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Hier erfahren sie mehr über die Kindertagesstätten der Stadt Zossen.

Liebe Eltern!

Dass Sie beabsichtigen,  Ihr Kind in einer unserer Kitas betreuen, bilden und erziehen zu lassen, ist ein großer Vertrauensbeweis in die gute Arbeit  unseres erfahrenen Kita-Personals.  Sie geben schließlich das Liebste, was sie haben, in fremde Hände.  Und egal, ob Sie sich dafür entscheiden, Ihr Kind möglichst wohnortnah betreuen zu lassen oder Sie besonderen Wert auf eine spezielle thematische Ausrichtung der Kita legen, gewährleisten wir in allen Einrichtungen  hohe pädagogische Standards.

Mit der Aufnahme in eine Kindertagesstätte eröffnet sich für die Kinder eine neue Welt - mit neuen Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern. Dabei kommt es uns vor allem auf den Anfang an - auf die Eingewöhnung des Kindes, auf  die neue Umgebung und an die neuen Bezugspersonen. Die Eingewöhnung, so die Erfahrungen unserer Erzieherinnen und Erzieher, bildet den Grundstein für den Beziehungsaufbau zwischen der Erzieherin und dem Kind. In dieser Phase erkunden die Kleinen selbstständig ihre Umgebung, nehmen ersten Kontakt zur Erzieherin und zu anderen Kindern auf.  Diese Zeit erfordert vom Personal ganz viel Kraft, Wissen und Einfühlungsvermögen. Krippenarbeit ist Schwerstarbeit. Aber auch später verlangt die fundierte Betreuung der Kinder den Erziehern alles ab. Anders als früher, als das Kind meist nur als Objekt angesehen wurde, wird es als individuelles Subjekt wahr- und ernst genommen. Und weil das so ist, halten wir es mit Johann Wolfgang von Goethe, der einmal gesagt hat: „Für Kinder ist das Beste gerade gut genug“.

Jeder Mensch ist zu Beginn seines Lebens ein Kind, das die Welt entdeckt und erforscht und dabei nach und nach seinen eigenen Charakter  entwickelt.  Bekanntlich ist die frühe Kindheit  damit  jene Lebensphase, in der so intensiv gelernt wird, wie nie mehr im gesamten Leben. Kinder sind von Natur aus neugierig, ihr Wissensdurst  ist der Motor für das Lernen. Diese Tatsache  ist daher auch der Ausgangspunkt für die Bildungsarbeit in allen Kindertagesstätten der Stadt Zossen, in denen seit Jahren erfolgreich die Methode der  „offenen Arbeit“ praktiziert wird. Der Begriff umschreibt ein pädagogisches Konzept, das sich inzwischen seit Jahrzehnten  in deutschen Kindertagesstätten wachsender Beliebtheit erfreut.  Statt wie früher in einer bestimmten Stammgruppe betreut zu werden, haben die Kinder die Möglichkeit,  sich in frei gewählten Spielgruppen mit selbst gewählten Aktivitäten zu befassen. Es zeigt sich, dass gut durchdachte Funktionsräume (z.B. Bau- und Bewegungsräume, Künstlerwerkstätten) die Wahrnehmung und Ausübung der kindlichen Interessen und Bedürfnisse steigert und sich alle Beteiligten im Alltag wohler fühlen. In der offenen Arbeit wird das Kind von seinem Wesen her als grundsätzlich aktiv und interessiert angesehen. „Aus der Art, wie das Kind spielt“, so hat es der österreichische Publizist Rudolf Steiner einst formuliert, „kann man erahnen, wie es als Erwachsener seine Lebensaufgabe ergreifen wird.“ Die Zeit, da die Erzieherinnen von manchen Eltern nur als „Basteltanten“ wahrgenommen wurden, ist längst vorbei. Sie berücksichtigen  die jeweiligen Interessen, das jeweilige Lerntempo und den Willen des Kindes. Es entscheidet selbst, was, wo und mit wem es spielen möchte.  Die Erzieherinnen und Erzieher verstehen sich dabei als Begleiter, Lernpartner, Zuhörer, Unterstützer, Berater und Coach der Kinder, lassen ihnen viele Freiräume, geben notfalls aber auch Grenzen vor.

Gesetzliche Grundlage für die Bildungsarbeit in den Kitas ist das Rahmenprogramm des Landes Brandenburg „Grundsätze elementarer Bildung“.  Das Rahmenprogramm ist in sechs Bildungsbereichen gegliedert. Sie durchziehen die gesamte pädagogische Arbeit. In allen Kindertagesstätten der Stadt Zossen stehen Ihren Kindern vielfältige Betätigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Im Zusammenwirken dieser Bereiche kann sich gute pädagogische Praxis entwickeln, die den Kindern ermöglicht, die Welt zu erkennen und zu begreifen.

Jede Kita hat inzwischen  ein eigenes spezifisches Profil entwickelt, das aufzeigt, wie die Kinder in ihren individuellen Bildungsprozessen unterstützt und herausgefordert und gefördert werden. Für alle Kinder, die eine Kindertagesstätte bei uns besuchen, werden so genannte Portfolios  geführt. Hier wird die Bildungsgeschichte der Kinder dokumentiert und Ihnen somit die Arbeit in den Einrichtungen transparent gemacht.

Systematische Beobachtungen und Dokumentation der Bildungsprozesse der Kinder sind Grundlage für die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit  mit den Eltern basiert auf partnerschaftlichem Miteinander zum Wohle der Kinder. Alle Erzieherinnen und Erzieher besuchen regelmäßig Fortbildungen und garantieren somit eine hohe pädagogische Qualität in der Bildungsarbeit.

Sie entscheiden, in welcher Kita Ihr Kind weiter wachsen wird. Machen Sie sich  hier    selbst ein Bild von den einzelnen Einrichtungen. Für Ihre Fragen stehen Ihnen die Kita-Leiterinnen bzw. das städtische Schulamt  gern zur Verfügung.

Michaela Schreiber,
Bürgermeisterin der Stadt Zossen