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Weihnachtsbasteln in Dabendorf

Am 2.Adventssonntag führten die Jugendfeuerwehr Dabendorf und das Märkische Kinderdorf Ludwigsfelde ihr traditionelles Weihnachtsbasteln in der Feuerwache Dabendorf durch. Zu diesem Nachmittag mit Plätzchen, Kakao und Hotdogs waren auch die Kinder der Kameraden der Einsatzabteilung eingeladen. „Bei viel Spaß und Freude entstanden viele tolle Weihnachtsdekorationen für zu Hause und zum ersten Mal auch für den wunderschönen Weihnachtsbaum auf dem Dorfanger in Dabendorf, den wir mit freundlicher Genehmigung von Bürgermeisterin Michaela Schreiber schmücken durften“, berichtet Ortswehrführer Ralf Rupprecht. Mit dieser Aktion, so sagt er, möchten die Feuerwehrleute den Mitbürgern eine kleine Freude machen und sich für deren Verbundenheit mit der Feuerwehr bedanken, verbunden nicht nur mit den besten Wünschen für schöne und ruhige Feiertage, sondern auch mit dem Versprechen, dass die Feuerwehr weiterhin immer da sein wird, wenn ihre Hilfe gefragt und gebraucht wird.  In diesem Zusammenhang lädt die Dabendorfer Feuerwehr herzlich zum  13. Januar 2018 ein. „An diesem Tag möchten wir mit Unterstützung des Dabendorfer Karneval Club unser Knutfest hinter dem Dorfanger feiern“, so Ralf Rupprecht.

„Treue erfahren ist Glück“

Auszeichnungsveranstaltung der Stadt Zossen anlässlich der Verleihung der Medaille für treue Dienste im Feuerwehrdienst

Wünsdorf. Die Stadt Zossen hat im November verdienstvolle Feuerwehrleute für treue Dienste geehrt. Anlass der Auszeichnungsveranstaltung im Bürgerhaus Wünsdorf war die Verleihung der Medaille für treue Dienste durch Innenminister Karl-Heinz Schröter. In diesem Jahr ging die Medaille, die es für 10-jährige Pflichterfüllung in Kupfer, für 20 Jahre in Bronze, für 30 Jahre in Silber, für 40 Jahre in Gold für 50 und 60 Jahre treue Pflichterfüllung in der Sonderstufe Gold gibt, an insgesamt 21 Kameraden und Kameradinnen. Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Stadtwehrführer Stefan Kricke nahmen die Ehrung vor. „Treue üben ist Tugend, Treue erfahren ist Glück“, zitierte Stefan Kricke die deutsche Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach und betonte, dass man an diesem Tag in einer sehr glücklichen Runde und eine sehr glückliche Feuerwehr sei. „Wir können viele tugendhafte Menschen ehren, die unserer Feuerwehr teilweise seit Jahrzehnten die Treue halten“, so der Stadtwehrführer.  Das Wort Treue stamme aus dem Germanischen und leite sich von dem Wort für Eiche ab. „Treu wie eine Eiche, standhaft wie eine Eiche, sich den Widrigkeiten und Unbilden der Zeit widersetzen wie eine Eiche – all das haben im übertragenen Sinne jene Mitglieder geleistet, die wir an diesem Tag ehren dürfen. Sie hielten zu uns in guten und schlechten Zeiten, haben Vorbildliches geleistet“, sagte Stefan Kricke in seiner Dankesrede. So lange Zeit der Feuerwehr die Treue zu halten, sei fürwahr keine Selbstverständlichkeit. Das unterstrich auch Bürgermeisterin Michaela Schreiber, die sich im Namen der Stadt für die geleistete Arbeit der Feuerwehrleute bedankte. Ihr sei es wichtig, dass die Ehrung mit der Medaille für treue Dienste, die früher auf den jeweiligen Dienststellen erfolgte, „nicht einfach nebenbei“ passiere, sondern in würdigem Rahmen. Das sei man den Feuerwehrmännern und -frauen schuldig, die jahrelang aktiven Dienst für die Allgemeinheit leisten.  Sowohl Bürgermeisterin Schreiber wie auch Stadtwehrführer Kricke erinnerten noch einmal an den nahezu übermenschlichen Einsatz der Feuerwehren während der jüngsten Stürme Xavier und Herwart, als die Kameraden im Monat Oktober zu insgesamt fast 400 (!) Hilfeleistungen gerufen wurden. Während einige der Aktivisten als Dankeschön ebenfalls zur Auszeichnungsveranstaltung geladen waren, erhalten alle anderen Feuerwehrleute, die während der stürmischen Tage im Einsatz waren, als kleines Dankeschön der Stadt einen Gutschein für den Besuch einer Therme. „Ein Dankeschön ist zwar bei Weitem nicht ausreichend, um diesen Einsatz zu würdigen, aber eine gute Möglichkeit, unserer Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. Wir sind froh, dass wir Euch in unseren Reihen haben. Ich freue mich auf möglichst viele weitere Jahre mit Euch in unserer Feuerwehr!“

 

Die Ausgezeichneten

In Anerkennung 60-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Brandmeister Helmut Luchmann von der Freiwilligen Feuerwehr Neuhof mit der Medaille für treue Dienste in der Sonderstufe Gold geehrt.

Für 50 Jahre Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr verlieh Innenminister Karl-Heinz Schröter die Medaille für treue Dienste in der Sonderstufe Gold an Hauptfeuerwehrmann Erhard Balz von der FFw Glienick, Oberfeuerwehrmann Gerhard Kern von der FFw Horstfelde, Hauptlöschmeister Heinz Hoffmann von der FFw Nunsdorf und Hauptlöschmeister Lothar Mehlis von der FFw Schünow (nicht auf dem Bild).

Mit der Medaille für treue Dienste in Gold in Anerkennung 40-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr wurden ausgezeichnet: 1. Hauptbrandmeister Manfred Marek von der FFw Zossen (l.), 1. Hauptbrandmeister Axel Schulze (r.) von der FFw Wünsdorf und Löschmeister Lothar Draeger von der FFw. Nunsdorf (nicht auf dem Bild).

In Anerkennung 30-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr erhielt Hauptlöschmeister Dieter Nalleweg von der FFw Kallinchen die Medaille für treue Dienste in Silber.

 

Mit der Medaille für treue Dienste in Bronze für 20 Jahre Pflichterfüllung in der Freiwillige Feuerwehr  wurden ausgezeichnet: Oberlöschmeister Michael Kuhlbars von der FFw Zossen, Hauptlöschmeister Christian Schlösser von der FFw Wünsdorf, Oberfeuerfrau Christina Witulski von der FFw Schöneiche, Oberlöschmeister Marko Jeschke von der FFw Glienick, Löschmeister Christian Gürtler von der FFw Wünsdorf. Nicht auf dem Bild:  Löschmeister Christian Gürtler von der FFw Kallinchen und Hauptlöschmeister Silvo Aßmann von der FFw Dabendorf.

In Anerkennung 10-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwillige Feuerwehr wurden mit der Medaille für treu Dienste in Kupfer geehrt: Oberfeuerwehrmann Matthias Goldbach von der FFw Glienick, Löschmeiuster Sabine Kricke von der FFw Wünsdorf, Hauptlöschmeister Rico Kernbach von der FFw Kallinchen. Nicht auf dem Bild: Feuerwehrmann Tobias Prill von der FFw Dabendorf und Oberfeuerwehrmann Tom Herfurt von der FFw Wünsdorf.

 

 

Der Weg hat sich gelohnt

3. Platz für Nächst Neuendorfer „Lösch-Krümel“

 

Nächst Neuendorf. 43 Kilometer hatte die Kinderfeuerwehr Nächst Neuendorf unlängst vor sich, um ganz in den Süden des Landkreises zu gelangen. Das Ziel: Oehna in der Gemeinde Niedergörsdorf, wo der 5. Pokallauf der „Lösch-Krümel“ des Landkreises Teltow-Fläming stattfand. Elf Kinderfeuerwehrmannschaften traten zu diesem Stationslauf an. Wie in jedem Jahr wurde an verschiedenen Stationen das Wissen und Können der kleinen Nachwuchs-Feuerwehrleute abverlangt und gefordert. Nicht nur Klobürstenweitwurf stand auf dem Programm, die Lösch-Krümel mussten auch ihre Geschicklichkeit beim sogenannten Spinnennetz und ihr feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen. „Unsere Kinder meisterten diese Aufgaben mit Bravour und erreichten schließlich den 3. Platz“, berichtet Franziska Liehmann. Die Mannschaften bekamen einen Pokal sowie eine große Naschbox, dazu gab’s für jeden noch ein Eis. Den Kindern habe dieser Tag super viel Spaß gemacht, die Freude über den 3. Platz sei riesig, so Franziska Liehmann. Der Weg in den äußersten Süden des Landkreises hat sich also gelohnt. Die Nächst Neuendorfer Kinderfeuerwehr sagt Danke an die Freiwillige Feuerwehr Oehna für die tolle Durchführung und Organisation dieses Tages im September und freut sich schon auf das nächste Jahr, auf den nächsten Pokallauf.

Zossener Wehr holt sich den Wanderpokal

Das Männerteam der Ortsfeuerwehr Zossen hat am Sonnabend, dem 2. September 2017,  die 14. Stadtmeisterschaften in der Disziplin Löschangriff nass  gewonnen. Mit einer Zeit von 0:25:99 verwiesen die Zossener im Stadtpark die Mannschaften aus Neuhof (0:38:19) und Dabendorf (0:45:73) deutlich auf die Plätze 2 und 3. Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Stadtwehrführer Stefan Kricke übergaben den Siegern nicht nur die Urkunde und den Pokal für 2017, sondern auch den großen Wanderpokal, den die Zossener Wehr nun behalten darf, da sie dreimal hintereinander die Stadtmeisterschaften gewonnen hat. Wie Bürgermeisterin Schreiber während der öffentlichen Siegerehrung auf dem Weinfest sagte, übergebe sie den Großen Pokal mit einem lachenden und einem weinenden Auge an die Zossener. Mit einem lachenden, da der Sieg mit einer sehr guten Zeit verdient war, mit einem weinenden, weil sie nun fürs kommende Jahr einen neuen Pokal stiften muss. Sie dankte gleichzeitig allen Feuerwehrleuten für ihr Engagement und betonte, dass sich die Feuerwehren der Stadt Zossen immer wieder über Verstärkung freuen, sei es im Nachwuchsbereich oder aber bei den Erwachsenen.

Bemerkenswert schlugen sich auch die angetretenen Kinder- und Jugendmannschaften. Die Siegerzeit von 0:31:57  der Kindermannschaft Wünsdorf I hätte selbst bei den Männern für einen dritten Platz gereicht. Wünsdorf II wurde im Kinderwettbewerb Zweiter. Der Titel bei den Jugendmannschaften ging ebenfalls nach Wünsdorf. Mit der Zeit von 0:30:68 wären die Wünsdorfer bei den Männern sogar Zweiter geworden. In der Jugendwertung kamen Nächst Neuendorf auf den zweiten und Dabendorf auf den dritten Platz ein.

Stadtmeisterschaften der Zossener Feuerwehren im Stadtpark

Zehn Mannschaften wetteifern beim Löschangriff nass um den Sieg

Nachdem im Vorjahr die Zossener Stadtmeisterschaften  der Feuerwehren in der Disziplin Löschangriff nass erstmals im Stadtpark stattfanden, werden die Kameraden auch 2017 dort um den Sieg wetteifern.  Am 2. September ab 12 Uhr werden die Wettkampfläufe gestartet.  Titelverteidiger ist die Ortswehr Zossen, die zugleich als Ausrichter der  diesjährigen Meisterschaft – es ist inzwischen die 14. -  fungiert. Ermittelt werden die besten Mannschaften bei den Männern, der Jugend und den Kindern. Insgesamt haben zehn Mannschaften - je vier bei den Männern und der Jugend sowie zwei bei den Kindern - gemeldet, die aus neun Wettkämpfern und einem Betreuer bestehen können.   Die Feuerwehrleute hoffen auf eine stimmungsvolle Publikumskulisse, die Siegerehrung wird wie schon im Vorjahr im Anschluss an den Wettkampf vor der Hauptbühne des 13. Zossener Weinfestes stattfinden, womit die Leistungen der  Wehren öffentlich gewürdigt werden sollen.

Ein unvergessliches Erlebnis

Auch in diesem Jahr nahm eine Mannschaft aus Kallinchen erfolgreich am internationalen Wettkampf der Handdruckspritzen im polnischen Gluchowo  teil. Die Kameraden belegten in der Männerwertung mit ihrer alten Handdruckspitze einen guten dritten Platz.  Parallel dazu fanden am 12. August 2017 die nationalen Wettkämpfe für die polnischen Kinder-, Frauen und Männermannschaften statt.  Auch zwei Dampfspritzen aus Tschechien kamen während der Wettkämpfe zum Einsatz.  War schon die Teilnahme an dem internationalen Wettkampf ein besonderes Erlebnis für das Kallinchener Team, so trug  außerdem das Rahmenprogramm dazu bei, dass das Wochenende in Polen zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Nachdem man zunächst nach dem Wettkampf am Feuerwehrfest teilgenommen hatte, ging es am nächsten Tag von der Unterkunft im Czempiner Gymnasium per Bus nach Poznan, wo  die historische Altstadt mit ihrem Marktplatz und vielen Sehenswürdigkeiten die Besucher beeindruckte.  An dieser Stelle sei der Stadt Zossen für die Unterstützung in Vorbereitung der Fahrt nach Polen gedankt.

Wie in einer Ehe

Vor 20 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen den Feuerwehren in Schöneiche und Ostenland mit einer Urkunde offiziell besiegelt

Wenn eine Partnerschaft 20 Jahre hält, so ist das schon bemerkenswert. In einer Ehe spricht man in einem solchen Fall  auch von Porzellanhochzeit. 20 Jahre dauert inzwischen auch die Partnerschaft zwischen dem Löschzug Ostenland der Stadt Delbrück (Nordrhein-Westfalen) und der Ortsfeuerwehr Schöneiche der Stadt Zossen. Die entsprechende Urkunde  wurde am 7. Juni 1997 von Löschzugführer Karl-Heinz Meier und dem damaligen Schöneicher Wehrführer Norbert Magasch unterzeichnet. „Wir wollen uns bemühen, viele Verbindungen zu knüpfen, um in freundschaftlichem Verständnis und gegenseitiger Achtung zu einem fruchtbaren Zusammenwirken zu kommen“, heißt es darin unter anderem. Viel ist seit dem in den zwei Jahrzehnten passiert. Norbert Magasch wurde 2015 mit einem denkwürdigen Zapfenstreich in Schöneiche im Beisein von mehr als 80 Gästen aus Ostenland in den Ruhestand verabschiedet und konnte sich über eine alte Tragkraftspritze freuen, Karl-Heinz Meier wurde kürzlich in Ostenland anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen der Ost- und der Westwehr zum Ehrenlöschzugführer ernannt. Mit dabei auch der frühere Delbrücker Stadtdirektor und Bürgermeister Robert Oelsmeier, der damals im Brandenburgischen Aufbauhilfe Ost leistete und eine wichtige Aktie am Zustandekommen der Partnerschaft hatte. Er legte den Grundstein für die  nunmehr 20-jährige Partnerschaft  und gilt sozusagen als ihr Vater.

Der heutige Schöneicher Ortswehrführer Jens Grothe vergleicht die Partnerschaft der beiden Wehren gern mit einer Ehe. „Am Anfang ist man total euphorisch, mit den Jahren muss man sich aber immer wieder etwas einfallen lassen, um die Beziehung nicht nur am Leben zu halten, sondern stets frischen Wind reinzubringen“, so der 45-Jährige, der selbst von Anfang an mit dabei war. Und so kann er bestätigen, dass es eine echte „Ehekrise“ nie gab, sprich: die Porzellanhochzeit  ging ohne Scherben über die Bühne. Nicht umsonst wird in der Urkunde von 1997 zu Zusammenarbeit und Freundschaft in guten und schlechten Tagen aufgerufen. Und so besucht man sich regelmäßig gegenseitig. Mal in größerem Rahmen wie bei der Übergabe eines Feuerwehrgerätehauses, der Übergabe eines Feuerwehrfahrzeugs, bei Jubiläen oder bei der Ehrung eines so verdienstvollen Kameraden wir Norbert Magasch. Mal etwas kleiner oder ganz privat. „Da sind zum Teil richtige Freundschaften entstanden“, erzählt Jens Grothe, der selbst schon des Öfteren  in Delbrück war, zuletzt erst, als man dort gemeinsam den 20. Jahrestag der Unterzeichnung der offiziellen  Partnerschaftsurkunde feierte. „Es gibt nur wenige Kameraden, die es noch nicht geschafft haben, mal nach Delbrück zu fahren und sei es zum dortigen Schützenfest“, sagt Grothe. Wie in jeder Ehe auch erhalten kleine Geschenke, so weiß es der Volksmund, die Freundschaft bzw. sind der wundervolle Beginn einer solchen.  Deshalb erinnern sich noch alle Kameraden gern an den 20. Juli 1991.  An diesem Tag wurde ein Mercedes-Tanklöschfahrzeug 1624 aus Ostenland nach Generalüberholung und Aufrüstung nach Schöneiche überführt. Kurz vor Schöneiche, so heißt es,  erhielt das rollende, auf Hochglanz gebrachte Geschenk noch eine Girlande. Auch Norbert Magasch kann sich noch bestens an diesen Tag erinnern: „Eigentlich war abgesprochen, dass wir das Fahrzeug von einem bestimmten Punkt aus ins Geleit nehmen, doch ich wartete und wartete vergeblich. Die aus Ostenland hatten wohl die ausgemachte Abfahrt verpasst und sind auf anderem Weg irgendwie nach Schöneiche gekommen.“ „Das war wirklich ein tolles Geschenk“, sagt Jens Grothe und denkt dabei zurück. „Wenige Tage danach war das TLF zum ersten Mal mit uns im Einsatz.“ Übrigens: Noch heute leistet das inzwischen in die Jahre gekommene und liebevoll Opa genannte Tanklöschfahrzeug den Schöneichern gute Dienste  - und zwar der Jugendfeuerwehr des Ortes.  Apropos Jugendfeuerwehr: Die Schöneicher setzen seit fast vier Jahrzehnten bewusst auf den Nachwuchs und hatten auch stets Frauen in ihren Reihen. „Das war in Ostenland anders, das gab’s so nicht“, so Jens Grothe. Inzwischen hat sich aber auch dort eine Jugendfeuerwehr gebildet. „Wenn man so will, hat in diesem Fall der Westen vom Osten gelernt.“ Geplant sei, so der Ortswehrführer, 2019 eine gemeinsames Zeltlager durchzuführen. Wie heißt es doch in der Urkunde: „Unser Wunsch ist es, dass diese Verbindungen sich auf folgende Feuerwehrgenerationen übertragen.“

Bereits im kommenden Jahr gibt’s schon wieder einen guten Grund, gemeinsam zu feiern. Dann nämlich wird Schöneiches Wehr 85. Und kann sich sicher auch wieder über zahlreiche Gratulanten aus Delbrück-Ostenland freuen. Vielleicht gibt’s dann ja auch wieder das eine oder andere Ständchen vom zünftigen Tambourcorps 1974 Ostenland, wie vor zwei Jahren beim Zapfenstreich für Norbert Magasch.

Feuerwehr-Förderverein in Wünsdorf gegründet

Die Vereinsliste der Stadt Zossen ist seit Kurzem um einen Eintrag länger geworden. In Wünsdorf hat sich jetzt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf gegründet. Erste Vorsitzende des eingetragenen Vereins ist Alexandra Jochems, Marina Uhlich fungiert als zweite Vorsitzende. Die 1. Ordentliche Mitgliederversammlung des neuen Fördervereins, die gleichzeitig als öffentliche Infoveranstaltung für alle Interessierten genutzt wird, findet am 25. August 2017 um 19.30 Uhr in der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf, Berliner Allee 61, statt. An diesem Abend werden sich Verein und Vorstand vorstellen und es soll die Satzung bekanntgegeben werden. Anträge, so heißt es, sind spätestens fünf Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich beim Vorstand einzureichen.  Wie Alexandra Jochems sagt, zählt der neue Verein bislang rund 20 Mitglieder. Motivation, den Förderverein zu gründen, sei unter anderem die Tatsache, dass es in Wünsdorf keine Berufsfeuerwehr  gibt. Es sei  dringend erforderlich, für die ehrenamtlich arbeitende Feuerwehr gute Arbeitsbedingungen, Equipment, aber auch Motivation zu schaffen, nicht zuletzt, um einem möglichen Mitgliederschwund entgegenzuwirken und die Kommune als Träger des Brandschutzes zu unterstützen. „Wir wollen unter anderem Sach- und Geldspenden sammeln, Veranstaltungen organisieren, um aufzuklären, warum die Feuerwehr unentbehrlich für unsere Sicherheit ist, aber auch durch gemeinsame Freizeitbeschäftigungen die gegenseitige Kameradschaft fördern“, so die Vereinsvorsitzende. Auch der Feuerwehrsport müsse weiter gefördert werden, damit die Frauen und Männer der Feuerwehr auch fit bleiben. Für den Vereinsvorstand steht fest: „Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass jeder Haushalt die Feuerwehr unterstützt, da auch jeder die Dienste der Feuerwehr in Anspruch nehmen kann.“ Jeder Bürger könne in eine Situation kommen, in der schnell Hilfe erforderlich ist.

Kontakt: info@foerderverein-feuerwehr-wuensdorf.de; www.foerderverein-feuerwehr-wuensdorf.de

Stadtzeltlager 2017 der Jugendfeuerwehr Zossen in Dabendorf

Mit Feuer und Flamme dabei

37 Kinder nahmen am diesjährigen Stadtzeltlager der Jugendfeuerwehren teil  

Das Vereinsgelände des MSV Zossen 07 in Dabendorf  präsentierte sich vom 23. bis  25. Juni 2017 als buntes Zeltlager. Doch nicht etwa Camper hatten hier ihre kleinen Zelte aufgeschlagen, sondern Mädchen und Jungen   aus fünf der insgesamt neun Jugendfeuerwehren der Stadt Zossen. 37 Kinder im Alter von 10 bis 16 Jahre trafen sich hier, begleitet von sieben Betreuern,  zu ihrem jährlichen Stadtzeltlager. Die Organisation dieser dreitägigen  Veranstaltung, so erzählt Jugendwart Thomas Richter, sei sehr aufwändig. Ein Dutzend engagierter Feuerwehrleute war als Organisationsteam in die monatelange Vorbereitung involviert.  Um es vorwegzunehmen – die Anstrengungen haben sich gelohnt, auch das Wetter spielte mit, so dass einer erfolgreichen Durchführung des Zeltlagers für den Feuerwehrnachwuchs nichts im Wege stand. Auch Bürgermeisterin Michaela Schreiber ließ es sich nicht nehmen, den jungen Feuerwehrleuten einen Besuch abzustatten und ihnen bei ihrer Einsatzübung zuzuschauen. Denn zwar standen natürlich Sport, Spiel und Spaß - unter anderem Fußballspielen gegen die Großen - im Vordergrund, doch wurde  den jungen Kameraden bei  verschiedenen Einsatzübungen, aber auch bei der Schnitzeljagd durch Dabendorf schon einiges abverlangt.  So wurden sie zu einem fiktiven Brand in einem Hühnerstall gerufen, bei dem es galt, nicht nur Personen aus den Flammen zu retten, sondern möglichst auch das liebe Federvieh - dargestellt durch weiße Luftballons - an einen sicheren Platz zu bringen.  Bei einer anderen Übung wurde ein Verkehrsunfall mit verletzten Personen nachgestellt. Dabei sollten die Feuerwehrmänner und -frauen in spe unter anderem erkennen, welche Maßnahmen in einem solchen Fall Priorität haben, ob zusätzliche Hilfe angefordert werden muss und wie der Unfallort abzusichern ist.  „Wir sind dabei bestens von den Feuerwehren aus Mellensee und Fernneuendorf  unterstützt worden“, erzählt Thomas Richter. Auch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes standen den Kids jederzeit für Fragen und Erklärungen zur Verfügung. „Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen bedanken, die uns bei der Durchführung des diesjährigen Stadtzeltlagers unterstützt haben“, so der Jugendwart. Egal, ob es mit Technik, Geld oder Verpflegung war. Zum Mittag gab’s am Sonnabend übrigens Nudeln mit Tomatensoße, auch bei kleinen Feuerwehrleuten wohl immer noch ein Renner, allerdings nicht der einzige Grund, dass sie Feuer und Flamme für das Zeltlager waren, wie Thomas Richter sagt. Für die meisten steht schon fest, dass sie auch im kommenden Jahr mit dabei sein wollen. Jugendwart Thomas Richter hofft, dass die Teilnehmerzahl dann noch  nach oben geht. Denn aktuell habe man ja immerhin  rund 80 Kinder in den Jugendfeuerwehren. Und man freut sich über weitere Neuzugänge.

Feuerwehr ist wie eine Familie

Nunsdorfs Ortswehr begeht in diesem Jahr ihr 85-jähriges Bestehen und lädt das ganze Dorf zu Kaffee und Kuchen ein

Ein Schild mit der Aufschrift „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr – Freiwillige Feuerwehr Nunsdorf – gegr. 1932“  prangt an der Stirnseite der kleinen Feuerwache an der Nunsdorfer Dorfaue. Das heißt, die Wehr des Zossener Ortsteils begeht in diesem Jahr ihr 85-jähriges Bestehen. Leider gibt es in Nunsdorf keine historischen Dokumente oder Fotos aus dem Gründungsjahr, auch eine Chronik fehlt. Wenn die älteren Kameraden zurückdenken, fällt immer wieder der Name des früheren Wehrleiters Kurt Küster. An die Zeit, als das Feuerwehrgerätehaus - in dem sich ganz früher sogar eine  Zelle befunden haben soll -, seinen heutigen Anbau erhalten hat, kann sich der eine oder andere dagegen noch gut  erinnern. Es war 2009 und es gibt Fotos davon. In dem Anbau steht heute das Tankspritzenfahrzeug (TSF-W), das 750 Liter Wasser fassen kann und dazu dient, die Wasserversorgung über längere Strecken zum Brandherd zu gewährleisten. Dazu gibt’s noch einen Schlauchwagen (SW 200), auf dem 200 Meter Schlauch aufgewickelt sind. 

Das 85-jährige Bestehen nehmen die Nunsdorfer Feuerwehrleute nun zum Anlass, die Dorfbewohner am Nachmittag des 1. Juli zu Kaffee und Kuchen einzuladen. Entsprechende Einladungskarten wurden inzwischen an alle Haushalte verteilt. Wer will, kann sich einmal genauer in der Wache umschauen und zum Beispiel die vielen Pokale und Urkunden bewundern, die die Kameraden im Laufe der Jahre bei Feuerwehrwettkämpfen gewonnen haben. Auch zwei alte Feuerwehrsignalfanfaren hängen im Schulungsraum, zusammen mit etlichen Erinnerungsstücken, die es als Gastgeschenke unter anderem vor zehn Jahren zum 75-jährigen Bestehen gab. Bereits im Mai haben die derzeit 13 aktiven Feuerwehrleute der Einsatzabteilung mit ihren Frauen eine Jubiläumsfahrt nach Dresden mit Dampferfahrt auf der Elbe und Stadtführung unternommen. Nicht zuletzt auch als Dankeschön an die jeweiligen Partner, ohne deren Rücksichtnahme und Verständnis für die ehrenamtliche Arbeit nichts laufen würde. „Das hatten die Kameraden so entschieden“, erzählt Andreas Eger, der mit Frank Stachowiack in bewährter Zusammenarbeit die Ortswehrführung bildet. Wie die beiden betonen, schmieden solche gemeinsamen Erlebnisse die Mitglieder der Feuerwehr noch mehr zusammen.  Man muss sich auf einander verlassen können. „Die Feuerwehr ist wie eine Familie“, bestätigt auch Pascal Fredrich, der mit 22 Jahren das jüngste Mitglied der Einsatzabteilung ist. Aus seinem Munde klingt diese Aussage besonders glaubwürdig, denn zusammen mit seinem älteren Bruder Philipp und seinem Vater Axel, der bereits seit 1985 dabei ist, sind die Fredrichs gleich als Trio in der Wehr vertreten. Es sorgt nicht zuletzt für einen gesunden Altersdurchschnitt in der Truppe, auch wenn Andreas Eger und Frank Stachowiack nicht verhehlen, dass sie über noch mehr Nachwuchs nicht böse wären. Fünf Kinder engagieren sich derzeit in der Jugendfeuerwehr. Einmal monatlich treffen sie sich zum Dienst bzw. zur Ausbildung. Die Erwachsenen dagegen kommen alle zwei Wochen montags meist zwischen 19 und 21 Uhr zusammen. Die Palette der theoretischen und praktischen Themen, die auf dem prall gefüllten Dienstplan der Nunsdorfer stehen, reicht von  Fahrzeugkunde und Wasserrettung über Atemschutzbelehrung und Löschwasserversorgung bis hin zum Umgang mit Wärmebildkamera und Funktechnik. Und dann sind da noch die „sonstigen Termine“ wie Maifeuer, Dorffest, Weihnachtsfeier und eben das Kaffeetrinken anlässlich des Feuerwehrjubiläums. Nicht zu vergessen natürlich die Zahl der Einsätze. In diesem Jahr mussten die Nunsdorfer  bislang neunmal ausrücken, im Durchschnitt stehen im Jahr 15 Einsätze zu Buche. „Brände sind zum Glück relativ selten“, sagt Andreas Eger.  Es sind vor allem Ölspuren und Sturmschäden, die beseitigt werden müssen, aber auch zu technischen Hilfeleistungen wurden die  Feuerwehrleute schon gerufen.  Nicht einfach ist es allerdings angesichts der geringen Mannschaftsstärke, immer die Tagesbereitschaft abzusichern. Gut arbeite man vor allem mit der Ortswehr aus Schünow, aber auch Glienick zusammen.

Übrigens: Michel Neumann ist mit seinen 28 Jahren personell der „neueste Zugang“  in der  Nunsdorfer Wehr, in deren Reihen sich zwei Gruppen- und fünf Truppführer sowie sechs Atemschutzgeräteträger befinden. Obwohl die Nunsdorfer im Vergleich zu Zossen und Wünsdorf eine recht kleine Wehr sind, fühlen sie sich von Stadtwehrführung und Stadtverwaltung nicht vernachlässigt. Die Zusammenarbeit sei gut und das solle auch in den kommenden Jahren so bleiben. 

Bereit für die neue Herausforderung

Der 29-jährige Michael Henkel wird in Glienick Ortswehrführer

Die Ortsfeuerwehr in Glienick steht vor einem Führungswechsel, verbunden mit einer Verjüngung an der Spitze. Künftig soll der 29-jährige  Michael Henkel die insgesamt  60 Mitglieder   starke Wehr führen.  Davon sind 20 Kameraden in der Einsatzabteilung  aktiv, 10 in der Jugendfeuerwehr. Ihm zur Seite werden Kay Pollmüller und Daniel Donath als Stellvertreter stehen.  Henkel löst Dirk van de Renne ab, der 20 Jahre lang Ortswehrführer in Glienick war.

Michael Henkel  war einst  Gründungsmitglied der hiesigen Jugendfeuerwehr,  wechselte später in die Einsatzabteilung, fungierte als Jugendwart und wurde schließlich stellvertretender Ortswehrführer. Das „Feuerwehrgen“  liegt  bei den Henkels offenbar im Blut. Schon als Kind erlebte Michael Henkel, wie seine Eltern sich in der Feuerwehr engagierten – und das bis heute in der Alters- und Ehrenabteilung.  Schon früh entwickelte sich der Wunsch, später selbst einmal Feuerwehrmann zu werden, anderen Menschen helfen zu können, Leben zu retten. Dieser Wunsch wurde Wirklichkeit. „Mir ist es wichtig, etwas für die Allgemeinheit zu tun, auch wenn das mit viel Arbeit und Verantwortung verbunden ist“, so der 1. Hauptlöschmeister. Mit seiner Partnerin hat er auch privat eine engagierte Feuerwehrfrau an seiner Seite, die schon in Schöneiche aktiv war und in Glienick maßgeblich am Entstehen einer Zwergenfeuerwehr  beteiligt war. „20 Kinder, der Großteil aus Glienick,  werden derzeit  in ihrer Freizeit betreut und an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt“,  erzählt  Michael Henkel. Wie er sagt,  sei er zufrieden mit der guten Nachwuchsarbeit. Das Durchschnittsalter der Glienicker Ortsfeuerwehr liegt bei Mitte 30. „Ein guter Schnitt, für die nächsten Jahre mache ich mir keine Sorgen.“

Alle 14 Tage - immer montags – treffen sich die Feuerwehrleute in der Wache zu aus- und weiterbildenden Maßnahmen,  zur Auswertung von Einsätzen und Besprechung  künftiger Aufgaben.  Zu 42 Einsätzen mussten die Glienicker im vergangenen Jahr  ausrücken, auch in den Jahren zuvor waren es im Durchschnitt  zwischen 35 und  40. Einen der wohl spektakulärsten werden Michael Henkel und die anderen Kameraden  wohl nicht vergessen. Im Jahr 2012 war es bei Schweißarbeiten zu einem Werkstattbrand in der Agrargenossenschaft  gekommen. Ein gewaltiger Knall hatte den Ort erschüttert. Wie sich herausstellte, war eine große Sauerstoffflasche explodiert und durch die Luft geflogen.  „Zum Glück wurde niemand verletzt“,  erinnert sich Michael Henkel und zeigt auf die sichergestellte, komplett aufgerissene und deformierte Flasche, die einen Platz in der Feuerwache  erhielt.

Michael Henkel gesteht, dass es manchmal nicht einfach ist, alle Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Seit sechs Jahren ist er selbstständig  und betreibt eine eigenen Bau- und Gartenservicefirma,  hat „nebenbei“  ein Haus gebaut und ist seit mehr als einem Jahr auch glücklicher Vater.  Und nun noch die neue Aufgabe in der Feuerwehr. Der gelernte Tischler sieht sie  als Herausforderung an. Eines seiner Ziele ist es, die Zusammenarbeit mit den Löschgruppen in Horstfelde,  Nunsdorf  und Schünow zu verbessern.  Dabei kann er auf den Rückhalt  seiner Mitstreiter bauen. Die haben ihn nach der obligatorischen Anhörung für den Posten empfohlen.

Zahlen & Fakten

7. Juli 1933: Auf Beschluss der Gemeindevertretung  wird die Freiwillige Feuerwehr Glienick gegründet. Die Mannschaftsstärke beträgt 17 Kameraden. Erster Wehrleiter ist Fritz Stephan.  Als Technik steht eine fahrbare Handdruckspritze mit Pferdezugeinrichtung zur Verfügung.
1969: Bau eines neuen Gerätehauses
1983: Gründung einer Freiwilligen Frauenfeuerwehr. Sie besteht zunächst aus neun Kameradinnen
1993: Die Freiwillige Feuerwehr Glienick begeht ihr 60-jähriges Bestehen
1995: Die Wehr erhält ein neues Fahrzeug vom Typ VW LT TSF/W-TH  (Tragkraftspritzenfahrzeug)
1988: Gründung der Jugendfeuerwehr
2002: Bau des neuen Gerätehauses
2003: 70 Jahre FFw Glienick
2004:  Die Wehr erhält ein Einsatzfahrzeug vom Typ VW T4 MTW (Mannschaftstransportwagen)
2017: Derzeit verfügt die Feuerwehr über ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/25, ein Mannschaftstransportfahrzeug sowie einen Schaumbildneranhänger.

Impressionen vom Osterfeuer 2017 in Neuhof und Zossen

Eine feurige Tradition

Vorbereitungen für Osterfeuer in den Zossener Ortsteilen laufen

Ostern rückt allmählich näher und damit  auch die Vorfreude auf die damit verbundenen Traditionen. Natürlich dürfen buntgefärbte Eier und  leckere Schokoladenhasen nicht fehlen. Was aber wäre Ostern ohne die vielen Osterfeuer, die in vielen Orten wieder lodern werden. Auch in der Stadt Zossen treffen sich in vielen Ortsteilen die Menschen wieder rund ums Feuer, von den Kameraden der Ortsfeuerwehren bzw. den Ortsbeiräten oder den Fördervereinen bestens vorbereitet und organsiert. Gleich in vier Orten wird das Feuer bereits am Gründonnerstag, dem 13. April, entfacht: in Glienick, Schöneiche, Schünow sowie in Neuhof.  Am Ostersonnabend, dem 15. April, geht es in Kallinchen, Dabendorf und Lindenbrück weiter. In Zossen lädt der Förderverein Löschzug Zossen am gleichen Tag ins E-Werk am Nottehafen ein.  Wenn dort draußen das Feuer verloschen ist, geht’s drinnen ab 22 Uhr mit einer After-Show-Party  und Tanz weiter.

Natürlich stellt sich auch 2017 wieder die Frage, was sich die Neuhofer  diesmal haben einfallen lassen, deren spektakuläres Osterfeuer einen Tag vor Karfreitag von Jahr zu Jahr immer mehr Schaulustige in den kleinen Ort lockt. Zur Erinnerung: In Neuhof wird das Holz nicht einfach ordentlich zu einem Haufen gestapelt, sondern es entstehen wahre Kunstwerke aus Stämmen und Brettern, eigentlich viel zu schade, um sie den Flammen zum Fraß vorzuwerfen. Man denke nur an die trutzige Ritterburg im Vorjahr, an die große Dampflok, den rustikalen Schaufelraddampfer  oder das stattliche Piratenschiff, dessen zuvor feucht gewordene Holzplanken sich lange wehrten, verbrannt zu werden. Auch die hölzernen Kopien eines Mercedes-Feuerwehrautos und eines Reisebusses waren dazu verdammt, als große Aschehaufen zu enden.

Seit  mehreren Wochen nun schon sind gut ein Dutzend Neuhofer dabei, das Holz fürs diesjährige Osterfeuerspektakel zu besorgen. Dabei investieren sie jede Menge Zeit und Kraft. Wie Ortswehrführer Axel Späthe verrät, wird in diesem Jahr die Idee umgesetzt, die den Männern eigentlich schon im vergangenen Jahr vorschwebte. „Ohne die vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfer im Ort, könnten wir das gar nicht stemmen“, sagt Axel Späthe. „Dafür ein großes Dankeschön“. Man darf also gespannt sein, welches selbst gebaute Werk  in diesem Jahr dem Osterfeuer geopfert wird. Wie Späthe sagt, können sich die kleinen Besucher nicht nur auf das Osterfeuer freuen, sondern auch bei verschiedenen Geschicklichkeitsspielen kleine Preise gewinnen. Und für die Großen gibt’s freilich auch das eine oder andere Osterwässerchen, mit dem der Winter dann wohl endgültig weggespült werden kann. Treffpunkt ist am 13. April 2017 um 18.30 Uhr auf der Festwiese hinter der Feuerwehr.

Hintergrund

-          Die Tradition des Osterfeuers hat ihren Ursprung in einem heidnischen Ritual, das schon im alten Ägypten zelebriert worden sein soll - das Frühlingsfeuer. Damit, so heißt es, versuchte man, die Sonne auf die Erde zu locken und so den kalten Winter zu beenden.

-          Die Osterfeuer galten der Überlieferung nach aber auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte.

-          Vor allem für Christen ist die  Entzündung des heiligen Osterfeuers  an Ostern ein zentrales Ereignis.  Durch Jesu Tod und Wiederauferstehung wurde für sie das Ende einer gottlosen Zeit eingeleitet. Ostern  ist bis heute das zentrale Ereignis im christlichen Glauben.

 

Termine im Überblick

13. April 2017

Glienick, Sportplatz, Beginn: 19 Uhr

Schöneiche, Platz hinter der alten Feuerwache, Beginn: 18.30 Uhr

Neuhof, Festwiese hinter der Feuerwehr, Beginn: 18.30 Uhr

Schünow, an der Feuerwehr, Beginn: 19 Uhr

15. April 2017

Kallinchen,  Sportplatz, Beginn: 19 Uhr

Dabendorf, hinter dem Dorfanger, Beginn: 18 Uhr

Lindenbrück, linke Seite der Lindenbrücker Dorfstraße in Richtung Funkenmühle, Beginn: 18.30 Uhr

Zossen, am/im E-Werk, Nottehafen 4, Beginn: 19 Uhr, ab 22 Uhr After-Show-Party im E-Werk mit DJ und Tanz 

22. April

Horstfelde, Frühlingsfest auf dem Sportplatz, Beginn: 15 Uhr für die kleinen Gäste mit Spiel und Spaß rund um das Feuerwehrgeschehen sowie Kinderanimation, ab 18 Uhr Tanz mit DJ Jan Walther

Planung für neue Feuerwache liegt auf dem Tisch

Stadt hat ans Land Fördermittelantrag für das 4,5-Millionen-Euro-Projekt gestellt 

 Die Projektplanung liegt  auf dem Tisch und ist dem  Fachausschuss Bau, Bauleitplanung und Wirtschaftsförderung (BBW) sowie den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Wünsdorfer Feuerwehr kürzlich auf einer öffentlichen Sondersitzung in der Feuerwache Wünsdorfs vorgestellt  worden. Auch ein Fördermittelantrag an das Land Brandenburg  ist versandt, wie Bürgermeisterin Michaela Schreiber auf der jüngsten Sitzung der Zossener Stadtverordneten  informierte. Die Weichen für den Bau der rund 4,5 Millionen Euro teuren neuen Feuerwache in Wünsdorf sind also gestellt. Im Idealfall, sprich wenn die Finanzierung gesichert ist,  könnte das neue Gerätehaus Ende 2019 in Betrieb gehen, so die Hoffnung des Planungsbüros.  

Darüber, dass die bisherige Feuerwache den aktuellen Anforderungen an die mit 118 Kameraden mitgliederstärkste  Wehr im Landkreis Teltow-Fläming nicht mehr gerecht wird, herrscht spätestens nach dem Vor-Ort-Termin des Bauausschusses Einigkeit. Die Ausschussmitglieder und sachkundigen Einwohner konnten sich bei einem Rundgang durch alle Gebäude des Areals davon überzeugen, dass das Objekt aus allen Nähten platzt. Die vorhandenen Gebäude können den geforderten Raumbedarf nicht mehr decken. Zu enge Umkleideräume, zu wenige Spinde, um saubere und benutzte Einsatzbekleidung voneinander trennen zu können. In beiden Fahrzeughallen fehlen außerdem Absauganlagen für Abgase. Ursprünglich war die Wünsdorfer Feuerwehr 1996 in das damals sanierte Gerätehaus eingezogen, das zuvor von der russischen Armee genutzt worden war. Allerdings hatte die Wehr nur ein Drittel der heutigen Personalstärke und damit entsprechend weniger Technik und Ausrüstung. Hinzu kommt: Eine vollständige Barrierefreiheit ist in keinem der Gebäude gegeben, An- und Abfahrtswege werden beim aktuellen Bestand zum Unfallschwerpunkt. Nach Aussagen des beauftragten Planungsbüros ist laut gutachterlicher Stellungnahme die Gebrauchstauglichkeit der Fassade teilweise nicht mehr gegeben. Auch im Bauwerk seien Schäden vorhanden.

Von den nun vorgelegten Plänen für eine neue, größere und moderne Feuerwache sind nicht nur die Feuerwehrleute selbst angetan, auch im Bauausschuss finden sie Zustimmung, wenn, ja wenn die Finanzierung geklärt ist. Denn so ein Projekt kostet Geld. Nach ersten Berechnungen des Planungsbüros rund 4,5 Millionen Euro. Ohne Fördermittel vom Land  wäre das Projekt finanziell allein von der Stadt Zossen kaum zu stemmen. Wie Bürgermeisterin Schreiber sagt, fördert das Land den Bau von Feuerwehrgerätehäusern mit 60 Prozent. Voraussetzung dafür sind allerdings ordentliche Planungsunterlagen, wie sie nun vorliegen. Die Stadt hat also ihre Hausaufgaben gemacht. Außerdem sieht die Verwaltungschefin noch Einsparpotenzial von bis zu 300 000 Euro für den Fall, dass auch das Haupthaus abgerissen und komplett neu gebaut wird.

Derzeit wird von den Planern davon ausgegangen, dass das jetzige Hauptgebäude erhalten bleibt, allerdings die zweite Fahrzeughalle und der Übungsraum für die Jugendfeuerwehr abgerissen werden. An das Hauptgebäude soll eine neue Fahrzeughalle mit Funktionsräumen angebaut werden. Die Rede ist von zwei Weiterbildungsräumen, einem Raum für die Jugendfeuerwehr, einer Halle für sieben Fahrzeuge und einem Reservestellplatz. Insgesamt gehen die Planer von  rund 1290 Quadratmetern als Gesamtgröße der neuen Feuerwache aus. Auf dem Übungsplatz soll außerdem ein 20 Meter hoher Turm entstehen, der sowohl fürs Trocknen von Schläuchen als auch für das Training von Einsätzen in mehrgeschossigen Häusern genutzt werden kann. In der  Summe von 4,5 Millionen Euro sind die Kosten für notwendige Abbrucharbeiten, die Gestaltung der Außenanlagen sowie der Innenausstattung enthalten.

Hohe Einsatzbereitschaft

Wünsdorfer Feuerwehr  auch über Stadtgrenzen hinweg aktiv

Mit 117 Mitgliedern, davon 60 in der Einsatzabteilung, ist die Feuerwehr Wünsdorf eine der mitgliederstärksten Wehren im Landkreis Teltow-Fläming.  Die Jugendfeuerwehr bringt es auf eine Stärke von 17 Kameraden und 13 Kameradinnen, die Zwergenfeuerwehr besteht aus 18 Mitgliedern, davon zehn Mädchen,  neun Feuerwehrleute bilden die Alters- und Ehrenabteilung.

Diese und weitere Zahlen nannte Ortswehrführer Silvio von Lützow kürzlich in seinem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2016.  Insgesamt wurde die Freiwillige Feuerwehr Wünsdorf zu  210 Einsätzen, darunter mehr als 60 Brände,  gerufen.  Zum Vergleich: 2014 waren es 173, im Jahr 2015 insgesamt 256 Einsätze. „In allen Fällen konnten wir schnell fachgerechte Hilfe leisten“, so von Lützow.  Jeder Einsatz sei durchschnittlich in 88 Minuten - inklusive  Nachbereitungszeit – abgeschlossen worden. Stolz könne man auch auf die hohe Einsatzbereitschaft der Wehr sein, so von Lützow. „Im Jahresdurchschnitt konnten wir jeden Einsatz noch mit 13 Kameraden bestreiten, was  im Vergleich zu vielen anderen Feuerwehren im Landkreis eine mehr als beträchtliche Leistung darstellt.  Mit Sorge beobachte man daher den immer stärkeren Rückgang der Einsatzkräfte in benachbarten Gemeinden.

Der Ortswehrführer verweist darauf, dass Brandeinsätze nur noch einen kleinen Anteil am Einsatzgeschehen haben.  Technische Hilfeleistungen, besonders schwere Verkehrsunfälle, haben die Kameraden immer wieder gefordert. Für die Einsatzbereitschaft und die gezeigten, enormen Leistungen bedankte sich von Lützow ausdrücklich bei allen aktiven Kameraden.

Um die Einsatzaufgaben erfolgreich bewältigen zu können, sei eine qualifizierte Ausbildung eine wichtige Voraussetzung. So besuchten Wünsdorfer Kameraden zahlreiche Lehrgänge im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ), an der Landesfeuerwehrschule und in anderen Bildungseinrichtungen. „Hinzu kommen  mehr als 50 Dienstabende, ebenso viele Sportdienste, Dienstberatungen der Führungskräfte und viele, viele Sonderdienste, die sich nicht mehr zählen lassen“, betont der Wehrführer. So wird  viel Zeit geopfert, um zum Beispiel regelmäßig die Löschwasserentnahmestellen im Ort zu überprüfen – unter anderem knapp 230 Hydranten. Hinzu kommen die wöchentlichen Reinigungsarbeiten in und an der Wache.

Kritisch merkte Silvio von Lützow Probleme in punkto Ausbildung an. Der Bedarf an Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule  werde nicht gedeckt. Die Folge: Es mangele mittlerweile an Führungskräften. „Bei der Vergabe insbesondere von Führungslehrgängen wurde die Feuerwehr Wünsdorf wieder einmal überhaupt nicht berücksichtigt. Ich kann nur hoffen, dass wir nicht gerade deshalb an die Grenze unserer Leistungsfähigkeit getrieben werden“, so der Ortswehrführer. Die Feuerwehr Wünsdorf selbst stellt für den Landkreis Teltow-Fläming 13 Ausbilder und den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes TF. Der Stadtgerätewart, der Stadtatemschutzgerätewart, der Stadtfunkwart sowie die stellvertretende Stadtjugendwartin kommen aus der Feuerwehr Wünsdorf. Und auch ein Olympiasieger im Feuerwehrsport stammt aus den Reihen der Wünsdorfer.

Zahlen und Fakten


                 Einsätze insgesamt            technische Hilfeleistung          Brandbekämpfung         gerettete Personen

2016          210                                    148                      62                                   19
2015          256                                    173                      83                                   19
2014          173                                    125                      48                                   23

Feuerwehr steht vor großen Herausforderungen

Zossens Ortswehr wurde 2016 zu 163 Brand- und Hilfeleistungen gerufen

Eine überwiegend positive Bilanz zog Zossens Ortswehrführer Mathias Bleeck kürzlich in seinem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2016.  Grundvoraussetzung dafür, dass die Ortsfeuerwehr Zossen rund um die  Uhr einsatzbereit war und stets die von ihr erwartete Hilfe erbringen konnte, sei das Engagement der ehrenamtlich tätigen Mitglieder, so Bleeck. Insgesamt hatte die Feuerwehr Zossen per 31. Dezember 2016 insgesamt 75 Mitglieder, davon 35 Mitglieder in der Einsatzabteilung. Die Jugendfeuerwehr hat zehn Mitglieder, dazu kommen 21 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung sowie  neun inaktive Mitglieder. Im Jahr 2016  wurden zwei Kameraden neu in den Reihen der Einsatzabteilung aufgenommen. Die Ortsfeuerwehr Zossen wurde im vergangenen Jahr zu 163 Brand- und Hilfeleistungseinsätzen alarmiert. Dabei wurden von den Kameraden mehr als 2200 Stunden geleistet. Im Vergleich zum Jahr 2015  gab es  24 Einsätze weniger. „Insgesamt“, so der Ortswehrführer, „erarbeiteten die Kameraden im Jahr 2016 rund 6590 Stunden, das entspricht 274 Tagen ehrenamtliche Tätigkeit.“ Dazu zählten die Teilnahme an Einsätzen, Ausbildungs- und Wartungsdiensten, Lehrgängen sowie sonstige Tätigkeiten.

Der Ortswehrführer schlug in seinem Bericht aber auch kritische Töne an und betonte, dass die Freiwilligen Feuerwehren in den ländlichen Regionen Deutschlands derzeit vor großen Herausforderungen stehen. In Zukunft sei davon auszugehen, dass die Bedeutung der Feuerwehren und ihre Inanspruchnahme keineswegs abnehmen werden. Finanzielle Aspekte würden eine noch größere Rolle erlangen und jede Kommune müsse ein maßgeschneidertes Modell ihrer Feuerwehr entwickeln.  Er lobte in diesem Zusammenhang die Stadt Zossen als Trägerin des Brandschutzes und dankte ihr für die Bereitstellung der finanziellen Mittel, „die zu 100 Prozent richtig und zukunftsorientiert investiert worden sind“, so Bleeck. Er spielte damit auf die öffentliche Übergabe des rund 450 000 Euro teuren neuen Rüstwagens am 3. September 2016 auf dem Zossener Weinfest an.  „Die Freude und der Stolz aller Kameraden waren die Bestätigung für das im Vorfeld in stundenlanger Arbeit Geleistete. Die Vorplanung, die unzähligen Gespräche, die Ideen und Vorschläge, alles musste zusammengefasst und in ein Fahrzeugplanungskonzept gepackt werden. Und man kann es ganz klar, kurz und knapp zusammenfassen: Er ist sehr gut geworden“, betont Bleeck.

Er ging in seinem Bericht auch auf personelle Veränderungen in der Ortsfeuerwehr, auf Jubilare und Auszeichnungen ein.  So wurden am 18. November 2016  auf der Auszeichnungsveranstaltung der Stadt Zossen im Bürgerhaus Wünsdorf die Kameraden Karsten Piechatzeck und Rainer Gebuhr mit der „Medaille für treue Dienste“ geehrt.
Wie Bleeck weiter sagte, müsse neben der Gewährleistung einer normgerechten Ausstattung insbesondere der personellen Aufstellung zunehmend mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. „Die unverzichtbare Aufgabe des Brand- und Katastrophenschutzes kann nur dann erfüllt werden, wenn es auch zukünftig gelingt, eine ausreichende Zahl gut ausgebildeter Kameradinnen und Kameraden für das Wirken in den Feuerwehren bzw. Einheiten des Katastrophenschutzes zu begeistern“, betonte er. Die Stärkung und Anerkennung des Ehrenamtes bleibe deshalb ebenso eine wesentliche Aufgabe wie die Gewinnung zusätzlicher Freiwilliger aller Altersgruppen.
Der Ortswehrführer bedankte sich bei allen Mitgliedern der Feuerwehr Zossen für die Unterstützung im vergangenen Jahr. „Egal, ob in der Jugendfeuerwehr, der Einsatzabteilung bzw. der Alters- und Ehrenabteilung, wir sind Mitglieder einer Organisation die ihres Gleichen sucht“, so Bleeck. Ihm sei bewusst, dass es nicht immer leicht ist, neben den hauptberuflichen, gesellschaftlichen und vor allem auch familiären Pflichten an ausnahmslos allen Ausbildungsdiensten, Einsätzen und öffentlichkeitswirksamen Terminen der Feuerwehr Zossen teilzunehmen. Dennoch sei die Bereitschaft bei vielen unverändert. „Ich hoffe, wir werden auch in diesem Jahr trotz manch schwerer und auch ergreifender Einsätze nicht die Freude und den Spaß verlieren.“

Knutfest am 13. Januar 2017 in Schöneiche

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Knutfest am 7. Januar 2017 in Dabendorf

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Verstärkung erwünscht

Kallinchens Zwergenfeuerwehr gibt es seit 10 Jahren 

Auf eine zehnjährige spannende und abwechslungsreiche Zeit kann Kallinchens Zwergenfeuerwehr  zurückblicken. Gegründet wurde sie im März 2006 mit dem Ziel, Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahre für die Arbeit in der Feuerwehr  zu begeistern. „Unsere  Zwergenwartin  Doreen und ihre zwei Helfer versuchen, die wichtigen Aufgaben der Feuerwehr spielerisch  rüberzubringen, durch Spiel, Sport und Spaß die Teamfähigkeit zu fördern, aber auch das Interesse an unserer Natur und Umwelt zu wecken“, sagt der stellvertretende Ortswehrführer Thomas Dreßler. Im Vordergrund stehe freilich die Brandschutzerziehung. Aber eben nicht nur. Im Laufe der vergangenen Jahre haben die „Zwerge“ viele gemeinsame Ausflüge unternommen. So besuchten sie unter anderem die Feuerwache Königs Wusterhausen, waren im Wildpark Johannismühle sowie im Bergwerk Berlin. „Wir treffen uns einmal im Monat für 1,5 bis 2 Stunden“, erzählt Thomas Dreßler. „Wir freuen uns auf jeden, der zu uns kommt. Mitmachen können alle Mädchen und Jungen aus Kallinchen im Alter zwischen 6 bis 10 Jahre.“ Wie Dreßler weiter sagt, können die Kinder im Alter von 10 Jahren dann in die Jugendfeuerwehr, mit 17 schließlich in den aktiven Dienst wechseln.

Zurzeit besteht die Zwergenfeuerwehr in Kallinchen aus sechs Jungs. Über personelle Verstärkung wäre Thomas Dreßler nicht böse. „Durch unsere Arbeit bei den Zwergen bzw. mit der Jugendfeuerwehr erhoffen wir uns, dass einige dieser Kinder und Jugendlichen später den Weg in den aktiven Dienst finden“, so der Feuerwehrmann. Eine besondere Verantwortung sieht er nicht zuletzt bei den Eltern, die schon frühzeitig das Interesse bei ihren Kindern für die Feuerwehr wecken und fördern können. „Natürlich können auch Väter und Mütter in unserer Ortswehr mitmachen. Je mehr desto besser.“

Feuerwehrleute für langjährige treue Dienste geehrt

Insgesamt 23 Feuerwehrmänner und  -frauen sind auf einer  Auszeichnungsveranstaltung der Stadt Zossen  im Bürgerhaus Wünsdorf mit der Medaille für treue Dienste im Feuerwehrdienst geehrt worden. Die Medaille wird vom Minister des Innern des Landes Brandenburg, Karl-Heinz Schröter, verliehen und wurde von Zossen Bürgermeisterin Michaela Schreiber zusammen mit der  Stadtwehrführung, Stefan Kricke und Jens Grothe, überreicht.

In der Sonderstufe Gold (60 Jahre) wurden ausgezeichnet: Unterbrandmeister Hermann Tietz von der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf, Löschmeister Harri Majsnerowski von der Freiwilligen Feuerwehr Kallinchen und Hauptfeuerwehrmann Kurt Gerschewski von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche.

In Anerkennung  50-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr wurden mit der Medaille für treue Dienste in der Sonderstufe Gold (50 Jahre) ausgezeichnet: Erste Hauptlöschmeisterin Brigitta Langner  von der Freiwilligen Feuerwehr  Wünsdorf, Erster Hauptlöschmeister Bernd Kricke von der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf  und Löschmeister Ulrich Wolter von der Freiwilligen Feuerwehr Kallinchen.

Die Medaille für treue Dienste in Gold (40 Jahre) erhielten: Hauptlöschmeister Karsten Piechatzeck von der Freiwilligen Feuerwehr Zossen  und Löschmeister Henry Kniesigk von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche.

Mit der Medaille für treue Dienste in Silber (30 Jahre) wurden geehrt: Erster Hauptlöschmeister  Rainer Gebuhr von der Freiwilligen Feuerwehr Zossen, Erster Hauptlöschmeister Lutz Kluke von der Freiwilligen Feuerwehr Glienick, Hauptlöschmeister Torsten Grüneberg von der Freiwilligen Feuerwehr Schünow, Oberlöschmeister Heiko Nörenberg von der Freiwilligen Feuerwehr Horstfelde, Oberlöschmeister Dietmar John von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche, Oberlöschmeister Jens Wandtke von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche, Oberlöschmeister Uwe Dreke von der Freiwilligen Feuerwehr Glienick und Löschmeister Falko Bich von der Freiwilligen Feuerwehr Schünow.

In Anerkennung 20-jähriger Pflichterfüllung  in der Freiwilligen Feuerwehr erhielt die Medaille für treue Dienste in Bronze (20 Jahre): Erster Hauptlöschmeister Kay Pollmüller von der Freiwilligen Feuerwehr Glienick.

Mit der Medaille für treue Dienste in Kupfer (10 Jahre) wurden ausgezeichnet: Brandmeister Steven Harmsen von der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf, Brandmeister Andreas Eger von der Freiwilligen Feuerwehr Nunsdorf, Löschmeisterin Sarina Stellmacher von der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf, Feuerwehrmann Tobias Culmsee von der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf, Feuerwehrmann Fabio Schumann von der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf und Feuerwehrmann Thomas Wiedemann von der Freiwilligen Feuerwehr Kallinchen.

 

Mitmachen plus lecker Essen gleich lustiger Abend

Comedy-Duo „Söhne Mama’s“  bescherte Feuerwehrleuten eine gelungene Überraschung

Eine besondere Überraschung wartete auf die Gäste der Feuerwehrauszeichnungsveranstaltung am 18. November 2016 in Wünsdorf. Und - um es vorweg zu nehmen – sie  ist prima gelungen, denn die Stadtverwaltung hatte sich etwas Besonders einfallen lassen. Statt wie bisher nach der Ehrung der verdienten Feuerwehrleute am reichhaltigen Buffet anzustehen, erlebten die Anwesenden eine ebenso lustige wie spannende Kriminalkomödie ohne Vorhang und Bühne, in deren „Ermittlungspausen“ es ein professionell angerichtetes und serviertes 3-Gänge-Menü gab. Diese Art Erlebnisgastronomie kam sehr gut an. Gäste, die von den beiden Söhnen Mama’s - so der Name des spiellustigen Duos  - selbst zu Akteuren des Stücks gemacht wurden, gingen in ihren zugedachten Rollen auf – ob als Besitzerin eines Rotlicht-Etablissements, als Bürgermeister der Gemeinde Oberlöschwitz, als Chef der Stadtwerke oder aber als Zeugin. Und die anderen durften immer wieder mal die Feuerwehrhymne singen oder aber einen Trinkspruch in den Saal rufen.

An dem kulturellen Rahmen  habe sie schon seit drei Jahren gearbeitet, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Nun hatte sie die Idee Wirklichkeit werden lassen.  „Der Feuerwehrball“, so der Titel,  der nicht hätte besser passen können zu diesem Abend, ist die nunmehr fünfte Krimi-Komödie aus der Feder von Manfred Clausner und Ullrich Zwintscher aus Chemnitz. Beide sind Hauptdarsteller, schlüpften im Laufe des Abends in verschiedene Rollen, ob als Wehrleiter Windisch, Walli Zecher, Kommissar  Schimpanski oder – unschwer zu erkennen - als Stargast Udo Lindenberg. Nach rund 3,5 Stunden ist der Mörder ermittelt – dank der Hilfe aus dem Publikum. Und es war diesmal nicht der Gärtner. Fazit des Krimi-Dinners:  Mitmachen plus lecker Essen gleich lustiger Abend.

Feuerwehrdienst ist eine bewusst getroffene Entscheidung

Bürgermeisterin Schreiber sprach den Geehrten ihren aufrichtigen Dank aus

Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber erinnerte in ihrer Begrüßungsrede  auf der Auszeichnungsveranstaltung für verdiente Feuerwehrleute im Bürgerhaus Wünsdorf an die Anfänge dieser Veranstaltung.  Als sie als Bürgermeisterin angefangen habe, sei sie zu den Jahreshauptversammlungen einiger Feuerwehren eingeladen worden und habe erlebt, wie dort einige Kameraden eine Urkunde und eine Medaille erhielten – für treue Dienste, wie es hieß. „So richtig anfangen konnte ich mit dieser Formulierung damals nichts. Und es war zwar ein würdiger Rahmen, aber doch ein sehr kleiner“, so Michaela Schreiber. Und so reifte mit der Zeit im Rathaus  die Überlegung, die Auszeichnung nicht mehr in jeder Wehr einzeln vorzunehmen, sondern auf einer gemeinsamen Veranstaltung, mit allem Drum und Dran. Schließlich sei man ja jetzt eine Stadt. Gesagt, getan. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt und inzwischen ist die große Auszeichnungsveranstaltung zu einer guten Tradition geworden.
Wie Bürgermeisterin Schreiber betonte, verbinde sie heute mit der Formulierung  „Für treue Dienste“ vor allem das Wort Dienst.  Dabei gehe es nicht darum, dass jemand einem Hobby nachgeht oder einer Arbeit, mit der er sein Einkommen finanziert. Es gehe um einen Dienst, den man für andere erbringt – für die Gesellschaft im Allgemeinen, für die Stadt als Träger des Brandschutzes und für alle Bürger in der Kommune, in der man lebt. „Und das, was man macht“, so die Bürgermeisterin, „ist auch kein Gefallen, den man jemandem tut, und auch keine Zufälligkeit, die sich gerade eben so ergeben hat, weil man da war. Es ist ein Dienst – eine bewusst getroffene und ernsthafte Entscheidung, etwas für andere zu tun und dies verantwortungsvoll, gewissenhaft und fachlich sorgfältig zu erledigen.“

Bürgermeisterin Schreiber sprach allen, die für diesen Tag zur Entgegennahme der Auszeichnung für treue Dienste - ob 60 oder 10 Jahre - eingeladen wurden, ihren aufrichtigen Dank aus. Das Wort „treu“, so sagte sie, bedeute, zu diesem Dienst zu stehen, nicht nur kurz anzufangen und dann wieder  aufzuhören, weil es vielleicht schwierig wird.  Treu bedeute auch, so Schreiber, standhaft zu sein, sich weiterzuentwickeln, zu kämpfen und viel Zeit aufzubringen,  um sich den ständig wechselnden Anforderungen zu stellen, neue Technik und vor allem Techniken zu erlernen. „Diesen Dienst in der Feuerwehr treu zu leisten, heißt auch, über viele Jahre offen für das Lernen zu bleiben und trotz vieler neuer Herausforderungen nicht aufzugeben“, sagte Michaela Schreiber. All jenen, die die Auszeichnung für ihren 10- bzw. 20-jährigen treuen Dienst erhalten, gab sie mit auf den Weg, dass diese Ehrung zugleich auch Ansporn und Aufforderung sei, der Feuerwehr auch weiterhin die Treue zu halten und viele Jahre ihren Dienst zu tun.  „All denjenigen mit einer schon etwas höheren Zahl auf der Urkunde möchte ich mit auf den Weg geben, dass auch außerhalb des aktiven Dienstes noch jede Menge Platz für einen ‚Dienst‘ in der Feuerwehr ist, oft als moralische Stütze und Schulter zum Anlehnen für die ‚Jungen‘.“  All diejenigen, die an diesem Tag keine Urkunde erhielten, seien dennoch eingeladen worden, weil ihr Dienst auch ohne eine runde Zahl für auszeichnungs- und dankenswürdig erachtet werde.

Viel Zeit für den Dienst am Nächsten

Der Feuerwehr so lange die Treue zu halten, ist keine Selbstverständlichkeit

Als Menschen, die bereit sind, sogar ihre eigenen Gesundheit zu riskieren, um andere zu retten oder Schaden von ihnen abzuwenden, hat Zossens Stadtwehrführer Stefan Kricke in seiner Rede auf der Auszeichnungsveranstaltung am 18. November 2016 in Wünsdorf die Feuerwehrleute bezeichnet und dazu den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zitiert. Der hatte die Feuerwehr vor Jahren als die „früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative“ charakterisiert.  „Feuerwehrleute sind freie Menschen, die sich in einer feste Struktur einordnen, die ohne Wenn und Aber Regeln und Anweisungen akzeptieren und die einen Großteil ihrer Zeit dem Dienst am Nächsten opfern“, so Stefan Kricke. Allerdings verwies er auch darauf, dass sie  sich nicht selten von denen, die sich selbst um gar nichts kümmern, auch noch Kritik anhören müssen.  Mal, weil sie angeblich nicht schnell genug am Einsatzort sind, mal, weil sie - um schnell vor Ort zu sein - zügiger fahren, was ihnen als Raserei ausgelegt werde.  Brenne ein Gebäude trotz allem ab, heißt es von den Nörglern: Die Feuerwehr tauge nichts. Schaffe sie es aber, das Feuer in kurzer Zeit in den Griff zu kriegen, würden manche behaupten, das sei doch gar kein richtiges Feuer gewesen. Und brauche man zum Löschen viel Wasser, seien die Schaulustigen  sofort der Meinung, die Wehr richte mit dem Wasser ja noch mehr Schaden an. . . Stefan Kricke weiter:  „Wer sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzt, egal, in welchem Bereich, muss sich ein dickes Fell zulegen. Denn Kritiker sind immer schnell zur Stelle. Anerkennung und Lob dagegen sind rar gesät.“  An diesem Tag wolle man das ändern und deshalb Mitglieder ehren, die sich teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten ehrenamtlich für die Feuerwehr einsetzen, die sehr viel Zeit opfern und für andere ihre Gesundheit, ja sogar ihr Leben aufs Spiel setzen oder gesetzt haben.  Manche von den Kameradinnen und Kameraden, die geehrt werden, sind inzwischen Teil der Alters- und Ehrenabteilung  und nehmen an Einsätzen nicht mehr teil, haben allerdings viele Jahre in der aktiven Wehr verbracht. Sie alle haben Vorbildliches geleistet. „So lange der Feuerwehr  die Treue zu halten,  ist fürwahr keine Selbstverständlichkeit“, betonte  Stefan Kricke. Er freue sich „auf möglichst viele weitere Jahre mit Euch in unserer Feuerwehr“.

Überraschungsfahrt nach Ludwigsfelde

Ein „Überraschungsausflug“ stand für die Kinderfeuerwehr Nächst Neuendorf am 4. November 2016 auf dem Dienstplan. Wie Franziska Kabsch - sie ist Kinderwartin in Nächst Neuendorf mitteilt - fuhren die kleinen Feuerwehrleute  an diesem Tag mit einer Einsatzsstärke von zehn Kindern nach Ludwigsfelde zur dortigen Freiwilligen Feuerwehr. Die Kinderaugen glänzten gleich schon bei der Ankunft, denn die Ludwigsfelder hatten einige ihrer imposanten Fahrzeuge im Freien positioniert.  Die Überraschung war  also gelungen. „Von den Kameraden der Ludwigsfelder Feuerwehr wurden wir herzlich in Empfang genommen“, so Franziska Kabsch. „Sie führten uns durch die Wache und zeigten uns ihre Einsatztechnik.“  Begeistert  seien die Kinder von den Dimensionen einiger Fahrzeuge gewesen. So erfuhren sie unter anderem, dass der TLF 4000 ungefähr 4700 Liter Wasser in seinem Tank hat. Bei der Besichtigung des großen Fuhrparks lernten die Kinder nicht nur die Bandbreite moderner Feuerwehrwehrtechnik  kennen, sondern erfuhren außerdem, dass die Ludwigsfelder Feuerwehr auch extra ein Kommandowagen für ihren „Chef“ hat.  Die Antwort auf die Frage, wie es den Kindern denn gefallen habe, fiel laut und deutlich aus: Super! Doch da auch der schönste Ausflug sein Ende hat, ging es nach zirka zwei Stunden wieder zurück nach Nächst Neuendorf. Auf der Rückfahrt gab es nur ein Thema: die vielen Feuerwehrfahrzeuge.  „Wir möchten uns nochmal bei den  Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsfelde bedanken, die uns diesen Ausflug ermöglichten", so Franziska Kabsch.

Waldbrandübung der Ortsfeuerwehren am 1. Oktober 2016 in Horstfelde

Das Löschwasser wurde zum Teil aus dem Kiessee zum Brandherd gepumpt.

Auch wenn an diesem ersten Oktobertag des Jahres keine Wasserskisportler auf, geschweige denn Badegäste im Horstfelder Kiessee zu sehen sind, herrscht ungewohnte Betriebsamkeit auf dem Areal. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge fahren vor, Feuerwehrleute positionieren sich am Ufer des Sees und  sind dabei, mit Hilfe einer Pumpe und  etlichen Schläuchen so schnell wie möglich eine stabile Wasserversorgung in das benachbarte Waldgrundstück herzustellen. Dort steigt dicker dunkler Qualm gen Himmel. Der Wald brennt. Für den Fall, dass irgendwo unterwegs ein Schlauch platzt, wird vorsichtshalber parallel eine zweite Leitung verlegt, die nach 15 Minuten steht. Eine entscheidende Lehre aus der Übung im Vorjahr. Und so werden an diesem Tag Schläuche in einer Länge von insgesamt zwei Kilometern benötigt.

Um 9.07 Uhr war  der Alarm ausgelöst worden, wenig später treffen die ersten Feuerwehren aus Horstfelde, Glienick, Nächst Neundorf und Dabendorf ein. Glienicks Ortswehrführer Dirk van de Renne übernimmt die Einsatzleitung. Es gilt für ihn, das Vorgehen von 70 Kameraden und den Einsatz von 15 Fahrzeugen zu koordinieren, nachdem weitere Feuerwehren angerückt sind, um den ausgebrochenen Waldbrand  von mehreren Seiten zu bekämpfen. Denn es besteht die Gefahr, dass aufgrund des angenommenen starken Windes die Flammen wie eine Feuerwalze auf ein benachbartes Kiefernstück übergreifen. Wie gefährlich das sein kann, hat Stadtwehrführer Stefan Kricke vor Jahren selbst bei einem Einsatz erlebt. Diesmal fungiert er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Jens Grothe, dem Stadtfunkwart Steve Sawitzky und dem stellvertretenden Baruther Stadtbrandmeister Marcel Jezierski als Schiedsrichter. Auch wenn sich das Szenario für die Übung - sommerliche Temperaturen um 28 Grad, dazu ein leicht böiger Wind -  stark von den realen Bedingungen - kühl, leichter Nieselregen, nahezu windstill -  unterscheidet, gilt es, so schnell wie möglich, die Wasserversorgung zu gewährleisten, damit mit entsprechendem Druck gegen das fiktiv um sich greifende  Feuer vorgegangen werden kann. Neben dem Wasser aus dem Kiessee steht den Feuerwehrleuten auch Wasser aus einem Brunnen in der Horstfelder Siedlung zur Verfügung.

Um 12.13 Uhr schließlich heißt es: Waldbrand gelöscht. Die Übung ist beendet. Leckere Erbensuppe aus Nächst Neuendorf wartet auf alle Beteiligten. Fazit: Alles, was 2015 noch nicht geklappt hatte, wurde in diesem Jahr  optimal gelöst.  

Seifenkistenrennen am 24. September 2016 in Nächst Neuendorf

Ein kleiner Hauch von Formel I-Atmosphäre herrschte am 24. September  2016 beim Seifenkistenrennen der Jugend- und Zwergenfeuerwehren der Stadt Zossen in Nächst Neuendorf. Sieben fahrtüchtige Seifenkisten standen für die zirka 40 jungen Fahrer aus allen Jugend- und Zwergenfeuerwehren der Stadt zur Verfügung. Nach dem Prinzip „Jeder gegen jeden“ lieferten sie sich spannende  Fahrten. Bewertet und mit einem Pokal belohnt wurde die jeweils schnellsten Fahrer jeder Wehr.  Bei den Jugendlichen belegte Glienick den ersten Platz, vor Wünsdorf und Kallinchen II.  Sieger bei den Zwergen wurde Nächst Neuendorf. Auch für die schönste Seifenkiste  stand ein Preis bereit. „Obwohl alle schön waren und sich  jeder viel Mühe gegeben hat“, so  Stadtjugendwart Thomas Richter, „gewann schließlich die Kiste 8 des Teams Kallinchen II.“  Statt Sekt wie bei Sebastian Vettel, Luis Hamilton & Co. bei den  Formel I-Fahrern  gab’s bei den Seifenkistenfahrern übrigens nach den Rennen Kartoffelsuppe mit Wienern.

Da eine solche Veranstaltung nicht ohne Sponsoren und Helfer auskommt, möchte sich Thomas Richter ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen des Seifenkistenrennens beigetragen haben. Ein  herzliches Dankeschön an den Bau- & Gartenservice Michael Henkel für die Bereitstellung  des Wanderpokals Jugend, Dank an die Stadt Zossen für den Wanderpokal Zwerge und die Bereitstellung der Musikanlage,  an die Wache Nächst Neuendorf (sanitäre Einrichtungen und Lager),  an den Förderverein der Feuerwehr Zossen  für die Bereitstellung der Hüpfburg sowie Dank auch an das Organisationsteam und die Helfer der Feuerwehr Glienick (Streckenabsicherung).

Stadtmeisterschaftend in der Disziplin Löschangriff nass

Übergabe des neuen Rüstwagens an die Zossener Ortsfeuerwehr

Feuerwehrwettkämpfe erstmals im Zossener Stadtpark

Rückblick auf die Stadtmeisterschaft im Löschangriff nass 2015 in Wünsdorf

Sieger werden öffentlich auf dem 12. Weinfest geehrt

Spannende Wettkämpfe versprechen die diesjährigen Stadtmeisterschaften der Zossener Feuerwehren in der Disziplin Löschangriff nass, die am Sonnabend, dem 3. September 2016,  stattfinden.  Dabei haben Zossens Kameraden, die sich im vergangenen Jahr auf dem Gelände der gastgebenden Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf den neuen Wanderpokal der Stadt Zossen erkämpften, diesmal Heimvorteil. Denn Bürgermeisterin Michaela Schreiber kündigt  für den diesjährigen Wettstreit eine Premiere an: „Zum ersten Mal wird unser Stadtpark in Zossen Schauplatz der Meisterschaft sein und zum ersten Mal findet diese auch parallel zum Weinfest statt.“  Auch eine weitere Änderung gegenüber den Vorjahren ist avisiert. So wird der Sieger diesmal nach nur einem Wettkampflauf ermittelt. Darauf einigten sich die teilnehmenden Wehren. Es gibt also keine zweite Chance, was von den Feuerwehrleuten in jedem Fall eine noch höhere Konzentration erfordert. Jeder Handgriff muss gleich beim ersten Mal sitzen. Und auch das ist neu in diesem Jahr: Nach Abschluss der Wettkämpfe im Stadtpark werden die Erstplatzierten öffentlich auf der Marktplatzbühne des 12. Zossener Weinfestes geehrt. „Wir wollen mit diesen Neuerungen ein Zeichen setzen und eine engere Verbundenheit zwischen den ehrenamtlichen Feuerwehren und ihren Mitgliedern einerseits und den Bürgern andererseits  herstellen“, so Bürgermeisterin Schreiber.  Das freizeitliche Engagement der Kameraden sei nicht hoch genug einzuschätzen, deshalb hätten sie es auch verdient, auch bei einem solchem Fest einmal im Mittelpunkt  zu stehen.

Info: Die Stadtmeisterschaften der Feuerwehren der Stadt Zossen finden am 3. September 2016 ab 13 Uhr im Stadtpark statt. Die Siegerehrung ist ab 14 Uhr auf dem Marktplatz während des 12. Weinfestes vorgesehen.

Stadt Zossen mit neuer Feuerwehrführung

Stefan Kricke (links) und Jens Grothe

Stefan Kricke und  sein Stellvertreter Jens Grothe erhielten das Vertrauen

Der 35-jährige Stefan Kricke vom Löschzug Wünsdorf ist neuer Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zossen in der Dienststellung Stadtwehrführer. Zum stellvertretenden Stadtwehrführer wurde auf der Sitzung der Stadtverordneten am 11. Mai 2016 der 44-jährige Jens Grothe von der Löschgruppe Schöneiche  bestellt. Der Wehrführer und sein Stellvertreter sind Ehrenbeamte auf Zeit, ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Beide hatten sich zuvor den Führungskräfte der elf Ortsfeuerwehren der Stadt Zossen in einer Anhörung vorgestellt, auf Fragen zu ihren Vorstellungen der künftigen Entwicklung der Feuerwehr geantwortet und waren mit großer Mehrheit vorgeschlagen worden. Auch die Stadtverwaltung unterstützte die Entscheidung der Ortswehren. Beide seinen fachlich und menschlich geeignet, diese Funktion auszuüben, heißt es in der Begründung. Die Neubesetzung der Stadtwehrführung wurde notwendig, da die reguläre Amtszeit der bisherigen Führung zum 31. Mai 2016 ausläuft. 

Stefan Kricke konnte seit 2010 als Stellvertreter des Stadtwehrführers bereits umfangreiche Erfahrungen in der Führungsarbeit der Wehr sammeln. So ist er auch Mitglied der Führungsgruppe des Landkreises Teltow-Fläming geworden. Schon mit sechs Jahren fand Kricke den Weg zur Feuerwehr und wurde Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“, später  im Jahr 2003 -   Gruppenführer in Wünsdorf.
Jens Grothe ist seit 1984 Mitglied in der Feuerwehr und nach den Stationen Einsatzabteilung, Jugendwart, Stadtjugendwart seit nunmehr gut zehn Jahren Ortswehrführer in Schöneiche.

Osterfeuer lockten hunderte Besucher an

Osterfeuer 2016 in Neuhof und Kallinchen

Die von den freiwilligen Feuerwehrleuten der Stadt Zossen in mehreren Ortsteilen bestens vorbereiteten und durchgängig fachmännisch kontrollierten traditionellen Osterfeuer lockten wie beispielsweise in Neuhof am Gründonnerstag und in Kallinchen am Ostersonnabend jeweils hunderte Besucher an.  Für die meisten war das Osterfeuer, mit dem der Winter vertrieben und die Frühlingszeit eingeläutet werden soll, das erste Treffen unter freiem Himmel in diesem Jahr. Entsprechend entspannt war die Atmosphäre  bei Bier und Bratwurst beziehungsweise Soljanka und Glühwein.
In Neuhof ging in diesem Jahr eine  zuvor in wochenlanger fleißiger Arbeit gebaute Ritterburg mit Türmen und Zinnen aus Holz in Flammen auf.  Eigentlich viel zu schade zum Abbrennen – ein Kommentar, den die Neuhofer Kameraden nicht nur einmal und nicht nur in diesem Jahr zu hören bekamen.   Schon seit Jahren sind sie bekannt dafür, dass sie sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen und dann mit viel Engagement und Zeitaufwand auch umsetzen. Dabei denken sie zudem auch an die Kinder, für die im und vor dem österlich geschmückten Gerätehaus Spiel und Spaß angeboten wurden.
In Kallinchen mussten die hiesigen Feuerwehrleute immer wieder nachhelfen, um dem großen Holzstapel so richtig einzuheizen. Bis dieser schließlich komplett entflammt war und den in sicherem Abstand stehenden Menschen Wärme spendete, konnten kleine wie große Gäste gegen einen kleinen Obolus  über zwei Feuerschalen ihr Stockbrot „backen“. Anziehend für die jüngsten Osterfeuer-Besucher war freilich einmal mehr auch das große Feuerwehrauto, in dem sich Jungen wie Mädchen gleichermaßen einmal wie richtige Feuerwehrmänner bzw. -frauen fühlen konnten.

Ein verspätetes Osterfeuer wird es noch am 9. April in Horstfelde geben. Dort wird die örtliche Feuerwehr auf dem Sportplatz alle Vorbereitungen für ein gemütliches Treffen rund ums Feuer treffen, das um 18 Uhr beginnt.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die Jahr für Jahr zum Gelingen der Osterfeuer-Veranstaltungen im Stadtgebiet beitragen.

Mit Osterfeuer den Winter vertreiben

In Neuhof hat sich das Osterfeuer in den vergangenen Jahren zu einem echten Anziehungspunkt nicht nur für die Einheimischen entwickelt.

In mehreren Ortsteilen der Stadt Zossen bereiten sich die Feuerwehrleute auf die diesjährigen traditionellen Osterfeuer vor. In Neuhof, Dabendorf,  Lindenbrück, Schöneiche, Glienick, Schünow, Hortsfelde und Kallinchen  soll  mit den Flammen  der Winter endgültig vertrieben und die Sonne begrüßt werden.  Für Speis und Trank ist gesorgt. Die Osterfeuer  sind zudem eine willkommene Möglichkeit für die Dorfgemeinschaft, sich in gemütlicher Runde zu treffen.

Die Tradition des Osterfeuers hat ihren Ursprung in einem heidnischen Ritual, das schon im alten Ägypten zelebriert worden sein soll - das Frühlingsfeuer. Damit, so heißt es, versuchte man, die Sonne auf die Erde zu locken und so den kalten Winter zu beenden.  Die Osterfeuer galten der Überlieferung nach aber auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit,  des Wachstums und der Ernte.  Vor allem für Christen ist die  Entzündung des heiligen Osterfeuers  an Ostern ein zentrales Ereignis.  Durch Jesu Tod und Wiederauferstehung wurde für sie das Ende einer gottlosen Zeit eingeleitet. Ostern  ist bis heute das zentrale Ereignis im christlichen Glauben.

Ostertermine im Überblick

Neuhof: 24. März, 18.30 Uhr - Osterfeuer auf dem Platz hinter der Feuerwehr

Schöneiche: 24. März,  19 Uhr - Osterfeuer auf dem Gelände der alten Feuerwehr

Glienick: 24. März,  19 Uhr - Osterfeuer am Sportplatz

Schünow: 24. März, 19 Uhr - Osterfeuer an der Feuerwehr

Kallinchen : 26. März, 18 Uhr - Osterfeuer auf dem Sportplatz am Strandbad

Dabendorf : 26. März, 18 Uhr - Osterfeuer hinter dem Dorfanger

Lindenbrück: 26. März, 18.30 Uhr – Osterfeuer, Lindenbrücker Dorfstraße

Kallinchen: 27. März, 14 Uhr – Osterspaziergang mit Eierkullern, Treffpunkt am  Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“,  Hauptstraße

Horstfelde: 9. April, 18 Uhr – Osterfeuer auf dem Sportplatz

Feuerwehrleute ausgebildet

Während der Ausbildung zum Thema „Rettungsdienstliche Erstmaßnahmen“.

Rettungsdienstliche Erstmaßnahmen im Feuerwehrdienst beim Auffinden von bewusstlosen Personen standen kürzlich im Mittelpunkt einer Ausbildung, an der 13 Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Dabendorf teilnahmen.  Vor allem die Abläufe der Maßnahmen - angefangen von der Reanimation über die Betreuung bis hin zur Versorgung von verletzten Personen nach Verkehrsunfällen - wurden geprobt. Ortswehrführer Ralf Rupprecht lobte nicht nur das Engagement der Feuerwehrleute, sondern auch die tolle Zusammenarbeit mit Daniel Sachse und  Alexander Weigt von der Rettungswache Zossen, die die Ausbildung fachkundig durchgeführt haben. 

 

Stolz auf diese leistungsfähige Wache

Wünsdorfer Feuerwehr zog Bilanz für das Jahr 2015

Das zurückliegende Jahr 2015 war für die Wünsdorfer Ortsfeuerwehr ebenso arbeits- und einsatzreich wie auch abwechslungs- und erfolgreich. So das Fazit von Ortswehrführer Silvio von Lützow, der auf der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung eine ausführliche Bilanz zog. So wurde die Freiwillige Feuerwehr Wünsdorf  im vergangenen Jahr bei insgesamt 256 Einsätzen aktiv, das sind 83 Einsätze mehr als im Vergleich zu 2014.  Das Gros der Alarmierungen - insgesamt 172 - betraf technische Hilfeleistungen, 83 Mal wurden die Kameraden zu Bränden gerufen, darunter 32 Wald- und Flächenbrände und 22 Wohnungs- und Gebäudebrände. Wie Hauptbrandmeister von Lützow betonte, konnte jeder Einsatz im Jahresdurchschnitt mit 14 Kameraden bestritten werden.  2014 waren es nur 13. „Dies stellt im Vergleich zu vielen anderen Feuerwehren im Landkreis eine mehr als beträchtliche Leistung dar. Wir können stolz  darauf sein, einer solch leistungsfähigen Wache anzugehören“, so Silvio von Lützow. 

Die Zahlen zeigen aber auch, dass Brandeinsätze  nur noch einen kleinen Anteil am Einsatzgeschehen haben. Bei den technischen Hilfeleistungen  wurden die Kameraden laut von Lützow besonders durch die schweren Verkehrsunfälle  gefordert. „Schwerverletzte und Tote - das sind Eindrücke, die oft sehr schwer zu verarbeiten sind.“

Eine enge Zusammenarbeit, so erklärte der Wehrführer in seinem Rechenschaftbericht weiter,  pflege die Wünsdorfer  Feuerwehr mit  der Stadtverwaltung und den dazugehörigen Gremien. Es sei bekannt, dass es  sicherlich Kommunen gibt, die über weniger Mittel als die Stadt Zossen verfügen.  „Deshalb ist es  für uns um  Ersatz- und Neubeschaffungen im Bereich Geräte, Fahrzeuge und Ausrüstung nicht schlecht gestellt. Ich denke, wir alle wissen, dass es sich hierbei nicht um das Wunschspielzeug  der Feuerwehr handelt, sondern um notwendige Anschaffungen, die unmittelbar und ausschließlich dem Schutz  der Bürger dienen“,  so Silvio von Lützow.  Seit 2015 ist die Wünsdorfer Wache auch um ein neues, leistungsstarkes Tanklöschfahrzeug reicher. Es wurde der Wehr auf dem Fest der Vereine in Zossen öffentlich übergeben.  Der Wehrführer lobte in diesem Zusammenhang das Engagement   von Carsten Rehbein, der sich unter anderen um die notwendige Fahrzeugkonzeption und die Durchführung der unzähligen Unterweisungen verdient gemacht hat. Ein großes Dankeschön ging auch an alle jene Feuerwehrleute, die zum Gelingen des großen Events am 22. August 2015 anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Wünsdorfer Feuerwehr beigetragen haben.  „Hierfür“, so  Silvio von Lützow, „wurden Stunden, Tage, Wochen und Monate an Vorbereitungszeit von vielen Kameraden hier geopfert. Viele von uns haben Nerven gelassen und das eine oder andere graue Haar bekommen. Die Anspannung war groß, aber das Ergebnis umso größer. “  Es sei  schließlich eine gelungene Festveranstaltung geworden.

 

Aus der Statistik

-          Zum Stichtag 31. Dezember 2015 waren 112 Kameraden Mitglied der Wünsdorfer Ortswehr, darunter 37 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren

-          Insgesamt wurden 2015 30 Lehrgänge im Feuerwehrtechnischen Zentrum, an der Landesfeuerwehrschule und anderen Bildungseinrichtungen besucht.

-          Es fanden unter anderem 52 Dienstabende und eben so viel Sportdienste statt.

-          Die Alters- und Ehrenabteilung hat neun Mitglieder.

-          Zwei Mitglieder der Ortswehr sind als Fachberater  im Bereich der Jugendarbeit tätig.

-          Ein Einsatz inklusive Nachbereitungszeit dauerte durchschnittlich 88 Minuten.

Eisrettung am Motzener See trainiert

Kameraden der Ortsfeuerwehr Kallinchen  haben das zurückliegende tagelange Frostwetter im Januar genutzt, um bei Minusgraden am Strandbad eine Sonderausbildung zur Eisrettung durchzuführen. Der zugefrorene Motzener See hatte an diesem Tag eine acht Zentimeter dicke Eisdecke, so dass die elf beteiligten  Feuerwehrleute ideale Bedingungen vorfanden, um die verschiedensten Varianten der Rettung von Personen zu trainieren, die nach Betreten der Eisfläche in eine gefährliche Notsituation  geraten sind. Mit einer Kettensäge war extra ein 2 mal 2 Meter großes Loch in die geschlossene Eisdecke des Motzener Sees geschnitten worden. Auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Kallincher Wehr befindet sich ein komplettes Eisrettungs-Set - unter anderem mit zwei Überlebensanzügen (so genannte Ice commander), einem speziellen gelben Eisrettungsbrett  sowie einer 92 Meter langen blauen Rettungsleine -, das an diesem Tag zum Einsatz kam. Nacheinander trainierten die Feuerwehrleute in dem eiskalten Wasser des Sees, die Rettung von Personen. Leider kommt es immer wieder vor, dass gefrorene Seen die Menschen aufs Eis locken,  auch wenn die Eisdecke noch nicht trägt. Erfahrungen besagen, dass eine  Eisschicht einen Menschen erst ab etwa 15 Zentimeter Dicke trägt. Wenn jemand einbricht, ist die richtige Erste Hilfe überlebenswichtig. Wer den Notruf 112 wählt, sollte das  Stichwort  „Mensch im Eis“ nennen.

Feuriger Abschied von ausgedienten Weihnachtsbäumen

Anders als im Vorjahr, als Orkan „Elon“ den Organisatoren der traditionellen Knutfeste mit seinen gefährlichen Böen vielerorts einen Strich durch die Rechnung machte, spielte das Wetter am 9. Januar 2016 mit. Und so traf man sich in mehreren Zossener Ortsteilen wie zum Beispiel in Schünow und Horstfelde in gemütlicher  Runde zu der aus Skandinavien stammenden Tradition des Knut-Festes, um einerseits Abschied von den abgeschmückten Weihnachtsbäumen  zu nehmen, indem man sie in den Feuerschalen nach und nach den Flammen zum Fraß vorwarf. Zum anderen  war es für die Dorfbewohner  zumeist das erste gemeinsame Treffen im neuen Jahr. Bei Grillwurst und Glühwein sah man zu, wie ein  ausgedienter Weihnachtsbaum nach dem anderen unter fachkundiger Aufsicht der jeweiligen Ortsfeuerwehren verbrannt wurde. Etwa 50 bis 60 waren es in Horstfelde, wo drei Feuerschalen  auf dem noch Schnee bedeckten Areal vor dem Dorfgemeinschaftshaus standen. Ortsvorsteher Matthias Juricke lobt vor allem das tolle Engagement der Mitglieder des Feuerwehrfördervereins, die das Knutfest zu einem ersten Höhepunkt in dem noch jungen Jahr  werden ließen. Auch im Nachbarort Schünow herrschte entspannte Stimmung rund um die wohlige Wärme ausstrahlenden Feuerschalen, die vor dem Feuerwehrgebäude aufgestellt wurden.

Hintergrund

- In großen Teilen des Christentums dauert die Weihnachtszeit dreizehn Tage. Sie beginnt am  1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) und endet mit dem Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar.  Anders in Schweden, Norwegen und Finnland. Dort dauert die Weihnachtszeit ganze zwanzig Tage und endet erst am 13. Januar.
- An diesem Tag wird in diesen Ländern der St.-Knut-Tag begangen. Er ist benannt nach Knut IV., dem Heiligen, König von Dänemark. Es wird behauptet, dass König Knut IV. die Anordnung gegeben hat, die Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern und dass der Tag deshalb so genannt wird. Anderen Quellen zufolge sei Knut IV. an diesem Tag im Jahr 1086 gestorben.
- Traditionell werden die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt, anschließend werden die Bäume entsorgt. Vielerorts ist es inzwischen Tradition, die Bäume während eines sogenannten Knut-Festes in gemütlicher Runde bei Glühwein und Grillwurst zu verbrennen.

Wünsdorfs Feuerwehr feiert 90-jähriges Bestehen

Mit einem großen Fest, inklusive buntem Bühnenprogramm, historischer Ausstellung, zahlreichen Angeboten für Kinder  und einem Feuerwerk zum Abschluss begeht die Freiwillige Feuerwehr Wünsdorf am Sonnabend, dem 22. August 2015, ihr 90-jähriges Bestehen. Offiziell eröffnet wird das Fest um 13.30 Uhr. Hier das weitere Programm:

14.30 bis 15 Uhr:   Überraschungsprogramm der Kita
15 bis 15.30 Uhr: Einsatzvorführung der Jugendfeuerwehr
15.30 bis 15.45 Uhr: Aufführung  der Wünsdorfer Werkstätten
16 bis 16.30 Uhr : Einsatzübung der Gefahrstoffeinheit
17 bis 17.30 Uhr: Einsatzübung technische Hilfeleistung
17.30 bis 18 Uhr : Modenshow der Feuerwehr Recklinghausen
18 bis 18.30 Uhr: Einsatzübung PKW-Brand
18.30 bis 19 Uhr: Auslosung der Tombola-Hauptpreise
19.30 bis 20 Uhr: Auftritt der Tanzgruppe des Dabendorfer Karnevalklubs (DKC)
20 bis 21 Uhr: Irish Dance
20.30 bis 2 Uhr: Open Air mit DJ Ronny & DJ Robert
22.30 bis 22.45 Uhr: Feuerwerk

Bevor aber gefeiert werden kann, werden ab 9 Uhr die Stadtmeisterschaften der Feuerwehren der Stadt Zossen sowie die Kreismeisterschaften in der  Altersgruppe Ü40 in der Disziplin Löschangriff nass ausgetragen. Die Siegerehrung findet gegen 11.30 Uhr statt. Um 12 Uhr beginnt ein Frühschoppen, musikalisch begleitet vom Spielmannszug Neuseddin. Bürgermeisterin Michaela Schreiber lädt alle Bürger der Stadt und ihre Gäste herzlich nach Wünsdorf ein.

 

 

Wind erschwerte die Löscharbeiten auf ehemaligem Übungsplatz

Am Dienstag, dem 7. Juli 2015, wurden am frühen Nachmittag eine große Anzahl von Feuerwehren des Landkreises Teltow-Fläming zum wiederholten Mal zur Brandbekämpfung nach Jüterbog/ Altes Lager alarmiert. Vor Ort brannte es im Waldgebiet „Am Keilberg“ auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Altes Lager“.

Die Einsatzleitung vor Ort hatte, wie bereits schon am Sonntag, Unterstützungskräfte für die im Einsatz befindlichen Feuerwehren nachalarmiert. Aus der Stadt Zossen unterstützten die Feuerwehren Zossen und Wünsdorf mit jeweils einem Tanklöschfahrzeug den Einsatz. Auf der Anfahrt zum Einsatzort war die riesige Rauchwolke bereits aus vielen Kilometern Entfernung zu sehen. Das Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Zossen war bereits schon am Sonntag bei der Brandbekämpfung des sich auf ca. 105 Hektar ausgedehnten Waldbrandes eingesetzt gewesen. Der Waldbrand am Dienstag hatte sich, laut Pressemeldungen, auf eine Fläche von zirka 95 Hektar ausgedehnt.

Die Brandbekämpfung vor Ort konnte - bedingt durch die Munitionsbelastung der Flächen - nur von freigegebenen Wegen erfolgen und wurde zusätzlich durch den vorherrschenden Wind erschwert. Alle eingesetzten Kräfte der Feuerwehren Zossen und Wünsdorf kehrten, so die  Ortswehrführung,  nach stundenlangem Einsatz gesund in ihre Feuerwachen zurück.

Feuerwehreinsatz bei Nunsdorf

Fotos: Feuerwehr Zossen

Am Morgen des 18. Mai  sind die Feuerwehren der Stadt Zossen alarmiert worden, um einen brennenden LKW auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Nunsdorf und Märkisch Wilmersdorf zu löschen. Die Zugmaschine brannte in voller Ausdehnung, das Feuer hatte bereits auf den Sattelauflieger, der mit Möbeln beladen war, übergegriffen. Der Fahrer konnte sich selbst unverletzt in Sicherheit bringen. „Nur durch einen umfassenden Schaumangriff“, so Zossens Ortswehrführer Mathias Bleeck,  konnte das Feuer in der Zugmaschine und im Sattelauflieger bekämpft werden. Zum Ablöschen der verdeckten Brandnester war es notwendig, den Sattelauflieger unter Atemschutz von Hand zu entladen.Die Landstraße wurde für den gesamten Zeitraum der Löscharbeiten vollständig durch die Polizei gesperrt. Die Feuerwehren waren drei Stunden vor Ort tätig.

Großer Zapfenstreich für Norbert Magasch

An diesem Tag passte einfach alles: das Wetter, der musikalische Rahmen, die Stimmung, das Publikum, das Programm. Und nicht zuletzt die Geschenke zum Abschied bzw. nachträglich zu seinem 65. Geburtstag. Kein Wunder also, dass der Geehrte, Schöneiches Ortsvorsteher Norbert Magasch, am 2. Mai zwischendurch eine Träne der Rührung verdrücken musste, als das dreifache „Gut Schlauch“ über den Festplatz hallte und die Nationalhymne erklang. Der Große Zapfenstreich, der sonst nur Bundespräsidenten, -kanzlern oder -verteidigungsministern zu Teil wird, galt an diesem Samstagnachmittag ausschließlich ihm, dem aus dem aktiven Dienst scheidenden Feuerwehr-Urgestein. 50 Jahre lang diente Norbert Magasch in der Schöneicher Wehr. Am 1. April 1965 war er in deren Reihen aufgenommen worden. „Kein Aprilscherz“, betont Magasch rückblickend. Es war jene Zeit, als sein Vater Heini Magasch Ortswehrführer war. 1976  war Sohn Norbert schließlich soweit, selbst an die Spitze der Wehr zu rücken. Stolz ist er nicht zuletzt auf die Gründung einer Jugendfeuerwehr, die auf seine Initiative hin zustande kam und die er 20 Jahre lang leitete. Nun also, nach fünf Jahrzehnten, ist unwiderruflich Schluss mit dem aktiven Dienst. Norbert Magasch ist Realist: „Als 65-Jähriger ist man eben nicht mehr so fit wie vor 30 oder 40 Jahren.“  Dafür wird er nun nicht nur personell die Alters- und Ehrenabteilung stärken. Aber was wäre seine offizielle Verabschiedung ohne die musikalischen Grüße von Tambourcorps und Musikverein „Cäcilias“ aus Ostenland, einem Ortsteil der Stadt Delbrück. Seit 1991 verbindet die Feuerwehren von Ostenland in Nordrhein-Westfalen und Schöneiche eine enge Partnerschaft. Gern, so Löschzugführer Paul Bathe aus Ostenland, sei man dem schon vor Jahren geäußerten Wunsch von Norbert Magasch nachgekommen, ihn - wenn es dann soweit ist - mit einem Großen    Zapfenstreich zu verabschieden. 70 Musiker hielten Wort. Sie boten eine beeindruckende Zeremonie. Und auch Superintendentin Katharina Furian hatte es sich nicht nehmen lassen, mit ihrer Rede einen weiteren Wunsch des scheidenden Feuerwehrmannes zu erfüllen. Der Oberbrandmeister i. R. konnte sich nicht nur über eine echte, wieder „aufgemöbelte“  Tragkraftspritze TS 8 freuen, sondern kann sich nun auch Ehrenmitglied des Schöneicher Karnevalvereins nennen, dessen aktuelles Prinzenpaar ebenso auf dem Festplatz  auf der Dorfaue vor Ort war wie Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Sie hofft freilich, dass Norbert Magasch der Stadt „als gute Seele“ noch möglichst lange als Schöneicher Ortsvorsteher erhalten bleibt.

 

 

Neues Tanklöschfahrzeug für Wünsdorfer Ortswehr

Im Beisein der kompletten Zossener Stadtwehrführung, zahlreicher  Feuerwehrleute  und Besucher des 12. Zossener Stadtfestes übergab Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber  am 1. Mai im Stadtpark offiziell ein neues  Tanklöschfahrzeug an den Wünsdorfer Löschzug. Stadtwehrführer Manfred Marek und Wünsdorfs Wehrführer Silvio von Lützow bedankten sich im Namen der Kameraden. Die Bereitstellung des Fahrzeugs modernster Bauart, so hieß es während der Übergabe, sei ein erneuter Beweis dafür, dass die Stadt Zossen der materiellen Ausstattung ihrer Wehren  größte Bedeutung beimisst und das  Engagement der ehrenamtlich agierenden Feuerwehrleute entsprechend unterstützt. Allein im vergangen Jahr gab sie rund 1,76 Millionen Euro dafür aus, davon fast 840 000 Euro für Fahrzeuge, Technik, Ausstattung und Ausrüstung.

Das neue Tanklöschfahrzeug verfügt über einen Wassertank  mit einem Fassungsvermögen von 4000 Litern  und eignet sich besonders für die Bekämpfung von Waldbränden.  Dank des großen Wassertanks und der  eingebauten, an den Tank angeschlossenen Pumpe  ist ein schneller erster Löschangriff bei Brandeinsätzen möglich,  bis die Löschwasserversorgung über Hydranten oder andere Löschwasserentnahmestellen gesichert ist.

Feuerwehrnachwuchs ausgebildet

Erfolgreiche Truppmann-Ausbildung 2014 / 2015  

Kürzlich konnten  insgesamt 18 Feuerwehrmänner und -frauen der Feuerwehren Dabendorf, Nächst Neuendorf, Horstfelde, Wünsdorf, Nunsdorf, Schöneiche und Zossen ihre Truppmann-Ausbildung erfolgreich abschließen. In mehr als 80 Ausbildungsstunden wurde ihnen in den Feuerwehrgerätehäusern in Wünsdorf und Zossen von erfahrenen Kameraden das Feuerwehr-Einmaleins in Theorie und Praxis beigebracht. Organisiert und durchgeführt wurde die Ausbildung durch die Stadt Zossen, die Träger des Brandschutzes ist. Unterstützt wurde sie dabei von vielen Führungskräften und Ausbildern der beteiligten Feuerwehren. Auf dem Ausbildungslehrplan standen zahlreiche Themengebiet von Schläuche-Auswerfen und dem Erkennen von Gefahrenstellen über das Besteigen von Feuerwehrleitern und technische Hilfeleistung bis hin zum Erste-Hilfe-Training. Nahezu jedes Einsatzgerät wurde genau unter die Lupe genommen. So können die „Nachwuchskräfte“ nun im aktiven Dienst auf ein großes Grundwissen zurückgreifen. Erfahrungen und Fachwissen müssen nun noch in der Ortsfeuerwehr bei Ausbildungen und Schulungen sowie bei Einsätzen wachsen.
Die Lehrgangsteilnehmer bedankten sich nicht nur bei ihren Familien für die tolle Unterstützung, sondern auch bei den Ausbildern, die sich immer wieder Zeit genommen haben,  den Auszubildenden die Feuerwehrwelt ein Stückchen näher zu bringen. Fazit der Lehrgangsteilnehmer: „Wir hoffen, dass wir künftig zum Allgemeinwohl der Gemeinde beitragen können und dass sich auch andere Bürger – ob Erwachsene, Jugendliche oder Kinder - dazu bewegen lassen, sich der Gemeinschaft der Feuerwehr anzuschließen, denn sie  ist  für uns wie eine zweite Familie.

Stürmischer "Niklas"

Umgestürzte Bäume, lose Dachteile, abgebrochene Baumkronen – der Orkan „Niklas“, der sich besonders am 31. März auch über dem Landkreis Teltow-Fläming  austobte, hinterließ vielerorts große Schäden und hielt die Feuerwehren der Region stundenlang  in Atem. Von den elf Zossener Feuerwehren waren acht im Einsatz.  Für die 88 Kameraden gab’s kaum  Verschnaufpausen.  Meldungen wie:  Lindenbrück - Baum auf Werkstatt, Zesch am See - Baum auf Dach oder Wünsdorf - Baum gegen Haus gingen von 14.44 Uhr bis 21.45 Uhr Schlag auf Schlag ein. „Insgesamt“, so bilanziert Stadtbrandmeister Manfred Marek, „mussten wir 65 Mal ausrücken.“  Der letzte Einsatz  in der Straße der Jugend  in Zossen – hier waren mehre lose Dachziegeln  gemeldet worden – war um 22.47 Uhr beendet. Zum Glück, so Marek, wurden keine Menschen verletzt. Nicht ganz ungefährlich bei den heftigen Sturmböen war allerdings der Einsatz der Drehleiter. „Wir haben allerdings erfahrene Maschinisten, die mit der schwierigen Situation gut klar kamen“, sagt Manfred Marek. Nicht zuletzt der gekonnte Umgang mit der Kettensäge war angesichts der vielen umgestürzten Bäume und abgebrochenen Äste besonders gefragt.

Nach Angaben der Kreisverwaltung  gab es insgesamt für die Feuerwehren im Landkreis Teltow-Fläming 178 Einsätze nach dem Sturm  „Niklas“ (Stand: 1. April, 7 Uhr). Die Feuerwehrleute registrierten auf Straßen, Wegen und Gleisanlagen insgesamt 121 umgestürzte Bäume. Beschädigt wurden 19 Dächer,  fünf Autos und 21 Häuser. Außerdem gab es einen Wasserschaden, in einem Fall mussten lose Baustellenteile an einer Bahnunterführung beseitigt werden.

Vordach am EKZ in Zossen abgestürzt

Am Abend des 21. April 2015 wurde die Feuerwehr Zossen um 18.49 Uhr alarmiert. Am EKZ in der verlängerten Kirchstraße in Zossen waren Teile eines angesetzten Vordaches in einer Größe von etwa 20 Quadratmetern aus unbekannter Ursache abgestürzt. Das Vordach befand sich an der Giebelseite des eingeschossigen Geschäftsgebäudes. „Durch den Absturz der Dachteile wurde glücklicherweise niemand verletzt, lediglich die Fassade des Gebäudes sowie eine Schaufensterscheibe wurden beschädigt“, so Zossens Ortswehrführer Mathias Bleeck. Da weitere Teile des Vordaches abzustürzen drohten, wurde die Drehleiter der Feuerwehr Wünsdorf zum Einsatzort nachalarmiert. In Absprache mit der Polizei, die ebenfalls vor Ort war, und dem Hausmeister wurden die losen Teile entfernt und vor Ort abgelegt. Der Gefahrenbereich wurde weiträumig abgesperrt und die Einsatzstelle nach Beendigung der Arbeiten um 20.15 Uhr an den Hausmeister übergeben.

Die Feuerwehren Zossen und Wünsdorf waren mit insgesamt vier Einsatzfahrzeugen und 16 Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei der Polizeidirektion West war mit zwei Funkstreifenwagen und drei Beamten vor Ort.

Neuhof-Express ging in Flammen auf

Feuerwehren organisieren wieder traditionelle Osterfeuer

Die Spannung wächst. Vor allem freilich bei Stammbesuchern des inzwischen über die Neuhofer  Ortsgrenze bekannten und beliebten Osterfeuers, das traditionell am Gründonnerstag - in diesem Jahr am 2. April - hinter der Feuerwehr entzündet wird. Denn längst hat es sich herumgesprochen, dass das Neuhofer Osterfeuer etwas Besonderes ist. Da wird das Holz nicht nur ordentlich zum Haufen gestapelt, um es später in Flammen aufgehen zu lassen, nein, da entstehen seit Jahren wahre Kunstwerke aus Stämmen und Brettern. Mal spuckte eine alte Dampflokomotive Feuer, ein andermal ging ein altes Schiff in Flammen auf, was aus der Kulisse des Störtebeker-Spektakels auf der Insel Rügen hätte stammen können. Und auch eine hölzerne Nachbildung eines Mercedes-Feuerwehrautos wurde schon ein Fraß der Flammen. Was wird also in diesem Jahr dem Osterfeuer geopfert? Eine Kopie des  Eiffelturms?  Oder ein Schaufelraddampfer? Verraten wird  nichts.  Man hüllt sich in Schweigen, obwohl schon fleißig an dem diesjährigen Osterfeuer-Meisterwerk gewerkelt wird. Es kann ja jeder kommen, der will.  Und das waren in den vergangenen Jahren nicht wenige. Rainer Zurawski, dienstältester Feuerwehrmann des Ortes, hat sogar schon aus  Sperenberg eine Anfrage bekommen, ob es denn auch 2015 wieder ein so schönes Osterfeuer in Neuhof geben wird. „Eine Frau erzählte mir, dass ihr Enkel, der irgendwo in Bayern wohnt und hier zu Besuch war, schon ganz aufgeregt ist und gern wieder mit dabei sein möchte.“

Doch nicht nur in Neuhof, auch in Dabendorf, Lindenbrück, Schöneiche, Glienick, Kallinchen und anderenorts wird mit Osterfeuern (und freilich auch prozenthaltiges „Osterwasser“ der Winter endgültig vertrieben und die Sonne begrüßt. Die Tradition des Osterfeuers hat ihren Ursprung in einem heidnischen Ritual, das schon im alten Ägypten zelebriert worden sein soll- das Frühlingsfeuer. Damit, so heißt es, versuchte man, die Sonne auf die Erde zu locken und so den kalten Winter zu beenden.  Die Osterfeuer galten der Überlieferung nach aber auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit, des Wachstums und der Ernte.  Vor allem für Christen ist die  Entzündung des heiligen Osterfeuers  an Ostern ein zentrales Ereignis.  Durch Jesu Tod und Wiederauferstehung wurde für sie das Ende einer gottlosen Zeit eingeleitet. Ostern  ist bis heute das zentrale Ereignis im christlichen Glauben.

 

Termine Osterfeuer

2. April, ab18 Uhr, Schöneiche, Gelände der alten Feuerwache, Planstraße

2. April, ab18 Uhr, Glienick, hinten am Sportplatz
2. April, ab 18.30 Uhr, Neuhof, hinter der Feuerwehr
4. April, ab 18 Uhr, Dabendorf, hinter dem Dorfanger
4. April, ab 18.30 Uhr, Lindenbrück, Festwiese am Wolziger See

4. April, ab 18.30 Uhr, Kallinchen, auf dem Sportplatz

Durchschnittsalter ist gesunken

Eine erfreuliche Bilanz kann Zossens Stadtwehrführer Manfred Marek ziehen. Die Zahl der Mitglieder der Zossener Feuerwehren  ist im Jahr 2014 auf 477 gestiegen. Im Jahr 2013 waren es 442 Mitglieder. Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute ist von 254 im Jahr 2013 auf 270 im Jahr 2014 gewachsen, darunter waren 36 Frauen. Zur positiven Entwicklung zählt auch,  dass die Zahl  der Feuerwehreinsätze von 388 im Jahr 2013 auf 240 im vergangenen Jahr sank. Dennoch hatten die  Kameraden der zwei Löschzüge und neun Löschgruppen genug zu tun. Wie aus der Statistik des Sachgebiets Brandschutz, die den Stadtverordneten kürzlich vorgelegt worden ist, hervorgeht, mussten die Feuerleute in 61 Fällen ausrücken, um Brände zu löschen, darunter zwei Großbrände. Zum Vergleich: 2013  wurden 87 Brandeinsätze registriert.  Interessant ist auch dieser Fakt: Die meisten Einsätze fanden im Zeitraum zwischen 6 und 18 Uhr statt, lediglich 26mal musste die Feuerwehr in den Stunden zwischen Mitternacht und  6 Uhr morgens eingreifen. Spürbar zurückgegangen ist auch die Zahl von Hilfeleistungen. Wurden die Männer und Frauen im Jahr 2013 noch rund 300mal gerufen, waren es 179 Einsätze im Vorjahr,  davon 28 Verkehrsunfälle, 49 Sturm- und vier Wasserschäden. 15mal beseitigten die Einsatzkräfte Ölspuren, 31mal lautete die Alarmierung „Menschen in Not“.  

Der Statistik zufolge  leisteten die Kameraden der elf Zossener  Feuerwehren im Vorjahr ehrenamtlich mehr als 9300 Einsatzstunden. Hinzu kommen fast 16 000 Ausbildungs- und knapp 9000 geleistete gesellschaftliche Stunden, so dass bei jedem aktiven Feuerwehrmitglied im Vorjahr 127  Stunden zu Buche standen. Wichtig für die Einsatzbereitschaft einer Wehr  ist auch die Zahl derjenigen Kameraden, die atemschutztauglich sind. Laut Statistik waren dies von den 120 Atemschutzgeräteträgern 72,5 Prozent. Auch die Zahl der Kameraden, die auf Landes- beziehungsweise  Kreisebene ausgebildet wurden und sich weiter qualifiziert haben, ist beachtlich. So besuchten 22 Kameraden die Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt, weitere 39  waren zu Lehrgängen im feuerwehrtechnischen Zentrum in Luckenwalde und 14  Feuerwehrleute absolvierten einen Aufbaulehrgang  für den Umgang mit Regenerationsgeräten.
Besonderes Augenmerk wird nach wie vor auf die Nachwuchsarbeit gelegt.  Derzeit gibt es im Stadtgebiet acht Jugendfeuerwehren mit 134 Mitgliedern,  dazu vier sogenannte Zwergenfeuerwehren mit 54 Kindern. Die Zahl der Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung ist von 65 im Jahr 2013 auf 73 im Jahr 2014 gestiegen. Apropos Alter: Die Zossener Feuerwehr hat sich im Vorjahr verjüngt. Betrug das Durchschnittsalter der aktiven Kameraden im Jahr 2013 noch 37 Jahre, lag es im vergangenen Jahr bei 35, wobei die meisten Mitglieder zwischen 28 und 50 Jahre alt sind. In Wünsdorf gibt es die Feuerwehr mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt (32 Jahre), in Neuhof sind die Kameraden im Durchschnitt 15 Jahre älter.

Schöneiche trotzte dem Sturmtief "Elon"

Es findet statt, es findet nicht statt, es findet statt. Das diesjährige Knutfest - in vielen Orten seit Jahren nun schon aus Skandinavien geschwappte Tradition - stand in Schöneiche bis zum Schluss auf Messers Schneide. Erst sorgte ein Schreiben des Umweltministeriums für Verunsicherung, das über den Landkreis auch ans Ordnungsamt der Stadt Zossen weitergeleitet worden war und in dem auf die Abfallkompost- und Verbrennungsverordnung  hingewiesen wird. Demnach sei das Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus Haushaltungen und Gärten untersagt. Dazu zählen  normalerweise auch Weihnachtsbäume. Allerdings hieß es dazu aus dem Ministerium auch, dass es durchaus einen Ermessensspielraum gibt, dann nämlich, wenn es sich bei den Feuern um Brauchtum und Tradition handelt.  Was bei Knutfesten freilich ebenso der Fall ist wie bei Osterfeuern. Und so machte Zossens Ordnungsamt von dieser Ausnahmeregelung Gebrauch und erteilte für alle drei für den 9. Und 10. Januar im Stadtgebiet angemeldeten Knutfeste - sehr zur Freude der verantwortlichen Feuerwehren - die Genehmigung. Was niemand zu diesem Zeitpunkt ahnte:  Orkan „Elon“ zeigte sich vielerorts als  stürmischer Spielverderber. Mit heftigen Böen und schauerartigem Regen drohte er, auch in Schöneiche das Knutfest 2015 ins Wasser fallen zu lassen beziehungsweise einfach weg zu pusten. Doch Ortsvorsteher Norbert Magasch, selbst aktiver Feuerwehrmann, blieb trotz des miesen Wetters optimistisch. Und er sollte Recht behalten. Von wegen vom Winde verweht. Gegen 19 Uhr, als auf dem Gelände hinter der alten Feuerwache das Feuer loderte,  die ersten Weihnachtsbäume brannten und Würste auf dem Grill brutzelten, war von heftigen Sturmböen nichts mehr zu spüren und auch von oben blieb es trocken.
Nicht nur Ortswehrführer Jens Grothe registrierte es mit Genugtuung,  schließlich wollte niemand, dass die ganze Vorbereitung  umsonst gewesen ist. Rund 80 Bäume, die nach und nach ein gefundenes Fressen für die Flammen wurden, waren von den Kameraden im Laufe der Woche  eingesammelt worden. Ganz zu schweigen von den vielen Würstchen, Brötchen und Getränken, die im Vorfeld eingekauft worden waren.  Die vielen  Schöneicher jedenfalls, die nach und nach den Weg zum Knutfest  fanden, nachdem sie sich versichert hatten, dass es weder stürmt noch regnet, gaben sich wenig überrascht von dem Wetterglück der Organisatoren:  „Wenn Schöneiche  feiert, ist immer gutes Wetter“, hieß es.  Und tatsächlich hielt der harte Kern der Knutfest-Gemeinde bis gegen Mitternacht aus und es wurden laut Feuerwehrchef alles in allem rund 100 Grillwürste an den Mann beziehungsweise Frau gebracht.
Einen Tag später hatten die Dabendorfer und Schünower Feuerwehrleute weniger Glück. Auch sie waren bestens für die angekündigten Knutfeste vorbereitet, mussten diese allerdings aus Sicherheitsgründen schweren Herzens abblasen, wie die  jeweiligen Wehrführer Ralf Rupprecht beziehungsweise Christian Lünse am Abend bestätigten.  Zwar hatte sich Orkan „Elon“ inzwischen längst aus dem Staub gemacht, doch mit „Felix“  war ein weiteres Sturmtief nicht weniger gefährlich als sein Vorgänger übers Land gebraust.

Hintergrund

- In großen Teilen des Christentums dauert die Weihnachtszeit dreizehn Tage. Sie beginnt am  1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) und endet mit dem Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar.  Anders in Schweden, Norwegen und Finnland. Dort dauert die Weihnachtszeit ganze zwanzig Tage und endet erst am 13. Januar.
- An diesem Tag wird in diesen Ländern der St.-Knut-Tag begangen. Er ist benannt nach Knut IV., dem Heiligen, König von Dänemark. Es wird behauptet, dass König Knut IV. die Anordnung gegeben hat, die Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern und dass der Tag deshalb so genannt wird. Anderen Quellen zufolge sei Knut IV. an diesem Tag im Jahr 1086 gestorben.

- An diesem Tag werden traditionell die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt, anschließend werden die Bäume entsorgt. Vielerorts ist es inzwischen Tradition, die Bäume während eines sogenannten Knutfestes in gemütlicher Runde bei Glühwein und Grillwurst zu verbrennen.

 

 

 

940 Jahre in der Feuerwehr gedient

Im Bürgerhaus Wünsdorf fand kürzlich die feierliche Auszeichnungsveranstaltung anlässlich der Verleihung der Medaille für  treue Dienste in der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zossen statt.  Der Minister des Innern des Landes Brandenburg würdigt damit die jahre- beziehungsweise jahrzehntelange Pflichterfüllung der Männer und Frauen in ihren blauen Uniformen. Wie Stefan Kricke, Zossens stellvertretender Stadtwehrführer, in seiner Rede betonte,  haben die 36 an diesem Abend geehrten Feuerwehrmänner und -frauen zusammen 940 Jahre treu und pflichtbewusst in den Reihen der Feuerwehr gedient. Dafür gab’s Gold, Silber, Bronze oder Kupfer. Allein Löschmeister Franz Jochen aus Schöneiche und Oberlöschmeister Hans Hoffmann aus Horstfelde haben  je 60 Jahre ihres Lebens  in der  Feuerwehr gedient und erhielten dafür die Medaille für treue Dienste in der Sonderstufe Gold „60 Jahre“. Zusammen 100 Jahre dienten Oberfeuerwehrmann Günter Broße aus Schöneiche und Oberlöschmeister Klaus Njammasch aus Neuhof. „Ihnen wie all den anderen geehrten und aktiven Kameraden gebührt der Dank der Stadt Zossen“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Wie sie sagte,  wüssten viele Bürger gar nicht, wie viel Zeit und Engagement die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit in die Feuerwehrarbeit investieren. Sie dankte nicht nur den Mitgliedern der Feuerwehr, sondern auch deren Angehörigen, die oft viel Verständnis aufbringen müssen, wenn ihr Partner oder wenn der Papa wieder zu einem Einsatz gerufen wird. Michaela Schreiber hob hervor, dass die Kameraden und Kameradinnen für ihre treuen Dienste nicht nur die Anerkennung der Verwaltung, sondern aller Bürger verdienen. „Bleiben Sie noch lange dabei, wir brauchen Sie“,  ermunterte sie die Anwesenden. In gemütlicher Runde klang die Auszeichnungsveranstaltung im Bürgerhaus aus.

Die Namen aller geehrten Feuerwehrleute finden Sie im Stadtblatt, Novemberausgabe 2014, auf den Seiten 6/7. 

 

 

 

Ein tadelloser Ruf war Voraussetzung

Foto aus dem Jahr 1909
Angetreten zum Dienst.
Klares Bekenntnis.

Die alte Dienstordnung.
Voller Einsatz.

 

"Jeder Kamerad“, so steht es in der Dienstordnung der Freiwilligen Feuerwehr zu Zossen aus dem Jahr 1910, „hat sich für allen Dienst in Bereitschaft zu halten, sowohl im Ernst als wie im Uebungsfalle“. Eine Kopie dieser Vorschrift, die unter anderem auch aussagt, dass die gesamte Ausrüstung  „immer in gutem Zustande und zur sofortigen Benutzung“ bereit  sein muss, hängt in der Zossener Feuerwache, in der sich immer montags die Kameraden des Löschzugs Zossen um Ortswehrführer Mathias Bleeck  zu ihren thematischen Dienst- und Ausbildungsabenden treffen. Mit dabei auch Stadtwehrführer Manfred Marek, der  am 1. März 1977  der  Zossener Wehr beigetreten und  diese von 1996 bis 2004 führte.

Nahezu „heimlich, still und leise“ beging die Feuerwehr Zossen nun  in diesem Jahr ihren 130. Geburtstag. Anders noch als vor 20 Jahren, als das damalige Jubiläum - 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zossen - drei Tage lang mit Festsitzung und -umzug, mit Platzkonzert und Fackelzug, mit Tanz   und Wettkämpfen gefeiert wurde, wollte man es in diesem Jahr etwas ruhiger angehen lassen. Gelegenheit also für einen kurzen Rückblick auf die Anfänge der Zossener Wehr und ihre Entwicklung.

39 Männer waren es, die sich 1883 auf einen Aufruf in dem damals wöchentlich einmal erscheinenden „Zossener Stadt- und Landboten“  gemeldet hatten. Alle mussten mindestens 18 Jahre alt sein, durften nicht „wegen entehrender Vergehen“  bestraft sein und mussten sich  „eines tadellosen Rufes“ erfreuen. Sie trafen sich noch im Dezember des gleichen Jahres, um ein Komitee zu gründen, das die Statuten ausarbeiten sollte. In der ersten Stadtverordnetenversammlung des Jahres 1884 - so ist der Chronik zu entnehmen -  beschäftigten sich die Stadtverordneten mit der Gründung der Wehr und bewilligten 300 Mark zu deren Ausrüstung. Zum Vergleich: Bereits 90 Jahre später, im Jahr 1974, standen der Wehr nicht nur  mehrere Löschfahrzeuge, sondern auch Werkzeuge und Ausrüstungsgeräte im Wert von mehr als 300 000 Mark zur Verfügung, ganz zu schweigen vom Wert der heutigen Technik, die in der Zossener Feuerwache ihr Domizil hat.

Nur wenige Tage nach dem im Jahr 1884 eine Generalversammlung die Statuten angenommen hatte, konnte sich die neu gebildete freiwillige Feuerwehr bereits bei der Bekämpfung eines Großfeuers in den Weinbergen bewähren. Ein Gehöft und zwei Scheunen wurden am 29. Juni 1884 Opfer der Flammen. Erster Wehrleiter war der Maurermeister Georg Refeldt.

Wie wichtig die Gründung einer Feuerwehr zu jener Zeit war, lässt sich aus der Geschichte ableiten. Mehrfach fiel Zossen in den vergangenen Jahrhunderten Feuerbrünsten zum Opfer, so zum Beispiel  am 17. April 1588, als ein Feuer 75 Häuser vernichtete. 1637 - während des Dreißigjährigen Kriegs -  wurde Zossen von den Kaiserlichen abgebrannt, 1671 ist die Stadt erneut durch einen Brand in  Asche gelegt worden. Später wurden hohe Strafen für diejenigen angeordnet, „die nicht, wenn sie Feuer gewahr wurden, sofort öffentlichen Lärm machten und bei den Nachbarn um Hilfe riefen“.  Die erste vom König angeordnete Feuerordnung trat in Zossen 1776 in Kraft. So war das öffentliche Rauchen auf den Straßen nur mit Pfeife gestattet, die einen Deckel haben musste. Wer dagegen verstieß, musste entweder 24 Stunden ins Gefängnis oder zwei Taler zahlen. Auch in den Jahren nach der Gründung der Feuerwehr blieb die Stadt von Bränden nicht verschont. Am 5. Juli 1905 schlug ein  Blitz in den Dachstuhl des Postgebäudes auf dem Marktplatz ein und verursachte einen Brand. Daraufhin wurde ein Jahr später eine 18 Meter hohe mechanische Schiebeleiter für 2800 Mark gekauft, die den Feuerwehrleuten noch bis 1969 gute Dienste leistete.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 löste sich die Feuerwehr Zossen zunächst auf, wurde aber schon ein Jahr später neu ins Leben gerufen. Sie zählte damals 33 Kameraden und sechs Kameradinnen. Wehrleiter wurde Kurt Schulze, der diese Funktion bis 1961 ausübte.   Auch in den Jahren danach gab es jede Menge zu tun für die Zossener Wehr. Ob bei Stall- und Schuppenbrände, Wald- und Dachstuhlbränden, Katastropheneinsätzen, um Sturmschäden  zu beseitigen, oder  wie 1972, als ein Personenzug in Brand geraten war – stets bewiesen die Kameraden, dass sie in der Lage sind, Brände schnell und wirksam zu bekämpfen. Das Aufgabenspektrum ist mit den Jahren immer umfangreicher geworden. Für 1986 beispielsweise spricht die Chronik von 23 Bränden und 22 Hilfeleistungen, darunter die Beseitigung von Sturmschäden,  ein Einsatz bei einem Zugunglück in Sperenberg, ein anderer bei einem Hubschrauberabsturz in Sperenberg sowie mehrere Leichenbergungen.
In der Feuerwache selbst erinnern zahlreiche historische Fotos, Pokale, Urkunden, Plaketten und Gastgeschenke zu früheren Jubiläen an die nunmehr 130-jährige Geschichte der Zossener Wehr. Zu den ältesten Kameraden zählen der 82-jährige Herbert Chodura und der 77-jährige Siegfried Becker, beide selbst ehemalige  Wehrleiter. Beide haben mehrere Jahrzehnte Zossener Feuerwehrgeschichte mitgeschrieben und so manchen heiklen Einsatz erlebt. „Happig war eigentlich alles“, sagt Siegried Becker, gefragt nach spektakulären  Erlebnissen. So erinnert er sich unter anderem noch gut an das Hochwasser in Glienick Mitte der 1950er Jahre. Über manche Einsätze, die ihm menschlich besonders nah gingen, redet er nicht so gern.  Sowohl Becker wie auch Chodura haben es nie bereut, einen Großteil ihrer Lebenszeit in den Dienst der Feuerwehr gestellt zu haben. „Warum auch?“, sagt Siegfried Becker. Er würde es immer wieder tun. Einig sind sich allerdings alle, dass es ohne das Verständnis der Frauen oder  Freundinnen, ohne deren Unterstützung nicht geht. Das gilt sowohl für die Vertreter der älteren Generation, wie auch für die jüngeren Feuerwehrleute. Nichts verloren von seiner Aktualität hat  übrigens auch Punkt 1 der  alten Dienstordnung aus dem Jahr 1910: „Der Feuerwehrmann“, so ist da zu lesen, „soll sich einer geregelten und nüchternen Lebensweise befleissigen. Angetrunkene werden von der Brandstelle resp. Uebungsplatz entfernt.“ Was jedoch nicht  ausschließt, dass man in gemütlicher Runde - wie jüngst geschehen -  auf ein Jubiläum wie das 130-jährige Bestehen der eigenen Feuerwehr anstoßen kann. Verdient haben es sich die Kameraden allemal.

 

 

 

Übrigens . . .

 

. . .  gab es bereits 1778 für die Männer mit der ersten Spritze, die an einem Brandherd eintraf  zur Belohnung zehn Taler.
. . . wurde im Jahr 1842 eine neue Spritze gebraucht. Diese wurde vom Kupferschmiedemeister Perenz gefertigt. Sie hatte einen sieben Linien starken, 100 Fuß weiten und 90 Fuß hohen Wasserstrahl.

. . . fand die erste Ausbildung für die Kameraden der neuen Wehr an einem Sonntag, dem 21. September 1884, statt.  Bereits einen Tag später hatte sie ihre Feuertaufe zu bestehen. Es brannte auf dem Hausboden des Glasermeisters Karas.

. . .  brannte am 21. Juli 1912 die Windmühle Koch.
. . . feierte die Zossener Wehr am 5. und 6. Mai 1934 ihr 50-jähriges Bestehen.

. . . wurde die Wehr am 31. Januar 1954 bei 28 Grad minus zu einem Dachstuhlbrand in die Fischerstraße gerufen.
. . .  ist am 14. September 1962  mit 27 Pionieren eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ gegründet worden.

. . . sind im Jahr 1980 518 Brandschutzkontrollen durchgeführt worden.

. . . konnte die Wehr 1985 den Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ zum dritten Mal erfolgreich verteidigen.

. . . erschien 1994 anlässlich des 110-jährigen Bestehens der FFw Zossen eine Chronik, an der derzeit weitergearbeitet wird.

. . .  musste die Feuerwehr Zossen im August 2014 zu zwei Bränden und 21 technischen Hilfsleistungen ausrücken.

Schornsteinbrand in Kallinchen

Die Feuerwehr Zossen wurde am Mittwoch, dem 1. Oktober, um 7.25 Uhr zu einem Schornsteinbrand in der Kallinchener Seestraße gerufen. Um 7.44 Uhr wurde das Einsatzstichwort auf „Brand  Einfamilienhaus,  Brand in kompletter Ausdehnung“ erhöht. Die Feuerwehr war mit  sechs  Ortsfeuerwehren und 46 Einsatzkräften vor Ort. Aufgrund der Bauweise des Hauses hatte sich das Feuer vom Schornstein in das Dämmmaterial der Außenwand und den Dachbereich ausgebreitet. Um das Feuer zu löschen, mussten die betroffenen Außenwände mit der Rettungssäge geöffnet werden. Einsatzleiter war Stadtbrandmeister Manfred Marek. Der Einsatz konnte um 12.25 Uhr erfolgreich beendet werden.

 

Tolle Platzierung für Wünsdorfer Feuerwehrnachwuchs

Kompliment für den Wünsdorfer Feuerwehrnachwuchs. Zwar reichte es am  Ende bei den Landesmeisterschaften der Jugendfeuerwehren  in Ludwigsfelde nicht für einen Podestplatz, doch mit einem 7. Platz bei den Jungen und einem 8. Platz bei den Mädchen waren nicht nur Jugendwartin Mandy Heidemann und Wettkampfexperte Marcel Schulze mehr als zufrieden. Auch Wünsdorfs Ortswehrführer Silvio von Lützow war voll des Lobes über das Ergebnis der zehn- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen. „Hut ab vor dieser Leistung. Sie können sehr stolz  auf diesen Wettkampf sein“, sagt von Lützow. Nicht zuletzt, weil die Jungen über sich hinaus wuchsen und in allen drei Disziplinen – Löschangriff Nass, Gruppenstafette sowie  5 x 80  Meter Feuerwehrstafette  persönliche Bestleitungen erzielten. Dafür hatte der Wünsdorfer Feuerwehrnachwuchs in den Sommerferien auch hart und fleißig trainiert. „Dreimal in der Woche bis zu je drei Stunden“, erzählt Mandy Heidemann. Ihr imponiert vor allem die Moral der jungen Feuerwehrleute. Selbst als es mal nicht so lief und es in einem Lauf zur Disqualifikation kam, war die Stimmung super. Da seien die Jungs eben hoch motiviert in den zweiten, entscheidenden Lauf gegangen, so die 35-Jährige, die selbst einmal in der Jugendfeuerwehr begann. Wie Mandy Heidemann betont, fand sie es toll, dass so viele Eltern und  Kameraden die jungen Feuerwehrleute  im Ludwigsfelder Waldstadion anfeuerten. Insgesamt waren am 20. und 21. September 540 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 18 Jahren am Start. Ihre Wettkämpfe waren von  rund 60 Kampfrichtern auf Einhaltung der Regeln  beobachtet worden.

 

Spannende Stadtmeisterschaft 2014 im Löschangriff Nass

Das war knapp. Alle hatten sich während des Wettkampfes am Sonnabend, dem 13. September, auf den Auftritt der Wünsdorfer Kameraden konzentriert. Diese hatten die Möglichkeit, mit einem Sieg erneut Stadtmeister im Löschangriff Nass zu werden und damit den Wanderpokal endgültig nach Wünsdorf zu holen. Denn bereits viermal hatten die Wünsdorfer  den Pokal gewonnen. Bei einem fünften Sieg wäre der Pokal in ihren Besitz übergegangen. Alles sah auch gut aus. Die Zeit von 39,87  Sekunden konnte sich sehen lassen. Doch da waren noch die Neuhofer, die den Wünsdorfern den Sieg und damit auch den Pokal vor der Nase wegschnappten. Mit der Superzeit von 37,32 Sekunden wurden die Kameraden um Ortswehrführer Axel Späthe Gewinner der Stadtmeisterschaften 2014 im Löschangriff Nass, die diesmal von den Feuerwehren Nunsdorf und Schünow auf dem Gelände in Wünsdorf ausgerichtet worden sind. Da auch die Ortswehr Neuhof den Pokal in der Vergangenheit  bereits viermal erobert hatte, kann diese das gute Stück nun für immer in die Vitrine stellen. Den dritten Platz belegten die Schünower mit einer Zeit von 40,12 Sekunden, knapp vor Zossen, deren eigentliche Wettkampfmannschaft nicht am Start war. Desto höher einzuschätzen ist der vierte Platz des kaum eingespielten Teams mit der guten Zeit von 40,80 Sekunden. Insgesamt waren bei den Erwachsenen elf Mannschaften am Start.

Was den Wünsdorfer Männern nicht gelang, schaffte der Wünsdorfer Nachwuchs. Die Kindermannschaft Wünsdorf II gewann deutlich vor Wünsdorf I. Acht Kinder-beziehungsweise Jugendmannschaften waren angetreten, um am 13. September  ihre Besten im Löschangriff Nass zu ermitteln.

Auch Bürgermeisterin Michaela Schreiber hatte die spannenden Wettkämpfe aufmerksam verfolgt. Diese, da waren sich alle einig, hätten noch mehr Zuschauer verdient. Dabei wäre es eine gute Gelegenheit für die Bürger gewesen, bei einer solchen öffentlichen Veranstaltung wie es die Stadtmeisterschaft ist, den Kameraden eine gewisse Wertschätzung  für deren ehrenamtliche, sehr zeitaufwendige und aufopferungsvolle Arbeit entgegenzubringen. Schließlich erwarten sie in Notsituationen, schnelle und kompetente Hilfe mit bestmöglich ausgebildeten Kameraden und Technik  zu erhalten.