Kreiserntefest TF: Anmeldefrist bis zum 31. Juli 2018 verlängert

Zossen. Für das diesjährige Kreiserntefest Teltow-Fläming, das am 6. Oktober   im Zossener Ortsteil Schöneiche stattfindet, sucht das Festkomitee noch Teilnehmer für den Bauern- und Erlebnismarkt. Das können landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Betriebe sein, aber auch Vereine, Verbände, Unternehmen und Privatpersonen mit traditionellem Handwerk. Auch Anbieter von ländlichem Brauchtum und zum Erntefest thematisch passenden Kinderanimationsständen sind gern gesehen. Das gilt auch für Anbieter von deftige n Speisen und Getränken, Süßwaren, Fisch, Backwaren, u.v.m.

Anmeldung bis spätestens 31. Juli 2018 an:

Stadt Zossen - Abt. Wirtschaftsförderung  
Marktplatz 20 in 15806 Zossen   
Tel.: 03377 - 30 40 511
Fax: 0331 - 27 54 86 954    
E-Mail:
VL-Wirtschaftsfoerderung@SVZossen.Brandenburg.de

Ausschreibung und Anmeldeformular

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Stadt Zossen und EWZ halten Visionen des Vereins ICEC für unrealistisch und nicht finanzierbar

Teil der benötigten Flächen stehen ohnehin nicht zur Verfügung

Zossen. „In mehrfacher Hinsicht als völlig unrealistisch“ hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber  die Visionen des neu gegründeten Vereins ICEC (Internationale Campus und Eco-City Wünsdorf)  für die Nutzung des ehemalige Militärgeländes bezeichnet, die dieser am 21. Juni 2018 im Bücherstall der Bunker- und Bücherstadt Wünsdorf vorstellen will.  Volle Unterstützung erhält sie dabei von Birgit Flügge, Geschäftsführerin  der  Entwicklungsgesellschaft Waldstadt Wünsdorf/Zehrensdorf mbH (EWZ), in deren Eigentum sich die für das  Projekt  „Wünsdorf 3000“ benötigten Flächen befinden. In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären Birgit Flügge und Michaela Schreiber, die als Bürgermeisterin  auch Mitgesellschafterin in der EWZ ist, dass sich die  EWZ für einen Teil der in Frage kommenden Flächen schon länger mit anderen Investoren in Verhandlungen befindet, die zum Teil schon weit vorangeschritten sind. „Im Moment boomt es in Wünsdorf, da können wir es uns nicht leisten,  nachgefragte Flächen zu blockieren, damit sich jemand irgendwann ein Luftschloss bauen kann“, so Bürgermeisterin Schreiber. Zwar habe es tatsächlich schon vor mehr als einem Jahr von einem Projektentwickler eine Anfrage sowohl an die EWZ als auch an die Stadtverwaltung Zossen gegeben, wie Flügge und Schreiber sagen, allerdings habe sich danach niemand mehr mit konkreten und realistischen Vorstellungen gemeldet.  „Ich habe damals deutlich gemacht,  dass die Stadt mit solchen visionären, finanziell nicht untermauerten  Riesenprojekten schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht hat und das Ganze wie eine Seifenblase geplatzt ist“, so Bürgermeisterin Schreiber. Die Rede ist von der SGW Multiversa AG, die den Wünsdorfern einst das Blaue vom Himmel versprochen hatte. Das milliardenschwere Projekt mit Sport- und Gesundheitszentrum, Höhentrainingszentrum,  Ski-Indoor-Anlage, Schwimm- und Erlebnisbad, Schulungs-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie zahlreichen Hotels, gesundheitlichem Rehabilitationszentrum und einem Reiterhof mit Tierklinik blieb allerdings lediglich eine unrealistische Vision auf dem Papier, nicht finanzier- und damit nicht umsetzbar.

Auch wenn in diesem Fall eine gänzlich andere Projektidee verfolgt wird, so muss man doch festhalten, dass es sich bislang lediglich um eine Idee handelt. Konkrete Investitionsabsichten bzw.  -möglichkeiten  wurden bislang nicht an die EWZ herangetragen. „Wir werden nur wegen einer Vision keinen Stillstand in Wünsdorf herbeiführen“, so Schreiber und Flügge unisono. 

                                                                                                  Pressemitteilung vom 19. Juni 2018

Tolles Geschenk zum Kindertag

Zossen. Höhepunkt des Kinderfestes an der Goethe-Schule in Zossen am 1. Juni 2018 war  ohne Zweifel die feierliche Übergabe der neuen Schulsportanlage mit Sportplatz und zusätzlich einem 18 mal 32 Meter großen Kleinspielfeld - umgangssprachlich auch Käfig genannt - für Fuß-, Volley- und Basketball. Begeistert nahmen die Kinder nach dem symbolischen Durchschneiden des Bandes das tolle Geschenk der Stadt im Wert von rund einer halben Million Euro in Besitz.  Auf die Frage von Bürgermeisterin Michaela Schreiber an die rund 270 Schüler, ob sie denn wüssten, wieviel Nullen die Zahl 500 000 habe, kam prompt die richtige Antwort: fünf.  Ein Kompliment gab’s von Michaela Schreiber auch ob der  beeindruckenden Tanzdarbietung der Jungen und Mädchen. Sie habe noch nie so viele Kinder gemeinsam an einem Ort tanzen sehen, gestand sie. Ein Dankeschön ging an die beteiligten Firmen.  In den kommenden Wochen soll das Areal neben dem umzäunten Sportplatz  noch mit einem öffentlichen Spielplatz und einem Verbindungsweg vom Zillebogen zur Menzelstraße komplettiert werden.

Der Sportplatz besteht unter anderem aus einer 200 Meter langen Rundlaufbahn, dessen Tennebelag in den kommenden Wochen noch aushärten muss, eine 60 Meter lange Sprintstrecke, einem  26 mal 40 Meter großen Spielfeld, einem  Beachvolleyballfeld, einer Weitsprunganlage  sowie einer Kugelstoß- und  Weitwurfanlage. Alle Zuwegungen wie Straße, Wege und Wartebereiche wurden gepflastert, insgesamt zirka 950 Quadratmeter. Außerdem entstanden 25 Parkplätze und es wurden vier neue Straßenleuchten aufgestellt.

Wichtige Information für den Wechsel von Kita in Hort

Sehr geehrte Eltern der zukünftigen Schulanfänger,

hiermit möchte ich Sie über eine Vereinfachung im Verfahren „Wechsel von Kita in Hort“ informieren. Nachdem wir im vergangenen Jahr umfangreiche und zeitweise für alle Beteiligten sehr anstrengende Umbrüche im Bereich des Schulamtes/Kitaplatzvergabe hatten, können wir nun von dem neu eingeführten Verfahren profitieren.Mit der verbindlichen Feststellung der Schulanfänger, die jetzt nach Abschluss des Einschulungsverfahrens seit Ende Mai vorliegt, übernehmen wir automatisch alle bis jetzt in den Kitas der Stadt Zossen betreuten Kinder (Einschüler) als Hortkinder im Hort der entsprechenden Grundschule.

Im Einzelnen bedeutet dies für Sie:

·         Eine Kündigung des Kita-Betreuungsvertrages ist nicht erforderlich.

·         Ein neuer Antrag auf Aufnahme in den Hort ist nicht erforderlich, Sie müssen keine neuen Unterlagen einreichen.

·         Vielmehr geht der zwischen der Stadt Zossen und Ihnen abgeschlossene Vertrag nahtlos weiter, Sie erhalten von uns einen Änderungsvertrag, in dem die Einrichtung (Kita zu Hort) wechselt und der Umfang der Betreuungszeit auf den Hort angepasst wird.

·         Seit dem vergangenen Jahr haben wir bei der Feststellung des Rechtsanspruches diesen nicht nur für die Kita-Zeit, sondern bereits auch für die Hort-Zeit anhand der von Ihnen eingereichten Unterlagen berechnet. Diese Angaben werden nun bei der Betreuungszeit für den Hortvertrag übernommen.

·         Sollten Sie (weil keine Änderungen vorlagen) in 2017 noch keinen neuen Betreuungsvertrag bzw. Rechtsanspruchsbescheid erhalten haben, werden Sie ebenso von dem neuen Verfahren profitieren und erhalten die entsprechenden neuen Unterlagen von uns auch automatisch.

·         Der Kita-Vertag endet automatisch mit dem 19. August 2018 und der Hortvertrag beginnt mit dem 20. August 2018.

 ·         Der Elternbeitragsbescheid wird ebenfalls ohne extra Antragstellung Ihrerseits automatisch von Kita zu Hort umgestellt.

Was müssen Sie tun:

·         Wenn Sie von uns den Änderungsvertrag erhalten und Ihr Kind zukünftig im Hort betreut werden soll, unterschreiben Sie den Vertrag und schicken ihn kurzfristig an uns zurück. Dann wird Ihr Kind an den Hort zur Betreuung gemeldet.

·         Wenn Sie eine zukünftige Betreuung im Hort nicht wünschen, teilen Sie uns dies kurz schriftlich mit, dann endet Ihr Kita-Vertrag mit dem 19.08.2018 und Sie erhalten eine kurze Bestätigung und einen abschließenden Elternbeitragsbescheid. Oder Sie schreiben eine Kündigung zu einem anderen (früheren) Zeitpunkt.

·         Wenn sich etwas an Ihren Angaben (Arbeitszeit, Einkommen, etc.) geändert hat, müssen Sie nur die geänderten Unterlagen nachreichen.

·         Wenn Ihr Kind nicht in einer Kita der Stadt Zossen betreut wurde und Sie eine Betreuung im Hort wünschen, ist es natürlich erforderlich, einen neuen Antrag mit allen einzureichenden Unterlagen zu stellen.

Die Bearbeitung des Kita/Hort-Wechsels wird jetzt im Juni begonnen und voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein, so dass Sie rechtzeitig vor dem neuen Schuljahr Ihre Unterlagen erhalten.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind einen angenehmen Übergang von der Kita in den Hort bzw. die Grundschule.

Mit freundlichen Grüßen

Michaela Schreiber,  Bürgermeisterin

 

 

 

Zossen bringt Nachtragshaushalt ein

Mit diesem Schritt soll das Projekt Feuerwehrwache Wünsdorf gerettet werden,
nachdem das Land seine Fördermittelrichtlinie geändert hat 

Zossen.   Drei Monate, nachdem  Zossens Stadtverordneten mit großer Mehrheit zum ersten Mal einen Doppelhaushalt für die Jahre 2018/19  verabschiedet haben, wird jetzt ein Nachtragshaushalt erforderlich. Die entsprechende von der Stadtverwaltung erarbeitete Beschlussvorlage soll auf der Sitzung des städtischen Finanzausschusses am 6. Juni 2018 beraten und den Stadtverordneten am 27. Juni 2018 zur Abstimmung vorgelegt werden. Bürgermeisterin Michaela Schreiber hatte zuvor nach Rücksprache mit der Kämmerin den Hauptausschuss über das von ihr vorgeschlagene Vorhaben informiert. „Mit dem Nachtragshaushalt wollen wir die geplante Sanierung bzw. den Neubau der Wünsdorfer Feuerwache retten“, erklärt Bürgermeisterin Schreiber. Dafür waren der Stadt vom Land Fördermittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden, die auch als zu erwartende Einnahme im rechtskräftigen aktuellen Haushalt dargestellt ist. Vor 14 Tagen sei sie allerdings darüber informiert worden, dass das Land inzwischen seine Förderquote geändert hat. Auf einer Beratung in Potsdam war mitgeteilt worden, dass jede Maßnahme in diesem Bereich nur noch mit bis zu 1,2 Millionen Euro gefördert wird. „Das bedeutet, dass uns 1,5 Millionen Euro fehlen, eine Summe, die man nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann“, so die Verwaltungschefin. Möglich werde die plötzlich erforderliche Erhöhung des Eigenanteils nur dadurch,  dass die Stadt  deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen verbuchen kann als geplant. Man wolle das Feuerwehrgerätehaus in jedem Fall bauen, darüber war und sei man sich einig, auch wenn die Kürzung der Fördermittel überraschend gewesen sei.

Die höheren Einnahmen kommen aber nicht nur diesem Projekt zu gute. „Dank dieser erfreulichen Tatsache können wir mit dem Nachtragshaushalt auch die Investitionspauschalen in den Bereichen Hochbau, Tiefbau und Sportstätten um jeweils 500 000 Euro erhöhen können“, sagt die Bürgermeisterin.  Über die konkrete Mittelverwendung werde allerdings erst im Herbst in den städtischen Gremien entschieden, vorausgesetzt, der Nachtragshaushalt findet die mehrheitliche Zustimmung der Stadtverordneten.

 

Rosige Pläne für den Stadtpark

Vor-Ort-Termin mit dem Landschaftsarchitekten Horst Heinisch, der den Mitgliedern des Bau- und Tourismusausschusses die Pläne für die weitere Gestaltung des Stadtparks erläuterte.

Zossens grüner Lunge soll neues Leben eingehaucht werden

Zossen. Bei einem Vor-Ort-Termin im Zossener Stadtpark informierten sich Mitglieder des städtischen Bauausschusses und des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 3. Mai 2018 über die künftige Gestaltung des Areals zwischen Kirch- und Bahnhofsstraße. Landschaftsarchitekt Horst Heinisch erläuterte fachkundig und anschaulich die geplanten Maßnahmen. Nachdem bereits im vergangenen Jahr der Eingangsbereich zum Park von der Bahnhofsstraße neu gestaltet worden ist, gibt es nun aus denkmalrechtlicher Sicht auch grünes Licht für die Sanierung des Park-Zugangs zum Rosengarten, der ebenfalls nach früheren Plänen umgestaltet werden soll. Notwendig wird es sein, die alten Schieferplatten komplett aufzunehmen und auf neuem Unterbau zu verlegen. Auch Mauern und die Treppe, die nicht zuletzt durch Vandalismus stark beschädigt sind,  müssen neu errichtet werden. Dadurch werde die Attraktivität des Areals als beliebter Ort für Openair-Trauungen deutlich erhöht, heißt es.   

Eine große Herausforderung wird der Neubau des mit 15 Düsen ausgestatteten Springbrunnens sein, der seit Jahren schon nicht mehr sprudelt und um dessen künftige Gestaltung es zwischen Stadt und Denkmalschutzbehörde bislang unterschiedliche Auffassungen gab. Nun liege ein genehmigungsfähiger Kompromissvorschlag auf dem Tisch, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Der sieht unter anderem vor, die Zahl der Düsen ebenso beizubehalten wie die Anordnung in der bisherigen Form. Die neue Umrandung wird allerdings durchbrochen, so dass man im Sommer auch zwischen den  Wasserfontänen laufen kann. Anders als früher werde das Wasser nicht im Becken gehalten, sondern über spezielle Rinnen dem Kreislauf immer wieder zugeführt. Erforderlich ist dafür eine unterirdische Kammer, in der ein Wassertank und moderne Technik Platz finden, mit der Beleuchtung, zeitliche Intervalle und andere funktionale Möglichkeiten des Wasserspiels gesteuert werden. Laut Heinisch fallen für die Stadt in der fünfjährigen Gewährleistungsphase für Wartung und  Reinigung - inklusive Inbetriebnahme im Frühjahr und Außerbetriebnahme im Herbst -  Kosten in Höhe von jährlich rund 5000 Euro an.  Wie Bürgermeisterin Michaela Schreiber sagt, habe die Stadt im aktuellen Haushalt für die beiden Sanierungsvorhaben Rosengarten und Springbrunnen insgesamt eine Summe von 475 000 Euro eingestellt. Zudem rechne sie außerdem mit Fördermittel in Höhe von 220 000 Euro.

Nachdem sich die Gremien vor Ort auch ein Bild vom Ergebnis der Neugestaltung des Nottehafens mit Steg- und Slipanlage, Parkplätzen und Sitzmöglichkeiten am Nottekanal machen konnten, ging es weiter in den nördlichen Teil des Stadtparks, der sich in den vergangenen Monaten durch die erfolgten Abrissarbeiten stark verändert hat und nun neu gestaltet werden soll. Zahlreiche mehr oder weniger praktikable Vorschläge seien nach dem Aufruf der Bürgermeisterin, sich mit eigenen Ideen an der künftigen Gestaltung des Areals zu beteiligen, bereits eingegangen. Diese sollen nun vom Ortsbeirat gesammelt und ausgewertet werden. Bereits gepflanzt wurde Anfang Mai eine neue Hecke und auch die Plätze für das Aufstellen dreier Bänke an der Straßenseite sind entsprechend vorbereitet.  

Die neue Steganlage am Nottehafen und die neue Hainbuchenhecke am nördlichen Teil des Zossener Stadtparks.

Oberschule Wünsdorf soll den Namen Comenius-Schule – Berufsorientierende Oberschule erhalten

Städtischer Bildungsausschuss stimmte dem Vorschlag einstimmig zu

Zossen. Die auf Initiative der AG Zukunft im Jahr 2016 begonnene Namensfindung für die Oberschule Wünsdorf steht kurz vor dem Abschluss. Nachdem der ursprünglich favorisierte Name Linden-Oberschule vom Schulträger abgelehnt worden war und sich Lehrer- und Schulkonferenz nach gründlicher Diskussion über das Schulkonzept mehrheitlich für den neuen Vorschlag Comenius-Schule Wünsdorf – Berufsorientierende Oberschule  ausgesprochen haben, billigten auch die Mitglieder des Bildungsausschusses  auf ihrer Sitzung am 19. April 2018 einstimmig die nun geplante Namensgebung. Auch der Ortsbeirat Wünsdorf signalisierte Zustimmung. Die endgültige Entscheidung treffen die Stadtverordneten auf ihrer nächsten Sitzung am 9. Mai 2018.

Hintergrund:

Johann Amos Comenius (1592 – 1670) gilt als großer Pädagoge des 17. Jahrhunderts. Er entwarf als Erster die Pädagogik vom Kind her und richtete sie methodisch, didaktisch und inhaltlich aus. Comenius‘ Forderungen nach einer grundlegenden, das Wesentliche umfassenden Allgemeinbildung, nach bildungspolitischer Chancengleichheit für Mädchen, sozial Schwache und körperlich oder geistig beeinträchtigten Kinder und Jugendliche sowie seine Vorstellungen einer lebensnahen, freundlichen Schule und einer gewaltfreien Erziehung sind bis heute gültig geblieben. Ebenso sein Ziel, Menschen zur Menschlichkeit zu erziehen und dadurch die Welt zu verbessern.

Die Oberschule Wünsdorf hat in ihrem Schulprogramm, insbesondere im Leitbild und den pädagogischen Grundsätzen, die Umsetzung der von Comenius vor 400 Jahren formulieren Forderungen festgeschrieben und strebt danach, sie im Schulalltag immer besser umzusetzen.  

Kita „Bummi“ könnte erweitert werden

Bildungsausschuss lässt zwei Varianten für Sanierung bzw. Anbau erarbeiten  

Zossen. Nach einer Besichtigung der Kita „Bummi“ - eine von neun Kindertagesstätten  in Trägerschaft der Stadt Zossen – berieten Mitglieder des Bildungs- und des Bauausschusses am 19. April 2018 gemeinsam vor Ort über die geplante grundlegende Sanierung der Einrichtung, die derzeit eine vorübergehend genehmigte erhöhte Kapazität von 120 Kindern hat. Dabei stand angesichts der anhaltend erfreulich hohen Geburtsrate eine wünschenswerte   Kapazitätserweiterung auf 170 Plätze im Mittelpunkt der Diskussion. Diese sei allerdings mit einer bloßen Sanierung in dem alten Gebäude  nicht möglich, betonte die beauftragte Planerin. Dafür müsste auf dem Gelände der Kita „Bummi“  ein zusätzlicher Anbau erfolgen, hieß es. Die Verwaltung wurde beuaftragt, entsprechend zwei mögliche Varianten erarbeiten zu lassen, um auch die zu erwartenden Kosten vergleichen zu können. Einig war man sich, dass die Kita „Bummi“ trotz ihres nach umfassenden Malerarbeiten  ordentlichen Erscheinungsbildes grundlegend saniert und baulich für die Zukunft ertüchtigt werden muss, da das inzwischen in die Jahre gekommene Haus ursprünglich nie als Kita gebaut worden war.

Bürgermeisterin Schreiber: Freier Eintritt fürs Strandbad Wünsdorf auch nach Bau des Caravanstellplatzes

Falsche Behauptungen und Unterstellungen verunsichern vor allem Wünsdorfer Bürger  

Zossen. Im Zusammenhang mit dem von der Unteren Bauaufsichtsbehörde genehmigten Vorhaben der Stadt Zossen, im Strandbad Wünsdorf  zur Förderung des Tourismus einen Caravanstellplatz für insgesamt neun Wohnmobile bauen zu lassen, hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber klargestellt, dass die kostenlose Nutzung des kommunalen Strandbades an der Wündorfer Seestraße  - sprich Eintritt frei - auch künftig gewährleistet ist. „Etwas anderes stand niemals zur Debatte, eben so wenig wird für den Caravanstellplatz auch nur ein einziger Baum gefällt. Wer etwas anderes behauptet, der lügt.“ Mit dieser eindeutigen Aussage erteilt sie anderslautenden Behauptungen und Unterstellungen, wie sie insbesondere von der Interessengemeinschaft Wünsdorfer Seestraße verbreitet werden, eine deutliche Abfuhr. Diese hat in den vergangen Wochen  nach eigenen Angaben mehrere hundert Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt, wo sich die Bürger unter anderem „für den Fortbestand der derzeit offenen und freien kommunalen Nutzung des Strandbades Wünsdorf“, „für die Erhaltung der Naturbelassenheit dieses Grundstücks mit seinem alten Baumbestand“, gegen „die Vornahme neuer Bodenversiegelungen an diesem Ort“ und „für den Erhalt dieser Ruhezone in unserer rasant wachsenden Gemeinde“ aussprechen können.

Wer die Bürger auf diese Weise unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verunsichert und der Verwaltung sowie den Stadtverordneten mit den Forderungen der Unterschriftensammlung  wider besseren Wissens unter anderem indirekt vorwirft, der geplante Caravanstellplatz würde dazu führen, dass  es künftig keine kostenlose Nutzung des Strandbades für Besucher mehr geben wird, arbeitet  unseriös und unverantwortlich“, wirft Michaela Schreiber den Initiatoren vor.  Auch die in der Listensammlung genannte Zahl von 126 000 Euro Kosten stimme nicht mehr, so die Bürgermeisterin. „Der Bau des Caravanstellplatzes wird zu 75 Prozent gefördert. Der von der Stadt zu tragende Anteil beträgt daher  nur zirka 30 000 Euro“, informierte sie Stadtverordnete und anwesende Bürger auf der jüngsten Sitzung der SVV in Dabendorf. „Das Ausschreibungsverfahren läuft bereits. Die restlichen Haushaltsmittel können für den Umbau des Gebäudes am Strandbad Wünsdorf eingesetzt werden. Da die Maßnahme am Strandbad Wünsdorf durch den Caravanstellplatz insgesamt als förderfähiges Projekt anerkannt wurde, können auch hierfür Fördermittel beantragt werden“, so Schreiber. Wie sie sagte stehe sie nach wie vor für einen Dialogtermin mit Ortsbeirat und besorgten Bürgern zur Verfügung.  

                                                                                          Pressemitteilung vom 26. März 2018

 

Von der Sitzung der Stadtverordneten am 21. März 2018 in Dabendorf

Mehrheitlich beschlossen wurde am 21. März 2018 auf der Sitzung der Zossener Stadtverordneten der   Haushalt für die Jahre 2018/2019. Bei dem ersten Doppelhaushalt der Stadt Zossen handelt es sich um ein mehr als 240 Seiten umfassendes Planwerk, das unter anderem den Haushalts- und Stellenplan, die geplanten Investitionsmaßnahmen sowie  eine Übersicht über die  zu leistenden Transferleistungen der Stadt an Bund, Land und Kreis beinhaltet. Einstimmig hatte sich der Finanzausschuss vor dem Hintergrund des Wahljahres 2019 vorab für die erstmalige Erstellung eines Doppelhaushaltes ausgesprochen.

Die wichtigsten Fakten und Zahlen aus dem Doppelhaushalt: Er geht für 2018 von einem Volumen in Höhe von 52 Millionen aus, ein Jahr später sind es sogar 53 Millionen Euro.  Dennoch ist der Gestaltungsspielraum sehr begrenzt,  da die Stadt Zossen pro Haushaltsjahr rund 22 Millionen Euro an sogenannte Transferleistungen an Bund, Land und Kreis abführen muss.  Allein 14,27 Millionen Euro werden durch die an den Landkreis zu zahlende Kreisumlage verschlungen, weitere  2,6 Millionen Euro müssen an das Land als sogenannte Finanzausgleichsumlage gezahlt werden. Da nützt es auch nichts, dass Zossen für 2018 und 2019 mit Einnahmen aus Gewerbesteuern in Höhe von jeweils 25,5 Millionen Euro rechnen kann. Fast die Hälfte davon wird von den genannten Transferleistungen „aufgefressen“.   

Um dennoch geplante Investitionen und Maßnahmen in den Bereichen Hoch-, Tiefbau, Sportstätten (jeweils 700000 Euro) und Brücken  (200 000 Euro) sowie weitere Vorhaben finanzieren zu können, wird die Stadt auch 2018 und 2019 auf ihre Rücklagen zurückgreifen müssen.

Geplante Mittelverwendung 2018

Baumaßnahmen im Bereich Tiefbau

Haushaltsansatz 2018 - Pauschale für den Tiefbau: 700 000 Euro
- Reparaturen 600 000 Euro
- Beseitigung von Freileitungen, weitere Mittel 100 000 Euro

Baumaßnahmen im Bereich Hochbau

Haushaltsansatz 2018 – Pauschale für den Hochbau: 700 000 Euro plus 520 000 Euro Übertrag aus Bereich Sport-/Außenanlagen

- Wartungsverträge und malermäßige Instandsetzung   500 000 Euro
- Dorfgemeinschaftshaus Nächst Neuendorf, Fassade 30 000 Euro
- Kita Rappelkiste Wünsdorf, Fassade und Schallschutz 240 000 Euro
- Planung Sanierung Kita Bummi (Neubau Hort) 400 000 Euro
- Instandhaltung Heimatmuseum „Alter Krug“ 50 000 Euro

Baumaßnahmen im Bereich Sportanlagen/Außenanlagen

Haushaltsansatz  2018: Pauschale für Sport-/Außenanlagen 700 000 Euro abzüglich 520 000 Euro Übertrag für Hochbau
- Unterhaltung/Instandhaltung aller Sportplätze 100 000 Euro
- Außenanlagen Grundschule Glienick  80 000 Euro

Baumaßnahmen, die im Haushalt 2018 extra abgesichert sind

Bereich Tiefbau

Baumaßnahmen, die aus dem Jahr 2017 fortgeführt und mit zusätzlichen Mitteln im Haushalt 2018 abgesichert werden:
Bahnquerung Neuhof - 200 000 Euro

Bereich Hochbau

Baumaßnahmen, die aus dem Jahr 2017 fortgeführt und mit zusätzlichen Mitteln im Haushalt 2018 abgesichert werden:
Kita Schöneiche ­-  250 000 Euro

Baumaßnahmen, die im Haushalt 2018 extra abgesichert sind:
Feuerwehr Wünsdorf (Eigenanteil für Fördermittel) - 800 000 Euro,
Innenstadtsanierung  - 620 000 Euro

Bereich Sportanlagen/Außenanlagen

Baumaßnahmen, die aus Haushaltsresten 2017 fortgeführt werden:
Nott ehafen - 100 000 Euro,
Außenanlagen Grundschule Zossen - 350 000 Euro
Caravanstellplatz Wünsdorf - 120 000 Euro

Baumaßnahmen, die im Haushalt 2018 extra abgesichert sind:
Stadtpark Springbrunnen und Rosengarten - 475 000 Euro
Strandbad Zesch - 65 000 Euro,
Außenanlage Grundschule Zossen, weiter Mittel - 230 000 Euro,
Außenanlagen Grundschule Glienick - 50 000 Euro,
Burgberg Wünsdorf, Außensportanlage - 3 710 000 Euro

Der Doppel-Haushaltsentwurf  geht für 2018 von Personalkosten in städtischen Einrichtungen in Höhe von  14,6  Millionen Euro aus.  Für 2019 sind es 14,8  Millionen Euro.

Ab 2018 werden die finanziellen Zuschüsse für Vereine, Heimatpflege und Senioren in allen Ortsteilen angehoben. Diese Entscheidung auf Vorschlag der Bürgermeisterin ist aufgrund stetig steigender Einwohnerzahlen gefallen. Nicht zuletzt gibt es auch immer mehr Vereine und es haben sich die Fixkosten für die Organisation von Veranstaltungen erhöht. So können sich die Ortsteile Horstfelde, Nunsdorf, Schünow, Schöneiche, Kallinchen und Lindenbrück auf einen Zuschuss in Höhe von  4500 Euro (bislang 3500 Euro) freuen.  Nächst Neuendorf  erhält 8000 statt 7000 Euro, Glienick 12 000 statt 10 000 Euro, Wünsdorf 30 000 statt 26 500 und Zossen 33 500 statt 30 000  Euro.

Weichen für wichtige Vorhaben gestellt

Mehrheitlich haben Zossens Stadtverordnete auf ihrer Sitzung am 21. März 2018  den Entwurf des Bebauungsplanes „Berliner Allee/Gutstedtstraße“ gebilligt und beschlossen, diesen für die Öffentlichkeitsbeteiligung von Bürgern und Behörden auszulegen. Die Aufstellung des B-Plans war von den Zossener Stadtverordneten am 5. Oktober 2016 beschlossen worden. Das Plangebiet befindet sich im Zentrum des Ortsteils Wünsdorf. Durch den Träger des Vorhabens ist geplant, dort einen Lebensmittelmarkt als Vollversorger sowie einen Laden – möglicherweise für Tierbedarf – zu errichten. 

Die Stadtverordneten stellten außerdem die Weichen für die Offenlegung des Beschlussentwurfes für den Bebauungsplan „Feriencamp Märkischer Weg 53“ in Neuhof. Nachdem der Ortsbeirat Wünsdorf und der Bauausschuss bereits einstimmig den Entwurf des B-Plans gebilligt hatten, sprach sich nun auch die Stadtverordnetenversammlung dafür aus. Geplant ist auf der etwa 3470 Quadratmeter großen Fläche ein Feriencamp für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer benachteiligten sozialen bzw. familiären Situation Hilfe und Unterstützung benötigen und diese hier bekommen sollen. Derzeit befinden sich auf dem Grundstück dem Verfall preisgegebene Bungalows, die einst ebenfalls Erholungszwecken dienten. Die vorhandenen Gebäude sollen durch zwei Hauptgebäude mit jeweils mehreren Einzel- und Doppelschlafzimmern, einem Gemeinschaftswohnzimmer und Sanitärräume ersetzt werden.

Mehrheitlich haben die Stadtverordneten auch der Aufstellung der Bebauungspläne "Gewerbegebiet Zossen Mitte" und „Gewerbegebiet Zossen Nord“ in Dabendorf zugestimmt. Das rund 90 Hektar große Areal in Dabendorf soll künftig als Angebotsfläche für Erweiterungen und zur Neuansiedlung von Gewerbe dienen. Um wie geplant die Ansiedlung von Gewerbe in diesem Bereich zu ermöglichen, muss zunächst Baurecht geschaffen werden, was durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfolgt. Die Haupterschließung, so heißt es, wird über die „Nordumfahrung Dabendorf“ erfolgen, so dass keine größeren zusätzlichen Belastungen der Anwohner in der näheren Umgebung zu erwarten sind.

Grünes Licht gab es auch für die Aufstellung der Bebauungspläne „Siedlung am Wasserfließ“ in der Thomas-Müntzer-Straße in Zossen sowie „Birkenhain“ im Ortsteil Schöneiche, wo perspektivisch im Einklang mit dem genehmigten Flächennutzungsplan Einfamilienhäuser entstehen sollen.

Änderungen des FNP beschlossen

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 21. März 2018 nach vorliegender Abwägung als Ergebnis  aus der Bewertung der Einwendungen und zusätzlich durchgeführter Gutachten beschlossen, den Entwurf der 1. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) der Stadt Zossen (die Windeignungsflächen betreffend) offenzulegen. Zuvor war der  entsprechende Kriterienkatalog überarbeitet  worden, der der Neuermittlung der Konzentrationsflächen für die Windenergienutzung dient. Die Unterlagen zur neu ermittelten Konzentrationsfläche lagen bis zum 2. Februar 2018 im Rathaus zur Einsicht aus. Es erfolgte eine rege Öffentlichkeitsbeteiligung und es sind vielfältige Stellungnahmen von Bürgern eingegangen. Zur gleichen Zeit wurden die Behörden und Träger öffentlicher Belange beteiligt. Alle eingegangenen Stellungnahmen wurden zusammengetragen und sind den Stadtverordneten  als Anlage zur Beschlussvorlage beigefügt worden.

Ebenfalls beschlossen wurde auf der Sitzung in Dabendorf die Offenlage des Entwurfs der 2. Änderung des FNP (Siedlung). Die 26 Änderungsflächen waren  bereits im Juli 2017 von den Stadtverordneten  beschlossen worden, der entsprechende Plan  mit der Begründung lag zur Einsichtnahme öffentlich aus. Insgesamt waren von vier Bürgern Stellungnahmen abgegeben worden. Das Ergebnis  der Abwägung aller eingegangenen Stellungnahmen lag den Stadtverordneten  nun in Form des Entwurfs der 2. Änderung des FNP zur Abstimmung vor.     

Kurz & knapp

Nach dem mehrheitlichen Willen der Zossener Stadtverordneten soll der Landkreis Teltow-Fläming aufgefordert werden, so schnell wie möglich einen neuen rechtlichen Vertrag zur Übertragung der Aufgaben nach dem Kita-Gesetz mit der Stadt Zossen abzuschließen.

Die Stadtverordneten haben die Verwaltung beauftragt, alle Genehmigungen einzuholen, die für die weitere Betreibung der Kita „Villa Kunterbunt“ erforderlich sind. Diese Kita soll an die Kita „Pfiffikus“ angeschlossen und so lange weiter betrieben werden, bis zusätzliche Kapazitäten im Ortsteil Zossen zur Verfügung stehen.

Bürgermeisterin Schreiber: „Null Verständnis für Vandalismus“

Verwaltungschefin kündigt harte Konsequenzen für die Täter an

Mit deutlichen Worten hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber auf die Tatsache reagiert, dass diverse Einrichtungen der Stadt Zossen immer wieder Opfer sinnloser  Zerstörungswut und  jugendlicher Graffiti-Schmierer werden. „Ich habe Null Verständnis dafür, wenn jemand aus Übermut oder Langeweile  und ohne sein Gehirn einzuschalten, das Eigentum anderer und das der Stadt zerstört“, so die Verwaltungschefin. Sie kündigte an, jeden der meist jugendlichen Täter mit allen rechtlichen Möglichkeiten zur Verantwortung zu ziehen - bis hin zum kompletten Schadenersatz. Ihre Botschaft: Jeder, der erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen. Die reichen vom sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich bis hin zu erzieherischen Maßnahmen.

Dank der Videoüberwachung in der Wartehalle des Zossener Bahnhofsgebäudes konnte Anfang des Jahres eine Gruppe Jugendlicher ermittelt werden, aus der heraus eine große Glasscheibe zum Bahnsteig zerstört worden ist. Der Schaden beträgt mehrere hundert Euro. „Wer glaubt, die Videokamera sei nur eine Attrappe, der irrt sich ganz gewaltig“, sagt Schreiber.  Täter und Schaulustige werden sich nun zu verantworten haben. Bereits im Vorjahr waren das Rolltor zum derzeit leerstehenden Bistro eingetreten (Schaden: 1300 Euro) und mehrfach Scheiben demoliert worden (Schäden von 750 bis 1800 Euro). Auch die Fassade wurde an mehreren Stellen beschmiert, die Tags allerdings von Mitarbeitern des städtischen Bauhof jedes Mal gleich übergestrichen.

Jüngstes Beispiel von Vandalismus ist einmal mehr das 2008 für rund 30 000 Euro von der Stadt errichtete  Toilettenhäuschen am Bahnhof Zossen. Mehrfach schon wurde es im Inneren komplett demoliert, nachdem jedes Mal die Tür mit Brachialgewalt aufgebrochen wurde. Sanitäreinrichtungen - zunächst aus Keramik, später aus Edelstahl  - sind aus den Wänden gerissen geworden. Ganz zu schweigen von den Schmierereien sowohl im Innern wie an den Außenfassaden. Durchschnittlich einmal im Monat lässt die Stadtverwaltung die teils großflächigen Graffiti-Schmierereien  überstreichen. Die Beseitigung der Vandalismusschäden in dem Toilettenhäuschen, um für die Bürger dessen normale Nutzung zu ermöglichen, ist nicht nur jedes Mal zeit-, sondern auch besonders kostenaufwendig. Selbst die öffentliche Toilette gegenüber der Polizeiwache wird immer wieder von Unbekannten heimgesucht, die die Tür aufbrechen, Wände beschmieren und sich dort austoben.

Immer wieder werden auch die Scheiben der von der Stadt Zossen in den vergangenen Jahren aufgestellten Informationstafeln zerstört, so wie unter anderem im Dezember 2017  die Vitrinen auf dem Weg zum Ehrenfriedhof Zehrensdorf (Schaden: 500 Euro) und  im Juni 2017 am Bahnhof Wünsdorf (Schaden 200 Euro).   Auch das Eingangsgebäude zum Wünsdorfer Strandbad ist mehrfach zur Zielscheibe der Zerstörungswut geworden. Türen wurden aufgebrochen, Blitzleiter abgeknickt, Rollos beschädigt, in der Toilette  Urinale zerschlagen. Weitere Fälle von Vandalismus betreffen auch  Schutzhütten an Radwanderwegen.  

Bürgermeisterin Schreiber appelliert in diesem Zusammenhang auch an die Eltern, sich mehr dafür zu interessieren, was ihre Kinder in der Freizeit außerhalb von Elternhaus und Schule  tun.  Es müsse doch beispielsweise auffallen, wenn der Junge abends mit einem Rucksack voller Spraydosen loszieht.        

Freche Früchte bilden lustiges Maskottchen-Trio fürs 16. Kreiserntefest in Schöneiche

Ernie Apfel, Lotte Karotte und Olli Knolli  werben für das Event am 6. Oktober 2018

Drei freche Früchtchen – ein Apfel, eine Karotte und eine Kartoffel - bilden die lustigen Maskottchen des diesjährigen Kreiserntefestes Teltow-Fläming, das am 6. Oktober 2018  - ein Tag vor dem offiziellen Erntedank - im Zossener Ortsteil Schöneiche stattfindet. Als Ernie Apfel, Lotte Karotte und Olli Knolli werden die drei Figuren immer da auftauchen, wenn es um Werbung und Marketing für diesen Höhepunkt in Schöneiche  geht.  Nach einem Ideenwettbewerb hat sich das Festkomitee einhellig für diese drei freche Früchtchen entschieden.  

Das Erntefest des Landkreises Teltow-Fläming findet inzwischen zum 16. Mal statt. Diesmal in Schöneiche, einem Ortsteil der Stadt Zossen, der zu Recht den Beinamen Vitamindorf trägt und als Gastgeber für einen solchen Höhepunkt im ländlichen Leben bereits ausgiebige Erfahrung hat. Im Jahr 2006 war der Ort schon einmal Ausrichter des Kreiserntefestes und erntete viel Lob für die gelungene Organisation des traditionellen Events rund um die Landwirtschaft.

Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Schöneiches Ortsvorsteher Norbert Magasch  hatten im August  2017 in Ruhlsdorf  (Nuthe-Urstromtal)  im Beisein von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger den neugeschaffenen Staffelstab in Form einer goldenen Metallsäule mit einer kleinen Erntekrone auf dem Deckel  sowie einen mit landwirtschaftlichen Produkten gefüllten Präsentkorb entgegengenommen. Der Staffelstab enthält eine Karte des Landkreises TF, auf der die Austragungsorte aller bisherigen Erntefeste eingezeichnet sind und nun auch die künftigen Gastgeber eingetragen werden sollen. Er steht seit  dem im Foyer des Zossener Rathauses und wartet darauf, im Oktober an die Gastgeber 2019 weitergereicht zu werden.

Am Festprogramm für das 16. Kreiserntefest wird schon mächtig gefeilt.  Natürlich  wird es einen zünftigen, etwa einstündigen Festumzug durch das Dorf geben. Mit viel landwirtschaftlicher Technik, bunten Trachten und Kostümen aus verschiedenen Jahrzehnten sowie stimmungsvoller musikalischer Begleitung. Start wird um 11 Uhr sein. Angesagt haben sich zum Fest auch liebe Gäste aus dem Delbrücker Stadtteil Ostenland. Seit der Wende bestehen zwischen den Feuerwehrleuten aus Ostenland und Schöneiche freundschaftliche Kontakte. Mitglieder des Tambourcorps Ostenland und des Musikvereins Cäcilia Ostenland wollen es sich nicht nehmen lassen, mit musikalischen Grüßen zum Gelingen des Erntefestes in Schöneiche beizutragen. Das Besondere an diesem Kreiserntefest: Es wird nahezu nahtlos ins diesjährige Schöneicher Oktoberfest übergeleitet. Denn nachdem die zahlreichen Marktstände abgebaut und die Händler mit hoffentlich guten Umsätzen und Eindrücken den Heimweg angetreten haben, geht’s auf der Dorfaue nach bayerischem Vorbild stimmungsvoll mit Blasmusik, Bier und Bratwurst weiter. Höhepunkt des Abends wird schließlich eine beeindruckende Lasershow sein.

Für die Stadt Zossen, die im vergangenen Jahr den touristischen Titel Fläming-Hauptstadt 2017 tragen durfte,  ist es bereits das dritte Mal, dass sie Gastgeberin eines Kreiserntefestes ist. Zuletzt  waren tausende Besucher aus dem Kreis und darüber hinaus  im September 2012 im Ortsteil Glienick zu Gast. Diese Erfahrungen, so Bürgermeisterin Schreiber, wolle man wieder in die Waagschale werfen, um ein tolles Fest zu organisieren.

 

 

Eine zehnjährige Erfolgsgeschichte

Das Zossener Bürgerbüro ist Herzstück und Aushängeschild der Verwaltung zugleich

Kinder, wie die Zeit vergeht. Am 8. März ist es genau zehn Jahr her, dass im Zossener Rathaus das Bürgerbüro eröffnet wurde. „Ein Lotse, viele Blumen und weniger Wartezeit“ titelte damals die Lokalpresse und war voll des Lobes über die bürgerfreundliche Serviceeinrichtung in der Stadtverwaltung. Vor allem ältere Bürger waren von der Idee angetan, das Büro im Parterre anzusiedeln. So blieb ihnen künftig das Treppensteigen im Rathaus erspart. Ein weiterer Pluspunkt, der von den Bürgern vergeben wurde: die großen, offenen Räume, dazu freundliche Farben und kompetente Mitarbeiter.  Und auch an die Kinder war gedacht. Während Vati und Mutti, Oma und Opa ihren Personalausweis oder Reisepass beantragen oder andere wichtige Dinge im Bürgerbüro (kurz BüBü genannt) zu regeln haben, können die Steppkes in einem speziell für sie eingerichteten Warteraum die Zeit spielerisch verbringen. 

Nicht nur dieser Bereich präsentiert sich aus Anlass des 10. BüBü-Geburtstages  in neuem Outfit. Das komplette Erdgeschoss mit Eingangsbereich, Bürgerbüro und Konferenzraum wurde saniert, wobei die Stadtfarben Blau und Grün dominieren. Natürlich ist auch wieder ein Fernseher im Wartebereich des Bürgerbüros aufgehängt, zusätzlich werden in einer kleinen Ausstellung Fotos mit Zossener Motiven gezeigt.  

Bewährt haben sich auch die zusätzlichen  Öffnungszeiten am ersten und dritten Sonnabend jeden Monats. Sie waren in dieser Form zum 5. Geburtstag des Bürgerbüros eingeführt worden und bieten vor allem all jenen Bürgern die Möglichkeit, ihre Angelegenheiten im Rathaus zu klären, die es in der Woche nicht schaffen. Und es gibt wohl kaum einen Bürger, der nicht schon einmal mit einem der fünf Mitarbeiter des städtischen Bürgerbüros im Zossener Rathaus zu tun hatte. Sei es, wenn er sich in der Stadt ordnungsgemäß an-, um- oder abmelden will, wenn sein Reisepass bzw. sein Personalausweis abgelaufen ist, er seinen Hund steuerlich an- oder abmelden muss oder einfach nur eine Kritik bzw. Beschwerde loswerden möchte. Denn im Bürgerbüro wird auch das zentrale Beschwerdemanagement  verwaltet. Meist sind es Probleme mit der Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet, mit denen die BüBü-Mitarbeiter konfrontiert und von ihnen an die zuständigen Fachbereiche wie Bau- oder Ordnungsamt weitergeleitet werden. Aber auch uneinsichtige Autofahrer, die partout nicht einsehen wollen, dass sie zu Recht mit einem Knöllchen auf ihr Fehlverhalten hingewiesen wurden, kommen und wollen ihren Frust loslassen. Wie Robert Gottlick, Leiter des Bürgerbüros, erst kürzlich im Stadtblatt erklärte, sei es in solchen Fällen  wichtig, immer die Ruhe zu bewahren, freundlich, aber konsequent zu reagieren. „Der Ton macht die Musik, das gilt aber für beiden Seiten.“

Seit nunmehr zehn Jahren ist das Bürgerbüro mehr als nur eine Pass- und Meldewesen-Behörde. Es ist erster Empfangs- und Anlaufpunkt für jeden Bürger ebenso wie Service- und Dienstleistungsstelle und damit sozusagen das Herzstück und Aushängeschild der Verwaltung. Vorbei die Zeiten, als Bürger im alten Meldeamt in einem schmalen, dunklen Flur ohne Fenster saßen und warteten, ohne zu wissen, ob ein Rathausmitarbeiter hinter einer der geschlossenen Türen sitzt und ob man überhaupt irgendwann aufgerufen wird. Bürgermeisterin  Michaela Schreiber beschreibt  die Aufgabe des Bürgerbüros heute wie folgt: „Nicht der Bürger soll allein durchs Rathaus  laufen, sondern wir laufen für den Bürger.  Sollte eine Frage oder ein Anliegen nicht von einem Mitarbeiter im Bürgerbüro geklärt werden können, wird ein Kollege aus dem Fachbereich gerufen und hilft weiter.“

 

Stadtverwaltung lädt Bürger zum Feiern ein

Was wäre ein Jubiläum wie das 10-jährige Bestehen des Bürgerbüros im Zossener Rathaus ohne eine richtige Geburtstagsfeier? Da an diesem Tag auch noch der Internationale Frauentag begangen wird,  wartet auf alle Bürgerinnen der Stadt, die an diesem Tag ab 8 Uhr im Bürgerbüro vorbeischauen, traditionell wieder ein Blumengruß – solange der Vorrat reicht. Außerdem kann jedermann am Glücksrad drehen und mit ein bisschen Fortune ein Zossener Souvenir - ob Kugelschreiber oder Kaffeetasse - gewinnen. Natürlich gibt’s an diesem Tag auch Kaffee und Kuchen. Im Konferenzraum werden per Beamer Bilder aus zehn Jahren Bürgerbüro gezeigt. Und auch an die kleinen Zossener ist freilich gedacht. Nicht nur, dass sie vom neu gestalteten Kinderwarteraum   Besitz ergreifen können, nein, auf sie warten auch einige Überraschungen. Soviel sei verraten: Fräulein Ariella  hat ihr Kommen zugesagt, um die Kinder zu schminken, mit ihnen Ballons zu modellieren und zu spielen. Dazugesellen will sich im Laufe des Tages auch der kuschelige Riesenteddy Tobi, den meisten sicher noch vom Weihnachtsmarkt in bester Erinnerung.  Gefeiert  wird am 8. März zu den normalen Öffnungszeiten des Bürgerbüros, das heißt von 8 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr.

„Den Nagel auf den Kopf getroffen“

Familienzentrum  Zossen zieht ein Jahr nach seiner Eröffnung eine positive Bilanz

Wünsdorf.   Wenn eine Einrichtung wie das im Februar 2017 im Bürgerhaus eröffnete Familienzentrum Zossen (FZZ) seinen ersten Geburtstag feiert, ist es durchaus angebracht, Bilanz zu ziehen. Und die fällt durch und durch positiv aus. „Wir haben mit unserer Angeboten den Nagel auf den Kopf getroffen“, sagt Leiterin Regina Handke, die mit ihren beiden Mitstreiterinnen Hannelore Müller und Franziska Städter  immer wieder für eine abwechslungsreiche Angebotspalette für Kinder und Eltern  sorgen. Vor allem mittwochs ist das FZZ immer gut besucht. Zwischen 15 und 20 Kinder kommen am Nachmittag, um mit Franziska Städter - einer gelernten Tanzlehrerin - zu tanzen. Erst die Jüngeren, dann die Älteren. Akribisch werden die Tanzstunden vorbereitet, vor allem wenn es wieder gilt, ein  Programm einzustudieren wie zum Beispiel „Die Vogelhochzeit“ oder zu Weihnachten die gemeinsame Theateraufführung mit Kindern der Kita „Rappelkiste“. Das Stück heißt „Es klopft bei Wanja in der Nacht an die Tür“ und war ein voller Erfolg. „Der Saal im Bürgerhaus war rappelvoll“, erzählt Regina Handke. Nicht nur Muttis und Vatis, Omas und Opas waren begeistert, wie engagiert die Kinder - entsprechend geschminkt und kostümiert - bei der Sache waren, auch Senioren aus dem nahegelegenen „Rosengarten“ waren gern der Einladung zur Theateraufführung gefolgt und erfreuten sich am Theaterspiel der Kleinen.

Aber nicht nur Tanz und Theater sind bei den kleinen wie großen Besuchern des FZZ beliebt. Immer montags findet Familien-Yoga statt, wobei sich inzwischen eine Gruppe gebildet hat, die regelmäßig das Angebot am Montag nutzt. Im Februar wurde Fasching gefeiert,  natürlich wird in den gut ausgestatteten Räumlichkeiten  viel gespielt, gemalt und gebastelt. Sogar einen Indoor-Sandkasten gibt es inzwischen. Die Eltern nutzen indes die Zeit, ihre Erfahrungen zum Thema Erziehung, Entwicklung des Kindes oder zur gesunden Ernährung auszutauschen. Dazu kommen die gern angenommenen  Beratungsangebote  für Eltern zum Beispiel von  der AWO. Einmal im Monat ist eine Familientherapeutin bei Bedarf kompetenter Ansprechpartner  zu Fragen rund um die Themen  Familien, Kinder und Erziehung.  Auf großes Interesse stieß nicht zuletzt ein Erste-Hilfe-Kurs für Eltern, durchgeführt von einem Vater, der als Rettungsassistent arbeitet.

Fazit nach einem Jahr: Das FZZ hat sein selbst erklärtes Ziel,  fester Anlaufpunkt für Eltern und Kinder zu werden, erreicht.  Und so wünscht sich Regina Handke auch künftig „immer ein volles Haus, in dem sich alle wohlfühlen.“ Freuen würde sie sich auch darüber, dass die Krabbelgruppe, die nach dem Übergang vieler Kinder in die Kita, „etwas schwächelt“, wie Regina Handke sagt, wieder mehr Zulauf bekommt.

Zossen sucht noch Teilnehmer fürs 16. Kreiserntefest in Schöneiche

Für das traditionelle Kreiserntefest Teltow-Fläming, das in diesem Jahr am 6. Oktober 2018, im Zossener Ortsteil Schöneiche stattfindet und unter dem Motto „Freche Früchtchen“ steht, sucht die Stadtverwaltung noch Vereine, Verbände, Organisationen, Schausteller, Unternehmen  und Privatpersonen, die an diesem Tag zum Gelingen des Festes beitragen wollen. Gleiches gilt für Kitas, Schulen, Horte, Chöre, Tanzgruppen, Bands, Künstler u.v.m., aber auch für Anbieter von deftigen Speisen, Getränken, Süßwaren, Fisch, Backwaren u.v.m.. Gefragt sind auch Anbieter traditionellen Handwerks, landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Betriebe. Anmeldungen sind bis spätestens 1. Juni 2018 möglich:
Stadt Zossen -  Abt. Wirtschaftsförderung, Marktplatz 20, in 15806 Zossen,
Telefon: 03377 /  30 40 511, 
Fax: 0331 / 27 54 86 954,
E-Mail: VL-Wirtschaftsfoerderung@SVZossen.Brandenburg.de.

Schon jetzt laden der Kreisbauernverband, der Landkreis Teltow-Fläming, die Stadt Zossen und insbesondere  der Ortsteil Schöneiche alle Bürger zu diesem großen traditionellen  Fest ein. Die Besucher erwartet ein interessantes und vielseitiges Programm, das von Landwirtschaftsbetrieben, Vereinen und vielen engagierten Bürgern der Region gestaltet wird. Das ganze Dorf wird sich zu einem Bauern-und Erlebnismarkt gestalten, der mit vielfältigen Angeboten zum Verweilen einlädt.

 

 

Persönliche Erklärung der Bürgermeisterin der Stadt Zossen zum Thema Kita-Verfahren

So stand's in der Ausgabe vom 3./4. Februar 2018 in der Zossener Rundschau der MAZ.

Unter Bezugnahme auf die Mitteilung des Landkreises Teltow-Fläming zur „Übernahme der Kita-Antrags-Bearbeitung“ und die MAZ vom 3./4. Februar 2018 „Kreis prüft Rechtsanspruch auf Kita-Plätze in Zossen“ möchte ich, Michaela Schreiber (Plan B) als Bürgermeisterin der Stadt Zossen, in dieser persönlichen Erklärung darstellen, wie es sich bei diesem komplexen Thema wirklich verhält.

Es dauert lange, wirklich sehr lange, bis mir bei einem so komplizierten Thema der Kragen platzt. Weil ich erst immer davon ausgehe, dass ja nicht für alle, die sich zu einem Thema äußern, gleich sämtliche Facetten des Problems erkennbar sind. Aber was den Landkreis TF und die MAZ bei diesem Thema angeht, ist mir mit der Wochenendausgabe vom 3./4. Februar 2018 dann doch der Kragen geplatzt.

Was hätte ich mir an dieser Stelle von der MAZ gewünscht?

·         Eine umfangreiche Recherche.

·         Vielleicht ein Gespräch, bei dem sich das komplizierte Thema erläutern lässt.

·         Eine Überprüfung und Einordnung ihrer „Quellen“. 

Was habe ich von der MAZ bekommen?

·    Am Donnerstag, 1. Februar 2018,  um 14 Uhr eine Mail mit insgesamt 8 Fragen zu dem Thema mit der Aufforderung, diese bis Freitag, 12 Uhr, zu beantworten.

·    Meine Rückmeldung, dass die MAZ wohl mittlerweile wisse, dass ausgerechnet donnerstags mein Terminkalender immer so voll ist, dass ich zwischen den Terminen gar keine Minute Pause habe und ich eher ein Gespräch vorschlage, weil das Thema zu umfangreich ist, verhallte ohne das Gesprächsangebot in Anspruch zu nehmen.

·    Den Rückgriff auf einen „besorgten MAZ-Leser Olaf Herrmann“, der darüber fabulierte, dass die Maßnahmen der Stadt zur Abarbeitung des Rückstandes im Kita-Bereich ja scheinbar nicht den gewünschten Effekt gebracht hätten. Woher er diese Erkenntnis gewonnen haben will, können wir nur raten. Was die MAZ aber bei Zugriff auf ihr Archiv mal schnell herausgefunden hätte, ist, dass der „besorgte Leser“ erst kürzlich selbst Gegenstand der Berichterstattung in der MAZ war, wegen seiner Art der Geschäftsausübung im Grundstücksbereich (FPE) und die Stadt Zossen jeglichen Vertragsabschluss mit ihm ablehnt. Das könnte vielleicht seine Leser-Erklärung in ein anderes Licht rücken. 

Was hätte ich mir an dieser Stelle vom Landkreis Teltow-Fläming gewünscht?

·     Verständnis für die angespannte Personalsituation, schließlich geht es dem LK in der Unteren Bauaufsicht und im Jugendamt seit Monaten, teilweise Jahren schon nicht anders und die Bearbeitung dort dauert statt 2 bis 3 Monate, oft 9 bis 10 Monate.

·     Rückendeckung gegenüber den sich im LK beschwerenden Bürgern und Erklärungen zur insgesamt im ganzen Landkreis schwierigen Situation im Bereich Kita.

·     Anerkennung der Leistung der Mitarbeiter in der Zossener Stadtverwaltung, die der extra eingesetzten Mitarbeiter, um den Rückstand aufzuarbeiten und auch von mir selbst, die wir uns in den letzten Monaten bis weit über die normale Arbeitszeit „den Ars… aufgerissen“ haben, um die Anträge zu bearbeiten.

·     Echte, ernstgemeinte Hilfe.

Was habe ich vom Landkreis TF bekommen?

·    Verständnis für die Personalsituation – Null! Offensichtlich nimmt der LK für sich selbst in Anspruch, bei einer angespannten Personalsituation die Bearbeitungszeit um Monate zu verlängern (Erklärung der Landrätin zur Unteren Bauaufsicht von September 2017) und findet das in Ordnung. Wenn eine Stadt in einer ähnlichen Situation ist, dann kann nicht abgewartet werden, sondern der LK muss einschreiten. Über das Ergebnis dieses Einschreitens reden wir noch.

·     Bei Beschwerden einzelner Bürger beim LK wird nicht die Situation erklärt, sondern der LK hat mehrfach versucht, bei mir zu erreichen, dass die Bürger, die sich beschwert haben, bevorzugt, also schneller bearbeitet werden. Ich habe das nicht getan, weil das zu Lasten aller anderen Antragsteller gegangen wäre und so ein ordentliches Verwaltungsverfahren nicht aussieht. Gleichzeitig hat mich diese Auseinandersetzung mit dem LK und auch mit den Bürgern, die dann „zurückgeschickt“ wurden, weil es jetzt schneller geht, noch zusätzliche Zeit gekostet, in der die eigentliche Arbeit liegen geblieben ist.

·     Der LK war genau informiert und wusste, dass wir seit September 2017 mit zusätzlichen Mitarbeitern an der Bearbeitung der Kita-Anträge dran sind. Und dass wir einen riesigen Berg bereits bis Dezember 2017 fertig bearbeitet hatten, alle Hortneuaufnahmen und alle Kitaneuaufnahmen, die bis einschließlich Anfang Dezember 2017 beantragt worden waren, insgesamt über 200 Verfahren. Wenn dann die Beigeordnete des LK Frau Gurske (Die Linke) gegenüber der MAZ sagt „Sie wisse, dass Bürgermeisterin Michaela Schreiber versucht habe, im Januar noch möglichst viele Anträge abzuarbeiten.“, dann ist das nicht nur falsch, sondern eine Herabwürdigung der Leistung die die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Zossen in den vergangenen Monaten erbracht haben.

·     Wir haben in der Stadt Zossen über 1200 Kinder in dem Bereich Schulamt/Kita zu betreuen. Ich weiß nicht genau, wie viele Eltern sich beim LK beschwert haben, nach den Rückmeldungen gehe ich von 10, vielleicht 20 Eltern aus. Jetzt hat der LK die Situation für alle 1200 Kinder verändert, dafür gesorgt, dass alle zuerst einen Antrag beim LK in Luckenwalde stellen müssen und dann nochmal bei uns. Die Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) selbst hat im Dezember 2017 gegenüber der Stadt Zossen mitgeteilt, dass der Landkreis ab Januar 2018 unter anderem die Rechtsanspruchsprüfung für alle Eltern durchführt (mehr dazu siehe folgender Text). Ich gehe davon aus, dass sie vorher über die Konsequenzen für alle 1200 Eltern gründlich nachgedacht hat und sie wollte, dass alle Eltern längere Wege, längere Bearbeitungszeiten und trotzdem keinen schnelleren Kitaplatz in Zossen als Ergebnis auszuhalten haben. Echte Hilfe sieht anders aus – das hier sind das Stiften von Chaos und die Verschlechterung des Verfahrens für über 1000 Zossener Eltern. 

Und dem ganzen wird dann noch die Krone aufgesetzt mit dem Satz „Das Jugendamt Teltow-Fläming steht Eltern ab sofort gern beratend zur Seite.“ Ich kenne sehr viele Zossener Eltern, die in den vergangenen Jahren versucht haben, das Jugendamt anzurufen und dort ihre Dinge zu klären. Ob Unterhaltsvorschüsse oder Sorgerechtsklärungen oder ähnliches. Das hat noch nie richtig funktioniert, die Bearbeitungszeit dort liegt bei mehreren Monaten (wegen Personalmangel). Es kann also ganz sicher nur besser werden, wenn sich jetzt noch 1200 Verfahren hinzugesellen.
 

Für mich stellt sich jetzt langsam die Frage nach dem wirklichen Grund des „Eingreifens“ der Landrätin Frau Wehlan (Die Linke) zum jetzigen Zeitpunkt

Entweder ist es Unkenntnis über das eigentliche Verwaltungsverfahren, welche einzelnen Schritte zu erledigen sind, um im Ergebnis einen Kita-Platz zu besetzen. Und die auf dieser Unkenntnis beruhende Überlegung, es würde schneller gehen, wenn der LK übernehme. Da die Landrätin diese Entscheidung selbst getroffen und unterschrieben hat, kann sie nicht für sich in Anspruch nehmen, lediglich falsch beraten worden zu sein. Es würde kein gutes Licht auf die Qualität ihrer Arbeit und ihre Kenntnisse über Verwaltungsabläufe werfen. 

Oder es geht in Wahrheit um einen politischen Grund. Kita ist auch immer ein hoch brisantes und politisches Thema. Nicht von ungefähr „schenkt“ das Land Brandenburg den Eltern ein Jahr vor der Landtagswahl ein beitragsfreies Kita-Jahr. Und in 2019 ist auch die Kommunalwahl im Landkreis TF und in der Stadt Zossen. Auch das würde kein besonders gutes Licht auf die Überlegungen der Landrätin werfen.

Um als Bürger und betroffene Eltern alles einordnen zu können, sollten sie nachvollziehen können, wie so ein Verfahren in groben Zügen abläuft, wie die bisherige Regelung war und was sich jetzt ändert. 

Einen Anspruch auf einen Kita-Platz hat jeder, der einen sogenannten Rechtsanspruch darauf hat. Diese Prüfung ist laut Kita-Gesetz die Aufgabe des Landkreises. Der Landkreis kann diese Aufgabe auf die Kommunen übertragen, mit einem Vertrag und wenn die Kommunen zustimmen. Das Verwaltungsverfahren mit dem Ergebnis eines Bescheides über den Rechtsanspruch führt also per Gesetz der Landkreis und wenn ein Vertrag abgeschlossen wurde, die Kommune durch. 

Mit einem Bescheid über einen Rechtsanspruch hat dann aber noch niemand einen Kitaplatz. Den bekommt man nur, wenn der Träger einer Kita einen Betreuungsvertrag abschließt. In Zossen ist die Stadt Zossen Träger aller Kitas und damit die einzige, die mit den Eltern einen Betreuungsvertrag abschließen und den Kindern einen Kitaplatz geben kann. Für dieses Verfahren benötigen wir in der Stadt für die Prüfung dieselben Unterlagen (und noch ein paar mehr), wie für die Prüfung des Rechtsanspruches erforderlich. Hierbei ist die Höhe der Betreuungsstunden zu klären, das Einkommen für die Beitragsbescheidung auszurechnen, der Betreuungsvertrag und der Eingewöhnungsvertrag zu fertigen und zu klären, in welcher Kita ein freier Platz und das notwendige Betreuungspersonal vorhanden sind sowie, wie viele Kinder gleichzeitig in die Eingewöhnung aufgenommen werden können. Die Berechnung der Betreuungsstunden ist fast identisch mit der Berechnung des Rechtsanspruches, so dass diese Arbeit nicht mal wirklich doppelt anfällt, wenn die Stadt das erledigt.Mit öffentlich-rechtlichem Vertrag von 2005 zwischen dem LK TF und der Stadt Zossen wurden die Aufgaben des LK auf die Stadt Zossen übertragen, u.a. Rechtsanspruchsprüfung, Organisation Tagesmütter und andere Aufgaben. Einen solchen Vertrag haben auch viele andere Kommunen im LK abgeschlossen, um für die Eltern und Antragsteller vor Ort Ansprechpartner zu sein und das Verfahren bürgerfreundlicher zu gestalten. Dafür hätte uns eigentlich eine Erstattung von Personalkosten zugestanden, denn wenn eine Kommune Aufgaben des LK übernimmt und dieser den Aufwand dann nicht mehr hat, wäre das auszugleichen gewesen. Darauf haben aber alle Kommunen verzichtet.
Mit Schreiben vom Januar 2010 hat der damalige Landrat Herr Giesecke (SPD) diesen Vertrag gekündigt, wegen der damaligen Querelen um die Qualität bei den Tagesmüttern. Die Rechtsanspruchsprüfung für die Kita-Kinder hat die Stadt mit Duldung des LK weiter durchgeführt.

In 2011 wurde zwischen dem LK und der Stadt Zossen ein neuer öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen. Dieser wurde dann vom LK im Mai 2012 wieder gekündigt und mit dieser Kündigung der gesamte Vertrag unwirksam. Seit diesem Zeitpunkt, also mittlerweile seit mehr als 5 Jahren, war der Landkreis für die Prüfung des Rechtsanspruches zuständig und hätte diese Bescheide erstellen dürfen und müssen.
Unausgesprochen und im Einvernehmen wollte der Landkreis aber nur die Bearbeitung der Anträge für die Tagesmütter durchführen und nicht die für die Kita-Kinder. So wurde es auch die ganze Zeit über gehandhabt.

Als dann in 2015 der neue (jetzt alte) Jugendamtsleiter Herr Ennulat im LK anfing, vereinbarten wir, dass die Stadt Zossen vom LK einen neuen Vertragsentwurf erhält, um diese rechtlich fragwürdige Situation zu bereinigen. Ein solcher Vertragsentwurf kam in Zossen bis jetzt nicht an. Auch keine Kostenübernahme für unsere zusätzlichen Verwaltungskosten und auch kein Dankeschön für die über viele Jahre gut geleistete Arbeit unserer Mitarbeiter. Solange alles reibungslos lief, interessierte den Landkreis das Thema Rechtsanspruchsprüfung also gar nicht.

Stattdessen kommt nun, wo wir in einer personell angespannten Situation waren und diese bis Dezember aber für die Kita-Kinder wieder im Griff hatten, die Entscheidung der Landrätin Frau Wehlan, jetzt die Rechtsanspruchsprüfung für alle Kinder in Luckenwalde durchführen zu wollen. Bis jetzt haben die Eltern die Anträge insgesamt bei uns gestellt und wir haben das vollständige Verfahren bis zum Abschluss des Betreuungsvertrages in einem Gesamtpaket abgewickelt.

Jetzt müssen nach Anweisung der Landrätin Frau Wehlan die Eltern einen Antrag auf Feststellung des Rechtsanspruches beim Landkreis in Luckenwalde stellen. Wenn sie dann dort einen Bescheid erhalten, müssen sie mit diesem bei der Stadt Zossen einen Antrag auf einen Kita-Platz stellen und wir beginnen dann unsere Prüfung. Das betrifft alle Neuanträge auf einen Kitaplatz und auch alle Stundenerhöhungen oder Senkungen, also alle 1200 Kinder. Wie dieser zusätzliche Weg schneller zum Ziel, also einem Kita-Platz führen soll, ist mir völlig schleierhaft. Daher stellt sich mir die Frage, was bezweckt die Landrätin mit dieser Anweisung.

Abschließend noch zu der Diskrepanz zwischen meiner Erklärung, wir haben alle bis einschließlich Anfang Dezember 2017 gestellten Anträge für einen neuen Kitaplatz in Zossen abgearbeitet und der Erklärung des MAZ-Lesers Herrn Britz, seinen Antrag auf einen Kitaplatz hat er im Juli 2017 gestellt und immer noch keinen Kitaplatz in Zossen erhalten. Tatsächlich hat er im Juli 2017 einen Antrag gestellt. Allerdings auf Prüfung des Rechtsanspruches für einen Kitaplatz in Berlin. Da bei der Abarbeitung der Rückstände von mir Prioritäten gesetzt wurden und mit erster Priorität die Anträge für einen Kitaplatz in Zossen bearbeitet wurden, waren die Anträge auf einen Kitaplatz in Berlin tatsächlich in der Bearbeitung noch nicht dran. Zu dieser Bearbeitung gehören die Prüfung des Rechtsanspruches und die Kostenübernahmeprüfung. Dies bedeutet, dass die Stadt Zossen die Kosten für die Betreuung in Berlin übernimmt, wo die Eltern keine Elternbeiträge zahlen müssen. Für einzelne Eltern mag dieses Modell attraktiv sein, gerecht gegenüber den Eltern, die ihre Kinder in Zossen betreuen lassen, finde ich das nicht. Wenn Herr Britz sich aber seit längerem beim Landkreis darüber beschwert hat, hätte doch der Landkreis längst diese Rechtsanspruchsprüfung und die Kostenübernahmeprüfung selbst durchführen können. Zuständig war er sowieso und es ging nicht um einen Kitaplatz in Zossen, wo wegen der Gesamtbearbeitung ein Abwarten sinnvoll gewesen wäre. 

Ich habe gar kein Verständnis dafür, dass wegen weniger Einzelfälle (ca. 20 von 1200), die der Landkreis aufgrund seiner Zuständigkeit für die Rechtsanspruchsprüfung schon längst hätte bearbeiten können, jetzt für über 1000 Eltern diese zusätzliche Belastung aufgebaut wird, um einen Kitaplatz in Zossen zu erhalten. Das ist nicht die richtige Lösung und das ist auch nicht der richtige Weg.

Alle bis Ende Dezember 2017 eingegangenen Anträge für einen Kitaplatz in Zossen werden wir wie bisher bearbeiten, da die „Neuregelung“ des Landkreises erst ab Januar 2018 gelten soll. Wie es für die ab Januar 2018 eingegangenen Anträge und die zusätzliche Ehrenrunde für die Eltern über die Kreisverwaltung in Luckenwalde weitergehen soll, müssen die Eltern nach Anweisung der Landrätin dann nun mit dem Jugendamt in Luckenwalde klären.
 

Es tut mir sehr leid für die Eltern, aber das war nicht meine Entscheidung.

Michaela Schreiber

Bürgermeisterin

 

Fußgängerbrücke an der Bahn-Haltestelle Neuhof freigegeben

Nachdem vor einem Monat die Straßenbrücke  über die Bahngleise bei Neuhof für den Verkehr freigegeben wurde, ist am Sonnabend, dem 2. Dezember 2017 nun auch offiziell die Fußgangerbrücke übergeben worden.  Das symbolische Band wurde gemeinsam von Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber, dem für den Ausbau der Bahnstrecke zuständigen Projektleiter Hans-Jürgen Kieke  sowie Markus Klövekorn von der mit dem Vorhaben beauftragten Baufirma Echterhoff  unter dem Beifall der zahlreich erschienenen Bürger  durchgeschnitten.  Diese nutzten im Anschluss dann auch gleich die Möglichkeit, die Überführung mit den Treppen und den behindertengerechten Rampen abzulaufen. Mit Beschluss vom 30. September 2009 hatten sich die Stadtverordneten nach eingehender Diskussion auch im Ortsbeirat Wünsdorf  gegen einen Aufzug und für die nun realisierte Variante entschieden. Eine entsprechende Eisenbahnkreuzungsvereinbarung zwischen Stadt und Deutscher Bahn war im vergangenen Jahr abgeschlossen worden. Rund 400 000 Euro hat die Stadt Zossen  für die beiden Überführungen in Neuhof  zu  den Gesamtkosten dazugegeben. Nach Abschluss der Arbeiten gehen der Radweg entlang der Straßenüberführung sowie die Fußgängerüberführung in die Straßenbaulast der Stadt über.

Wie es heißt, sind - solange es das Wetter erlaubt – in diesem Jahr noch Restarbeiten zu erledigen. Auch die Gestaltung  des Umfelds steht noch aus. Sie soll im Frühjahr 2018 erfolgen. Seitens der Stadt sollen zudem im kommenden Jahr weitere Park-Ride-Plätze an der Haltestelle in Neuhof errichtet werden, die nun, so hoffen alle, künftig nicht mehr zur Disposition steht, wenn es um die Schließung von Bahnhöfen geht.

Zusammenfassung der Schreiben an die Petitionsausschüsse Brandenburg und Berlin und an alle Fraktionen im Landtag Brandenburg und im Abgeordnetenhaus Berlin

 

A: Petition wegen des Verhaltens des LUA Brandenburg

Petition wegen des Verhaltens des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft und

des Ministerpräsidenten

B : Petition wegen des Verhaltens der Berliner Stadtgüter in Brandenburg

Petition wegen des Verhaltens des Berliner Senats in Bezug auf die Ausrichtung der Geschäftstätigkeit der Berliner Stadtgüter

C: Alle Fraktionen im Landtag Brandenburg

D: Alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Zossen und im Namen von ca. 1.000 Bürgern erheben wir diese Petition und beantragen eine intensive Prüfung

A und C:

der Tätigkeit des Landesumweltamtes, des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft und des Ministerpräsidenten bezogen auf die Aktivitäten der Berliner Stadtgüter im Land Brandenburg.

B und D:

der Berliner Stadtgüter im Berliner Umland sowie die hierzu auszuübende Kontrollpflicht des Landes Berlin als Gesellschafter der Berliner Stadtgüter.

 

 

Zum Sachverhalt:

Die Berliner Stadtgüter sind Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen in der Stadt Zossen, zwischen den Ortsteilen Glienick und Schünow.

 

Seit mehr als 5 Jahren versucht die Planergruppe Plan 8 im Auftrag der Berliner Stadtgüter die Ausweisung eines Gebietes für Windkraftanlagen (WKA) zwischen Glienick, Werben und Schünow zu erreichen. Bereits 2012 war die Antwort der Stadt Zossen sehr eindeutig – ein Vorhaben für Windenergie in diesem Bereich der Stadt wird weder von der Stadtverwaltung, noch von der Stadtverordnetenversammlung unterstützt, die vorliegende kommunale Planung sieht hier kein Windeignungsgebiet (WEG) vor.

Diese deutliche Aussage der Stadt Zossen hat Plan 8 nicht davon abgehalten, das Vorhaben weiter voran zu treiben. Im Rahmen der Aufstellung unseres FNP hat sich nach unseren Untersuchungen herausgestellt, dass harte und weiche Tabukriterien vorliegen, die in diesem Bereich Windkraft ausschließen.

Auch im beschlossenen und gültigen Regionalplan Havelland-Fläming ist für diesen Bereich kein WEG vorgesehen. Auch in dessen Aufstellungsverfahren hatte Plan 8 versucht, die Aufnahme dieser Fläche in den Regionalplan zu erreichen, was nicht geschehen ist. Derzeit ist Plan 8 eines der Unternehmen, das gegen den Regionalplan klagt.

Trotz gültiger übergeordneter Planung, die WKA dort ausschließen, hat Plan 8 sich mit der EnBW in Kooperation zusammengeschlossen und gemeinsam wurde eigens zur Entwicklung des Gebietes Glienick, Werben, Schünow die Firma Havelland-Fläming Wind GmbH gegründet. Diese hat als Vorhabenträger beim LUA Brandenburg die Durchführung eines Scoping-Termins zur Festlegung der Anforderungen an die Umweltuntersuchungen für dieses Gebiet zur Errichtung von 6 WKA beantragt. Daraufhin wurde vom LUA ein Termin für Montag, den 11.09.2017 angesetzt, zu dem auch die Stadt Zossen geladen wurde. Dank der guten Vorbereitung des Ortsbeirates Glienick haben ca. 100 Bürger vor dem Sitzungsort demonstriert und sehr deutlich gemacht, wie „willkommen“ dieses Vorhaben ist.

 

Tatsächlich ist die treibende Kraft hinter diesem Vorhaben aber nicht irgendein Planungsbüro, sondern der Eigentümer der Flächen, auf dem die WKA entstehen sollen. Wie sich aus der beigefügten Karte ergibt, ist Eigentümer aller Flächen, auf denen die WKA vorgesehen sind, die Berliner Stadtgüter GmbH, eine gewerblich und mit Gewinnerzielungsabsicht tätige Gesellschaft des Landes Berlin. Verantwortlich für die Ausrichtung dieser Berliner Stadtgüter ist also die öffentliche Hand, konkret das Land Berlin.

Beigefügt sind mehrere Medienberichte hierzu und Recherche-Ergebnisse.

Der aktuellste Medienbericht ist aus der Berliner Zeitung vom 18.04.2017 „Berlins rot-rot-grüne Landesregierung will ernst machen mit dem Bau von Windenergieanlagen. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollten neue Windräder entstehen, kündigte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) in der taz an. Es werde geprüft, ob dafür die sogenannten Stadtgüter, Berliner Flächen auf Brandenburger Gebiet, genutzt werden könnten“

Tatsächlich ist das keine neue Idee, sondern wurde von der Berliner Landesregierung schon längst geprüft und „für gut“ befunden, wie den anderen, älteren (beigefügten) Medienberichten zu entnehmen ist.

Die rot-rot-grüne Landesregierung des Landes Berlin will ohne Rücksicht auf die Bürger vor Ort auf dem Gebiet des Landes Brandenburg seine „Klimaziele“ umsetzen und dabei noch Gewinn machen, ohne die Belastungen selbst vor der Nase zu haben und die rot-rote Landesregierung des Landes Brandenburg schaut dabei nur zu (oder unterstützt?).

Es ist völlig unverständlich, dass das Landesumweltamt trotz geltender übergeordneter Planung bereits jetzt einen Scoping-Termin ansetzt. In der Stellungnahme der Stadt Zossen im Scoping-Termin wurde mehrfach deutlich geäußert, dass die Durchführung eines solchen Termins zum jetzigen Zeitpunkt ganz klar rechtswidrig ist. Derzeit steht übergeordnete Planung, der gültige Regionalplan diesem Vorhaben entgegen. Es ist derzeit unzweifelhaft nicht genehmigungsfähig.

Wenn jetzt also Hinweise und Anregungen zu Umweltuntersuchungen gegeben werden, so soll dem Vorhabenträger „geholfen“ werden, vorzuarbeiten. Um dann, wenn eventuell seine eigene Klage gegen den Regionalplan erfolgreich sein sollte, in die entstehende Regelungslücke mit einem fertigen Antrag auf Aufstellung von WKA reinzurutschen und eine Genehmigung zu erhalten, bevor ein neuer entgegenstehender Plan aufgestellt werden könnte. Es ist offensichtlich, was hier versucht wird.

Beide Länder haben eine Gemeinsame Landesplanung beschlossen und dazu eigens eine Gemeinsame Landesplanungsbehörde ins Leben gerufen. Dort werden unter anderem Siedlungsentwicklung und Freiraum in beiden Ländern gesteuert.

Es ist unverständlich, warum das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung nichts dagegen unternimmt, dass das Land Berlin mit diesem Vorhaben gegen gemeinsame übergeordnete Planung verstößt, Regionalpläne des Landes Brandenburg per Gerichtsverfahren angreift und aufheben lassen will. Die kommunale Planungshoheit der Stadt Zossen mit Füßen tritt.

Und das alles nur aus einem wirtschaftlichen Grund, um den Berliner Stadtgütern statt 500 € Pacht für eine landwirtschaftliche Fläche pro Jahr zu Lasten der Brandenburger Bürger lieber 500.000 € Pacht zukommen zu lassen. Der genaue Betrag ist natürlich nicht bekannt, die Angabe beruht auf Erfahrungswerten aus anderen WKA-Ansiedlungen.

Es ist genauso unverständlich, warum das Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft zusieht, wie landwirtschaftliche Produktionsfläche in Brandenburg vernichtet wird für das Aufstellen von WKA außerhalb von ausgewiesenen WEG.

Das Handeln der Berliner Stadtgüter und des Gesellschafters, Land Berlin, ist rechtlich fragwürdig, politisch verwerflich und bezogen auf die „Verschiebung“ der schädlichen Umweltauswirkungen von WKA nach Brandenburg moralisch unhaltbar. Wieso hat der Ministerpräsident hier nicht schon längst mit den Verantwortlichen in Berlin deutliche Gespräche geführt, um seine Bürger in Brandenburg zu unterstützen, denn wir sind nicht die einzige brandenburgische Kommune, die von der Gewinnerzielungsabsicht des Landes Berlin betroffen ist. Es geht hier um die Gesundheit der Bürger in seinem Land, die sich von der eigenen Landesregierung im Stich gelassen fühlen. Wir fordern ein dringendes Umdenken der Handelnden.

Schöneiche ist 2018 Gastgeber des 16. Kreiserntefestes

Der Zossener Ortsteil Schöneiche wird im kommenden Jahr das 16. Kreiserntefest des Landkreises Teltow-Fläming ausrichten. Schöneiche ist damit nach 2006 zum zweiten Mal Gastgeber dieses traditionellen Höhepunktes rund um die Landwirtschaft.  Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Ortsvorsteher Norbert Magasch nahmen am 26. August 2017 in Ruhlsdorf im Beisein von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger aus den Händen von  Monika Nestler, Bürgermeisterin von Nuthe-Urstromtal, den neugeschaffenen Staffelstab in Form einer goldenen Metallsäule mit einer kleinen Erntekrone auf dem Deckel  sowie einen mit landwirtschaftlichen Produkten gefüllten Präsentkorb entgegen. Der Staffelstab enthält eine Karte des Landkreises TF, auf der alle bisherigen Austragungsorte eingezeichnet sind und künftige Gastgeber eingetragen werden, und steht seit Montag im Foyer des Zossener Rathauses. Wie Michaela Schreiber sagte, stehe auch schon der Termin für das 16. Kreiserntefest statt. Es wird am 6. Oktober 2018, einen Tag vor dem offiziellen Erntedank, gefeiert.  Bereits am 18. September 2017 wird sich im Ort ein Festkomitee konstituieren, das die Vorbereitungen auf das Fest koordinieren soll.  Für die Stadt Zossen, die in diesem Jahr den Titel Fläming-Hauptstadt 2017 trägt,  ist es bereits das dritte Mal, dass sie Gastgeberin eines Kreiserntefestes ist. Zuletzt  waren tausende Besucher aus dem Kreis und darüber hinaus  im September 2012 im Ortsteil Glienick zu Gast. Diese Erfahrungen, so Bürgermeisterin Schreiber, wolle man wieder in die Waagschale werden, um ein tolles Fest zu organisieren. „Dass die Schöneicher gern feiern, ist ja bekannt“, so Schreiber.  Diese waren am 26. August  mit einer kleinen Delegation nach Ruhlsdorf  zum dortigen Kreiserntefest gekommen. Burkhard Strzelecki  hatte seinen Leiterwagen, auf dem auch die Fläming-Hauptstadt-Fahne wehte, originell geschmückt, um an dem großen Festumzug und der anschließenden Präsentation alter und neuer Technik landwirtschaftlicher Fahrzeuge, Geräte und Maschinen teilzunehmen.     

Stadt Zossen zum dritten Mal Gastgeber für große Rassehundeausstellung

Bürgermeisterin Schreiber Schirmherrin der zweitägigen Veranstaltung

Zossen. Zum dritten Mal in Folge ist die Stadt Zossen Austragungsort für die große Gemeinschafts-Rassehundeausstellung des Verbands Deutscher Kleinhundezüchter, Landesgruppe Berlin, die dieser gemeinsam mit dem Internationalen Club für Japan Chin, Peking-Palasthunde und King Charles Spaniel 1920, den Spezialklub für Tibet Terrier und Lhasa Apso sowie dem Chinese Crested Club organisiert.  Sie findet am 16. und 17. September 2017  in der Sporthalle Dabendorf, Jägerstraße 13, statt.  Auch diesmal übernimmt Bürgermeisterin Michaela Schreiber  die Schirmherrschaft über die zweitägige Veranstaltung, zu der rund 100 Aussteller aus sechs Ländern mit mehr als 400 Hunden verschiedener Rassen erwartet werden. Vertreten sein werden Hundezüchter aus Schweden, Dänemark, Polen, Tschechien, den Niederlanden und Deutschland.  Das Richterteam besteht aus der Irländerin Linda Mills und den beiden Österreicherinnen Uschi Eisner und Heidi Kirschbichler.

In ihrem Grußwort an die  Teilnehmer der Rassehundeausstellung  verweist Bürgermeisterin Schreiber, selbst bekennende Hundeliebhaberin, darauf, dass Zossen bekannt dafür sei, eine hundefreundliche Stadt zu sein. Nicht zuletzt  wegen der niedrigen Hundesteuer - auch für den Zweit- oder Dritthund. Jeder Hundebesitzer, der sein Tier ordnungsgemäß im Bürgerbüro des Rathauses anmeldet, erhalte einmalig kostenlos  einen praktischen Gassi-Bag.   Nicht zu vergessen die von der Stadt speziell für Hunde errichteten zwei Badestrände. In Wünsdorf und Zesch am See können die Tiere in extra dafür ausgeschilderten Bereichen im Wasser herumtollen. Rund 1700 steuerpflichtige Hunde sind derzeit in Zossen angemeldet. Das heißt, auf 100 Einwohner kommen zirka 9,5 Hunde. Rund  90 verschiedene, teils seltene Rassen, leben in der Stadt. Darunter auch Kleinhunderassen wie Mops, Havaneser und Chihuahua, wie sie in Dabendorf zu sehen sein werden.  

„Ich  wünsche Ihnen auch bei Ihrer dritten Ausstellung in unserer schönen Stadt beste Voraussetzungen für den Auftritt vor den gestrengen Blicken der Zuchtrichter und  ein fachkundiges wie interessiertes Publikum“, so Michaela Schreiber.

                                                                                          Pressemitteilung vom 14. August 2017

Feierliche Grundsteinlegung für Kita-Anbau in Schöneiche

Stadt Zossen investiert rund eine Million Euro inklusive Fördermittel in das Projekt

Schöneiche. Gemeinsam mit Kindern der Kita Schöneiche  hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber am Freitag, dem 21. Juli 2017, den symbolischen Grundstein für den 120 Quadratmeter großen Anbau der derzeit in Sanierung befindlichen Kindertagesstätte in dem Zossener Ortsteil gelegt. Nachdem die Jungen und Mädchen gemeinsam mit den Gästen der feierlichen Grundsteinlegung  das Rolf-Zuckowski-Lied  „Im Kindergarten“  gesungen und die Metallhülse mit den obligatorischen Utensilien – Baupläne, Tageszeitung, Münzen, Fotos und Zeichnungen der Kinder – gefüllt hatten, wurde diese fachmännisch im Boden versenkt und mit Beton bedeckt.  Der Einladung gefolgt war unter anderem die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU), die in ihren Grußworten betonte, wie wichtig die Förderung des Baus neuer Kita-Plätze angesichts erfreulich steigender Geburtenraten sei. Sie verwies auf das Förderprogramm des Bundes, aus dem auch der finanzielle Zuschuss  für das Projekt Umbau und Sanierung der Kita Schöneiche stammt. Brandenburgs Jugendstaatsekretär Thomas Drescher hatte im Dezember 2016 den Fördermittelbescheid in Höhe von rund 240 000 Euro  an  Zossens Bürgermeisterin übergeben. Die veranschlagten Investitionskosten betragen insgesamt - mit Ausstattung, Außenanlagen etc. - rund eine Million Euro. Das Bauende ist für Juni 2018 vorgesehen. Mit den Baumaßnahmen soll die Kapazität der dann 480 Quadratmeter großen Kita Schöneiche so erhöht werden, dass hier künftig bis zu 60 Kinder betreut werden können. Im Zuge der Baumaßnahmen wird unter anderem die bisherige Raumaufteilung komplett verändert. Erneuert werden die elektrische Anlage, die Heizungsanlage, alle Außenfenster und -türen, alle Innentüren sowie die kompletten Fußbodenaufbauten. Eingebaut wird eine Fußbodenheizung sowie eine Verteilerküche. 

Bürgermeisterin Schreiber übermittelte den Gästen die Grüße des Staatsekretärs, der sich entschuldigt und  schriftlich den Spruch mit auf den Weg gegeben hatte: „Nun sei der Stein Symbol der Kraft, die Bau und Glück für Sie erschafft.“

Neue Schul- und Freizeitsportanlage in Wünsdorf übergeben

Stadt Zossen investierte rund 400 000 Euro in das Projekt 

Rund 350 Kinder der Grundschule „Erich Kästner“ in Wünsdorf konnten am Freitag, dem 14. Juli 2017, nach dem obligatorischen Durchschneiden des roten Bands Besitz von ihrer neuen Sportanlage nehmen. Statt des symbolischen Schlüssels wurden Schulleiterin Karola Grüneberg von Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber drei Bälle überreicht: einer im Auftrag der Planungsfirma Böhler & Naumann Landschaftsplanung GmbH aus Rangsdorf, einer von der bauausführenden Firma, der Schmitt GmbH Sportstättenbau aus Groß Köris, und ein dritter von der Stadt Zossen, die das insgesamt rund 400 00 Euro teure Projekt finanziert hat.

Baubeginn war im Dezember des vergangenen Jahres. Entstanden ist eine moderner Sportplatz für den Schul- und Freizeitsport, unter anderem mit einer 260 Meter langen Laufbahn (vier Bahnen), die von den Schülern nach der Übergabe gleich ausprobiert wurde. Außerdem gehören zur Anlage ein 30 x 60 Meter großer Bolzplatz mit zwei Toren, ein Volleyballfeld, eine Kugelstoßanlage, sieben Bänke und drei Abfalleimer.  Umgeben ist die Sportanlage mit einem zwei Meter hohen Stabmattenzaun.

Wie Bürgermeisterin Schreiber sagte, sei sie froh, Schülern, Lehrern und Freizeitsportlern diese schöne Anlage übergeben zu können, die aber unter anderem auch fürs Lauftraining der Handballer des MTV Wünsdorf genutzt werden kann.  Die Schüler rief sie mit einem Augenzwinkern auf, auch ihre Eltern zum Sporttreiben zu  motivieren, denn jetzt gebe es keine Ausrede mehr. Schulleiterin Karola Grüneberg verwies auf die Verantwortung aller, mit der neuen Sportanlage  pfleglich umzugehen, damit sie möglichst lange in so gutem Zustand bleibt.

Außer der Sportstätte sind 37 neue Parkplätze entstanden, dazu 95 Fahrradbügel für 190 Räder.

Zum MAZ-Artikel „Immer mehr Kitas schließen früher – weil Erzieher fehlen / Besserer Betreuungsschlüssel soll die Situation im Kindergarten entspannen“. 16. Juni 2017, Seite 1

Bereits im  Februar 2015 hatte die rot-rote Landesregierung angekündigt, ab August 2015 500 zusätzliche Betreuer für Krippenkinder einzusetzen („Kitas bekommen vorfristig mehr Erzieher“, MAZ, 18. Februar 2015). Schon damals  hatte Zossens Bürgermeisterin in einer Pressemitteilung erhebliche Zweifel angemeldet,  ob diese „vollmundige Erklärung“ so schnell und wirksam tatsächlich in der Praxis umsetzbar sei. Schließlich sei nicht das Land Träger der Kindereinrichtungen und könne demzufolge auch niemanden zusätzlich einstellen, sondern allein die Kommunen und freie Träger trügen die Verantwortung und hätten die Arbeit zu leisten, so Schreiber.

Über die nun in dem oben genannten Beitrag aufgestellte Behauptung, eine Verbesserung des Personalschlüssels für die Betreuung von drei- bis sechsjährigen würde die Personalsituation in den Kitas entspannen, könne sie nur mit dem Kopf schütteln. Das sei „Mathematik für Linke“, erklärte sie. Leider  sei auch der Autor des Beitrags auf diese völlig falsche Logik hereingefallen. Wenn jetzt schon Fachkräfte fehlen, Kita-Plätze unbesetzt bleiben  oder Öffnungszeiten eingeschränkt werden müssen und bei Senkung des Betreuungsschlüssels noch fast  500 weitere Erzieher  benötigt werden, werde die Personalsituation nicht besser, sondern wird sich dramatisch verschärfen, so Schreiber. Es liege in der Verantwortung der Landesregierung in Potsdam, die finanziellen und logistischen Voraussetzungen für insgesamt mehr Ausbildungsplätze zu schaffen,  damit in allen Kitas motiviertes, gut qualifiziertes Personal eingestellt werden kann. Solange die Landesregierung wie in der Vergangenheit  Ausbildungsklassen an der Fachschule für Erzieher aus Mangel an geeigneten Lehrkräften und aus Sparsamkeitsgründen  streicht sowie Kosten und  Arbeit auf die Kommunen abwälzt,  sei keine Besserung der Situation in Sicht, betont die Verwaltungschefin.

Schon seit Jahren setzt die Stadt Zossen deshalb bewusst  auf die eigene Ausbildung von Erziehungshelfern und Quereinsteiger aus anderen Berufen  zu staatlich anerkannten Erziehern. Und das mit Erfolg. Gerade fertig geworden mit den Abschlussprüfungen sind zehn angehende Kita-Erzieherinnen, die in den Kindereinrichtungen der Stadt Zossen ausgebildet wurden. „Während der dreijährigen Ausbildung haben wir ihnen zwei Tage in der Woche für die Qualifizierung freigegeben. Dazu stellten wir  ihnen jeweils eine Mentorin zur Seite“, so  Schreiber. Nach erfolgreich bestandener Prüfung werden in diesem Jahr acht von ihnen ab 1. Juli übernommen, kündigt sie an.  Wie die Bürgermeisterin einschätzt, hat die Stadt - anders als in vielen anderen Kommunen -  inzwischen kein Personalproblem mehr in ihren neun Kitas. Und auch ein anderes Thema, das in zahlreichen Kommunen immer mehr zum Problem wird, steht in der Stadt Zossen als Trägerin der Kindereinrichtungen nicht mehr auf der Tagesordnung: „Wir können allen Eltern, die es wünschen, inzwischen einen Kita-Platz zur Verfügung stellen, auch wenn es manchmal nicht die Wunsch-Kita ist “, so die Verwaltungschefin. Derzeit verfügt Zossen über 835 städtische Kita-Plätze. Schreiber sieht sich darin bestätigt, dass sie ihre Linie, wie sie sagt, „knallhart durchgezogen“ und nichts auf den von Statistikern auch für Zossen prognostizierten Bevölkerungsrückgang gegeben hat. Inzwischen hat Zossen fast 19 000 Einwohner, auch die Zahl der Kinder ist deutlich gestiegen. Mit dem „Haus der kleinen Füße“ in Wünsdorf  und der Kita „Oertelufer“ in Zossen wurden in den vergangenen Jahren zwei moderne Kindereineinrichtungen gebaut, derzeit läuft der Um- und Ausbau der Kita Schöneiche und auch die Pläne für eine Sanierung und Modernisierung der Kita „Bummi“ in Zossen liegen schon in der Schublade. In Zossen werde alles daran gesetzt, sowohl den geforderten Personalschlüssel als auch die  Qualitätsvorgaben an pädagogische Konzepte und Betreuungsarbeit umzusetzen, so die Bürgermeisterin. „Ohne diese eigenen Ausbildungsmaßnahmen hätte die Stadt eine ähnlich dramatische Lage wie die Nachbarkommunen“, so Bürgermeisterin Schreiber.

Anfang September, so sagt sie, werden die Schulanfänger die Kindertagesstätten verlassen, so dass diese Plätze wieder neu zur Verfügung stehen.  „Aus heutiger Sicht schätze ich ein, dass auch im nächsten Jahr (insbesondere nach Fertigstellung der neuen Kita Schöneiche) allen ein Kita-Platz zur Verfügung gestellt werden kann, wenn auch nicht immer in der Wunsch-Kita“, so die Bürgermeisterin.  Da immer nur eine gewisse Anzahl von Kindern eingewöhnt werden könne, dies aber wichtig für das richtige Ankommen der Kinder sei, könne nicht in jedem Fall zum Wunschtermin aufgenommen werden.  „Ab September ist die größere Anzahl der Aufnahmen aber abgeschlossen, so dass ich ab diesem Zeitpunkt auch von einer Aufnahme zum Wunschtermin ausgehe“, sagte die Verwaltungschefin. Zusätzlich verfüge die Stadt über entsprechend hohe Hortkapazitäten, so dass alle Kinder einen Hortplatz erhalten können. Die Belegung konnte aber erst nach abgeschlossenem Einschulungsverfahren  stattfinden.  Nach Aussage von Schreiber bereite das vom Land Brandenburg festgelegte Einschulungsalter mit 5 Jahren wie schon in den Jahren zuvor Schwierigkeiten. „Dies hat zur Folge, dass viele Fünfjährige als Schulanfänger vorgesehen sind, dann aber aufgrund der ärztlichen Untersuchung oder des Elternwunsches doch nicht eingeschult werden. Dadurch ist es schwierig sowohl die Klassenbildung als auch die Hortbelegung und natürlich auch die Anzahl der freiwerdenden Kita-Plätze vorherzusehen“, betont die Bürgermeisterin. Eine Rückkehr zum Einschulungsalter mit 6 Jahren würde ihrer Ansicht nach diese vielen Ungewissheiten eliminieren. „Man könnte wesentlich besser Vorsorge treffen“, sagt sie.

                                                                                                              Zossen, den  16. Juni 2017

Strandbad Kallinchen wurde zum 14. Mal mit der Blauen Flagge der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung ausgezeichnet

Stadt Zossen war würdiger Gastgeber der Verleihungsveranstaltung der Bundesländer Brandenburg und Berlin

Das Strandbad Kallinchen ist am Sonnabend, dem 17. Juni 2017, zum  14. Mal mit der Blauen Flagge  der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung  ausgezeichnet worden. Für die Bundesländer Berlin und Brandenburg wurde das weltweit in 49 Staaten jeweils für ein Jahr an vorbildliche Sportboothäfen und Badestellen vergebene Umweltsymbol im Zossener Ortsteil Kallinchen verliehen. Im Beisein von Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber sowie Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung, der Wasserschutzpolizei, des Deutschen Seglerverbandes, des Landesverbandes Motorbootsport Brandenburg sowie des Landkreises Teltow-Fläming erhielten sechs  Motorsport- bzw. Segelclubs sowie zwei Strandbäder die Ehrung. Weltweit  werden in diesem Jahr 4367 Blaue Flaggen wehen. Alle mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Sportboothäfen und Badestellen müssen jeweils einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen und ihre vorbildliche Umweltarbeit jährlich erneut nachweisen. Die Kriterien betreffen vor allem Wasserqualität, Umweltkommunikation, Umweltmanagement und Service/Sicherheit. Die Flagge wird immer nur für eine Saison verliehen und darf nur wehen, solange die genannten Kriterien erfüllt sind. Ist das nicht der Fall, muss die Flagge umgehend eingeholt werden. Internationale und nationale Organisationen führen in der Saison sowohl angemeldete wie auch unangemeldete Kontrollen durch.  

Für das Strandbad Kallinchen nahm Reinhard Schulz, Geschäftsführer der Kalli GmbH, die Auszeichnung entgegen. Wie er sagte, seien sich seine Mitarbeiter bewusst, welchen Stellenwert das Strandbad für die Stadt Zossen und die gesamte Region habe. Er dankte der Stadt Zossen für die gute Zusammenarbeit, was von Bürgermeisterin Michaela Schreiber an die Adresse der Kallinchener gerichtet erwidert wurde. Kallinchen sei das beste der drei städtischen Strandbäder und habe diese Auszeichnung zu Recht verdient, so Schreiber.

Pünktlich zur Veranstaltung im Strandbad Kallinchen erhielt auch das Gebäude auf dem Gelände, in dem sich unter anderem das Strandrestaurant „Kallinchen Beach“ befindet, einen neuen Farbanstrich. Reinhard Schulz und Michaela Schreiber äußerten sich zufrieden, dass damit die Ursprungsidee umgesetzt wurde und das Objekt an ein großes Schiff erinnert.

Liste der 2017 Ausgezeichneten aus Berlin und Brandenburg

-          Motorwassersportclub Birkenwerde e.V. (zum 22. Mal)

-          Motorsportclub Stienitzsee Petershagen e. V. (19 Mal)

-          Motorwassersportclub Hennigsdorf e. V. (19 Mal)

-          Strandbad Senftenberg (18 Mal)

-          Motorwassersportclub Oberspree e. V. (16 Mal)

-          Strandbad Kallinchen (14 Mal)

-          Motorsportclub Kalksee e. V. (13 Mal)

-          Segel Club Wiking e. V. (9 mal)

Mehr Infos unter www.umwelterziehung.de

Ein Team, ein Ziel

Kallinchen war einmal mehr Gastgeber für die XLETIX Challenge Berlin

 

Zum vierten Mal in Folge fand die XLETIX Challenge BERLIN in Kallinchen statt. Zum ersten Mal erstreckte sich die Veranstaltung im Mai über drei Tage, an denen insgesamt knapp 15 000 Teilnehmer an den Start gegangen sind. Sie haben gemeinsam geschwitzt, gekämpft, Grenzen überwunden, neue Freunde gefunden und sich gegenseitig geholfen, heißt es in einem Resümee der Organisatoren und Veranstalter. Auch das Wetter spielte mit und schenkte Teilnehmern und Zuschauern drei Tage Sonnenschein. Viele freiwillige Helfer aus der Region und dem gesamten Bundesgebiet sowie eine reibungslose Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden haben dazu beigetragen, ein großartiges Erlebnis mit unfassbar viel Teamgeist zu schaffen, so das Fazit.

 

Hintergrund: Die XLETIX Challenge ist Deutschlands führende Hindernislaufserie. Bei den Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet, in Österreich, der Schweiz und in Spanien kommt es auf Teamgeist, Ausdauer, Kraft, Mut und Geschicklichkeit an. Aufgabe der Teams ist es, gemeinsam ins Ziel zu kommen, eine Zeitnahme erfolgt nicht. Alle Teilnehmer, die es unter dem Motto  „Ein Team, ein Ziel!“ schaffen, sind  sogenannte Finisher und erhalten neben dem „Challenge Completed“-T-Shirt und ihrem Legends-Armband ein Bier und weitere Versorgung durch unsere Partner. 

 

Über 90 Prozent der Teilnehmer treten in Teams von zwei bis zu 50 Personen an. Die Starter konnten im Vorfeld zwischen drei Laufdistanzen wählen. Auf die Teilnehmer der langen L-Distanz warten bis zu 35 Hindernisse und eine 18 Kilometer lange, sehr anspruchsvolle Laufstrecke. Für Einsteiger gibt es mit der S-Distanz und der M-Distanz abgespeckte Angebote mit weniger Hindernissen über 6 bzw. 12 Kilometer.

 

Seit 2017 gibt es bei XLETIX eine neue Herausforderung: Mit der Einführung der Zeitnahme beim XLETIX ICEBUG RACE hat jeder Teilnehmer die Chance, sich an seinen Freunden, anderen Teams oder sich selbst zu messen. Unterstützt wird die Veranstaltung von zahlreichen Partnern, denen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gebührt.

 

Auch im nächsten Jahr ist wieder eine XLETIX Challenge in Kallinchen geplant, kündigen die Organisatoren an. Die Location sei sehr einladend und werde von den Teilnehmern sehr gern angenommen, heißt es.

 

Mehr zur XLETIX Challenge 2017 unter https://youtu.be/3hRVqfoJrck

Stadt Zossen bildet selbst Kita-Erzieherinnen aus

Bürgermeisterin Schreiber: Inzwischen gibt’s kein Personalproblem mehr

Mitten in den Abschlussprüfungen stecken derzeit zehn angehende Kita-Erzieherinnen, die in den Kindereinrichtungen der Stadt Zossen ausgebildet werden. „Während der dreijährigen Ausbildung haben wir ihnen zwei Tage in der Woche für die Qualifizierung freigegeben. Dazu stellen wir  ihnen jeweils eine Mentorin zur Seite“, so  Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Nach erfolgreich bestandener Prüfung werden in diesem Jahr acht von ihnen ab 1. Juli übernommen, kündigt sie an.

Schon seit Jahren setzt die Stadt Zossen bewusst  auf die eigene Ausbildung von Erziehungshelfern und Quereinsteiger aus anderen Berufen  zu staatlich anerkannten Erziehern. Und das mit Erfolg. Wie Bürgermeisterin Michaela Schreiber einschätzt, hat die Stadt - anders als in vielen anderen Kommunen -  inzwischen kein Personalproblem mehr in ihren neun Kitas. Und auch ein anderes Thema, das in zahlreichen Kommunen immer mehr zum Problem wird, steht in der Stadt Zossen als Trägerin der Kindereinrichtungen nicht mehr auf der Tagesordnung: „Wir können allen Eltern, die es wünschen, inzwischen einen Kita-Platz zur Verfügung stellen, auch wenn es manchmal nicht die Wunschkita ist “, so die Verwaltungschefin. Derzeit verfügt Zossen über 843 städtische Kita-Plätze. Schreiber sieht sich darin bestätigt, dass sie ihre Linie, wie sie sagt, „knallhart durchgezogen“ und nichts auf den von Statistikern auch für Zossen prognostizierten Bevölkerungsrückgang gegeben hat. Inzwischen hat Zossen fast 19 000 Einwohner, auch die Zahl der Kinder ist deutlich gestiegen. Mit dem „Haus der kleinen Füße“ in Wünsdorf  und der Kita „Oertelufer“ in Zossen wurden in den vergangenen Jahren zwei moderne Kindereineinrichtungen gebaut, derzeit läuft der Um- und Ausbau der Kita Schöneiche und auch die Pläne für eine Sanierung und Modernisierung der Kita „Bummi“ in Zossen liegen schon in der Schublade. In Zossen werde alles daran gesetzt, sowohl den geforderten Personalschlüssel als auch die  Qualitätsvorgaben an pädagogische Konzepte und Betreuungsarbeit umzusetzen, so die Bürgermeisterin.

Auch wenn Zossen sich längst selbst hilft und eigene Erzieherinnen ausbildet, liege es in der Verantwortung der Landesregierung in Potsdam, die finanziellen und logistischen Voraussetzungen für insgesamt mehr Ausbildungsplätze zu schaffen,  damit in allen Kitas motiviertes, gut qualifiziertes Personal eingestellt werden kann. Solange die Landesregierung aber - wie in der Vergangenheit - Ausbildungsklassen an der Fachschule für Erzieher aus Mangel an geeigneten Lehrkräften und aus Sparsamkeitsgründen  streicht sowie Kosten und  Arbeit auf die Kommunen abwälzt,  sei keine Besserung der allgemein schwierigen Kita-Personalsituation in Sicht, betont sie.

                                                                                               Pressemitteilung vom 17. Mai 2017

Selbst zur Sprühdose gegriffen

Bürgermeisterin Schreiber reagiert mit ungewöhnlicher Aktion auf öffentliche Schmierereien

Zossen. Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber auf frische Schmierereien in den Buswartehallen am Dabendorfer Bahnhof reagiert. Sie griff selbst spontan zur Sprühdose und antwortete auf ihre Weise. Dort, wo ein Unbekannter den Spruch ‚Sind wir deuschen wirklich so dumm‘  an die Wand geschmiert hat, korrigierte sie mit Signalfarbe nicht nur die Rechtschreibfehler, sondern kommentierte die Frage mit den Worten „Wir nicht, Du schon!‘ Auch auf den zweiten Wandspruch  des Schmierfinken - ‚Wir brauchen eine Verfassung! §146 GG‘   reagierte die Juristin prompt.  ‚Es gibt keine §§ im GG, nur Artikel . . . ‘  stellte sie den Sachverhalt richtig und den anonymen Schmierer damit bloß. 

Parallel zu ihrer Aktion hat die Bürgermeisterin den städtischen Bauhof natürlich beauftragt, die Wartehallen wieder in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Bis dahin allerdings hofft sie, dass vor allem der offenbar wissensschwache Schmierfink die deutlichen  Korrekturen seiner dummen Sprüche zur Kenntnis nimmt.

                                                                                                   Pressemitteilung vom 4. Mai 2017

Zossens Nottehafen als Eingangstor zur Innenstadt

Bauausschuss billigt mehrheitlich Pläne der Stadt zur Umgestaltung  

Der sogenannte Nottehafen in Zossen soll  als „Eingangstor zur Innenstadt“ aufgewertet, seine Umgestaltung zur Belebung des historischen Zentrums beitragen. Das geht aus dem Plan der Stadtverwaltung hervor, der auf der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses ausführlich, aber teilweise auch kontrovers beraten wurde.  Am Ende empfahl das Gremium den Stadtverordneten mehrheitlich, der Beschlussvorlage  mit einigen kleinen Änderungen zuzustimmen. Diese werden auf ihrer nächsten Sitzung am 24. Mai 2017 darüber entscheiden.
Bürgermeisterin Michaela Schreiber informierte über Einzelheiten der geplanten Umgestaltung des Nottehafens.  Mit der Umgestaltung des Areals zwischen E-Werk und Nottekanal gewinnt die Stadt einen attraktiven Anlaufpunkt für den Wassertourismus. Er lädt wassersportbegeisterte Ausflügler ein, von Zossen aus das Umland auf den Wasserwegen zu erkunden, heißt es in der Begründung. In der Funktion als Wasserwanderrastplatz werde sich hier ein weiterer touristischer Baustein  etablieren. Da auch die Einrichtung einer Slipanlage geplant ist, werde es künftig möglich sein, mit dem Trailer Boote direkt zu Wasser zu lassen. Geplant sind mehrere  Steganlagen mit einer Länge von fünf bzw. zehn Metern. Sie werden begleitend der bestehenden Uferlinie verlaufen und zirka 25 Zentimeter über die bestehende Wasserkante des Nottekanals hinausragen. Die vorhandene Uferbefestigung soll bestehen bleiben.   Im Bauausschuss wurde in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit diskutiert, eine durchgehende Steganlage zu errichten.

Die Herstellung der Verkehrsflächen vor dem E-Werk - mit Anbindung eines Fußwegs an den Nottehafen – ist für die Stadt im Rahmen der Stadtsanierung ein wichtiger abschließender Baustein. „Bisher“, so die Bürgermeisterin, „ erfolgt das Parken der Fahrzeuge dort ungeordnet.“ Lediglich ein  schmaler befestigter Fußweg führe die Besucher des E-Werks zu dessen Eingangsbereich. Mit den jetzt geplanten Maßnahmen und der Schaffung von 38 Pkw-Stellplätzen werde der Innenstadtbereich für den Stadttourismus  weiter erschlossen, heißt es. Durch seine Lage am Nottekanal und unmittelbar am Zossener Stadtpark sind gute Wegebeziehungen sowohl  zur Innenstadt als auch zu den Rad- und Wanderwegen gegeben, die in die Umgebung führen.
Zur Umgestaltung gehört auch die Errichtung einer mit Naturstein gepflasterten Straße mit Wendehammer, die entsprechende Straßenbeleuchtung, der Bau einer Treppe sowie eines Uferweges mit Bänken und Tischen. Gedacht ist auch an eine Elektroversorgungssäule für Boote, später auch für Elektrofahrzeuge. 

 

Neuer Parkplatz in Zossens Innenstadt geplant

In der Zossener Innenstadt sollen schon bald 56 neue Pkw-Stellplätze entstehen, mit denen  die Parkplatzsituation entspannt werden kann. Über einen entsprechenden Plan der Stadtverwaltung berieten die Mitglieder des städtischen Ausschusses für Bau, Bauleitplanung  und Wirtschaftsförderung auf ihrer jüngsten Sitzung. Mehrheitlich stimmte  das Gremium dem geplanten Neubau der Stellplätze auf dem Grundstück Fischerstraße 26 zu.

Die Stellplätze und die Zufahrt zum neuen Parkplatz D werden in Pflasterbauweise analog dem benachbarten Parkplatz C ausgebaut. Vorgesehen ist auch die Errichtung eines Zauns mit Tor im hinteren Grundstücksbereich. Vom Parkplatz aus soll zudem ein Fußweg zu den Nottewiesen führen, der perspektivisch mit einem angedachten Wanderweg verbunden werden könnte.

Wie Bürgermeisterin  Michaela Schreiber betonte, sei es der Stadt wichtig gewesen, auf dem Grundstück möglichst viele Stellplätze zu schaffen und dennoch ein bequemes Einparken zu ermöglichen. Sie informierte außerdem darüber, dass hinter den neuen Stellplätzen ein Mobilfunkmast der Telekom errichtet wird. Das werde allerdings als seperate Baumaßnahme geschehen.

Ordnungsoffensive der Verwaltung angekündigt

Nach zunächst freundlichem Hinweis heißt es „Wer nicht hören will, muss zahlen“

Wucherndes Unkraut an Häuserwänden und in Rinnsteinen, wilde Müllkippen, zerschlagene Bier- und Schnapsflaschen, weggeworfene Zigarettenschachteln und diverse andere Verpackungen aus Pappe und Papier,  altes, nicht ordnungsgemäß entsorgtes  Laub, dazu die unangenehmen Hinterlassenschaften von Vierbeinern – die Liste der kleineren und großen Verstöße gegen Stadtordnung und Straßenreinigungssatzung ist lang und sorgt dafür, dass das Stadtbild leider an vielen Stellen verschandelt wird.  Dieser Zustand ist nicht nur den ordnungsliebenden Bürgern der Stadt ein Dorn im Auge, auch das Ordnungsamt der Stadtverwaltung wird ab sofort härter gegen die Sünder durchgreifen.  „Jetzt wird’s ernst“, kündigt Bürgermeisterin Michaela Schreiber an, nachdem die Stadtverordneten  einer Empfehlung des Ausschusses  Recht, Sicherheit und Ordnung gefolgt waren und die Verwaltung zur strengeren Durchsetzung  der Satzung beauftragt hatten. Einig war man sich, dass die vielerorts vernachlässigten Anwohnerpflichten und die daraus resultierenden kritischen Zustände der öffentlichen Verkehrsflächen in der Stadt und den Ortsteilen entsprechende  Maßnahmen verlangen. Unter anderem stimmte die Stadtverordnetenversammlung auch der Einstellung eines zusätzlichen Ordnungsamtsmitarbeiters für den Außendienst zu, um zu gewährleisten, dass besser kontrolliert und Verstöße gegen bestehendes Ordnungsrecht schneller geahndet werden können. „Wir werden wesentlich präsenter sein, haben die Routen neu aufgeteilt und werden auch Hinweisen von Bürgern verstärkt nachgehen“, so Schreiber.  Gleichzeitig beruhigt sie:  „Bürger, die schon immer ordentlich ihren Pflichten zur Straßenreinigung vor ihren Grundstücken nachgekommen sind, werden gar nicht bemerken, dass sich was ändert.“ Allerdings haben die ersten unverbesserlichen Sünder bereits „Post“ vom Ordnungsamt  der Stadt bekommen, mit der sie freundlich per gelbem Smiley auf ihr Versäumnis aufmerksam gemacht und aufgefordert  wurden, ihren Anliegerpflichten unverzüglich – das heißt innerhalb von 14 Tagen nachzukommen - , „damit wir uns alle in unserer Stadt Zossen wohlfühlen.“  Zu den aufgezählten Verstößen zählen das illegale Aufbringen von Steinen, Anpflanzungen, Pollern auf die Verkehrsfläche vor dem Grundstück, die ungenügende Rinnstein-, Gehweg- und Radwegreinigung, die unzureichende Laubbeseitigung, illegale Müllablagerungen vor dem Grundstück,  verwilderte Grünstreifen sowie die Nichtbeachtung der Verkehrssicherungspflicht.

Wie die Verwaltungschefin sagt, werde nach dem ersten freundlichen Hinweis als „erzieherische Maßnahme“ anschließend durch die Außendienstmitarbeiter kontrolliert, ob dieser von den Betroffenen im gesetzten Zeitrahmen berücksichtigt und der gewünschte Zustand hergestellt wurde. Wenn nicht, kommt der weniger freundliche Zettel mit dem traurigen Smiley-Blick zum Einsatz. Darin wird letztmalig eine Frist gesetzt und ein Verwarngeld für den Fall angedroht wird,  dass diese Frist ungenutzt verstreicht. „Und das kann teuer werden“, sagt die Bürgermeisterin.  Ein Ordnungsgeld bis zu 1000 Euro kann fällig werden, je nach Schwere des Verstoßes. Dabei spiele auch eine Rolle, ob jemand notorischer „Wiederholungstäter“  oder zum ersten Mal aufgefallen ist.

Das strengere Vorgehen gegenüber Ordnungsmuffeln bezieht sich im Übrigen nicht nur auf private Grundstückseigentümer, betont die Verwaltungschefin.  Die Kontrolle gelte auch für den Zustand städtischen Eigentums. Das für das Grundstück zuständige Fachamt erhält ebenso wie ein Bürger die Aufforderung vom Ordnungsamt, für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. Wird dieser Aufforderung nicht nachgekommen, erhält die Bürgermeisterin persönlich Meldung von dem Fall. „Und das kann manchmal mehr weh tun als ein Ordnungsgeld zu zahlen“, sagt sie mit einem vielsagenden Lächeln im Gesicht.

Sie verhehlt nicht, dass nicht zuletzt jene Grundstücke immer wieder Sorgen bereiten, bei denen die Eigentümer nicht bekannt sind. In solchen Fällen ist nicht etwa die Stadt verantwortlich, sondern muss eine gesetzliche Vertretung eingesetzt werden. Es können sogenannte Ersatzvornahmen angeordnet werden, deren Kosten einem möglichen künftigen Eigentümer mit in Rechnung gestellt werden.

Die Straßenreinigungssatzung ist nachzulesen unter www.zossen.de/Bürger/Bürgerinformationssystem/Satzungen und Gesetze

Grundstückstausch notariell beurkundet

Entscheidende Hürde auf dem Weg zum Schulneubau in Dabendorf ausgeräumt

Wie von Bürgermeisterin  Michaela Schreiber auf der jüngsten Sitzung der Zossener Stadtverordneten angekündigt, ist der nach jahrelangen Verhandlungen vereinbarte Grundstückstausch zwischen einem Dabendorfer Eigentümer und der Stadt Zossen nun auch notariell beurkundet worden. Der Notartermin fand am Dienstag, dem 18. April 2017, in Zossen statt. Damit ist die entscheidende Hürde auf dem Weg zum beschlossenen Neubau der Gesamtschule Dabendorf aus dem Weg geräumt.  Zwar konnte die Stadt von Anfang an das eigentliche Grundstück für die Bebauung  mit dem Schulgebäude zur Verfügung stellen, aber für den Bau des geplanten Mehrzweckgebäudes, das für den  Schulbetrieb erforderlich  ist (Heizungsanlage, Mensa, Aula, Umkleideräume für den Sportunterricht), war ein weiteres Grundstück in der Nachbarschaft erforderlich. Bürgermeisterin Schreiber zeigte sich erleichtert und zufrieden darüber, dass es nun endlich mit dem Schulneubau losgehen kann. Der Aufsichtsrat der Zossener Wohnungsbaugesellschaft (ZWG) wird sich noch in den kommenden Tagen treffen, um über das weitere zeitliche  Vorgehen zu beraten. Parallel zum vertraglich vereinbarten Grundstückstausch   laufen derzeit noch die Kreditverhandlungen mit den Banken. Außerdem gehe es nun darum, so schnell wie möglich die bereits vorbereiteten Leistungsverzeichnisse an Bauunternehmen zu versenden, um möglichst günstige Angebote einzuholen. Sie gehe davon aus,  dass noch im Spätsommer Baubeginn sein könnte, wenn der Fahrplan wie geplant umgesetzt wird.

Grünes Licht für den Zossener Haushalt 2017

Kämmerin lobt konstruktive Arbeit des Finanzausschusses

Mit großer Mehrheit haben Zossens Stadtverordnete auf ihrer Sitzung am 29. März 2017 im Bürgerhaus Wünsdorf die Haushaltssatzung 2017 der Stadt Zossen mit ihren Anlagen, dem Haushaltsplan, dem Stellenplan sowie dem Investitionsprogramm  bis 2020 beschlossen. Wie Kämmerin Andrea Hollstein zuvor erklärte, habe der Haushaltsplan 2017 ein Volumen in Höhe von 53,6 Millionen Euro.  Dennoch sei der Gestaltungsspielraum äußerst gering, da  allein rund 46 Prozent des Geldes  für Umlagen und Transferleistungen an den Landkreis Teltow-Fläming (Kreisumlage) bzw. das Land Brandenburg („Reichensteuer“ etc.) gebunden sind. Weitere 41 Prozent müssen für Personal, bauliche Unterhaltung und Bewirtschaftung der kommunalen Gebäude aufgewendet werden, rund 9 Prozent Abschreibungen sind zu erwirtschaften, die restlichen 4 Prozent  sind für den Verwaltungsbetrieb erforderlich. Dennoch stehen  noch  2,1 Millionen Euro für Investitionen in den Bereichen Hochbau, Tiefbau sowie Sportstätten/Außenanlagen zur Verfügung, der Umbau der Kita Schöneiche ist finanziell im Haushalt abgesichert und 120 000 Euro werden wieder für Vereine, Heimatpflege  und gemeinnützige Zwecke zur Verfügung gestellt. Hollstein dankte dem Finanzausschuss für dessen konstruktive und zielführende Arbeit im Vorfeld  der Beschlussfassung.   In vier Sitzungen hatte das Fachgremium  über den vorgelegten Entwurf  der Stadtverwaltung  beraten. Dass es noch nie so wenig Fragen gab wie diesmal,  wertete die Kämmerin äußerst positiv.  Im Gegenzug gab’s auch Lob für die professionelle Arbeit der Verwaltung, insbesondere der Kämmerei, bei der Erarbeitung der umfangreichen Haushaltsunterlagen, die trotz Softwareumstellung  erfolgte. Die große Mehrheit der Stadtverordneten folgte dann auch mit ihrem Votum der Aufforderung der Kämmerin: „Lassen Sie uns starten!“

 

"Geldflucht" ausgebremst

Zossen. Bürgermeisterin Michaela Schreiber hat mit Unverständnis auf Aussagen in einem Zeitungsartikel mit der Schlagzeile „Vermessung der Zentralität“ reagiert. Darin wird behauptet, dass die Stadt Zossen als Mittelzentrum ihre Versorgungsfunktion für Umlandgemeinden beim Handel nur bedingt erfülle. Inzwischen sei es nur noch die halbe Wahrheit, dass die Menschen aus den umliegenden Gemeinden nicht nach Zossen fahren, um sich zu versorgen, sondern wie die Zossener selbst  nach Rangsdorf ins Südring-Center, so Schreiber.  Sie entnehme der aktuellen IHK-Studie aus dem Jahr 2016 zum Thema Einzelhandel im Land Brandenburg, dass die Stadt Zossen inzwischen einen sogenannten Zentralitätswert von 61 Prozent hat. Das sei zwar noch immer nicht ausreichend, aber bereits ein deutliches Plus von zehn Prozent im Vergleich zu 2011.  Mit dem Begriff Zentralität wird der Zu- bzw. Abfluss von Kaufkraft gemessen. Bei einem Wert von 100 Prozent geben die Bürger ihr Geld nur in der eigenen Stadt aus. Damals belegte  die erste Studie dieser Art, dass die Zossener jeden zweiten Euro auswärts - zum Beispiel im Südring-Center Rangsdorf  oder im A 10-Center Wildau  - ausgeben. Die „Geldflucht“, wie es damals die MAZ nannte, sei inzwischen spürbar ausgebremst worden, so Schreiber. An dieser positiven Entwicklung habe nicht zuletzt das von der Stadt Zossen gegen den Widerstand politischer Gegner  wie der Linken in der Zossener SVV  und einiger anderer Skeptiker vorangetriebene und inzwischen erfolgreich etablierte Einkaufsareal an der Stubenrauchstraße mit Anbietern wie Kaufland, Takko, Deichmann, Pfennigpfeiffer, AWG u.a.m. eine entscheidende Aktie.  „Richtig ist, dass es im Zossener Stadtgebiet derzeit beispielsweise noch keinen Baumarkt oder keine Zoofachhandlung gibt, weshalb das Südring-Center für viele Zossener noch immer ein Anlaufpunkt ist. Aber wir arbeiten daran, auch diese Versorgungslücken zu schließen“, betont Schreiber. Inzwischen habe sich erfreulicherweise auch die Drogeriekette Rossmann in der Stadt mit einem Neubau niedergelassen. „Auch das hätte man schon ein paar Jahre eher haben können, wenn es nicht immer wieder vereinzelte Versuche auf politischer Ebene geben würde, die Entwicklung der Stadt zu torpedieren“, so die Verwaltungschefin.

In dem aktuellen MAZ-Artikel wird Rangsdorf  als Kommune mit einem der höchsten Zentralitätswerte (149) erwähnt, wobei verschwiegen wird, dass dies im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2011 ein Minus von fast 40 bedeutet. „Vor allem das Südring-Center hat offenbar nicht zuletzt unter der gewachsenen Konkurrenz aus Zossen zu leiden“, vermutet Michaela Schreiber. Sie sieht sich angesichts der neuen Zahlen darin bestätigt, dass es richtig war und sich längst ausgezahlt  hat, größere Handelseinrichtungen in Zossen anzusiedeln. „Hätten wir uns damals geschlagen gegeben, würde heute sicher noch viel mehr Kaufkraft abfließen“, sagt sie. Dabei hat sich die statistische Kaufkraft pro Einwohner von 4578 Euro im Jahr 2011 auf 5214 Euro im Vorjahr erhöht.

                                                                                                 Pressemitteilung vom 30. März 2017

Eingangsbereich zum Stadtpark wird erneuert

Wie von Zossens Stadtverordneten beschlossen, wird derzeit die Treppe und der Eingangsbereich zum Stadtpark an der Bahnhofsstraße erneuert. Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung für das Vorhaben liegt vor. Die Arbeiten sollen bis spätestens Ende April abgeschlossen sein. Geplant ist, später auch die Stadtparktreppe an der Kirchstraße zu erneuern.

Weiße Rosen in Z-Form für den Bahnhofsvorplatz

Nach Fertigstellung der Parkplätze auf der linken Seite des Bahnhofsvorplatzes  und restlichen Erdarbeiten wurde das Areal vor dem Zossener Bahnhofsgebäude nun weiter komplettiert und noch attraktiver gestaltet. So sind im Auftrag der Stadtverwaltung  in der Mitte des Platzes  300 weiße Rosen gepflanzt worden. Das Besondere: Die Beete sind so angelegt, dass die halbgefüllten Blüten der Rosen aus der Luft gesehen ein großes geschwungenes Z wie Zossen ergeben. Die Rosen der Sorte „Rosa Innocencia“ duften zart, werden maximal 50 Zentimeter hoch und blühen mehrfach von Juni bis September. Parallel dazu wurden auf der linken Seite des Bahnhofsvorplatzes - entsprechend der gegenüberliegenden Seite – mehrere Feuerahorn-Bäume  gepflanzt. Die aus Asien stammenden  Kleinbäume „Acer ginnala“ zeichnen sich durch eine früh einsetzende leuchtend rote Herbstfärbung aus und können bis zu sieben Meter hoch werden. Blütezeit ist im Mai.

Neue Abfallbehälter im Zossener Stadtpark

Zossen. Nachdem im vergangenen Jahr im kompletten Innenstadtbereich, am Bahnhof in Zossen und inzwischen auch im Strandbad Wünsdorf durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofs mehrere  Dutzend neue Abfallsammelbehälter aufgestellt wurden, stehen nun auch im Stadtpark neun neue Abfallbehälter, zum Teil mit Aschern, in denen Raucher ihre Zigarettenkippen entsorgen können.  Gleichzeitig entfernten die Bauhofmitarbeiter  die zum großen Teil beschmierten bzw. beschädigten Behälter.  Bürgermeisterin Michaela Schreiber kündigte an, nach und nach auch in den Ortsteilen - zum Beispiel vor den Dorfgemeinschaftshäusern -  in die Jahre gekommene bzw. beschädigte Abfallbehälter austauschen zu lassen.  Ziel sei es, die Sauberkeit in der Stadt zu erhöhen und die Bürger zu motivieren, ihren Abfall inklusive Kippen ordentlich in den davor vorgesehenen Behältern  zu entsorgen. Dazu bedarf es allerdings der Mithilfe aller Bürger.

                                                                                                Pressemitteilung vom 20. März 2017

Bürgermeisterin geht in Revision

Zossen.  Bürgermeisterin Michaela Schreiber  hat bestätigt, dass sie gegen das schriftlich noch nicht vorliegende Urteil  des Landgerichts Potsdam im Zusammenhang mit dem Zitieren aus Gerichtsakten  bereits über ihren Anwalt Revision eingereicht hat.  Nachdem die Zossener Verwaltungschefin sowohl in erster Instanz am 10. Juli 2014 vom Amtsgericht Zossen als auch am 22. Oktober 2015 vorm Landgericht Potsdam vom Vorwurf freigesprochen worden, sie habe im November 2012  Inhalte aus eine ihre Person betreffende Ermittlungsakte  verbotenerweise im nichtöffentlichen Teil der Stadtverordnetenversammlung vorgelesen, wurde sie nun nach einer von der Staatsanwaltschaft geforderten Revision in einer weiteren Verhandlung des Landgerichts zur Zahlung von 4500 Euro bzw. 30 Tagessätzen von jeweils 150 Euro verurteilt.

Angestrebt worden war das Verfahren gegen Zossens Bürgermeisterin einmal mehr von Jörg Wanke, der selbst bei der besagten Sitzung gar nicht dabei war, sondern sich deren Verlauf vom Stadtverordneten Carsten Preuß, Vorsitzender der Fraktion Die Linke in der Zossener SVV, habe  erzählen lassen. Wanke war es auch, der Schreiber  bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Neuruppin wegen angeblicher Korruption angezeigt hatte, was von Preuß in seinem Bürgermeisterwahlkampf 2011 gegen die Amtsinhaberin ausgeschlachtet worden war, in dem Schreiber öffentlich als korrupte Bürgermeisterin verunglimpft wurde.  Das intensive Ermittlungsverfahren gegen die Bürgermeisterin wurde schließlich 2013 eingestellt.  Es hatte sich  herausgestellt, dass alle  Anschuldigungen komplett haltlos waren, was auch auf die Zeugenaussagen der zum überwiegenden  Teil  selben Belastungszeugen wie in dem jetzigen Verfahren zutraf. „Die Schlammschlacht im Bürgermeisterwahlkampf gegen mich führte nicht zuletzt zu einem schwierigen Klima in der Stadtverordnetenversammlung “, so Schreiber.  Auf eine Entschuldigung  der Beiden warte sie bis heute.  Statt dessen sind es erneut Preuß und Wanke, die diesmal im Zusammenhang mit der Gesamtschule  Dabendorf wieder massive Stimmungsmache  gegen die Bürgermeisterin  betreiben. „War es 2011 unter anderem die Goetheschule in Zossen, die von Preuß für seinen Wahlkampf missbraucht wurde, ist es 2017 in seinem Bundestagswahlkampf  die Dabendorfer Gesamtschule, die er mit medialer Hilfe im übertrieben schlechten Licht  darstellt“, betont Schreiber.  Am Montag, dem 13. März 2017, könne sich der städtische Bauausschuss selbst ein Bild von der aktuellen Situation an der Schule machen, so die Bürgermeisterin.

                                                                                                Pressemitteilung vom 13. März 2017

Neue Kästen für Vögel und Fledermäuse

In Vorbereitung der  bevorstehenden Flug- und Brutsaison der Vögel  und Fledermäuse wurden vom Grünflächenamt der Stadt Zossen in den vergangenen Tagen 14 nagelneue Fledermauskästen, sieben  Starenkästen sowie  sieben Meisenkästen einer Firma für Vogelschutzgeräte und Naturschutzprodukte im Stadtpark Zossen und auf dem Friedhof Zossen verteilt.  Auch von der  Arbeitsgemeinschaft Holz  der Oberschule Wünsdorf  wird noch eine Lieferung der von den Kindern und Jugendlichen selbst gezimmerter Nistkästen erwartet, die dann ebenfalls  noch angebracht werden. Mit der Maßnahme soll der Verlust der natürlichen Nisthöhlen  ausgeglichen werden, der durch die Fällung der maroden Straßenbäume entsteht.
Übrigens: Im Bürgerbüro der Stadtverwaltung Zossen können sich Interessierte kostenlos Baupläne für Nistkästen in verschiedenen Ausführungen abholen, falls jemand mit seinen Kindern oder für seinen Garten  Nistkästen selbst bauen möchte.

Schäferhund bleibt beliebtester Vierbeiner

In Zossen gab es 2016 insgesamt rund 1775 steuerpflichtige Hunde

 

Der Schäferhund  ist und bleibt der beliebteste  Vierbeiner in der Stadt Zossen. Im vergangenen Jahr waren im Bürgerbüro der Stadtverwaltung mehr als 240 Tiere dieser Art angemeldet. Die Palette reicht dabei vom Deutschen und Altenglischen über den Schottischen und Australischen bis hin zu den selten gehaltenen Kaukasischen, Portugiesischen und  Weißen Schweizer Schäferhunden.  Sehr beliebt bei den Zossener Hundefreunden sind außerdem der Labrador Retriever (57 gemeldete Tiere) und der Golden Retriever (44 Tiere). Insgesamt waren im Vorjahr nach aktuellen Angaben  rund 1775 Hunde steuerpflichtig angemeldet. Da die Stadt zu den Kommunen mit besonders niedrigen Hundesteuern - 20 Euro pro Tier und Jahr - gehört, beliefen sich die Einnahmen insgesamt auf rund 55 500 Euro und lagen damit allerdings etwas über denen des Vorjahres, da die Zahl der Hundeliebhaber  offenbar weiter zugenommen hat.

 

Bemerkenswert ist die in Zossen vertretene Vielfalt der Hunderassen. Da die Stadt per Gesetz verpflichtet ist, alle Hunde mit einer Schulterhöhe von mindestens 40 Zentimetern oder bei einem Gewicht von mindestens 20 Kilogramm nicht nur steuerlich, sondern auch ordnungsbehördlich zu erfassen, besitzt die Stadt eine gute Übersicht über Zahl und Art der Vierbeiner. Unter den mehr als 770 ans Innenministerium gemeldeten Hunden befanden sich 2016 auch je ein Bayerischer Gebirgsschweißhund, eine Slowakische Schwarzwildbracke sowie ein Thailandischer Ridgeback.  Insgesamt umfasst die Liste fast 90 verschiedene Rassen. 

 

 

Hintergrund:

 

Hundesteuer  muss in der Regel jeder zahlen, der zu privaten Zwecken einen Hund hält. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hund nur im heimischen Garten unterwegs ist, oder ob er über die Wiesen und Felder der Gemeinden läuft. Jeder, der Privat einen Hund hält, ist zunächst einmal verpflichtet, Hundesteuer zu bezahlen.

 In der Stadt Zossen erhält jeder Bürger, der seinen Hund ordnungsgemäß anmeldet, kostenlos ein Gassibag. Für nur einen Euro kann er dann im Bürgerbüro weitere Bags nachkaufen.

Im Zossener Stadtgebiet gibt es inzwischen zwei speziell für Hunde geschaffene Badestrände. Der eine befindet sich in der Adlershorststraße am Großen Wünsdorfer See in Wünsdorf, der andere am Kleinen Zeschsee, Unter den Eichen, in Zesch am See.

Das Ordnungsamt der Stadt hat bei nicht ordnungsgemäßer Anmeldung eines Hundes die Möglichkeit, ein Bußgeldverfahren zu eröffnen.

Für einen Hund, der zum Beispiel aus gewerblichen Gründen, z.B. bei einem Unternehmen als Wachhund gehalten wird, fallen keine Steuern an. Auch Blindenhunde sind steuerbefreit. Hunde, die mit auf die Jagd gehen, können teilweise befreit werden. Sporthunde hingegen sind ebenfalls steuerpflichtig.

 

Dort, wo es viele Hunde gibt, spielen natürlich auch deren sichtbare Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum immer wieder eine Rolle. Deshalb sei an dieser Stelle freundlich auf die Verantwortung der Hundebesitzer in diesem Punkt verwiesen. Das gilt auch für die Beachtung der Leinenpflicht entsprechend der Ordnungsbehördliche Verordnung über das Halten und Führen von Hunden. www.zossen.de/Bürger/Bürgerinformationssystem/Satzungen und Gesetze). 

Im vergangenen Jahr haben Außendienstmitarbeiter  des Ordnungsamtes 91 mündliche Verwarnungen gegenüber Hundebesitzern ausgesprochen, da diese ihre Tiere in der Öffentlichkeit nicht angeleint hatten.

FZZ offiziell im Bürgerhaus Wünsdorf eröffnet

Hannelore Müller, Regina Handke, Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Franziska Städter (v.l.n.r.).Der Yoga-, Tanz- und Theaterraum (l.). Während der Beratung können die Kinder im FZZ spielen.

Das Familienzentrum der Stadt Zossen im Bürgerhaus Wünsdorf ist am Montag, dem 6. Februar 2017, offiziell eröffnet worden. Bürgermeisterin Michaela Schreiber, Leiterinnen mehrerer Kindertagesstätten der Stadt Zossen sowie Vertreter des Jugendamts des Landkreises Teltow-Fläming überbrachten der Leiterin der Einrichtung, Regina Handke, und ihren beiden Mitstreiterinnen Hannelore Müller und Franziska Städter die besten Wünsche für eine erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Familien und deren Kinder.  Das Familienberatungszentrum, finanziell gefördert durch den Landkreis Teltow-Fläming, soll zum Anlaufpunkt für Eltern werden, die Fragen rund um die Themen Familie, Kinder und Erziehung haben. Neben regelmäßigen Beratungsangeboten in pädagogischen Fragen und zu Themen wie beispielsweise gesunde Ernährung – so die Vorstellungen, die hinter der Idee stecken - soll es eine Krabbelgruppe für Kinder bis zwei Jahre geben. Angedacht ist außerdem,  Familien-Yoga zu betreiben sowie Märchenstunden bzw. Mitmach-Theater für die Kinder anzubieten.

„Wir beginnen mit einer Krabbelgruppe für Kinder bis zwei Jahren, die immer freitags stattfinden wird“, so Regina Handke. Los geht’s am Freitag, dem 10. Februar, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr. Die  bisherige Leiterin der Konsultations-Kita „Rappelkiste“ in Wünsdorf war Ende des zurückliegenden Jahres offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit ihrem reichen  Erfahrungsschatz aus 46 Dienstjahren und  mit ihrem in zahlreichen Qualifizierungen - zum Beispiel in der Weiterbildung zur Sozialpädagogin und Praxisberaterin - angeeigneten Fachwissen ist sie  für diese verantwortungsvolle Aufgabe prädestiniert.  „Ab dem 13. Februar können sich Eltern mit ihren Kindern immer montags von 16 bis 18 Uhr beim Eltern-Kind-Yoga geistig und körperlich fit halten“, sagt Regina Handke. Des Weiteren können sich Kinder ab 3 Jahren immer mittwochs von 15.30 bis 17.30 Uhr in einer Tanz- und Theatergruppe betätigen. Donnerstags wird ein Eltern-Beratungstag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr durchgeführt. „Während der Beratung“, so Regina Handke, „können die Kinder im Familienzentrum spielen.“  Geplant sind weitere Veranstaltungen und Vorträge, deren Themen sich nach den Interessen und Vorschlägen der Eltern richten.

Neue Königin für den Fläming gesucht

Nachdem die Stadt Zossen auf der Grünen Woche zur Fläming-Hauptstadt gekürt wurde, sucht der Bund der Fläming-Königinnen  nun eine Nachfolgerin für die amtierende Fläming-Königin Carolin Gedlich. Ab sofort können sich interessierte Kandidatinnen für dieses königliche Amt bewerben, heißt es in einer Pressemitteilung des Tourismusverbandes  Fläming. Bewerberinnen müssen das 18. Lebensjahr zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung vollendet haben. Ihr Hauptwohnsitz sollte sich in der Reiseregion Fläming befinden – die Bewerberin muss in einem der Landkreise Teltow Fläming, Potsdam-Mittelmark, Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld, im Jerichower Land oder der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau wohnhaft sein.

 

Um als Botschafterin der Region den Fläming kompetent zu repräsentieren, sollte sich die jeweilige Kandidatin in der Geschichte, Kultur, Brauchtum des Flämings und in den touristischen Besonderheiten der Reiseregion auskennen. Sie sollte Engagement, Lust und Zeit aufbringen, für voraussichtlich ein Jahr die Vertreterin und Botschafterin des Flämings zu sein. Interessierte können sich bis zum 28. Februar 2017 für das Amt der Fläming-Königin bewerben. Die Bewerbung sollte eine kurze persönliche Vorstellung, den Grund der Bewerbung um das Amt, sowie ein Foto von sich enthalten.  Geplant ist, die neue Fläming-Königin in Zossen – der diesjährigen Fläming-Hauptstadt – im Rahmen des „Festes der Vereine“ am 6. Mai 2017  zu krönen.

 

„Es ist eine schöne, interessante und auch verantwortungsvolle Aufgabe, die Regentin über den wunderschönen Fläming zu sein. Erlebnisreiche Monate liegen vor der neuen Königin. Wir vom Bund der Fläming-Königinnen werden die neue Königin während ihrer Regentschaft stets mit Rat und Tat unterstützen“, so Andrea Wesnick, ihres Zeichens 13. Fläming-Königin.

 

Bewerbungen bitte per Mail an:

flaemingkönigin-2012@freenet.de, info-bdk@t-online.de oder info@reiseregion-flaeming.de

Alternativ per Post an:

Bund der Flämingköniginnen

Andreas Wesnick

Gölsdorf 37A

14913 Niedergörsdorf

Der Fläming hat eine neue Hauptstadt

Zossen ist die erste offizielle „Fläming-Hauptstadt“ und wird damit 2017 zum Aushängeschild der Reiseregion vor der südlichen Berliner Stadtgrenze. Das gab Kornelia Wehlan, Landrätin des Landkreises Teltow-Fläming und Vorsitzende des Tourismusverbands Fläming e.V., am Sonnabend, dem 28. Januar 2017, während des Flämingtags auf der Grünen Woche bekannt.

Wehlan und die amtierende Flämingkönigin Carolin Gedlich übergaben auf der Bühne der Brandenburghalle den symbolischen „Hauptstadt-Staffelstab“ in Form eines Banners an die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Landrätin Kornelia Wehlan sagt dazu: „Der Titel ‚Fläming-Hauptstadt‘ würdigt kreative Ideen und Engagement im touristischen, kulturellen und sozialen Bereich. Zossen überzeugt mit vielen Angeboten, die sehr gut zu den Markenwerten der Reiseregion Fläming passen.“

Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber ergänzt: „Diese Werte werden bei uns vielfältig mit Leben gefüllt. ‚Aktiv‘ geht es beim Wandern, Schwimmen und Draisine- oder Radfahren zu. ‚Wertvoll‘ sind unbestritten die ausgestellten Zeitzeugnisse der Vergangenheit – ob im Schul-, Heimat- oder Garnisonsmuseum – sowie Architektur und Historie der barocken Dreifaltigkeitskirche. ‚Lecker‘ sind nicht zuletzt die heimischen Produkte, die unter anderem frisch auf dem Kraut- und Rübenmarkt in der Innenstadt verkauft werden. Wir freuen uns, als ‚Fläming-Hauptstadt 2017‘ Botschafter der Region zu sein und weitere touristische Angebote zu entwickeln, die unsere Kommune noch bekannter machen.“

Zossen lockt seine Gäste unter anderem mit den Strandbädern am Motzener, Wünsdorfer und Zeschsee, mit dem Horstfelder Wasserskipark und der Draisinenstrecke sowie den kulturellen Angeboten im Galerie-Café, im E-Werk und in der Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf, wo die Bunkerführungen besonders beliebt sind.

Des Weiteren sind in diesem Jahr wieder verschiedene Veranstaltungen geplant, darunter das traditionelle „Fest der Vereine“ am 6. Mai im Stadtpark zwischen Nottekanal und Burgruine, auf dem tausende Besucher unter anderem mit dem spannenden Wettbewerb ungewöhnlicher Wasservehikel, einem bunten Bühnenprogramm sowie einem Höhenfeuerwerk unterhalten werden. Im Ortsteil Kallinchen steigt im Juli das Sommerfest mit einem bunten Bootskorso auf dem Motzener See. Am ersten Wochenende im September können Besucher beim dreitägigen Weinfest durch die Innenstadt schlendern und im großen Festzelt und den kleinen, gemütlichen Höfen den Rebensaft verkosten. Am zweiten Adventswochenende lockt der Zossener Weihnachtsmarkt in besinnlicher Atmosphäre.

Die offizielle Krönung der neuen Flämingkönigin wird am 6. Mai 2017 während des „Festes der Vereine“ in Zossen stattfinden.

 

Das Projekt „Fläming-Hauptstadt“

 

Das Konzept einer „Fläming-Hauptstadt“ entstand letztes Jahr im Zuge der Neuausrichtung des Tourismusverbands Fläming e.V. Ein Probelauf erfolgte mit der Stadt Luckenwalde, die 2016 bereits die Krönung der Fläming-Königin in ihrem Frühlingsfest mit einband. Zossen ist die erste Kommune, die offiziell den Titel trägt. Die „Fläming-Hauptstadt“ wird in Zukunft jedes Jahr von einem Wahlgremium aus den Bewerbern ausgewählt. Kriterien für die Auswahl sind unter anderem eine gute touristische Infrastruktur, eine regionale Ausstrahlungskraft und Attraktivität für die Bewohner und Gäste sowie die Identifikation mit der Marke „Der Fläming“. Ziel ist es, durch die Auszeichnung als „Fläming-Hauptstadt“ und die Einbindung in die Marketing- und Presseaktivitäten des Tourismusverbands Fläming e.V. das Image des jeweiligen Ortes auf regionaler und Landesebene zu stärken und seine besonderen Angebote weiter bekannt zu machen. Dadurch sollen neue touristische Leuchttürme entstehen und die Zusammenarbeit in der Region verstärkt werden.

                                                    

Die Reiseregion Fläming ist weit über ihre Grenzen als Wandergebiet und durch die Flaeming-Skate bekannt. Sie ist eine länder- und kreisübergreifende Reiseregion südlich von Berlin im Städtedreieck Berlin/Potsdam, Magdeburg und Leipzig. Die Reiseregion Fläming schließt die Brandenburger Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming und in Sachsen Anhalt die Landkreise Jerichower Land, Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg ein. Mit knapp 1,3 Millionen Übernachtungen und über 500.000 Gästen im Jahr 2015 zählt der Fläming zu den stärksten Reiseregionen in Brandenburg. Der Tourismusverband Fläming e.V. hat seinen Sitz in der Spargelstadt Beelitz. Er ist die touristische Marketingorganisation der Reiseregion Fläming.       

       

Bürgermeisterin kritisiert Agieren der Berliner Stadtgüter im Stadtgebiet

Vertreter der Berliner Stadtgüter, einer Immobiliengesellschaft für Wirtschaft und Natur, versuchen derzeit nach Aussagen von Bürgern aus den Zossener Ortsteilen Nunsdorf, Schünow und Glienick Eigentümer von Privatflächen zwischen Glienick, Werben, Nunsdorf, Schünow und Horstfelde  zum Verkauf bzw. zur Verpachtung der Grundstücke zu drängen, mit dem erklärten Ziel, dort  künftig gewinnbringende Windkraftanlagen bauen zu lassen. Viele Bürger fühlen sich unter Druck gesetzt und sind verunsichert, einige haben sich daraufhin in der Stadtverwaltung gemeldet, um Auskunft zu bekommen, ob  tatsächlich geplant sei und es rechtlich zulässig ist, in diesem Bereich Windräder aufzustellen.  Bürgermeisterin Michaela Schreiber sieht das Agieren der  Berliner Stadtgüter im Zossener Stadtgebiet mehr als kritisch. Diese waren 2007 von einem landeseigenen Unternehmen in eine privatrechtliche GmbH umgewandelt worden und verwalten und bewirtschaften außerhalb Berlins im Land Brandenburg zirka 16 500 Hektar Land.  Bereits 2012 hatte die Stadt Zossen, die selbst in dem Bereich vor allem Wegeflächen besitzt,  auf Anfrage erklärt, dass sie dort keine Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung stellen beziehungsweise auch keine Überfahrtrechte gewähren wird. Schreiber verweist  auf den aktuellen Stand der Dinge, wonach der gültige Regionalplan Havelland-Fläming, der als übergeordnete Planung  die potenziellen Konzentrationsflächen für  Windkraft vorgibt, keine Windeignungsflächen für das genannte Gebiet vorsieht. Demzufolge bestehe dort auch kein Recht zum Bau von Windkraftanlagen. Zum anderen, so Schreiber weiter, sei man in den sechs Jahren, in denen die Stadt an dem Flächennutzungsplan gearbeitet hat, zu dem Schluss gekommen, dass im nordwestlichen Teil der Stadt keine Windeignungsflächen vorliegen. Die von der Stadt Zossen vorgesehene Windeignungsfläche zwischen Wünsdorf, Kallinchen und Schöneiche decke sich dagegen zum Teil mit den im Regionalplan ausgewiesenen Konzentrationsflächen.  Auf der jüngsten Sitzung der Zossener Stadtverordneten war für ein 750 Hektar großes Gebiet zwischen Wünsdorf, Kallinchen und Lindenbrück ein Bebauungsplan beschlossen worden, womit die Stadt auch die Planungshoheit für das Areal habe und Art und Maß der Nutzung regeln kann.  Mit dem Thema Windkraft, so die Bürgermeisterin, werde die Stadt sich auch weiterhin intensiv beschäftigen müssen. So stehe in diesem Zusammenhang auch die 1. Änderung des beschlossenen Flächennutzungsplans auf der Agenda.  Schreiber kritisiert die Versuche des Berliner Immobilienunternehmens, den Brandenburgern  immer mehr Windräder „vor die  Nase“ setzen zu wollen und die schöne Landschaft zu verschandeln, die nicht zuletzt von den Hauptstädtern gern als Erholungsgebiet genutzt wird. „Leider ist es so, dass man mit  teurem Ökostrom mehr Geld verdient als mit dem Anbau von Getreide.“ Wie Schreiber sagt, steht die Verwaltung auch weiterhin bereit, betroffenen Bürgern Auskunft  zu dem Problem Windeignungsflächen zu geben.   

Dorfgemeinschaftshaus Nunsdorf übergeben

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Nach mehrmonatiger Bauzeit ist das modernisierte Nunsdorfer Dorfgemeinschaftshaus wie geplant noch im Dezember seiner Bestimmung übergeben worden. Bürgermeisterin Michaela Schreiber hatte alle Zossener eingeladen, sich am Freitag, dem 16. Dezember 2016, das neue Schmuckstück im Zossener Ortsteil Nunsdorf anzuschauen. Eine offizielle Schlüsselübergabe  im herkömmlichen Sinne an Ortsvorsteher Burkhard Degner, der hier ab sofort auch sein Büro hat, in dem er seine Sprechzeiten abhalten wird,  gab es nicht, da zwar das alte Haus modernisiert worden ist, dass Türschloss aber noch das gleiche ist. Die von den Stadtverordneten Anfang des Jahres beschlossene Mittelverwendung u.a. in den Bereichen Hoch- und Tiefbau sah für das Dorfgemeinschaftshaus Nunsdorf eine Summe von rund 250 000 Euro vor. „Gut angelegtes Geld“, wie die Nunsdorfer während ihrer Hausbesichtigung und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein betonten. Im Erdgeschoss befindet sich neben dem Büro des Ortsvorstehers ein größerer Mehrzweckraum inklusiver moderner Küche für Veranstaltungen, Sitzungen und Familienfeiern.

Fördermittelbescheid für Umbau und Sanierung der Kita Schöneiche

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In der Kita Schöneiche hat Brandenburgs Jugendstaatsekretär Thomas Drescher am Freitag, dem 16. Dezember 2016, einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 240 000 Euro  an Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber übergeben.  Anwesend waren neben Kita-Leiterin Kathrin Zschernagk  auch Schöneiches Ortsvorsteher Norbert Magasch. Die zweckgebundene Zuwendung  aus der Kinderbetreuungsfinanzierung dient dem  beschlossenen Umbau und der Sanierung der Kita Schöneiche  und wird von der Investitionsbank des Landes Brandenburg ausgereicht. Die Summe der  Fördermittel entspricht etwa einem Viertel der von der Stadt Zossen veranschlagten Investitionskosten. Mit den  geplanten Baumaßnahmen soll die Kapazität der Kita Schöneiche so erhöht werden, dass hier künftig bis zu 60 Kinder betreut werden können. Derzeit gehen 20 Kinder in die Einrichtung.

Der Staatssekretär nutzte zugleich die Möglichkeit, sich im Gespräch mit Bürgermeisterin Schreiber ein Bild von der Kita-Landschaft der Stadt Zossen und deren anspruchsvollen Erziehungsstandards zu machen. Michaela Schreiber hofft nun, dass die Stadt so schnell wie möglich die Baugenehmigung erhält, um dann sofort mit dem Um- und Ausbau beginnen zu können. Zugleich lud sie Staatssekretär Drescher nach Ende der Bauarbeiten zur Übergabe der fertigen Kita ein.