 50 Millionen Tote, darunter weit mehr als 20 Millionen Menschen der damaligen Sowjetunion.  Mehr als sechs Millionen europäische Juden fielen dem Holocaust zum Opfer. Tausende Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, politisch Andersdenkende und Homosexuelle wurden verfolgt und getötet. Nicht gezählt die Millionen Verschollenen, nicht gerechnet die Betroffenen von Flucht und Vertreibung. Große Teile Europas glichen einem Trümmerfeld. 40 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges hatte der kürzlich verstorbene Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in seiner historischen Rede dieses Datum zu Recht als „Tag der Befreiung“  bezeichnet. Alle Deutschen, so von Weizsäcker,  seien damals befreit worden von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Die Stadt Zossen will sich mit ihrer diesjährigen Veranstaltungsreihe „2015 - Zossen erinnert -  an Teilung und Einheit Deutschlands" der damals von Weizsäcker  geforderten „aktiven Kultur der Erinnerung“ stellen. „Würden wir unsererseits vergessen wollen, was geschehen ist, anstatt uns zu erinnern, dann wäre dies nicht nur unmenschlich“, hatte von Weizsäcker gesagt. „Der 8. Mai ist für uns vor allem ein Tag der Erinnerung an das, was Menschen erleiden mussten. Er ist zugleich ein Tag des Nachdenkens über den Gang unserer Geschichte. Je ehrlicher wir ihn begehen, desto freier sind wir, uns seinen Folgen verantwortlich zu stellen.“

Bekanntlich war eine Folge des Krieges die Teilung Deutschlands und die Schaffung unterschiedlicher Gesellschaften, die in einem neuen Krieg endeten - den Kalten Krieg.  Mit dessen Ende schließlich wurde auch ein Schlussstrich unter die deutsch-deutsche Teilung gezogen. Mit dem Tag der Deutschen Einheit, den wir am 3. Oktober 2015 zum 25. Mal begehen, hat ein neues, friedliches Kapitel deutscher Geschichte begonnen. Mit zahlreichen Veranstaltungen, Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen wird die Stadt Zossen an dieses Vierteljahrhundert erinnern und schließlich am 3. Oktober selbst auf dem Marktplatz diesen Feiertag mit allen Bürgern begehen. Während Richard von Weizsäcker über den 8. Mai 1945 auch sagte, dass wir Deutschen wahrlich keinen Grund haben, uns an Siegesfesten zu beteiligen, ist der Tag der Deutschen Einheit Beweis dafür, dass seine Einschätzung voll zutrifft, dass das  Ende eines Irrweges deutscher Geschichte  zugleich den  Keim der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in sich barg.

Michaela Schreiber,
Bürgermeisterin der Stadt Zossen  

„Schwafel, Pech und Pferdefüße“


Während der kabarettistischen Lesung am 1. Oktober in Zossen.

Kabarettist Hans-Günther Pölitz liest in Zossen aus seinem neuen Buch

Mit seinem nunmehr dritten Buch beim Eulenspiegel-Verlag  serviert Kabarettist Hans-Günther Pölitz unter dem Titel „Schwafel, Pech und Pferdefüße“  derzeit das Neueste und Beste aus dem „Pölitz-Frühstück“, seiner wöchentlichen MDR-Sendung. Erwartet wird der Gründer des Kabaretts „Magdeburger Zwickmühle“ am Donnerstag, dem 1. Oktober  2015, um 18 Uhr im Konferenzraum des Zossener Rathauses. Der Eintritt ist frei.

Besucher werden  an diesem Abend dort erfahren, dass Pölitz immer sonnabends, wenn das liebe „Muttilein“ den Frühstückstisch gedeckt hat und der Tee für ihn bereitsteht, in Laune kommt und so richtig vom Leder zieht. Die Steilvorlagen liefern  dabei Merkel & Co. Doch das „Muttilein“  staunt und versteht nur Bahnhof, wenn Pölitz vom Gespenst namens Bodo erzählt, das in Thüringen umgeht, oder über einen Drachentöter im Bundestag siniert  und über eine Bundswehr,  die inzwischen in Laien-  ,ähh, pardon,  in Leyenhand  Kindergärten erobert. Pölitz erklärt in unnachahmlicher Art, wie die große Politik funktioniert und von welch weiser Hand dieses Land regiert wird. Da bleibt kein Auge trocken.  Der Titel seines neuen Buches „Schwafel, Pech und Pferdefüße“ stammt daher auch von der Erkenntnis, dass der Teufel hinter jedem Kreuz steht.

Die Veranstaltung  mit Hans-Günther  Pölitz ist Bestandteil der Reihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“, die am 3. Oktober auf dem Zossener Marktplatz mit einer großen Open-Air-Party anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit beendet wird.

Zur Person:   Hans-Günther Pölitz wurde 1952  in Waldheim geboren. Er  begann 1972  beim Studentenkabarett „Junge Dornen“ der PH Zwickau und ging dann während seiner Schauspielausbildung von 1982 bis 1984 zur „Herkuleskeule “ nach Dresden. Danach folgte sein Wechsel nach Magdeburg, beim Kabarett „Zange“ war er von 1982 bis 1989 Autor und Regisseur und von 1984 bis 1993 Kabarettist und Direktor bei den „Kugelblitzen“. 1994/95 war Pölitz Autor und Kabarettist bei der „Münchner Lach- und Schießgesellschaft “. 1996 gründete er mit der „Magdeburger Zwickmühle “ sein eigenes Kabarett, dort ist Pölitz neben der Arbeit auf der Bühne Autor und künstlerischer Direktor.  Seit 1996 verfasst Hans-Günther Pölitz eine wöchentliche Radio-Kolumne beim MDR 1 Sachsen- Anhalt. Beim „Pölitz-Frühstück“ erklärt er seinem „Muttilein“ die Ereignisse der Woche.

Pölitz  erhielt zahlreiche Kabarettpreise, darunter den  „Salzburger Stier “, den „Goldenen Kiebitz“, den „Cornichon“, den „Till 2014“, den Reinheimer Satirelöwen , den Leipziger Löwenzahn sowie den Ostdeutschen Kabarettpreis in n der Kategorie Ensemble für das Programm „Wir haben uns überlebt“.

Vita-Cola, Griletta und Currywurst a la HO-Imbiss am Markt

Zur großen Open-Air-Party der Stadt Zossen zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober gibt’s auch einen Hauch kulinarische Ostalgie

Wenn  am 3. Oktober 2015 um 12 Uhr auf dem Zossener Marktplatz der Startschuss zur großen DDR-Rallye  fällt und zum Auftakt der Open-Air-Party anlässlich des 25. Jahrestages  der Deutschen Einheit die Blasmusiker der Band „Banda Zampa ihren Auftritt haben,  werden auch kulinarische Reminiszenzen an typische DDR-Produkte nicht fehlen. So wird es nicht nur Currywurst nach Art des ehemaligen HO-Imbiss am Markt, Berliner Pilsner  und Griletta geben, sondern natürlich auch die berühmte Club-  und Vita-Cola. Nach dem Originalrezept der früheren Kantinenversorgung für HO-Beschäftigte im „Weißen Schwan“ soll außerdem das noch heute bei vielen sehr beliebte Gericht „Tote Oma“ angeboten werden. Dabei handelt es sich um  lose Blutwurst, angerichtet mit Salzkartoffeln und Sauerkraut.

Bei einem Quiz können Einheimische und in den alten Bundesländern geborene bzw. aufgewachsene Besucher ihr Wissen zu Alltagsfragen in Ost- wie Westdeutschland unter Beweis stellen.

Bereits 30 Anmeldungen für Zossener DDR-Rallye

Stadt lädt für den 3. Oktober zu großer Open-Air-Party ein

In der Stadtverwaltung Zossen sind bereits rund 30 Anmeldungen für die anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 stattfindende DDR-Rallye eingegangen. Außerdem gibt es  weitere mündliche Interessenbekundungen, so dass die Veranstalter davon ausgehen, dass mehr als 50 Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen, die schon zu DDR-Zeiten auf den Straßen rollten, an den Start gehen werden. Außer Pkw-Besitzern - ob von Trabi 600, Wartburg 312 oder Ifa F8 Kombi – wollen auch zahlreiche  motorisierte Zweiradfahrer und Treckerfahrer an der Rallye teilnehmen. Unter anderem ist ein Traktor vom Typ Famulus, Baujahr 1964, gemeldet. Start und Ziel wird der Zossener Marktplatz sein. Gestartet wird gestaffelt in der Zeit von 12 bis 13 Uhr. Mit der Ankunft der ersten Rallye-Teilnehmer wird gegen 15 Uhr gerechnet. Die Siegerehrung ist gegen 17 Uhr geplant. Insgesamt sind von den Akteuren am 3. Oktober neun Kontrollpunkte in den Zossener Ortsteilen anzufahren. Wie Bürgermeisterin Michaela Schreiber betont, gehe es allerdings an diesem Tag nicht nach Geschwindigkeit. „Die Fahrer erhalten am Start einen Zettel mit verschiedenen Aufgaben, die sie auf der Strecke zu bewältigen haben. Mehr wird noch nicht verraten“, so Schreiber. Der Sieger der Rallye kann sich über eine Übernachtung für zwei Personen im Landgasthaus „Alte Gärtnerei“ in Nächst Neuendorf freuen.

 Noch bis zum 25. September 2015  kann man sich in der Stadtverwaltung Zossen anmelden (Kontakt: Wirtschaftsförderung, Marktplatz 20, 15806 Zossen, 03377/30 40-0, Fax: 0331/2 75 48 69 54, E-Mail: VL-Wirtschaftsfoerderung@SV-Zossen.de ).

Die Rallye ist einer der Höhepunkte der großen Open-Air-Party am 3. Oktober 2015, zu der die Stadt Zossen ihre Bürger und Gäste anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit auf den Marktplatz einlädt.  Die Veranstaltung ist zugleich Abschluss der diesjährigen Reihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“. Von 12 bis 21 Uhr wird ein buntes Bühnenprogramm unter anderem mit Blasmusik, Ost-West-Quiz, Rock und Pop sowie einer musikalischen Parodieshow geboten. Im Rathaus werden die Filme „Sonnenallee“, „Good bye Lenin“ und „Als wir träumten“  gezeigt.    

Ausstellung im Rathaus Zossen

Die Ausstellung „Der Mut der Wenigen / Protest – Repression – Solidarität. Folgen einer Ausbürgerung“ ist bis zum 3. Oktober 2015 zu den Öffnungszeiten des Zossener Rathauses zu sehen. Sie ist ein Kooperationsprojekt des Matthias-Domaschk-Archivs Berlin mit der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie erinnert an das Handeln junger Menschen, die nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 in Schule und Universität, im Betrieb, in der Kirche und beim Militär mutig gegen das SED-Regime protestierten. „Indem sie couragiert für Bürgerrechte eintraten, ist ihre Haltung auch heute beispielgebend und von bleibender Aktualität“, heißt es. Die Ausstellung umfasst zehn freistehende Tafelelemente und zwei Stofftransparente.  Sie ist Bestandteil der diesjährigen Veranstaltungsreihe „2015 - Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“.  Der Eintritt ist frei.

Stadt ruft zur Rallye am 3. Oktober auf

Motto: „Alles was zu DDR-Zeiten fuhr und heute noch fährt“

Unter dem Motto „Alles was zu DDR-Zeiten fuhr und heute noch fährt“ ruft die Stadt Zossen  alle Besitzer von Autos, Mopeds, Fahr- und Motorräder, sowie Traktoren auf, sich am 3. Oktober 2015 anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit an einer großen regionalen Rallye zu beteiligen.  Egal, ob mit bewährtem Diamant-Fahrrad, klassischem MZ-Motorrad,  Kult-Mopeds wie Schwalbe oder Spatz und  Traktoren  vom Typ ZT 300  oder RS 09,  teilnehmen kann jeder, der einen solchen zwei- oder vierrädrigen fahrbaren Untersatz  sein eigen nennt.  Start und Ziel ist der Marktplatz in Zossen, wo an diesem Tag  die feierliche  Abschlussveranstaltung der diesjährigen Veranstaltungsreihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“ mit einem bunten  Fest- und Bühnenprogramm stattfindet.  Die Rallye startet um 12 Uhr. Die Teilnehmer  der Rallye müssen verschiedene Kontrollpunkte in mehreren Ortsteilen der Stadt   passieren, wo ihnen die Durchfahrt mit einem Stempel bescheinigt wird. Je nach Art des  Fahrzeugs  ist eine bestimmte Anzahl von Stempeln  zu sammeln und im Ziel vorzulegen. Dort erhält jeder Rallye-Fahrer eine Teilnahmebestätigung.

Interessenten können sich bis zum 25. September 2015 in der Stadtverwaltung Zossen anmelden.

Wirtschaftsförderung
Marktplatz 20, 15806 Zossen
Tel.: 03377 / 30 40 - 0
Fax.: 0331 / 2 75 48  69 54
E-Mail:
VL-Wirtschaftsfoerderung@SVZossen.Brandenburg.de

Studie zum Thema Linksextremismus vorgestellt

Professor Schroeder
Bürgermeisterin Schreiber eröffnete die Veranstaltung mit Prof. Schroeder im Rathaus.

„Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!“ lautet der Titel  einer empirischen Studie zum Linksextremismus in Deutschland, deren Ergebnisse in einem Buch veröffentlicht wurden, das am 4. Juni 2015 im Konferenzraum des Rathauses Zossen vorgestellt wurde. Professor Klaus Schroeder von der Freien Universität Berlin präsentierte an diesem Abend die Ergebnisse des mehrjährigen Forschungsprojektes. Er erläuterte die Beweggründe, sich nach der thematischen Auseinandersetztung mit dem Rechtsextremismus nun dem Linksextremismus gewidmet zu haben. Während seit der Wiedervereinigung eine kaum zu überblickende Zahl von Befragungen und Publikationen zum Rechtsextremismus erschienen ist, gäbe es eine lediglich spärliche wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Linksextremismus und nur sehr vereinzelt empirische Studien, so Schroeder. Dies resultiert nach Ansicht der  Wissenschaftler aus verschiedenen Gründen. Einer der Gründe sei die starke mediale Beachtung des rechten und islamistischen Extremismus, die linksextreme Aktivitäten häufig in den Hintergrund rücken lässt. "Nicht wenige Wissenschaftler", so der Professor, "scheuen auch vor diesem Themenfeld zurück, weil Linksextremisten ihre politischen und wissenschaftlichen 'Widersacher' beschimpfen und mitunter auch bedrohen. Darüber hinaus würden - anders als auf der rechten Seite des politischen Spektrums - die Trennlinien zwischen extremer und radikaler, aber demokratischer Linker verschwimmen, so dass Linksextremisten  unter dem Schutzschirm des gesamten linken Milieus stehen. "Im Gegensatz zur Rechtsextremismusforschung, die häufig wenig differenziert ausfällt, haben wir uns bemüht, dem Anliegen der gruppen, die wir als extremistisch einordnen, gemääß ihrer Selbstdarstellung Rechnung zu tragen", schreibt Professor Schroeder. Es gehe nicht um ihre Diffamierung und Herabwürdigung, sondern um eine nüchterne Analyse ihrer Welt- und Gesellschaftsbilder und ihrer politischen Mittel und Ziele.

Linksextreme Einstellungen, so das Fazit der wissenschaftlichen Studie, sind in Deutschland weit verbreitet. So sei in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Forschungsverbunds SED-Staat der FU Berlin, bei der die Befragten Aussagen über Demokratie und Gesellschaft bewerten sollten, häufig eine kritische Haltung gegenüber der praktizierten Demokratie in Deutschland zum Ausdruck gekommen. In der Untersuchung wurden die Teilnehmer befragt, in wieweit sie verschiedenen Dimensionen eines linksextremen Einstellungsmusters zustimmten oder diese ablehnten. Das Muster und dessen Dimensionen hatten die Wissenschaftler zuvor herausgearbeitet. Die Forscher ermittelten auf dieser Basis, dass ein Sechstel der Gesamtbevölkerung (Westdeutschland: 14 Prozent; Ostdeutschland: 28 Prozent) eine linksradikale/linksextreme Grundhaltung hat. Dabei weisen vier Prozent ein nahezu geschlossenes linksextremes Welt- und Gesellschaftsbild auf, 13 Prozent stimmen überwiegend den jeweiligen Facetten eines linksextremen Einstellungsmusters zu.

Die durchschnittliche Zustimmung zum Einsatz politisch motivierter Gewalt – sei es gegen Personen oder Sachen oder als Gegengewalt – gegen die als strukturell empfundene Gewalt „des Systems“ – lag in der Umfrage bei sieben Prozent. Von den als linksextrem eingestuften Personen befürworteten 14 Prozent Gewaltanwendung. Das für die Wissenschaftler erstaunlichste und für sie nicht zu erklärende Ergebnis ergab sich bei der Frage nach dem staatlichen Gewaltmonopol. Nur knapp die Hälfte sprach sich für seine Beibehaltung aus; 46 Prozent waren für seine Abschaffung.

In der Umfrage hielten mehr als 60 Prozent der Befragten die Demokratie nicht für eine echte Demokratie, da die Wirtschaft und nicht die Wähler das Sagen hätten. Nahezu 50 Prozent konstatierten eine zunehmende Überwachung linker Systemkritiker durch Staat und Polizei, etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) befürchteten der Studie zufolge, dass Deutschland durch eine zunehmende Überwachung von Bürgern auf dem Weg in eine neue Diktatur sei.

In dem mehrjährigen Forschungsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Initiative Demokratie Stärken“ ermittelten die Wissenschaftler des Forschungsverbundes SED-Staat unter anderem, was den heutigen Linksextremismus auszeichnet. Sie analysierten, in welcher Tradition er steht, über welche Themen linksextreme Aktivisten neue, jüngere Anhänger anwerben und wie verbreitet linksextreme Einstellungen in der Bevölkerung sind. Darüber hinaus ging es um die Einstellung zu politisch motivierter Gewalt, die nach Einschätzung von Experten für Linksextremisten eine besondere Rolle spielt. Für die repräsentative Umfrage wurden knapp 1400 Personen durch das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap befragt.

 

 

 

Bewegende Erinnerungen von Zeitzeugen

Karlen Vesper während ihrer Lesung.
Die Historikerin und Journalsitin im Gespräch.

Eine Buchlesung mit der Historikerin und Journalistin Autorin Karlen Vesper fand am 21. Mai im Rathaus Zossen statt. Im Mittelpunkt der Lesung stand ihr jüngstes Buch  „Die Puppennäherin von Ravensbrück. Zwölf Porträts“. Die Veranstaltung ist Bestandteil der Reihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“.Wie Karlen Vesptrer betonte,sei es ihr wichtig zu zeigen, dass das deutsche Volk während des Naziregimes nicht nur aus willigen Vollstreckern und opportunistischen Mitläufern bestand, sondern dass Tausende im Widerstand gegen Hitler ihr Leben riskierten. 

Der Dialog mit Russland darf nicht abreißen

Martin Hoffmann vom Deutsch-Russischen Forum
Das Ensemble "Lepota" sorgte mit russischen Liedern für den passenden musikalischen Rahmen
Zur Begrüßung gab's für die Gäste russisches Konfekt.

Auftaktveranstaltung zur Veranstaltungsreihe „2015 – Zossen erinnert“ in Wünsdorf 

Wünsdorf. Es war ein überaus gelungener Auftakt zu Veranstaltungsreihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“  am 8. Mai im Bürgerhaus Wünsdorf, offiziell eröffnet von Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Die Gäste waren zuvor mit russischem  Konfekt begrüßt worden, die drei Mitglieder des renommierten Folklore-Ensembles „Lepota“  sorgten anschließend für den passenden   musikalischen Rahmen aus traditionellen russischen Liedern und authentischen Dorfgesängen und   der Referent des Abends, Martin Hoffmann, spannte in seinem Vortrag einen Bogen vom Tag des Kriegsende  und der endgültigen Kapitulation des Nazi-Regimes  8. Mai 1945  bis zur heutigen Zeit, in der das Verhältnis Deutschlands zur Russland aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine auf eine harte Bewährungsprobe gestellt wird.

Der in Lünen/Westfalen geborene Hoffmann hatte 1986 ein halbes Jahr in Moskau studiert, arbeitete ab 1990 als Leiter für Seminar- und Bildungsreisen mit den Schwerpunkten Russland, Amerika und China. 1995 übernahm Hoffmann die Geschäftsführung beim Deutsch-Russischen Forum, das als führende nichtstaatliche Organisation Kontakte zwischen deutschen und russischen  Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft herstellt. Als Westdeutscher  habe er in der Zeit des Kalten Krieges Slawistik studiert und arbeite seit rund 25 Jahren  für und mit der russischen Zivilgesellschaft. Er sieht in den Russen ein großes europäisch denkendes Volk, ein Volk, das als Befreier Deutschlands vom Faschismus entscheidend dazu beigetragen hat, dass wir Deutsche heute wieder in Einheit und Freiheit leben können. Nach seinen Erfahrungen habe der 8. Mai 1945 in Ost und West  von Anfang an eine unterschiedliche  Bewertung erlebt. Deshalb habe die als historisch zu nennende Weizäcker-Rede vom 8. Mai 1985  im Westen des Landes auch mehr Beachtung erhalten als in der DDR, wo der 8. Mai seit je her offiziell als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus begangen wurde. Als auch der kürzlich verstorbene ehemalige  Bundespräsident Richard von Weizsäcker diesen Tag  als „Tag  der Befreiung“  bezeichnete, an dem alle Deutschen befreit wurden „von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ habe es im Westen nicht nur Zustimmung und Verständnis gegeben, so Hoffmann. Er plädierte dafür, trotz der schwierigen Lage und unterschiedlicher Meinungen zu den Ursachen des aktuell gestörten Verhältnisses den Dialog und die Brücken zu Russland nicht abbrechen zu lassen. Deutschland habe Russland sehr viel zu verdanken. Das sollte nie vergessen werden.

Die Puppennäherin von Ravensbrück

Buchlesung mit Karlen Vesper im Zossener Rathaus

Zossen . Eine Buchlesung mit der Autorin Karlen Vesper findet am 21. Mai 2015 ab 18 Uhr im Rathaus Zossen, Marktplatz 20,  statt. Die Veranstaltung ist Bestandteil der Reihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“. Karlen Vesper liest an diesem Tag aus ihrem Buch „Die Puppennäherin von Ravensbrück. Zwölf Porträts“.

Millionen Deutsche wählten Hitler, Millionen stützten sein Terrorregime, indem sie zu Unrecht und Massenmord nicht nur schwiegen, sondern beides guthießen und mitmachten. Doch das deutsche Volk bestand nicht nur aus willigen Vollstreckern und opportunistischen Mitläufern. Es gab auch das „andere Deutschland“. Tausende riskierten im Widerstand gegen Hitler im „Dritten Reich“ oder im Exil ihr Leben. Nur noch wenige von ihnen leben unter uns. Ihr Zeugnis ist in einer Zeit, in der sich Deutschland wieder zu mehr „Verantwortung in der Welt“ berufen fühlt, umso wichtiger. Sie kommen in den zwölf authentischen Geschichten dieses Buches zu Wort.

Der Eintritt ist frei.

Wanderausstellung "Grenzgebiet" im Zossener Rathaus

Die Wanderausstellung „Grenzgebiet – Ereignisse an der innerdeutschen Grenze zwischen Rehna und Cumlosen, an Elbe und Schaalsee“ ist  bis zum 19. Juli 2015 im Zossener Rathaus zu sehen. Sie steht seit dem 8. Mai Besuchern offen und ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“, die am gleichen Tag im Bürgerhaus Wünsdorf offiziell eröffnet wurde.
Die Ausstellung „Grenzgebiet“ informiert anschaulich über Aufbau, Entwicklung und Funktionsweise der Sicherungsanlagen an der deutsch-deutschen Grenze. Sie zeigt auch, welche Bedeutung das Ministerium für Staatssicherheit der DDR dabei hatte. Auf über 30 Schautafeln werden Fotos, Texte und Zeitdokumente gezeigt. Vieles ist den einst geheimen Akten des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR entnommen. Zusammengestellt wurde die Ausstellung von der Außenstelle Schwerin des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.

Hintergrund: Die alliierten Besatzungsmächte legten 1945 die Verwaltungsgrenzen in Deutschland fest. Die Demarkationslinie zur sowjetisch besetzten Zone entwickelte sich zu einer der am besten bewachten Staatsgrenzen weltweit. Zugleich war sie Grenzlinie zweier politischer Machtblöcke und konkurrierender Gesellschaftssysteme. Ab 1952 baute die DDR das Sperrsystem an der innerdeutschen Grenze weiter aus und perfektionierte es. Die Zahl der erfolgreichen Fluchten nahm deshalb im Laufe der Jahre stetig ab. Zuletzt sollten Flüchtlinge nicht mehr durch Waffengewalt und erst unmittelbar an der Grenze gestoppt werden. Fluchtversuche sollten bereits im Vorfeld durch Kontrollen und den Einsatz modernster Technik entdeckt werden.
Der Ausbau zur modernen Grenze in den 1980er Jahren kostete pro Kilometer fast zwei Millionen DDR-Mark. Seit 1971 waren an der innerdeutschen Grenze etwa 30 000 Soldaten stationiert. Die Personalstärke der Grenztruppen insgesamt lag bis 1989 stets bei zirka 50 000 Mann.

Öffnungszeiten:
Montag 8 bis 12 Uhr, 13 bis 16 Uhr
Dienstag 8 bis 12 Uhr, 13 bis 18 Uhr
Donnerstag 8 bis 12 Uhr, 13 bis 18 Uhr
Freitag 8 bis 12 Uhr
jeden 1. und  3.  Sonnabend im Monat 8 bis 12 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Lesung mit Grit Poppe

Zossen. Am 9. Mai wollen sich die in der Zossener Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen  im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zossen erinnert“ mit verschiedenen Info-Ständen und Aktivitäten auf dem Marktplatz präsentieren. Auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses am 5. März hatten sich die anwesenden Stadtverordneten auf diesen Termin geeinigt, der als  Europatag  gilt, an dem Frieden und Einheit in Europa gefeiert werden. Er ist zugleich Tag der historischen  Schumann-Erklärung. Im Jahr 1950 hatte der  französische Außenminister Robert Schuman an diesem Tag in Paris eine Rede gehalten, in der er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte – eine Zusammenarbeit, die Kriege zwischen den europäischen Nationen unvorstellbar machen würde. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Zossen erinnert“ stehen mit dem 70. Jahrestag des Kriegsendes in Europa und der bedingungslosen Kapitulation des Nazi-Regimes  am 8. Mai sowie dem 25. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober  zwei historisch herausragende Ereignisse. Neben thematischen Ausstellungen sind auch Vorträge und Buchlesungen geplant. So wird Professor Klaus Schröder von der Freien Universität am 4. Juni in Zossen seine kürzlich unter dem Titel „Gegen Staat und Kapital – für die Revolution!“ veröffentlichte empirische Studie zum Linksextremismus in Deutschland vorstellen. Am 21. September wird Grit Poppe erwartet, die in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro aus ihrem Buch „Schuld“ in der Stadtbibliothek Zossen lesen. Grit Poppe schreibt Erzählungen und Romane, in die sie ihre Jugenderfahrungen in der DDR einfließen lässt. In ihrem neuen Roman „Schuld“, so heißt es in einer Rezension, spüre man deutlich, „dass die Autorin das repressive Milieu in der Schule mit Blauhemd und Fahnenappell oder die Atmosphäre in oppositionellen Kreisen aus eigener Erfahrung kennt.“ Am 3. Oktober, dem 25. Jahrestag der deutschen Einheit, soll  schließlich auf dem Marktplatz gefeiert werden.

Nationalhymnen erklangen auf dem Marktplatz

Europatag  auf dem Zossener Marktplatz

Zossen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „2015 – Zossen erinnert“  waren die SVV-Fraktionen von CDU und Plan B dem Aufruf der Stadt gefolgt, gemeinsam mit den Bürgern am 9. Mai den Europatag auf dem Marktplatz zu begehen. Im Laufe des Vormittags erklangen die Nationalhymnen aller EU-Länder, zahlreiche thematische Schautafeln und die Info-Stände der Beteiligten zogen neugierige Marktbesucher an und es entwickelte sich so manches politische Gespräch zu Themen wie Europa und Demokratie. Auch das Bürgerbüro und die Ausstellung „Grenzgebiete“ im Rathaus hatten an diesem Samstagvormittag geöffnet. Bürgermeisterin Michaela Schreiber bedankte sich bei den Teilnehmern des Europatages für deren Engagement, bedauerte aber zugleich, dass einige Stadtverordnete bzw. ihre Fraktionen trotz des im Hauptausschuss vereinbarten Termins der Veranstaltung ohne Entschuldigung fernblieben.

Hintergrund:   Der 9. Mai ist Tag der historischen  Schumann-Erklärung. Im Jahr 1950 hatte der  französische Außenminister Robert Schuman an diesem Tag in Paris eine Rede gehalten, in der er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte – eine Zusammenarbeit, die Kriege zwischen den europäischen Nationen unvorstellbar machen würde.

 

Ausstellung „Zossen erinnert“ im Haus Fischerstraße 26 eröffnet

Zossen. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Hermann Kühnapfel  hat am Freitag, dem 17. April, in der  Fischerstraße 26 die Ausstellung  „Zossen erinnert“ eröffnet.  Sie stieß gleich am ersten Tag auf reges Interesse bei Bürgern und Kommunalpolitikern, unter anderem gehörten der Vorsitzende der Zossener Stadtverordnetenversammlung, Olaf Manthey, Zossens Ortsvorsteher Andreas Noack sowie weitere Stadtverordnete  zu den ersten Besuchern.

Die Ausstellung  zeigt in mehreren Räumen zahlreiche von Seven Reimer zusammengetragene Fotos, Postkarten, Dokumente, Zeitungsausschnitte, Fahnen und Uniformen, die zu Zeitzeugnissen der seit Jahrzehnten stets wechselnden militärischen Nutzung in Zossen/Wünsdorf geworden sind oder aber die Wirtschaftskrise mit der Inflation, Zossen während der Weltkriege, die Zeit der DDR im Aufbau und Untergang und vieles mehr  dokumentieren. Teile dieser Ausstellung zählten bereits im  vergangenen Herbst über 1000 Besucher, damals in der Ratsstube am Marktplatz.

Gleichzeitig präsentiert Barbara Kaulen (Plan B Zossen) in den Räumen des Hauses Fischerstraße 26 die Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“, die bereits in der Veranstaltungsreihe „2014 - Zossen erinnert an das Jahrhundert im Umbruch von 1914 bis 1989“ gezeigt wurde. Die Schau präsentiert 190 Fotos aus zahlreichen europäischen Archiven und erzählt Europas 20. Jahrhundert als dramatische Geschichte zwischen Freiheit und Tyrannei, zwischen Demokratie und Diktatur. Sie lädt zu einer historischen Ortsbestimmung ein, zu der das Jahr 2014 herausforderte. Herausgeber ist das  Münchner Institut für Zeitgeschichte, Deutschlandradio Kultur und die Bundesstiftung zur Aufbereitung der SED-Diktatur in Berlin

Beide Ausstellungen sind Bestandteil der diesjährigen Veranstaltungsreihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“, in der der 70. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1945 sowie der 25. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 im Mittelpunkt stehen. Der offizielle Auftakt zur diesjährigen Veranstaltungsreihe findet am 8. Mai, 18 Uhr, im Bürgerhaus Wünsdorf in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Russischen Forum  statt. Die Stadt Zossen, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber, wolle sich 70 Jahre nach der Befreiung von der Hitler-Diktatur und dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit ihrer diesjährigen Veranstaltungsreihe „2015 - Zossen erinnert  an Teilung und Einheit Deutschlands“ der von Richard von Weizsäcker  geforderten „aktiven Kultur der Erinnerung“ stellen.  

Öffnungszeiten der Ausstellungen: jeweils montags bis donnerstags von 14  bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Bitte auch den Aushang beachten.

Ensemble "Lepota" in Wünsdorf zu Gast

Das renommierte Vokalensemble „Lepota“ wird am 8. Mai 2015, dem 70. Jahrestag des Kriegsendes in Europa und der Befreiung  von der Hitler-Diktatur, im Bürgerhaus Wünsdorf die Auftaktveranstaltung der Stadt Zossen zur Reihe „2015 – Zossen erinnert“ musikalisch umrahmen. Als Gastredner wird an diesem geschichtsträchtigen Tag  Martin Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums, erwartet. Er wird  in seinem Vortrag über die historische Bedeutung des 8. Mai 1945  sprechen, ein Tag, der die Welt grundlegend veränderte. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.

Das Ensemble „Lepota“ ist für  seine Darbietungen authentischer russischer Folklore bekannt. Es besteht aus sieben Sängern bzw. Musikern aus verschiedenen Ländern (Russland, Deutschland, Kasachstan), die sich seit vielen Jahren mit der traditionellen russischen Kultur beschäftigen. In Wünsdorf wird das Ensemble am 8. Mai in kleiner Besetzung  - zwei Sängerinnen und ein Knopfakkordeonspieler – in wunderschönen authentischen Trachten auftreten, von denen manche über 100 Jahre alt sind.
Das Besondere an dem Ensemble ist, dass es für sein  Repertoire unter anderem auf Tonaufnahmen authentischer Dorfgesänge aus Archiven zurückgreift. „Seit vielen Jahrhunderten“, so heißt es, „wurden die Lieder als integraler Bestandteil des dörflichen Lebens in Russland von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Die letzte Generation, die diese Traditionen gelebt hat, ist jetzt über 80 Jahre alt. Viele von diesen Liedern kann man schon jetzt selbst auf dem Land nicht mehr hören. Unser Anliegen ist es, diese einzigartige musikalische Kultur zu bewahren und im heutigen urbanen Kontext lebendig zu halten.“ Das Programm von Lepota  entführt die Zuhörer auf eine Reise in das Leben des Jahrhunderte alten russischen Dorfes.  

Info: Bürgerhaus Wünsdorf, 8. Mai, 18 Uhr, Auftaktveranstaltung der Stadt Zossen zur Reihe „2015 – Zossen erinnert an Teilung und Einheit Deutschlands“. Musikalische Gäste: Vokalensemble „Lepota“. Referent: Martin Hoffmann vom Deutsch-Russischen Forum.  

Veranstaltungsreihe "Zossen erinnert" soll 2015 fortgesetzt werden

Zossen.    „2014 - Zossen erinnert  - an das Jahrhundert im Umbruch von 1914 bis 1989“ hieß im vergangen Jahr eine Veranstaltungsreihe, die eine erfolgreiche Fortsetzung der im Jahr 2013 durchgeführten Reihe „2013 – Zossen erinnert – an 1933 und die Folgen“ darstellte. Diese war von der Stadt Oranienburg, der Gedenkstätte und dem  Museum Sachsenhausen  mit dem Franz-Bobzien-Preis (ehemals Oranienburger Toleranzpreis) ausgezeichnet worden. „Auch das Jahr 2015 hält mit dem 70. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus am 8. Mai sowie mit dem 25. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober wieder zwei historisch herausragende Ereignisse bereit, derer  es lohnt, sich auf verschiedene Weise - zum Beispiel mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Kranzniederlegungen  oder Andachten - zu erinnern“, betont Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Die Stadt Zossen wolle deshalb auch in diesem Jahr die 2013 ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Zossen erinnert“ fortführen. Sie ruft alle gesellschaftlichen Kräfte der Stadt - ob Vereine, Initiativen, Fraktionen, Kirchen oder Schulen – auf, sich mit Ideen, Vorschlägen oder schon konkreten Veranstaltungsangeboten in die Vorbereitung einzubringen. Diese sollen dann gesammelt und terminlich abgestimmt werden, um rechtzeitig wieder einen Veranstaltungskalender  erstellen und mit der Organisation beginnen zu können.  Mit den beiden genannten geschichtsträchtigen Ereignissen - Tag der Befreiung und Tag der Deutschen Einheit – ist der zeitliche Rahmen gesetzt, der nun mit vielfältigen Veranstaltungen ausgefüllt werden soll.

Erste konkrete Vorstellungen gibt es bereits. So hat der CDU-Stadtverordnete Sven Reimer  angekündigt, aus seinem privaten umfangreichen Fundus historischer Dokumente und Ansichtskarten wieder  eine thematische Ausstellung zu gestalten. Barbara Kaulen (Plan B) wird die aus Anlass des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung von der  Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Auswärtigen Amtes herausgegeben Ausstellung nach Zossen holen. Die Ausstellungstexte sowie über 150 Fotos und Faksimiles beschreiben, wie die friedliche Revolution in der DDR die Frage der deutschen Einheit unverhofft auf die Tagesordnung der deutschen und internationalen Politik setzte. Die Schau widmet sich dabei gleichermaßen der innerdeutschen Entwicklung wie den diplomatischen Verhandlungen, die den Weg zur Wiedervereinigung im Einvernehmen mit den europäischen Nachbarn sowie den USA ermöglichte. Dem Projekt Gedächtnis der Nation ist es zu verdanken, dass Besitzer internetfähiger Mobiltelefone in der Ausstellung mittels QR-Codes auf 18 Videopodcasts zugreifen können, in denen Zeitzeugen auf die ereignisreiche Entwicklung im Jahr 1990 zurückblicken. Autor und Kurator der Ausstellung ist der Zeithistoriker Dr. Ulrich Mählert, der in der Bundesstiftung Aufarbeitung den Arbeitsbereich Wissenschaft leitet.

Wer sich also 2015 in die Vorbereitung und Durchführung der inzwischen dritten Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Zossen erinnert“ einbringen möchte, kann seine Vorschläge, Ideen und Angebote bis zum 17. März 2015 der Stadtverwaltung Zossen, Marktplatz 20,  zukommen lassen.