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Feuerwehrleute für langjährige treue Dienste geehrt

Insgesamt 23 Feuerwehrmänner und  -frauen sind auf einer  Auszeichnungsveranstaltung der Stadt Zossen  im Bürgerhaus Wünsdorf mit der Medaille für treue Dienste im Feuerwehrdienst geehrt worden. Die Medaille wird vom Minister des Innern des Landes Brandenburg, Karl-Heinz Schröter, verliehen und wurde von Zossen Bürgermeisterin Michaela Schreiber zusammen mit der  Stadtwehrführung, Stefan Kricke und Jens Grothe, überreicht.

In der Sonderstufe Gold (60 Jahre) wurden ausgezeichnet: Unterbrandmeister Hermann Tietz von der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf, Löschmeister Harri Majsnerowski von der Freiwilligen Feuerwehr Kallinchen und Hauptfeuerwehrmann Kurt Gerschewski von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche.

In Anerkennung  50-jähriger Pflichterfüllung in der Freiwilligen Feuerwehr wurden mit der Medaille für treue Dienste in der Sonderstufe Gold (50 Jahre) ausgezeichnet: Erste Hauptlöschmeisterin Brigitta Langner  von der Freiwilligen Feuerwehr  Wünsdorf, Erster Hauptlöschmeister Bernd Kricke von der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf  und Löschmeister Ulrich Wolter von der Freiwilligen Feuerwehr Kallinchen.

Die Medaille für treue Dienste in Gold (40 Jahre) erhielten: Hauptlöschmeister Karsten Piechatzeck von der Freiwilligen Feuerwehr Zossen  und Löschmeister Henry Kniesigk von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche.

Mit der Medaille für treue Dienste in Silber (30 Jahre) wurden geehrt: Erster Hauptlöschmeister  Rainer Gebuhr von der Freiwilligen Feuerwehr Zossen, Erster Hauptlöschmeister Lutz Kluke von der Freiwilligen Feuerwehr Glienick, Hauptlöschmeister Torsten Grüneberg von der Freiwilligen Feuerwehr Schünow, Oberlöschmeister Heiko Nörenberg von der Freiwilligen Feuerwehr Horstfelde, Oberlöschmeister Dietmar John von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche, Oberlöschmeister Jens Wandtke von der Freiwilligen Feuerwehr Schöneiche, Oberlöschmeister Uwe Dreke von der Freiwilligen Feuerwehr Glienick und Löschmeister Falko Bich von der Freiwilligen Feuerwehr Schünow.

In Anerkennung 20-jähriger Pflichterfüllung  in der Freiwilligen Feuerwehr erhielt die Medaille für treue Dienste in Bronze (20 Jahre): Erster Hauptlöschmeister Kay Pollmüller von der Freiwilligen Feuerwehr Glienick.

Mit der Medaille für treue Dienste in Kupfer (10 Jahre) wurden ausgezeichnet: Brandmeister Steven Harmsen von der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf, Brandmeister Andreas Eger von der Freiwilligen Feuerwehr Nunsdorf, Löschmeisterin Sarina Stellmacher von der Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf, Feuerwehrmann Tobias Culmsee von der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf, Feuerwehrmann Fabio Schumann von der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf und Feuerwehrmann Thomas Wiedemann von der Freiwilligen Feuerwehr Kallinchen.

 

Mitmachen plus lecker Essen gleich lustiger Abend

Comedy-Duo „Söhne Mama’s“  bescherte Feuerwehrleuten eine gelungene Überraschung

Eine besondere Überraschung wartete auf die Gäste der Feuerwehrauszeichnungsveranstaltung am 18. November 2016 in Wünsdorf. Und - um es vorweg zu nehmen – sie  ist prima gelungen, denn die Stadtverwaltung hatte sich etwas Besonders einfallen lassen. Statt wie bisher nach der Ehrung der verdienten Feuerwehrleute am reichhaltigen Buffet anzustehen, erlebten die Anwesenden eine ebenso lustige wie spannende Kriminalkomödie ohne Vorhang und Bühne, in deren „Ermittlungspausen“ es ein professionell angerichtetes und serviertes 3-Gänge-Menü gab. Diese Art Erlebnisgastronomie kam sehr gut an. Gäste, die von den beiden Söhnen Mama’s - so der Name des spiellustigen Duos  - selbst zu Akteuren des Stücks gemacht wurden, gingen in ihren zugedachten Rollen auf – ob als Besitzerin eines Rotlicht-Etablissements, als Bürgermeister der Gemeinde Oberlöschwitz, als Chef der Stadtwerke oder aber als Zeugin. Und die anderen durften immer wieder mal die Feuerwehrhymne singen oder aber einen Trinkspruch in den Saal rufen.

An dem kulturellen Rahmen  habe sie schon seit drei Jahren gearbeitet, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Nun hatte sie die Idee Wirklichkeit werden lassen.  „Der Feuerwehrball“, so der Titel,  der nicht hätte besser passen können zu diesem Abend, ist die nunmehr fünfte Krimi-Komödie aus der Feder von Manfred Clausner und Ullrich Zwintscher aus Chemnitz. Beide sind Hauptdarsteller, schlüpften im Laufe des Abends in verschiedene Rollen, ob als Wehrleiter Windisch, Walli Zecher, Kommissar  Schimpanski oder – unschwer zu erkennen - als Stargast Udo Lindenberg. Nach rund 3,5 Stunden ist der Mörder ermittelt – dank der Hilfe aus dem Publikum. Und es war diesmal nicht der Gärtner. Fazit des Krimi-Dinners:  Mitmachen plus lecker Essen gleich lustiger Abend.

Feuerwehrdienst ist eine bewusst getroffene Entscheidung

Bürgermeisterin Schreiber sprach den Geehrten ihren aufrichtigen Dank aus

Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber erinnerte in ihrer Begrüßungsrede  auf der Auszeichnungsveranstaltung für verdiente Feuerwehrleute im Bürgerhaus Wünsdorf an die Anfänge dieser Veranstaltung.  Als sie als Bürgermeisterin angefangen habe, sei sie zu den Jahreshauptversammlungen einiger Feuerwehren eingeladen worden und habe erlebt, wie dort einige Kameraden eine Urkunde und eine Medaille erhielten – für treue Dienste, wie es hieß. „So richtig anfangen konnte ich mit dieser Formulierung damals nichts. Und es war zwar ein würdiger Rahmen, aber doch ein sehr kleiner“, so Michaela Schreiber. Und so reifte mit der Zeit im Rathaus  die Überlegung, die Auszeichnung nicht mehr in jeder Wehr einzeln vorzunehmen, sondern auf einer gemeinsamen Veranstaltung, mit allem Drum und Dran. Schließlich sei man ja jetzt eine Stadt. Gesagt, getan. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt und inzwischen ist die große Auszeichnungsveranstaltung zu einer guten Tradition geworden.
Wie Bürgermeisterin Schreiber betonte, verbinde sie heute mit der Formulierung  „Für treue Dienste“ vor allem das Wort Dienst.  Dabei gehe es nicht darum, dass jemand einem Hobby nachgeht oder einer Arbeit, mit der er sein Einkommen finanziert. Es gehe um einen Dienst, den man für andere erbringt – für die Gesellschaft im Allgemeinen, für die Stadt als Träger des Brandschutzes und für alle Bürger in der Kommune, in der man lebt. „Und das, was man macht“, so die Bürgermeisterin, „ist auch kein Gefallen, den man jemandem tut, und auch keine Zufälligkeit, die sich gerade eben so ergeben hat, weil man da war. Es ist ein Dienst – eine bewusst getroffene und ernsthafte Entscheidung, etwas für andere zu tun und dies verantwortungsvoll, gewissenhaft und fachlich sorgfältig zu erledigen.“

Bürgermeisterin Schreiber sprach allen, die für diesen Tag zur Entgegennahme der Auszeichnung für treue Dienste - ob 60 oder 10 Jahre - eingeladen wurden, ihren aufrichtigen Dank aus. Das Wort „treu“, so sagte sie, bedeute, zu diesem Dienst zu stehen, nicht nur kurz anzufangen und dann wieder  aufzuhören, weil es vielleicht schwierig wird.  Treu bedeute auch, so Schreiber, standhaft zu sein, sich weiterzuentwickeln, zu kämpfen und viel Zeit aufzubringen,  um sich den ständig wechselnden Anforderungen zu stellen, neue Technik und vor allem Techniken zu erlernen. „Diesen Dienst in der Feuerwehr treu zu leisten, heißt auch, über viele Jahre offen für das Lernen zu bleiben und trotz vieler neuer Herausforderungen nicht aufzugeben“, sagte Michaela Schreiber. All jenen, die die Auszeichnung für ihren 10- bzw. 20-jährigen treuen Dienst erhalten, gab sie mit auf den Weg, dass diese Ehrung zugleich auch Ansporn und Aufforderung sei, der Feuerwehr auch weiterhin die Treue zu halten und viele Jahre ihren Dienst zu tun.  „All denjenigen mit einer schon etwas höheren Zahl auf der Urkunde möchte ich mit auf den Weg geben, dass auch außerhalb des aktiven Dienstes noch jede Menge Platz für einen ‚Dienst‘ in der Feuerwehr ist, oft als moralische Stütze und Schulter zum Anlehnen für die ‚Jungen‘.“  All diejenigen, die an diesem Tag keine Urkunde erhielten, seien dennoch eingeladen worden, weil ihr Dienst auch ohne eine runde Zahl für auszeichnungs- und dankenswürdig erachtet werde.

Viel Zeit für den Dienst am Nächsten

Der Feuerwehr so lange die Treue zu halten, ist keine Selbstverständlichkeit

Als Menschen, die bereit sind, sogar ihre eigenen Gesundheit zu riskieren, um andere zu retten oder Schaden von ihnen abzuwenden, hat Zossens Stadtwehrführer Stefan Kricke in seiner Rede auf der Auszeichnungsveranstaltung am 18. November 2016 in Wünsdorf die Feuerwehrleute bezeichnet und dazu den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker zitiert. Der hatte die Feuerwehr vor Jahren als die „früheste, lebendigste und mutigste Bürgerinitiative“ charakterisiert.  „Feuerwehrleute sind freie Menschen, die sich in einer feste Struktur einordnen, die ohne Wenn und Aber Regeln und Anweisungen akzeptieren und die einen Großteil ihrer Zeit dem Dienst am Nächsten opfern“, so Stefan Kricke. Allerdings verwies er auch darauf, dass sie  sich nicht selten von denen, die sich selbst um gar nichts kümmern, auch noch Kritik anhören müssen.  Mal, weil sie angeblich nicht schnell genug am Einsatzort sind, mal, weil sie - um schnell vor Ort zu sein - zügiger fahren, was ihnen als Raserei ausgelegt werde.  Brenne ein Gebäude trotz allem ab, heißt es von den Nörglern: Die Feuerwehr tauge nichts. Schaffe sie es aber, das Feuer in kurzer Zeit in den Griff zu kriegen, würden manche behaupten, das sei doch gar kein richtiges Feuer gewesen. Und brauche man zum Löschen viel Wasser, seien die Schaulustigen  sofort der Meinung, die Wehr richte mit dem Wasser ja noch mehr Schaden an. . . Stefan Kricke weiter:  „Wer sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzt, egal, in welchem Bereich, muss sich ein dickes Fell zulegen. Denn Kritiker sind immer schnell zur Stelle. Anerkennung und Lob dagegen sind rar gesät.“  An diesem Tag wolle man das ändern und deshalb Mitglieder ehren, die sich teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten ehrenamtlich für die Feuerwehr einsetzen, die sehr viel Zeit opfern und für andere ihre Gesundheit, ja sogar ihr Leben aufs Spiel setzen oder gesetzt haben.  Manche von den Kameradinnen und Kameraden, die geehrt werden, sind inzwischen Teil der Alters- und Ehrenabteilung  und nehmen an Einsätzen nicht mehr teil, haben allerdings viele Jahre in der aktiven Wehr verbracht. Sie alle haben Vorbildliches geleistet. „So lange der Feuerwehr  die Treue zu halten,  ist fürwahr keine Selbstverständlichkeit“, betonte  Stefan Kricke. Er freue sich „auf möglichst viele weitere Jahre mit Euch in unserer Feuerwehr“.

Überraschungsfahrt nach Ludwigsfelde

Ein „Überraschungsausflug“ stand für die Kinderfeuerwehr Nächst Neuendorf am 4. November 2016 auf dem Dienstplan. Wie Franziska Kabsch - sie ist Kinderwartin in Nächst Neuendorf mitteilt - fuhren die kleinen Feuerwehrleute  an diesem Tag mit einer Einsatzsstärke von zehn Kindern nach Ludwigsfelde zur dortigen Freiwilligen Feuerwehr. Die Kinderaugen glänzten gleich schon bei der Ankunft, denn die Ludwigsfelder hatten einige ihrer imposanten Fahrzeuge im Freien positioniert.  Die Überraschung war  also gelungen. „Von den Kameraden der Ludwigsfelder Feuerwehr wurden wir herzlich in Empfang genommen“, so Franziska Kabsch. „Sie führten uns durch die Wache und zeigten uns ihre Einsatztechnik.“  Begeistert  seien die Kinder von den Dimensionen einiger Fahrzeuge gewesen. So erfuhren sie unter anderem, dass der TLF 4000 ungefähr 4700 Liter Wasser in seinem Tank hat. Bei der Besichtigung des großen Fuhrparks lernten die Kinder nicht nur die Bandbreite moderner Feuerwehrwehrtechnik  kennen, sondern erfuhren außerdem, dass die Ludwigsfelder Feuerwehr auch extra ein Kommandowagen für ihren „Chef“ hat.  Die Antwort auf die Frage, wie es den Kindern denn gefallen habe, fiel laut und deutlich aus: Super! Doch da auch der schönste Ausflug sein Ende hat, ging es nach zirka zwei Stunden wieder zurück nach Nächst Neuendorf. Auf der Rückfahrt gab es nur ein Thema: die vielen Feuerwehrfahrzeuge.  „Wir möchten uns nochmal bei den  Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigsfelde bedanken, die uns diesen Ausflug ermöglichten", so Franziska Kabsch.

Waldbrandübung der Ortsfeuerwehren am 1. Oktober 2016 in Horstfelde

Das Löschwasser wurde zum Teil aus dem Kiessee zum Brandherd gepumpt.

Auch wenn an diesem ersten Oktobertag des Jahres keine Wasserskisportler auf, geschweige denn Badegäste im Horstfelder Kiessee zu sehen sind, herrscht ungewohnte Betriebsamkeit auf dem Areal. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge fahren vor, Feuerwehrleute positionieren sich am Ufer des Sees und  sind dabei, mit Hilfe einer Pumpe und  etlichen Schläuchen so schnell wie möglich eine stabile Wasserversorgung in das benachbarte Waldgrundstück herzustellen. Dort steigt dicker dunkler Qualm gen Himmel. Der Wald brennt. Für den Fall, dass irgendwo unterwegs ein Schlauch platzt, wird vorsichtshalber parallel eine zweite Leitung verlegt, die nach 15 Minuten steht. Eine entscheidende Lehre aus der Übung im Vorjahr. Und so werden an diesem Tag Schläuche in einer Länge von insgesamt zwei Kilometern benötigt.

Um 9.07 Uhr war  der Alarm ausgelöst worden, wenig später treffen die ersten Feuerwehren aus Horstfelde, Glienick, Nächst Neundorf und Dabendorf ein. Glienicks Ortswehrführer Dirk van de Renne übernimmt die Einsatzleitung. Es gilt für ihn, das Vorgehen von 70 Kameraden und den Einsatz von 15 Fahrzeugen zu koordinieren, nachdem weitere Feuerwehren angerückt sind, um den ausgebrochenen Waldbrand  von mehreren Seiten zu bekämpfen. Denn es besteht die Gefahr, dass aufgrund des angenommenen starken Windes die Flammen wie eine Feuerwalze auf ein benachbartes Kiefernstück übergreifen. Wie gefährlich das sein kann, hat Stadtwehrführer Stefan Kricke vor Jahren selbst bei einem Einsatz erlebt. Diesmal fungiert er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Jens Grothe, dem Stadtfunkwart Steve Sawitzky und dem stellvertretenden Baruther Stadtbrandmeister Marcel Jezierski als Schiedsrichter. Auch wenn sich das Szenario für die Übung - sommerliche Temperaturen um 28 Grad, dazu ein leicht böiger Wind -  stark von den realen Bedingungen - kühl, leichter Nieselregen, nahezu windstill -  unterscheidet, gilt es, so schnell wie möglich, die Wasserversorgung zu gewährleisten, damit mit entsprechendem Druck gegen das fiktiv um sich greifende  Feuer vorgegangen werden kann. Neben dem Wasser aus dem Kiessee steht den Feuerwehrleuten auch Wasser aus einem Brunnen in der Horstfelder Siedlung zur Verfügung.

Um 12.13 Uhr schließlich heißt es: Waldbrand gelöscht. Die Übung ist beendet. Leckere Erbensuppe aus Nächst Neuendorf wartet auf alle Beteiligten. Fazit: Alles, was 2015 noch nicht geklappt hatte, wurde in diesem Jahr  optimal gelöst.  

Seifenkistenrennen am 24. September 2016 in Nächst Neuendorf

Ein kleiner Hauch von Formel I-Atmosphäre herrschte am 24. September  2016 beim Seifenkistenrennen der Jugend- und Zwergenfeuerwehren der Stadt Zossen in Nächst Neuendorf. Sieben fahrtüchtige Seifenkisten standen für die zirka 40 jungen Fahrer aus allen Jugend- und Zwergenfeuerwehren der Stadt zur Verfügung. Nach dem Prinzip „Jeder gegen jeden“ lieferten sie sich spannende  Fahrten. Bewertet und mit einem Pokal belohnt wurde die jeweils schnellsten Fahrer jeder Wehr.  Bei den Jugendlichen belegte Glienick den ersten Platz, vor Wünsdorf und Kallinchen II.  Sieger bei den Zwergen wurde Nächst Neuendorf. Auch für die schönste Seifenkiste  stand ein Preis bereit. „Obwohl alle schön waren und sich  jeder viel Mühe gegeben hat“, so  Stadtjugendwart Thomas Richter, „gewann schließlich die Kiste 8 des Teams Kallinchen II.“  Statt Sekt wie bei Sebastian Vettel, Luis Hamilton & Co. bei den  Formel I-Fahrern  gab’s bei den Seifenkistenfahrern übrigens nach den Rennen Kartoffelsuppe mit Wienern.

Da eine solche Veranstaltung nicht ohne Sponsoren und Helfer auskommt, möchte sich Thomas Richter ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen des Seifenkistenrennens beigetragen haben. Ein  herzliches Dankeschön an den Bau- & Gartenservice Michael Henkel für die Bereitstellung  des Wanderpokals Jugend, Dank an die Stadt Zossen für den Wanderpokal Zwerge und die Bereitstellung der Musikanlage,  an die Wache Nächst Neuendorf (sanitäre Einrichtungen und Lager),  an den Förderverein der Feuerwehr Zossen  für die Bereitstellung der Hüpfburg sowie Dank auch an das Organisationsteam und die Helfer der Feuerwehr Glienick (Streckenabsicherung).

Stadtmeisterschaftend in der Disziplin Löschangriff nass

Übergabe des neuen Rüstwagens an die Zossener Ortsfeuerwehr

Feuerwehrwettkämpfe erstmals im Zossener Stadtpark

Rückblick auf die Stadtmeisterschaft im Löschangriff nass 2015 in Wünsdorf

Sieger werden öffentlich auf dem 12. Weinfest geehrt

Spannende Wettkämpfe versprechen die diesjährigen Stadtmeisterschaften der Zossener Feuerwehren in der Disziplin Löschangriff nass, die am Sonnabend, dem 3. September 2016,  stattfinden.  Dabei haben Zossens Kameraden, die sich im vergangenen Jahr auf dem Gelände der gastgebenden Freiwilligen Feuerwehr Wünsdorf den neuen Wanderpokal der Stadt Zossen erkämpften, diesmal Heimvorteil. Denn Bürgermeisterin Michaela Schreiber kündigt  für den diesjährigen Wettstreit eine Premiere an: „Zum ersten Mal wird unser Stadtpark in Zossen Schauplatz der Meisterschaft sein und zum ersten Mal findet diese auch parallel zum Weinfest statt.“  Auch eine weitere Änderung gegenüber den Vorjahren ist avisiert. So wird der Sieger diesmal nach nur einem Wettkampflauf ermittelt. Darauf einigten sich die teilnehmenden Wehren. Es gibt also keine zweite Chance, was von den Feuerwehrleuten in jedem Fall eine noch höhere Konzentration erfordert. Jeder Handgriff muss gleich beim ersten Mal sitzen. Und auch das ist neu in diesem Jahr: Nach Abschluss der Wettkämpfe im Stadtpark werden die Erstplatzierten öffentlich auf der Marktplatzbühne des 12. Zossener Weinfestes geehrt. „Wir wollen mit diesen Neuerungen ein Zeichen setzen und eine engere Verbundenheit zwischen den ehrenamtlichen Feuerwehren und ihren Mitgliedern einerseits und den Bürgern andererseits  herstellen“, so Bürgermeisterin Schreiber.  Das freizeitliche Engagement der Kameraden sei nicht hoch genug einzuschätzen, deshalb hätten sie es auch verdient, auch bei einem solchem Fest einmal im Mittelpunkt  zu stehen.

Info: Die Stadtmeisterschaften der Feuerwehren der Stadt Zossen finden am 3. September 2016 ab 13 Uhr im Stadtpark statt. Die Siegerehrung ist ab 14 Uhr auf dem Marktplatz während des 12. Weinfestes vorgesehen.

Stadt Zossen mit neuer Feuerwehrführung

Stefan Kricke (links) und Jens Grothe

Stefan Kricke und  sein Stellvertreter Jens Grothe erhielten das Vertrauen

Der 35-jährige Stefan Kricke vom Löschzug Wünsdorf ist neuer Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zossen in der Dienststellung Stadtwehrführer. Zum stellvertretenden Stadtwehrführer wurde auf der Sitzung der Stadtverordneten am 11. Mai 2016 der 44-jährige Jens Grothe von der Löschgruppe Schöneiche  bestellt. Der Wehrführer und sein Stellvertreter sind Ehrenbeamte auf Zeit, ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Beide hatten sich zuvor den Führungskräfte der elf Ortsfeuerwehren der Stadt Zossen in einer Anhörung vorgestellt, auf Fragen zu ihren Vorstellungen der künftigen Entwicklung der Feuerwehr geantwortet und waren mit großer Mehrheit vorgeschlagen worden. Auch die Stadtverwaltung unterstützte die Entscheidung der Ortswehren. Beide seinen fachlich und menschlich geeignet, diese Funktion auszuüben, heißt es in der Begründung. Die Neubesetzung der Stadtwehrführung wurde notwendig, da die reguläre Amtszeit der bisherigen Führung zum 31. Mai 2016 ausläuft. 

Stefan Kricke konnte seit 2010 als Stellvertreter des Stadtwehrführers bereits umfangreiche Erfahrungen in der Führungsarbeit der Wehr sammeln. So ist er auch Mitglied der Führungsgruppe des Landkreises Teltow-Fläming geworden. Schon mit sechs Jahren fand Kricke den Weg zur Feuerwehr und wurde Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“, später  im Jahr 2003 -   Gruppenführer in Wünsdorf.
Jens Grothe ist seit 1984 Mitglied in der Feuerwehr und nach den Stationen Einsatzabteilung, Jugendwart, Stadtjugendwart seit nunmehr gut zehn Jahren Ortswehrführer in Schöneiche.

Osterfeuer lockten hunderte Besucher an

Osterfeuer 2016 in Neuhof und Kallinchen

Die von den freiwilligen Feuerwehrleuten der Stadt Zossen in mehreren Ortsteilen bestens vorbereiteten und durchgängig fachmännisch kontrollierten traditionellen Osterfeuer lockten wie beispielsweise in Neuhof am Gründonnerstag und in Kallinchen am Ostersonnabend jeweils hunderte Besucher an.  Für die meisten war das Osterfeuer, mit dem der Winter vertrieben und die Frühlingszeit eingeläutet werden soll, das erste Treffen unter freiem Himmel in diesem Jahr. Entsprechend entspannt war die Atmosphäre  bei Bier und Bratwurst beziehungsweise Soljanka und Glühwein.
In Neuhof ging in diesem Jahr eine  zuvor in wochenlanger fleißiger Arbeit gebaute Ritterburg mit Türmen und Zinnen aus Holz in Flammen auf.  Eigentlich viel zu schade zum Abbrennen – ein Kommentar, den die Neuhofer Kameraden nicht nur einmal und nicht nur in diesem Jahr zu hören bekamen.   Schon seit Jahren sind sie bekannt dafür, dass sie sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen und dann mit viel Engagement und Zeitaufwand auch umsetzen. Dabei denken sie zudem auch an die Kinder, für die im und vor dem österlich geschmückten Gerätehaus Spiel und Spaß angeboten wurden.
In Kallinchen mussten die hiesigen Feuerwehrleute immer wieder nachhelfen, um dem großen Holzstapel so richtig einzuheizen. Bis dieser schließlich komplett entflammt war und den in sicherem Abstand stehenden Menschen Wärme spendete, konnten kleine wie große Gäste gegen einen kleinen Obolus  über zwei Feuerschalen ihr Stockbrot „backen“. Anziehend für die jüngsten Osterfeuer-Besucher war freilich einmal mehr auch das große Feuerwehrauto, in dem sich Jungen wie Mädchen gleichermaßen einmal wie richtige Feuerwehrmänner bzw. -frauen fühlen konnten.

Ein verspätetes Osterfeuer wird es noch am 9. April in Horstfelde geben. Dort wird die örtliche Feuerwehr auf dem Sportplatz alle Vorbereitungen für ein gemütliches Treffen rund ums Feuer treffen, das um 18 Uhr beginnt.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die Jahr für Jahr zum Gelingen der Osterfeuer-Veranstaltungen im Stadtgebiet beitragen.

Mit Osterfeuer den Winter vertreiben

In Neuhof hat sich das Osterfeuer in den vergangenen Jahren zu einem echten Anziehungspunkt nicht nur für die Einheimischen entwickelt.

In mehreren Ortsteilen der Stadt Zossen bereiten sich die Feuerwehrleute auf die diesjährigen traditionellen Osterfeuer vor. In Neuhof, Dabendorf,  Lindenbrück, Schöneiche, Glienick, Schünow, Hortsfelde und Kallinchen  soll  mit den Flammen  der Winter endgültig vertrieben und die Sonne begrüßt werden.  Für Speis und Trank ist gesorgt. Die Osterfeuer  sind zudem eine willkommene Möglichkeit für die Dorfgemeinschaft, sich in gemütlicher Runde zu treffen.

Die Tradition des Osterfeuers hat ihren Ursprung in einem heidnischen Ritual, das schon im alten Ägypten zelebriert worden sein soll - das Frühlingsfeuer. Damit, so heißt es, versuchte man, die Sonne auf die Erde zu locken und so den kalten Winter zu beenden.  Die Osterfeuer galten der Überlieferung nach aber auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit,  des Wachstums und der Ernte.  Vor allem für Christen ist die  Entzündung des heiligen Osterfeuers  an Ostern ein zentrales Ereignis.  Durch Jesu Tod und Wiederauferstehung wurde für sie das Ende einer gottlosen Zeit eingeleitet. Ostern  ist bis heute das zentrale Ereignis im christlichen Glauben.

Ostertermine im Überblick

Neuhof: 24. März, 18.30 Uhr - Osterfeuer auf dem Platz hinter der Feuerwehr

Schöneiche: 24. März,  19 Uhr - Osterfeuer auf dem Gelände der alten Feuerwehr

Glienick: 24. März,  19 Uhr - Osterfeuer am Sportplatz

Schünow: 24. März, 19 Uhr - Osterfeuer an der Feuerwehr

Kallinchen : 26. März, 18 Uhr - Osterfeuer auf dem Sportplatz am Strandbad

Dabendorf : 26. März, 18 Uhr - Osterfeuer hinter dem Dorfanger

Lindenbrück: 26. März, 18.30 Uhr – Osterfeuer, Lindenbrücker Dorfstraße

Kallinchen: 27. März, 14 Uhr – Osterspaziergang mit Eierkullern, Treffpunkt am  Dorfgemeinschaftshaus „Alte Schule“,  Hauptstraße

Horstfelde: 9. April, 18 Uhr – Osterfeuer auf dem Sportplatz

Feuerwehrleute ausgebildet

Während der Ausbildung zum Thema „Rettungsdienstliche Erstmaßnahmen“.

Rettungsdienstliche Erstmaßnahmen im Feuerwehrdienst beim Auffinden von bewusstlosen Personen standen kürzlich im Mittelpunkt einer Ausbildung, an der 13 Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe Dabendorf teilnahmen.  Vor allem die Abläufe der Maßnahmen - angefangen von der Reanimation über die Betreuung bis hin zur Versorgung von verletzten Personen nach Verkehrsunfällen - wurden geprobt. Ortswehrführer Ralf Rupprecht lobte nicht nur das Engagement der Feuerwehrleute, sondern auch die tolle Zusammenarbeit mit Daniel Sachse und  Alexander Weigt von der Rettungswache Zossen, die die Ausbildung fachkundig durchgeführt haben. 

 

Stolz auf diese leistungsfähige Wache

Wünsdorfer Feuerwehr zog Bilanz für das Jahr 2015

Das zurückliegende Jahr 2015 war für die Wünsdorfer Ortsfeuerwehr ebenso arbeits- und einsatzreich wie auch abwechslungs- und erfolgreich. So das Fazit von Ortswehrführer Silvio von Lützow, der auf der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung eine ausführliche Bilanz zog. So wurde die Freiwillige Feuerwehr Wünsdorf  im vergangenen Jahr bei insgesamt 256 Einsätzen aktiv, das sind 83 Einsätze mehr als im Vergleich zu 2014.  Das Gros der Alarmierungen - insgesamt 172 - betraf technische Hilfeleistungen, 83 Mal wurden die Kameraden zu Bränden gerufen, darunter 32 Wald- und Flächenbrände und 22 Wohnungs- und Gebäudebrände. Wie Hauptbrandmeister von Lützow betonte, konnte jeder Einsatz im Jahresdurchschnitt mit 14 Kameraden bestritten werden.  2014 waren es nur 13. „Dies stellt im Vergleich zu vielen anderen Feuerwehren im Landkreis eine mehr als beträchtliche Leistung dar. Wir können stolz  darauf sein, einer solch leistungsfähigen Wache anzugehören“, so Silvio von Lützow. 

Die Zahlen zeigen aber auch, dass Brandeinsätze  nur noch einen kleinen Anteil am Einsatzgeschehen haben. Bei den technischen Hilfeleistungen  wurden die Kameraden laut von Lützow besonders durch die schweren Verkehrsunfälle  gefordert. „Schwerverletzte und Tote - das sind Eindrücke, die oft sehr schwer zu verarbeiten sind.“

Eine enge Zusammenarbeit, so erklärte der Wehrführer in seinem Rechenschaftbericht weiter,  pflege die Wünsdorfer  Feuerwehr mit  der Stadtverwaltung und den dazugehörigen Gremien. Es sei bekannt, dass es  sicherlich Kommunen gibt, die über weniger Mittel als die Stadt Zossen verfügen.  „Deshalb ist es  für uns um  Ersatz- und Neubeschaffungen im Bereich Geräte, Fahrzeuge und Ausrüstung nicht schlecht gestellt. Ich denke, wir alle wissen, dass es sich hierbei nicht um das Wunschspielzeug  der Feuerwehr handelt, sondern um notwendige Anschaffungen, die unmittelbar und ausschließlich dem Schutz  der Bürger dienen“,  so Silvio von Lützow.  Seit 2015 ist die Wünsdorfer Wache auch um ein neues, leistungsstarkes Tanklöschfahrzeug reicher. Es wurde der Wehr auf dem Fest der Vereine in Zossen öffentlich übergeben.  Der Wehrführer lobte in diesem Zusammenhang das Engagement   von Carsten Rehbein, der sich unter anderen um die notwendige Fahrzeugkonzeption und die Durchführung der unzähligen Unterweisungen verdient gemacht hat. Ein großes Dankeschön ging auch an alle jene Feuerwehrleute, die zum Gelingen des großen Events am 22. August 2015 anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Wünsdorfer Feuerwehr beigetragen haben.  „Hierfür“, so  Silvio von Lützow, „wurden Stunden, Tage, Wochen und Monate an Vorbereitungszeit von vielen Kameraden hier geopfert. Viele von uns haben Nerven gelassen und das eine oder andere graue Haar bekommen. Die Anspannung war groß, aber das Ergebnis umso größer. “  Es sei  schließlich eine gelungene Festveranstaltung geworden.

 

Aus der Statistik

-          Zum Stichtag 31. Dezember 2015 waren 112 Kameraden Mitglied der Wünsdorfer Ortswehr, darunter 37 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren

-          Insgesamt wurden 2015 30 Lehrgänge im Feuerwehrtechnischen Zentrum, an der Landesfeuerwehrschule und anderen Bildungseinrichtungen besucht.

-          Es fanden unter anderem 52 Dienstabende und eben so viel Sportdienste statt.

-          Die Alters- und Ehrenabteilung hat neun Mitglieder.

-          Zwei Mitglieder der Ortswehr sind als Fachberater  im Bereich der Jugendarbeit tätig.

-          Ein Einsatz inklusive Nachbereitungszeit dauerte durchschnittlich 88 Minuten.

Eisrettung am Motzener See trainiert

Kameraden der Ortsfeuerwehr Kallinchen  haben das zurückliegende tagelange Frostwetter im Januar genutzt, um bei Minusgraden am Strandbad eine Sonderausbildung zur Eisrettung durchzuführen. Der zugefrorene Motzener See hatte an diesem Tag eine acht Zentimeter dicke Eisdecke, so dass die elf beteiligten  Feuerwehrleute ideale Bedingungen vorfanden, um die verschiedensten Varianten der Rettung von Personen zu trainieren, die nach Betreten der Eisfläche in eine gefährliche Notsituation  geraten sind. Mit einer Kettensäge war extra ein 2 mal 2 Meter großes Loch in die geschlossene Eisdecke des Motzener Sees geschnitten worden. Auf dem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Kallincher Wehr befindet sich ein komplettes Eisrettungs-Set - unter anderem mit zwei Überlebensanzügen (so genannte Ice commander), einem speziellen gelben Eisrettungsbrett  sowie einer 92 Meter langen blauen Rettungsleine -, das an diesem Tag zum Einsatz kam. Nacheinander trainierten die Feuerwehrleute in dem eiskalten Wasser des Sees, die Rettung von Personen. Leider kommt es immer wieder vor, dass gefrorene Seen die Menschen aufs Eis locken,  auch wenn die Eisdecke noch nicht trägt. Erfahrungen besagen, dass eine  Eisschicht einen Menschen erst ab etwa 15 Zentimeter Dicke trägt. Wenn jemand einbricht, ist die richtige Erste Hilfe überlebenswichtig. Wer den Notruf 112 wählt, sollte das  Stichwort  „Mensch im Eis“ nennen.

Feuriger Abschied von ausgedienten Weihnachtsbäumen

Anders als im Vorjahr, als Orkan „Elon“ den Organisatoren der traditionellen Knutfeste mit seinen gefährlichen Böen vielerorts einen Strich durch die Rechnung machte, spielte das Wetter am 9. Januar 2016 mit. Und so traf man sich in mehreren Zossener Ortsteilen wie zum Beispiel in Schünow und Horstfelde in gemütlicher  Runde zu der aus Skandinavien stammenden Tradition des Knut-Festes, um einerseits Abschied von den abgeschmückten Weihnachtsbäumen  zu nehmen, indem man sie in den Feuerschalen nach und nach den Flammen zum Fraß vorwarf. Zum anderen  war es für die Dorfbewohner  zumeist das erste gemeinsame Treffen im neuen Jahr. Bei Grillwurst und Glühwein sah man zu, wie ein  ausgedienter Weihnachtsbaum nach dem anderen unter fachkundiger Aufsicht der jeweiligen Ortsfeuerwehren verbrannt wurde. Etwa 50 bis 60 waren es in Horstfelde, wo drei Feuerschalen  auf dem noch Schnee bedeckten Areal vor dem Dorfgemeinschaftshaus standen. Ortsvorsteher Matthias Juricke lobt vor allem das tolle Engagement der Mitglieder des Feuerwehrfördervereins, die das Knutfest zu einem ersten Höhepunkt in dem noch jungen Jahr  werden ließen. Auch im Nachbarort Schünow herrschte entspannte Stimmung rund um die wohlige Wärme ausstrahlenden Feuerschalen, die vor dem Feuerwehrgebäude aufgestellt wurden.

Hintergrund

- In großen Teilen des Christentums dauert die Weihnachtszeit dreizehn Tage. Sie beginnt am  1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) und endet mit dem Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar.  Anders in Schweden, Norwegen und Finnland. Dort dauert die Weihnachtszeit ganze zwanzig Tage und endet erst am 13. Januar.
- An diesem Tag wird in diesen Ländern der St.-Knut-Tag begangen. Er ist benannt nach Knut IV., dem Heiligen, König von Dänemark. Es wird behauptet, dass König Knut IV. die Anordnung gegeben hat, die Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern und dass der Tag deshalb so genannt wird. Anderen Quellen zufolge sei Knut IV. an diesem Tag im Jahr 1086 gestorben.
- Traditionell werden die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt, anschließend werden die Bäume entsorgt. Vielerorts ist es inzwischen Tradition, die Bäume während eines sogenannten Knut-Festes in gemütlicher Runde bei Glühwein und Grillwurst zu verbrennen.

Wünsdorfs Feuerwehr feiert 90-jähriges Bestehen

Mit einem großen Fest, inklusive buntem Bühnenprogramm, historischer Ausstellung, zahlreichen Angeboten für Kinder  und einem Feuerwerk zum Abschluss begeht die Freiwillige Feuerwehr Wünsdorf am Sonnabend, dem 22. August 2015, ihr 90-jähriges Bestehen. Offiziell eröffnet wird das Fest um 13.30 Uhr. Hier das weitere Programm:

14.30 bis 15 Uhr:   Überraschungsprogramm der Kita
15 bis 15.30 Uhr: Einsatzvorführung der Jugendfeuerwehr
15.30 bis 15.45 Uhr: Aufführung  der Wünsdorfer Werkstätten
16 bis 16.30 Uhr : Einsatzübung der Gefahrstoffeinheit
17 bis 17.30 Uhr: Einsatzübung technische Hilfeleistung
17.30 bis 18 Uhr : Modenshow der Feuerwehr Recklinghausen
18 bis 18.30 Uhr: Einsatzübung PKW-Brand
18.30 bis 19 Uhr: Auslosung der Tombola-Hauptpreise
19.30 bis 20 Uhr: Auftritt der Tanzgruppe des Dabendorfer Karnevalklubs (DKC)
20 bis 21 Uhr: Irish Dance
20.30 bis 2 Uhr: Open Air mit DJ Ronny & DJ Robert
22.30 bis 22.45 Uhr: Feuerwerk

Bevor aber gefeiert werden kann, werden ab 9 Uhr die Stadtmeisterschaften der Feuerwehren der Stadt Zossen sowie die Kreismeisterschaften in der  Altersgruppe Ü40 in der Disziplin Löschangriff nass ausgetragen. Die Siegerehrung findet gegen 11.30 Uhr statt. Um 12 Uhr beginnt ein Frühschoppen, musikalisch begleitet vom Spielmannszug Neuseddin. Bürgermeisterin Michaela Schreiber lädt alle Bürger der Stadt und ihre Gäste herzlich nach Wünsdorf ein.

 

 

Wind erschwerte die Löscharbeiten auf ehemaligem Übungsplatz

Am Dienstag, dem 7. Juli 2015, wurden am frühen Nachmittag eine große Anzahl von Feuerwehren des Landkreises Teltow-Fläming zum wiederholten Mal zur Brandbekämpfung nach Jüterbog/ Altes Lager alarmiert. Vor Ort brannte es im Waldgebiet „Am Keilberg“ auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Altes Lager“.

Die Einsatzleitung vor Ort hatte, wie bereits schon am Sonntag, Unterstützungskräfte für die im Einsatz befindlichen Feuerwehren nachalarmiert. Aus der Stadt Zossen unterstützten die Feuerwehren Zossen und Wünsdorf mit jeweils einem Tanklöschfahrzeug den Einsatz. Auf der Anfahrt zum Einsatzort war die riesige Rauchwolke bereits aus vielen Kilometern Entfernung zu sehen. Das Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Zossen war bereits schon am Sonntag bei der Brandbekämpfung des sich auf ca. 105 Hektar ausgedehnten Waldbrandes eingesetzt gewesen. Der Waldbrand am Dienstag hatte sich, laut Pressemeldungen, auf eine Fläche von zirka 95 Hektar ausgedehnt.

Die Brandbekämpfung vor Ort konnte - bedingt durch die Munitionsbelastung der Flächen - nur von freigegebenen Wegen erfolgen und wurde zusätzlich durch den vorherrschenden Wind erschwert. Alle eingesetzten Kräfte der Feuerwehren Zossen und Wünsdorf kehrten, so die  Ortswehrführung,  nach stundenlangem Einsatz gesund in ihre Feuerwachen zurück.

Feuerwehreinsatz bei Nunsdorf

Fotos: Feuerwehr Zossen

Am Morgen des 18. Mai  sind die Feuerwehren der Stadt Zossen alarmiert worden, um einen brennenden LKW auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Nunsdorf und Märkisch Wilmersdorf zu löschen. Die Zugmaschine brannte in voller Ausdehnung, das Feuer hatte bereits auf den Sattelauflieger, der mit Möbeln beladen war, übergegriffen. Der Fahrer konnte sich selbst unverletzt in Sicherheit bringen. „Nur durch einen umfassenden Schaumangriff“, so Zossens Ortswehrführer Mathias Bleeck,  konnte das Feuer in der Zugmaschine und im Sattelauflieger bekämpft werden. Zum Ablöschen der verdeckten Brandnester war es notwendig, den Sattelauflieger unter Atemschutz von Hand zu entladen.Die Landstraße wurde für den gesamten Zeitraum der Löscharbeiten vollständig durch die Polizei gesperrt. Die Feuerwehren waren drei Stunden vor Ort tätig.

Großer Zapfenstreich für Norbert Magasch

An diesem Tag passte einfach alles: das Wetter, der musikalische Rahmen, die Stimmung, das Publikum, das Programm. Und nicht zuletzt die Geschenke zum Abschied bzw. nachträglich zu seinem 65. Geburtstag. Kein Wunder also, dass der Geehrte, Schöneiches Ortsvorsteher Norbert Magasch, am 2. Mai zwischendurch eine Träne der Rührung verdrücken musste, als das dreifache „Gut Schlauch“ über den Festplatz hallte und die Nationalhymne erklang. Der Große Zapfenstreich, der sonst nur Bundespräsidenten, -kanzlern oder -verteidigungsministern zu Teil wird, galt an diesem Samstagnachmittag ausschließlich ihm, dem aus dem aktiven Dienst scheidenden Feuerwehr-Urgestein. 50 Jahre lang diente Norbert Magasch in der Schöneicher Wehr. Am 1. April 1965 war er in deren Reihen aufgenommen worden. „Kein Aprilscherz“, betont Magasch rückblickend. Es war jene Zeit, als sein Vater Heini Magasch Ortswehrführer war. 1976  war Sohn Norbert schließlich soweit, selbst an die Spitze der Wehr zu rücken. Stolz ist er nicht zuletzt auf die Gründung einer Jugendfeuerwehr, die auf seine Initiative hin zustande kam und die er 20 Jahre lang leitete. Nun also, nach fünf Jahrzehnten, ist unwiderruflich Schluss mit dem aktiven Dienst. Norbert Magasch ist Realist: „Als 65-Jähriger ist man eben nicht mehr so fit wie vor 30 oder 40 Jahren.“  Dafür wird er nun nicht nur personell die Alters- und Ehrenabteilung stärken. Aber was wäre seine offizielle Verabschiedung ohne die musikalischen Grüße von Tambourcorps und Musikverein „Cäcilias“ aus Ostenland, einem Ortsteil der Stadt Delbrück. Seit 1991 verbindet die Feuerwehren von Ostenland in Nordrhein-Westfalen und Schöneiche eine enge Partnerschaft. Gern, so Löschzugführer Paul Bathe aus Ostenland, sei man dem schon vor Jahren geäußerten Wunsch von Norbert Magasch nachgekommen, ihn - wenn es dann soweit ist - mit einem Großen    Zapfenstreich zu verabschieden. 70 Musiker hielten Wort. Sie boten eine beeindruckende Zeremonie. Und auch Superintendentin Katharina Furian hatte es sich nicht nehmen lassen, mit ihrer Rede einen weiteren Wunsch des scheidenden Feuerwehrmannes zu erfüllen. Der Oberbrandmeister i. R. konnte sich nicht nur über eine echte, wieder „aufgemöbelte“  Tragkraftspritze TS 8 freuen, sondern kann sich nun auch Ehrenmitglied des Schöneicher Karnevalvereins nennen, dessen aktuelles Prinzenpaar ebenso auf dem Festplatz  auf der Dorfaue vor Ort war wie Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Sie hofft freilich, dass Norbert Magasch der Stadt „als gute Seele“ noch möglichst lange als Schöneicher Ortsvorsteher erhalten bleibt.

 

 

Neues Tanklöschfahrzeug für Wünsdorfer Ortswehr

Im Beisein der kompletten Zossener Stadtwehrführung, zahlreicher  Feuerwehrleute  und Besucher des 12. Zossener Stadtfestes übergab Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber  am 1. Mai im Stadtpark offiziell ein neues  Tanklöschfahrzeug an den Wünsdorfer Löschzug. Stadtwehrführer Manfred Marek und Wünsdorfs Wehrführer Silvio von Lützow bedankten sich im Namen der Kameraden. Die Bereitstellung des Fahrzeugs modernster Bauart, so hieß es während der Übergabe, sei ein erneuter Beweis dafür, dass die Stadt Zossen der materiellen Ausstattung ihrer Wehren  größte Bedeutung beimisst und das  Engagement der ehrenamtlich agierenden Feuerwehrleute entsprechend unterstützt. Allein im vergangen Jahr gab sie rund 1,76 Millionen Euro dafür aus, davon fast 840 000 Euro für Fahrzeuge, Technik, Ausstattung und Ausrüstung.

Das neue Tanklöschfahrzeug verfügt über einen Wassertank  mit einem Fassungsvermögen von 4000 Litern  und eignet sich besonders für die Bekämpfung von Waldbränden.  Dank des großen Wassertanks und der  eingebauten, an den Tank angeschlossenen Pumpe  ist ein schneller erster Löschangriff bei Brandeinsätzen möglich,  bis die Löschwasserversorgung über Hydranten oder andere Löschwasserentnahmestellen gesichert ist.

Feuerwehrnachwuchs ausgebildet

Erfolgreiche Truppmann-Ausbildung 2014 / 2015  

Kürzlich konnten  insgesamt 18 Feuerwehrmänner und -frauen der Feuerwehren Dabendorf, Nächst Neuendorf, Horstfelde, Wünsdorf, Nunsdorf, Schöneiche und Zossen ihre Truppmann-Ausbildung erfolgreich abschließen. In mehr als 80 Ausbildungsstunden wurde ihnen in den Feuerwehrgerätehäusern in Wünsdorf und Zossen von erfahrenen Kameraden das Feuerwehr-Einmaleins in Theorie und Praxis beigebracht. Organisiert und durchgeführt wurde die Ausbildung durch die Stadt Zossen, die Träger des Brandschutzes ist. Unterstützt wurde sie dabei von vielen Führungskräften und Ausbildern der beteiligten Feuerwehren. Auf dem Ausbildungslehrplan standen zahlreiche Themengebiet von Schläuche-Auswerfen und dem Erkennen von Gefahrenstellen über das Besteigen von Feuerwehrleitern und technische Hilfeleistung bis hin zum Erste-Hilfe-Training. Nahezu jedes Einsatzgerät wurde genau unter die Lupe genommen. So können die „Nachwuchskräfte“ nun im aktiven Dienst auf ein großes Grundwissen zurückgreifen. Erfahrungen und Fachwissen müssen nun noch in der Ortsfeuerwehr bei Ausbildungen und Schulungen sowie bei Einsätzen wachsen.
Die Lehrgangsteilnehmer bedankten sich nicht nur bei ihren Familien für die tolle Unterstützung, sondern auch bei den Ausbildern, die sich immer wieder Zeit genommen haben,  den Auszubildenden die Feuerwehrwelt ein Stückchen näher zu bringen. Fazit der Lehrgangsteilnehmer: „Wir hoffen, dass wir künftig zum Allgemeinwohl der Gemeinde beitragen können und dass sich auch andere Bürger – ob Erwachsene, Jugendliche oder Kinder - dazu bewegen lassen, sich der Gemeinschaft der Feuerwehr anzuschließen, denn sie  ist  für uns wie eine zweite Familie.

Stürmischer "Niklas"

Umgestürzte Bäume, lose Dachteile, abgebrochene Baumkronen – der Orkan „Niklas“, der sich besonders am 31. März auch über dem Landkreis Teltow-Fläming  austobte, hinterließ vielerorts große Schäden und hielt die Feuerwehren der Region stundenlang  in Atem. Von den elf Zossener Feuerwehren waren acht im Einsatz.  Für die 88 Kameraden gab’s kaum  Verschnaufpausen.  Meldungen wie:  Lindenbrück - Baum auf Werkstatt, Zesch am See - Baum auf Dach oder Wünsdorf - Baum gegen Haus gingen von 14.44 Uhr bis 21.45 Uhr Schlag auf Schlag ein. „Insgesamt“, so bilanziert Stadtbrandmeister Manfred Marek, „mussten wir 65 Mal ausrücken.“  Der letzte Einsatz  in der Straße der Jugend  in Zossen – hier waren mehre lose Dachziegeln  gemeldet worden – war um 22.47 Uhr beendet. Zum Glück, so Marek, wurden keine Menschen verletzt. Nicht ganz ungefährlich bei den heftigen Sturmböen war allerdings der Einsatz der Drehleiter. „Wir haben allerdings erfahrene Maschinisten, die mit der schwierigen Situation gut klar kamen“, sagt Manfred Marek. Nicht zuletzt der gekonnte Umgang mit der Kettensäge war angesichts der vielen umgestürzten Bäume und abgebrochenen Äste besonders gefragt.

Nach Angaben der Kreisverwaltung  gab es insgesamt für die Feuerwehren im Landkreis Teltow-Fläming 178 Einsätze nach dem Sturm  „Niklas“ (Stand: 1. April, 7 Uhr). Die Feuerwehrleute registrierten auf Straßen, Wegen und Gleisanlagen insgesamt 121 umgestürzte Bäume. Beschädigt wurden 19 Dächer,  fünf Autos und 21 Häuser. Außerdem gab es einen Wasserschaden, in einem Fall mussten lose Baustellenteile an einer Bahnunterführung beseitigt werden.

Vordach am EKZ in Zossen abgestürzt

Am Abend des 21. April 2015 wurde die Feuerwehr Zossen um 18.49 Uhr alarmiert. Am EKZ in der verlängerten Kirchstraße in Zossen waren Teile eines angesetzten Vordaches in einer Größe von etwa 20 Quadratmetern aus unbekannter Ursache abgestürzt. Das Vordach befand sich an der Giebelseite des eingeschossigen Geschäftsgebäudes. „Durch den Absturz der Dachteile wurde glücklicherweise niemand verletzt, lediglich die Fassade des Gebäudes sowie eine Schaufensterscheibe wurden beschädigt“, so Zossens Ortswehrführer Mathias Bleeck. Da weitere Teile des Vordaches abzustürzen drohten, wurde die Drehleiter der Feuerwehr Wünsdorf zum Einsatzort nachalarmiert. In Absprache mit der Polizei, die ebenfalls vor Ort war, und dem Hausmeister wurden die losen Teile entfernt und vor Ort abgelegt. Der Gefahrenbereich wurde weiträumig abgesperrt und die Einsatzstelle nach Beendigung der Arbeiten um 20.15 Uhr an den Hausmeister übergeben.

Die Feuerwehren Zossen und Wünsdorf waren mit insgesamt vier Einsatzfahrzeugen und 16 Einsatzkräften vor Ort. Die Polizei der Polizeidirektion West war mit zwei Funkstreifenwagen und drei Beamten vor Ort.

Neuhof-Express ging in Flammen auf

Feuerwehren organisieren wieder traditionelle Osterfeuer

Die Spannung wächst. Vor allem freilich bei Stammbesuchern des inzwischen über die Neuhofer  Ortsgrenze bekannten und beliebten Osterfeuers, das traditionell am Gründonnerstag - in diesem Jahr am 2. April - hinter der Feuerwehr entzündet wird. Denn längst hat es sich herumgesprochen, dass das Neuhofer Osterfeuer etwas Besonderes ist. Da wird das Holz nicht nur ordentlich zum Haufen gestapelt, um es später in Flammen aufgehen zu lassen, nein, da entstehen seit Jahren wahre Kunstwerke aus Stämmen und Brettern. Mal spuckte eine alte Dampflokomotive Feuer, ein andermal ging ein altes Schiff in Flammen auf, was aus der Kulisse des Störtebeker-Spektakels auf der Insel Rügen hätte stammen können. Und auch eine hölzerne Nachbildung eines Mercedes-Feuerwehrautos wurde schon ein Fraß der Flammen. Was wird also in diesem Jahr dem Osterfeuer geopfert? Eine Kopie des  Eiffelturms?  Oder ein Schaufelraddampfer? Verraten wird  nichts.  Man hüllt sich in Schweigen, obwohl schon fleißig an dem diesjährigen Osterfeuer-Meisterwerk gewerkelt wird. Es kann ja jeder kommen, der will.  Und das waren in den vergangenen Jahren nicht wenige. Rainer Zurawski, dienstältester Feuerwehrmann des Ortes, hat sogar schon aus  Sperenberg eine Anfrage bekommen, ob es denn auch 2015 wieder ein so schönes Osterfeuer in Neuhof geben wird. „Eine Frau erzählte mir, dass ihr Enkel, der irgendwo in Bayern wohnt und hier zu Besuch war, schon ganz aufgeregt ist und gern wieder mit dabei sein möchte.“

Doch nicht nur in Neuhof, auch in Dabendorf, Lindenbrück, Schöneiche, Glienick, Kallinchen und anderenorts wird mit Osterfeuern (und freilich auch prozenthaltiges „Osterwasser“ der Winter endgültig vertrieben und die Sonne begrüßt. Die Tradition des Osterfeuers hat ihren Ursprung in einem heidnischen Ritual, das schon im alten Ägypten zelebriert worden sein soll- das Frühlingsfeuer. Damit, so heißt es, versuchte man, die Sonne auf die Erde zu locken und so den kalten Winter zu beenden.  Die Osterfeuer galten der Überlieferung nach aber auch als Kult zur Sicherung der Fruchbarkeit, des Wachstums und der Ernte.  Vor allem für Christen ist die  Entzündung des heiligen Osterfeuers  an Ostern ein zentrales Ereignis.  Durch Jesu Tod und Wiederauferstehung wurde für sie das Ende einer gottlosen Zeit eingeleitet. Ostern  ist bis heute das zentrale Ereignis im christlichen Glauben.

 

Termine Osterfeuer

2. April, ab18 Uhr, Schöneiche, Gelände der alten Feuerwache, Planstraße

2. April, ab18 Uhr, Glienick, hinten am Sportplatz
2. April, ab 18.30 Uhr, Neuhof, hinter der Feuerwehr
4. April, ab 18 Uhr, Dabendorf, hinter dem Dorfanger
4. April, ab 18.30 Uhr, Lindenbrück, Festwiese am Wolziger See

4. April, ab 18.30 Uhr, Kallinchen, auf dem Sportplatz

Durchschnittsalter ist gesunken

Eine erfreuliche Bilanz kann Zossens Stadtwehrführer Manfred Marek ziehen. Die Zahl der Mitglieder der Zossener Feuerwehren  ist im Jahr 2014 auf 477 gestiegen. Im Jahr 2013 waren es 442 Mitglieder. Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute ist von 254 im Jahr 2013 auf 270 im Jahr 2014 gewachsen, darunter waren 36 Frauen. Zur positiven Entwicklung zählt auch,  dass die Zahl  der Feuerwehreinsätze von 388 im Jahr 2013 auf 240 im vergangenen Jahr sank. Dennoch hatten die  Kameraden der zwei Löschzüge und neun Löschgruppen genug zu tun. Wie aus der Statistik des Sachgebiets Brandschutz, die den Stadtverordneten kürzlich vorgelegt worden ist, hervorgeht, mussten die Feuerleute in 61 Fällen ausrücken, um Brände zu löschen, darunter zwei Großbrände. Zum Vergleich: 2013  wurden 87 Brandeinsätze registriert.  Interessant ist auch dieser Fakt: Die meisten Einsätze fanden im Zeitraum zwischen 6 und 18 Uhr statt, lediglich 26mal musste die Feuerwehr in den Stunden zwischen Mitternacht und  6 Uhr morgens eingreifen. Spürbar zurückgegangen ist auch die Zahl von Hilfeleistungen. Wurden die Männer und Frauen im Jahr 2013 noch rund 300mal gerufen, waren es 179 Einsätze im Vorjahr,  davon 28 Verkehrsunfälle, 49 Sturm- und vier Wasserschäden. 15mal beseitigten die Einsatzkräfte Ölspuren, 31mal lautete die Alarmierung „Menschen in Not“.  

Der Statistik zufolge  leisteten die Kameraden der elf Zossener  Feuerwehren im Vorjahr ehrenamtlich mehr als 9300 Einsatzstunden. Hinzu kommen fast 16 000 Ausbildungs- und knapp 9000 geleistete gesellschaftliche Stunden, so dass bei jedem aktiven Feuerwehrmitglied im Vorjahr 127  Stunden zu Buche standen. Wichtig für die Einsatzbereitschaft einer Wehr  ist auch die Zahl derjenigen Kameraden, die atemschutztauglich sind. Laut Statistik waren dies von den 120 Atemschutzgeräteträgern 72,5 Prozent. Auch die Zahl der Kameraden, die auf Landes- beziehungsweise  Kreisebene ausgebildet wurden und sich weiter qualifiziert haben, ist beachtlich. So besuchten 22 Kameraden die Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt, weitere 39  waren zu Lehrgängen im feuerwehrtechnischen Zentrum in Luckenwalde und 14  Feuerwehrleute absolvierten einen Aufbaulehrgang  für den Umgang mit Regenerationsgeräten.
Besonderes Augenmerk wird nach wie vor auf die Nachwuchsarbeit gelegt.  Derzeit gibt es im Stadtgebiet acht Jugendfeuerwehren mit 134 Mitgliedern,  dazu vier sogenannte Zwergenfeuerwehren mit 54 Kindern. Die Zahl der Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung ist von 65 im Jahr 2013 auf 73 im Jahr 2014 gestiegen. Apropos Alter: Die Zossener Feuerwehr hat sich im Vorjahr verjüngt. Betrug das Durchschnittsalter der aktiven Kameraden im Jahr 2013 noch 37 Jahre, lag es im vergangenen Jahr bei 35, wobei die meisten Mitglieder zwischen 28 und 50 Jahre alt sind. In Wünsdorf gibt es die Feuerwehr mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt (32 Jahre), in Neuhof sind die Kameraden im Durchschnitt 15 Jahre älter.

Schöneiche trotzte dem Sturmtief "Elon"

Es findet statt, es findet nicht statt, es findet statt. Das diesjährige Knutfest - in vielen Orten seit Jahren nun schon aus Skandinavien geschwappte Tradition - stand in Schöneiche bis zum Schluss auf Messers Schneide. Erst sorgte ein Schreiben des Umweltministeriums für Verunsicherung, das über den Landkreis auch ans Ordnungsamt der Stadt Zossen weitergeleitet worden war und in dem auf die Abfallkompost- und Verbrennungsverordnung  hingewiesen wird. Demnach sei das Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus Haushaltungen und Gärten untersagt. Dazu zählen  normalerweise auch Weihnachtsbäume. Allerdings hieß es dazu aus dem Ministerium auch, dass es durchaus einen Ermessensspielraum gibt, dann nämlich, wenn es sich bei den Feuern um Brauchtum und Tradition handelt.  Was bei Knutfesten freilich ebenso der Fall ist wie bei Osterfeuern. Und so machte Zossens Ordnungsamt von dieser Ausnahmeregelung Gebrauch und erteilte für alle drei für den 9. Und 10. Januar im Stadtgebiet angemeldeten Knutfeste - sehr zur Freude der verantwortlichen Feuerwehren - die Genehmigung. Was niemand zu diesem Zeitpunkt ahnte:  Orkan „Elon“ zeigte sich vielerorts als  stürmischer Spielverderber. Mit heftigen Böen und schauerartigem Regen drohte er, auch in Schöneiche das Knutfest 2015 ins Wasser fallen zu lassen beziehungsweise einfach weg zu pusten. Doch Ortsvorsteher Norbert Magasch, selbst aktiver Feuerwehrmann, blieb trotz des miesen Wetters optimistisch. Und er sollte Recht behalten. Von wegen vom Winde verweht. Gegen 19 Uhr, als auf dem Gelände hinter der alten Feuerwache das Feuer loderte,  die ersten Weihnachtsbäume brannten und Würste auf dem Grill brutzelten, war von heftigen Sturmböen nichts mehr zu spüren und auch von oben blieb es trocken.
Nicht nur Ortswehrführer Jens Grothe registrierte es mit Genugtuung,  schließlich wollte niemand, dass die ganze Vorbereitung  umsonst gewesen ist. Rund 80 Bäume, die nach und nach ein gefundenes Fressen für die Flammen wurden, waren von den Kameraden im Laufe der Woche  eingesammelt worden. Ganz zu schweigen von den vielen Würstchen, Brötchen und Getränken, die im Vorfeld eingekauft worden waren.  Die vielen  Schöneicher jedenfalls, die nach und nach den Weg zum Knutfest  fanden, nachdem sie sich versichert hatten, dass es weder stürmt noch regnet, gaben sich wenig überrascht von dem Wetterglück der Organisatoren:  „Wenn Schöneiche  feiert, ist immer gutes Wetter“, hieß es.  Und tatsächlich hielt der harte Kern der Knutfest-Gemeinde bis gegen Mitternacht aus und es wurden laut Feuerwehrchef alles in allem rund 100 Grillwürste an den Mann beziehungsweise Frau gebracht.
Einen Tag später hatten die Dabendorfer und Schünower Feuerwehrleute weniger Glück. Auch sie waren bestens für die angekündigten Knutfeste vorbereitet, mussten diese allerdings aus Sicherheitsgründen schweren Herzens abblasen, wie die  jeweiligen Wehrführer Ralf Rupprecht beziehungsweise Christian Lünse am Abend bestätigten.  Zwar hatte sich Orkan „Elon“ inzwischen längst aus dem Staub gemacht, doch mit „Felix“  war ein weiteres Sturmtief nicht weniger gefährlich als sein Vorgänger übers Land gebraust.

Hintergrund

- In großen Teilen des Christentums dauert die Weihnachtszeit dreizehn Tage. Sie beginnt am  1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) und endet mit dem Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar.  Anders in Schweden, Norwegen und Finnland. Dort dauert die Weihnachtszeit ganze zwanzig Tage und endet erst am 13. Januar.
- An diesem Tag wird in diesen Ländern der St.-Knut-Tag begangen. Er ist benannt nach Knut IV., dem Heiligen, König von Dänemark. Es wird behauptet, dass König Knut IV. die Anordnung gegeben hat, die Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern und dass der Tag deshalb so genannt wird. Anderen Quellen zufolge sei Knut IV. an diesem Tag im Jahr 1086 gestorben.

- An diesem Tag werden traditionell die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt, anschließend werden die Bäume entsorgt. Vielerorts ist es inzwischen Tradition, die Bäume während eines sogenannten Knutfestes in gemütlicher Runde bei Glühwein und Grillwurst zu verbrennen.

 

 

 

940 Jahre in der Feuerwehr gedient

Im Bürgerhaus Wünsdorf fand kürzlich die feierliche Auszeichnungsveranstaltung anlässlich der Verleihung der Medaille für  treue Dienste in der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zossen statt.  Der Minister des Innern des Landes Brandenburg würdigt damit die jahre- beziehungsweise jahrzehntelange Pflichterfüllung der Männer und Frauen in ihren blauen Uniformen. Wie Stefan Kricke, Zossens stellvertretender Stadtwehrführer, in seiner Rede betonte,  haben die 36 an diesem Abend geehrten Feuerwehrmänner und -frauen zusammen 940 Jahre treu und pflichtbewusst in den Reihen der Feuerwehr gedient. Dafür gab’s Gold, Silber, Bronze oder Kupfer. Allein Löschmeister Franz Jochen aus Schöneiche und Oberlöschmeister Hans Hoffmann aus Horstfelde haben  je 60 Jahre ihres Lebens  in der  Feuerwehr gedient und erhielten dafür die Medaille für treue Dienste in der Sonderstufe Gold „60 Jahre“. Zusammen 100 Jahre dienten Oberfeuerwehrmann Günter Broße aus Schöneiche und Oberlöschmeister Klaus Njammasch aus Neuhof. „Ihnen wie all den anderen geehrten und aktiven Kameraden gebührt der Dank der Stadt Zossen“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Wie sie sagte,  wüssten viele Bürger gar nicht, wie viel Zeit und Engagement die Feuerwehrleute in ihrer Freizeit in die Feuerwehrarbeit investieren. Sie dankte nicht nur den Mitgliedern der Feuerwehr, sondern auch deren Angehörigen, die oft viel Verständnis aufbringen müssen, wenn ihr Partner oder wenn der Papa wieder zu einem Einsatz gerufen wird. Michaela Schreiber hob hervor, dass die Kameraden und Kameradinnen für ihre treuen Dienste nicht nur die Anerkennung der Verwaltung, sondern aller Bürger verdienen. „Bleiben Sie noch lange dabei, wir brauchen Sie“,  ermunterte sie die Anwesenden. In gemütlicher Runde klang die Auszeichnungsveranstaltung im Bürgerhaus aus.

Die Namen aller geehrten Feuerwehrleute finden Sie im Stadtblatt, Novemberausgabe 2014, auf den Seiten 6/7. 

 

 

 

Ein tadelloser Ruf war Voraussetzung

Foto aus dem Jahr 1909
Angetreten zum Dienst.
Klares Bekenntnis.

Die alte Dienstordnung.
Voller Einsatz.

 

"Jeder Kamerad“, so steht es in der Dienstordnung der Freiwilligen Feuerwehr zu Zossen aus dem Jahr 1910, „hat sich für allen Dienst in Bereitschaft zu halten, sowohl im Ernst als wie im Uebungsfalle“. Eine Kopie dieser Vorschrift, die unter anderem auch aussagt, dass die gesamte Ausrüstung  „immer in gutem Zustande und zur sofortigen Benutzung“ bereit  sein muss, hängt in der Zossener Feuerwache, in der sich immer montags die Kameraden des Löschzugs Zossen um Ortswehrführer Mathias Bleeck  zu ihren thematischen Dienst- und Ausbildungsabenden treffen. Mit dabei auch Stadtwehrführer Manfred Marek, der  am 1. März 1977  der  Zossener Wehr beigetreten und  diese von 1996 bis 2004 führte.

Nahezu „heimlich, still und leise“ beging die Feuerwehr Zossen nun  in diesem Jahr ihren 130. Geburtstag. Anders noch als vor 20 Jahren, als das damalige Jubiläum - 110 Jahre Freiwillige Feuerwehr Zossen - drei Tage lang mit Festsitzung und -umzug, mit Platzkonzert und Fackelzug, mit Tanz   und Wettkämpfen gefeiert wurde, wollte man es in diesem Jahr etwas ruhiger angehen lassen. Gelegenheit also für einen kurzen Rückblick auf die Anfänge der Zossener Wehr und ihre Entwicklung.

39 Männer waren es, die sich 1883 auf einen Aufruf in dem damals wöchentlich einmal erscheinenden „Zossener Stadt- und Landboten“  gemeldet hatten. Alle mussten mindestens 18 Jahre alt sein, durften nicht „wegen entehrender Vergehen“  bestraft sein und mussten sich  „eines tadellosen Rufes“ erfreuen. Sie trafen sich noch im Dezember des gleichen Jahres, um ein Komitee zu gründen, das die Statuten ausarbeiten sollte. In der ersten Stadtverordnetenversammlung des Jahres 1884 - so ist der Chronik zu entnehmen -  beschäftigten sich die Stadtverordneten mit der Gründung der Wehr und bewilligten 300 Mark zu deren Ausrüstung. Zum Vergleich: Bereits 90 Jahre später, im Jahr 1974, standen der Wehr nicht nur  mehrere Löschfahrzeuge, sondern auch Werkzeuge und Ausrüstungsgeräte im Wert von mehr als 300 000 Mark zur Verfügung, ganz zu schweigen vom Wert der heutigen Technik, die in der Zossener Feuerwache ihr Domizil hat.

Nur wenige Tage nach dem im Jahr 1884 eine Generalversammlung die Statuten angenommen hatte, konnte sich die neu gebildete freiwillige Feuerwehr bereits bei der Bekämpfung eines Großfeuers in den Weinbergen bewähren. Ein Gehöft und zwei Scheunen wurden am 29. Juni 1884 Opfer der Flammen. Erster Wehrleiter war der Maurermeister Georg Refeldt.

Wie wichtig die Gründung einer Feuerwehr zu jener Zeit war, lässt sich aus der Geschichte ableiten. Mehrfach fiel Zossen in den vergangenen Jahrhunderten Feuerbrünsten zum Opfer, so zum Beispiel  am 17. April 1588, als ein Feuer 75 Häuser vernichtete. 1637 - während des Dreißigjährigen Kriegs -  wurde Zossen von den Kaiserlichen abgebrannt, 1671 ist die Stadt erneut durch einen Brand in  Asche gelegt worden. Später wurden hohe Strafen für diejenigen angeordnet, „die nicht, wenn sie Feuer gewahr wurden, sofort öffentlichen Lärm machten und bei den Nachbarn um Hilfe riefen“.  Die erste vom König angeordnete Feuerordnung trat in Zossen 1776 in Kraft. So war das öffentliche Rauchen auf den Straßen nur mit Pfeife gestattet, die einen Deckel haben musste. Wer dagegen verstieß, musste entweder 24 Stunden ins Gefängnis oder zwei Taler zahlen. Auch in den Jahren nach der Gründung der Feuerwehr blieb die Stadt von Bränden nicht verschont. Am 5. Juli 1905 schlug ein  Blitz in den Dachstuhl des Postgebäudes auf dem Marktplatz ein und verursachte einen Brand. Daraufhin wurde ein Jahr später eine 18 Meter hohe mechanische Schiebeleiter für 2800 Mark gekauft, die den Feuerwehrleuten noch bis 1969 gute Dienste leistete.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 löste sich die Feuerwehr Zossen zunächst auf, wurde aber schon ein Jahr später neu ins Leben gerufen. Sie zählte damals 33 Kameraden und sechs Kameradinnen. Wehrleiter wurde Kurt Schulze, der diese Funktion bis 1961 ausübte.   Auch in den Jahren danach gab es jede Menge zu tun für die Zossener Wehr. Ob bei Stall- und Schuppenbrände, Wald- und Dachstuhlbränden, Katastropheneinsätzen, um Sturmschäden  zu beseitigen, oder  wie 1972, als ein Personenzug in Brand geraten war – stets bewiesen die Kameraden, dass sie in der Lage sind, Brände schnell und wirksam zu bekämpfen. Das Aufgabenspektrum ist mit den Jahren immer umfangreicher geworden. Für 1986 beispielsweise spricht die Chronik von 23 Bränden und 22 Hilfeleistungen, darunter die Beseitigung von Sturmschäden,  ein Einsatz bei einem Zugunglück in Sperenberg, ein anderer bei einem Hubschrauberabsturz in Sperenberg sowie mehrere Leichenbergungen.
In der Feuerwache selbst erinnern zahlreiche historische Fotos, Pokale, Urkunden, Plaketten und Gastgeschenke zu früheren Jubiläen an die nunmehr 130-jährige Geschichte der Zossener Wehr. Zu den ältesten Kameraden zählen der 82-jährige Herbert Chodura und der 77-jährige Siegfried Becker, beide selbst ehemalige  Wehrleiter. Beide haben mehrere Jahrzehnte Zossener Feuerwehrgeschichte mitgeschrieben und so manchen heiklen Einsatz erlebt. „Happig war eigentlich alles“, sagt Siegried Becker, gefragt nach spektakulären  Erlebnissen. So erinnert er sich unter anderem noch gut an das Hochwasser in Glienick Mitte der 1950er Jahre. Über manche Einsätze, die ihm menschlich besonders nah gingen, redet er nicht so gern.  Sowohl Becker wie auch Chodura haben es nie bereut, einen Großteil ihrer Lebenszeit in den Dienst der Feuerwehr gestellt zu haben. „Warum auch?“, sagt Siegfried Becker. Er würde es immer wieder tun. Einig sind sich allerdings alle, dass es ohne das Verständnis der Frauen oder  Freundinnen, ohne deren Unterstützung nicht geht. Das gilt sowohl für die Vertreter der älteren Generation, wie auch für die jüngeren Feuerwehrleute. Nichts verloren von seiner Aktualität hat  übrigens auch Punkt 1 der  alten Dienstordnung aus dem Jahr 1910: „Der Feuerwehrmann“, so ist da zu lesen, „soll sich einer geregelten und nüchternen Lebensweise befleissigen. Angetrunkene werden von der Brandstelle resp. Uebungsplatz entfernt.“ Was jedoch nicht  ausschließt, dass man in gemütlicher Runde - wie jüngst geschehen -  auf ein Jubiläum wie das 130-jährige Bestehen der eigenen Feuerwehr anstoßen kann. Verdient haben es sich die Kameraden allemal.

 

 

 

Übrigens . . .

 

. . .  gab es bereits 1778 für die Männer mit der ersten Spritze, die an einem Brandherd eintraf  zur Belohnung zehn Taler.
. . . wurde im Jahr 1842 eine neue Spritze gebraucht. Diese wurde vom Kupferschmiedemeister Perenz gefertigt. Sie hatte einen sieben Linien starken, 100 Fuß weiten und 90 Fuß hohen Wasserstrahl.

. . . fand die erste Ausbildung für die Kameraden der neuen Wehr an einem Sonntag, dem 21. September 1884, statt.  Bereits einen Tag später hatte sie ihre Feuertaufe zu bestehen. Es brannte auf dem Hausboden des Glasermeisters Karas.

. . .  brannte am 21. Juli 1912 die Windmühle Koch.
. . . feierte die Zossener Wehr am 5. und 6. Mai 1934 ihr 50-jähriges Bestehen.

. . . wurde die Wehr am 31. Januar 1954 bei 28 Grad minus zu einem Dachstuhlbrand in die Fischerstraße gerufen.
. . .  ist am 14. September 1962  mit 27 Pionieren eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ gegründet worden.

. . . sind im Jahr 1980 518 Brandschutzkontrollen durchgeführt worden.

. . . konnte die Wehr 1985 den Titel „Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr“ zum dritten Mal erfolgreich verteidigen.

. . . erschien 1994 anlässlich des 110-jährigen Bestehens der FFw Zossen eine Chronik, an der derzeit weitergearbeitet wird.

. . .  musste die Feuerwehr Zossen im August 2014 zu zwei Bränden und 21 technischen Hilfsleistungen ausrücken.

Schornsteinbrand in Kallinchen

Die Feuerwehr Zossen wurde am Mittwoch, dem 1. Oktober, um 7.25 Uhr zu einem Schornsteinbrand in der Kallinchener Seestraße gerufen. Um 7.44 Uhr wurde das Einsatzstichwort auf „Brand  Einfamilienhaus,  Brand in kompletter Ausdehnung“ erhöht. Die Feuerwehr war mit  sechs  Ortsfeuerwehren und 46 Einsatzkräften vor Ort. Aufgrund der Bauweise des Hauses hatte sich das Feuer vom Schornstein in das Dämmmaterial der Außenwand und den Dachbereich ausgebreitet. Um das Feuer zu löschen, mussten die betroffenen Außenwände mit der Rettungssäge geöffnet werden. Einsatzleiter war Stadtbrandmeister Manfred Marek. Der Einsatz konnte um 12.25 Uhr erfolgreich beendet werden.

 

Tolle Platzierung für Wünsdorfer Feuerwehrnachwuchs

Kompliment für den Wünsdorfer Feuerwehrnachwuchs. Zwar reichte es am  Ende bei den Landesmeisterschaften der Jugendfeuerwehren  in Ludwigsfelde nicht für einen Podestplatz, doch mit einem 7. Platz bei den Jungen und einem 8. Platz bei den Mädchen waren nicht nur Jugendwartin Mandy Heidemann und Wettkampfexperte Marcel Schulze mehr als zufrieden. Auch Wünsdorfs Ortswehrführer Silvio von Lützow war voll des Lobes über das Ergebnis der zehn- bis 14-jährigen Mädchen und Jungen. „Hut ab vor dieser Leistung. Sie können sehr stolz  auf diesen Wettkampf sein“, sagt von Lützow. Nicht zuletzt, weil die Jungen über sich hinaus wuchsen und in allen drei Disziplinen – Löschangriff Nass, Gruppenstafette sowie  5 x 80  Meter Feuerwehrstafette  persönliche Bestleitungen erzielten. Dafür hatte der Wünsdorfer Feuerwehrnachwuchs in den Sommerferien auch hart und fleißig trainiert. „Dreimal in der Woche bis zu je drei Stunden“, erzählt Mandy Heidemann. Ihr imponiert vor allem die Moral der jungen Feuerwehrleute. Selbst als es mal nicht so lief und es in einem Lauf zur Disqualifikation kam, war die Stimmung super. Da seien die Jungs eben hoch motiviert in den zweiten, entscheidenden Lauf gegangen, so die 35-Jährige, die selbst einmal in der Jugendfeuerwehr begann. Wie Mandy Heidemann betont, fand sie es toll, dass so viele Eltern und  Kameraden die jungen Feuerwehrleute  im Ludwigsfelder Waldstadion anfeuerten. Insgesamt waren am 20. und 21. September 540 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 18 Jahren am Start. Ihre Wettkämpfe waren von  rund 60 Kampfrichtern auf Einhaltung der Regeln  beobachtet worden.

 

Spannende Stadtmeisterschaft 2014 im Löschangriff Nass

Das war knapp. Alle hatten sich während des Wettkampfes am Sonnabend, dem 13. September, auf den Auftritt der Wünsdorfer Kameraden konzentriert. Diese hatten die Möglichkeit, mit einem Sieg erneut Stadtmeister im Löschangriff Nass zu werden und damit den Wanderpokal endgültig nach Wünsdorf zu holen. Denn bereits viermal hatten die Wünsdorfer  den Pokal gewonnen. Bei einem fünften Sieg wäre der Pokal in ihren Besitz übergegangen. Alles sah auch gut aus. Die Zeit von 39,87  Sekunden konnte sich sehen lassen. Doch da waren noch die Neuhofer, die den Wünsdorfern den Sieg und damit auch den Pokal vor der Nase wegschnappten. Mit der Superzeit von 37,32 Sekunden wurden die Kameraden um Ortswehrführer Axel Späthe Gewinner der Stadtmeisterschaften 2014 im Löschangriff Nass, die diesmal von den Feuerwehren Nunsdorf und Schünow auf dem Gelände in Wünsdorf ausgerichtet worden sind. Da auch die Ortswehr Neuhof den Pokal in der Vergangenheit  bereits viermal erobert hatte, kann diese das gute Stück nun für immer in die Vitrine stellen. Den dritten Platz belegten die Schünower mit einer Zeit von 40,12 Sekunden, knapp vor Zossen, deren eigentliche Wettkampfmannschaft nicht am Start war. Desto höher einzuschätzen ist der vierte Platz des kaum eingespielten Teams mit der guten Zeit von 40,80 Sekunden. Insgesamt waren bei den Erwachsenen elf Mannschaften am Start.

Was den Wünsdorfer Männern nicht gelang, schaffte der Wünsdorfer Nachwuchs. Die Kindermannschaft Wünsdorf II gewann deutlich vor Wünsdorf I. Acht Kinder-beziehungsweise Jugendmannschaften waren angetreten, um am 13. September  ihre Besten im Löschangriff Nass zu ermitteln.

Auch Bürgermeisterin Michaela Schreiber hatte die spannenden Wettkämpfe aufmerksam verfolgt. Diese, da waren sich alle einig, hätten noch mehr Zuschauer verdient. Dabei wäre es eine gute Gelegenheit für die Bürger gewesen, bei einer solchen öffentlichen Veranstaltung wie es die Stadtmeisterschaft ist, den Kameraden eine gewisse Wertschätzung  für deren ehrenamtliche, sehr zeitaufwendige und aufopferungsvolle Arbeit entgegenzubringen. Schließlich erwarten sie in Notsituationen, schnelle und kompetente Hilfe mit bestmöglich ausgebildeten Kameraden und Technik  zu erhalten.