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Zwei Rentiere zu Gast

Der 15. Zossener Weihnachtsmarkt öffnet am 8. und 9. Dezember 2018

Zossen.  Ein kleines Jubiläum feiert in diesem Jahr der Zossener Weihnachtsmarkt. Zum nunmehr 15. Mal wird er seine Pforten für Besucher aus Nah und Fern öffnen und das traditionell am zweiten Adventswochenende, diesmal also am 8. und 9. Dezember. Geöffnet ist er am Sonnabend von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag von 11.30 bis 18 Uhr.

Auf dem weihnachtlich geschmückten Marktplatz laden mehr als  30 dekorative Verkaufsstände mit bunten und weihnachtlichen Angeboten zum Bummeln, Verweilen und Kaufen ein. Die Palette reicht von A wie Apfelpunsch bis Z wie Zinnfiguren und Zimtlikör. Hier kann, wer will,  jeder  auch ein passendes Weihnachtsgeschenk finden. Dazu werden deftige Speisen, aber auch Süßes wie Waffeln  und heiße Schokolade angeboten.  Und was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne Glühwein, den es an mehreren Ständen in verschiedenen  Varianten gibt.

Wie in den Jahren zuvor auch schon haben die Veranstalter ein buntes Programm für die ganze Familie zusammengestellt. Besucher des Marktes können sich an der Feuerschale wärmen und dort dem Weihnachtsprogramm an der Rathaustreppe lauschen. Die Jagdhornbläsergruppe der Jägerschaft Horstfelder See wird dort ihre musikalische Visitenkarte abgeben. An beiden Tagen geht es auch wieder feurig zu. Dafür sorgen „Beauty & Fire“ aus Berlin mit ihrer Feuershow. Für die Kinder fährt ein Karussell unter dem großen, hell beleuchteten Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz. Der Weihnachtsmann hat an beiden Tagen sein Kommen zugesagt. Die Besonderheit in diesem Jahr: auch zwei Rentiere haben sich angekündigt und stehen als Fotomotiv zur Verfügung. Verstärkung bekommt der Mann mit dem weißen Rauschebart vom lustigen Thobby-B-Bären und von Arielle. Zudem können sich kleine wie große Eisstockschützen auf eine Fun-Curling-Bahn freuen, die auf dem Marktplatz aufgebaut wird.   

Die umliegenden Geschäfte der Innenstadt warten zum Weihnachtsmarkt mit verlängerten Öffnungszeiten auf.

Sonnabend, 8. Dezember 2018:

12 Uhr: Rentier on Tour – hier können Fotos gemacht werden
14 Uhr: Ankunft des Weihnachtsmanns
15 Uhr: Instrumentalmusik mit der Jagdhornbläsergruppe der Jägerschaft Horstfelder See
15.30 Uhr: Thobby-B-Bär besucht den Weihnachtsmarkt
18.15 Uhr: Platzkonzert und Umzug mit dem Spielmannszug „Cottbuser Musikspatzen“
20 Uhr: Feuershow mit „Beauty & Fire“, Berlin

Sonntag, 9. Dezember 2018

11.30 Uhr: 2. Tag des 15. Zossener Weihnachtsmarktes
14 Uhr: Der Weihnachtsmann begrüßt die Kinder
14 Uhr: Weihnachtsgesang mit den „Sing de Rellers“
14.30 Uhr: Arielle begrüßt die kleinen Weihnachtsmarktbesucher
15 Uhr: Weihnachtskindershow mit Tom Tom
16.15 Uhr: Feuershow mit „Beauty & Fire“, Berlin

Änderungen vorbehalten!               

Stattliche Fichte auf dem Marktplatz aufgestellt

Zossen.  Eine stattliche, elf Meter hohe Fichte ist am 21. November 2018 vom Baumteam des städtischen Bauhofs auf dem Zossener Marktplatz aufgestellt worden. Sie stammt von einem Privatgrundstück in Zossen. Ein weiterer Weihnachtsbaum steht traditionell vor der Dreifaltigkeitskirche. Er wurde der Stadt von einem Bürger aus Horstfelde zur Verfügung gestellt. Die Weihnachtsbeleuchtung wurde von der Elektrofirma Flöter installiert.

Wie schon in den Vorjahren hatte die Stadt die Zossener Bürger  zuvor aufgerufen, gut gewachsene, für den eigenen Garten zu groß gewordene  Bäume, die sich als Weihnachtsbäume auf öffentlichen Plätzen eignen, zu spenden. Der Aufruf stieß auf große Resonanz, wofür sich die Stadtverwaltung  bei allen Anbietern bedankt, auch wenn nicht alle Angebote berücksichtigt werden konnten. Neben den beiden Bäumen in  Zossen werden unter anderem auch in Wünsdorf, Lindenbrück, Horstfelde, Nunsdorf, Nächst Neuendorf, Glienick, Dabendorf, .Kallinchen, Schöneiche große Weihnachtsbäume in den Orten aufgestellt und in der Adventszeit bis zum Jahresende für eine weihnachtliche Atmosphäre sorgen.  

                                                                                                                                   Pressemitteilung vom 21. November 2018

„Erhaltet den Frieden!“

Auf dem Ehrenfriedhof Zehrensdorf  wurde am Volkstrauertag der Opfer von Gewalt und Krieg gedacht  und an das Ende des Ersten Weltkriges erinnert

Wünsdorf. Am Volkstrauertag  am 18. November 2018  fand auf dem Ehrenfriedhof Zehrensdorf  die zentrale Kranzniederlegung der Stadt Zossen -  gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde in einem würdigen Rahmen veranstaltet – statt.  Neben Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber  und Pfarrerin Leen Fritz nahmen auch Mitglieder des Wünsdorfer Ortsbeirates, der Kirchengemeinde  sowie weitere Bürger der Stadt teil. Die Gedenkveranstaltung aus Anlass des Kriegsendes vor 100 Jahren bildete zugleich den Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe „2018 – Zossen erinnert . . .“

Der seit 1994 denkmalgeschützte Ehrenfriedhof Zehrensdorf ist als Kriegsgräberfriedhof des Ersten Weltkriegs von besonderer  kultur- und militärhistorischer Bedeutung, woran auch Pfarrerin  Leen Fritz in ihrer Rede erinnerte.  „Dieser Krieg, der bis zum Zweiten Weltkrieg als ‚Großer Krieg‘ bezeichnet wurde,  war der erste globale Krieg der Geschichte.  An ihm beteiligten sich fast alle Groß- und Kolonialmächte sowie kleinere Staaten ihrer Zeit mit annähernd 70 Millionen Menschen. Er forderte mehr als 17 Millionen Tote  und zeigte ein bis dahin unbekanntes Ausmaß der Zerstörung und des Schreckens.“  Beeindruckend die vor der großen Stele mit den Namen derer, die in Zehrensdorf ungeachtet ihrer Herkunft und ihrer Religion ihre letzte Ruhestätte fanden, vorgelesenen Feldpostnotizen eines Berliner Studenten vom 6. April 1915: „Gestern war ich im Schützengraben. Dort habe ich nun einmal den eigentlichen Krieg sehen können. . . Da liegen die Marburger Jäger: Studenten und Professoren, die Hoffnung und die Vorwärtskraft des deutschen Volkes. Einer neben dem anderen über die Wiesen hingestreckt . . .“  Nur wenige Tage später fiel auch er auf dem Schlachtfeld vor Ypern.

In einem  Fürbittgebet  für die Millionen Frauen, Kinder, Männer, die ermordet, verhungert, verstümmelt und vertrieben worden sind, wurde auch an die Schuld unserer Vorfahren erinnert, die diese auf sich geladen haben, weil sie meinten, ein Krieg könnte Probleme lösen und Recht schaffen.  „Erhaltet den Frieden – So oder ähnlich steht es an vielen Denkmälern“, so Pfarrerin  Fritz. „Dadurch, dass wir gedenken und nicht vergessen,  setzen wir ein Zeichen gegen alle Verherrlichung von Kriegen. Egal, wo und zu welcher Zeit er stattfindet.“ Nach einem Moment des stillen Gedenkens wurden schließlich die Kränze als sichtbares Zeichen der Anteilnahme, des Gedenkens und des Nichtvergessenwollens  mit musikalischer Begleitung niedergelegt.   

Auch in den anderen Orts- und Gemeindeteilen der Stadt Zossen fanden am Volkstrauertag Kranzniederlegungen statt.

Die Lok kommt in Fahrt

Geschäftsführer Marcin Filip Wrzosek (l.) und Projektmanager Sascha Linow
Noch wird an der neuen Innenausstattung des Bistros gearbeitet. Bis zum 3. Dezember muss alles fertig sein. Sascha Linow (l.) und Marcin Filip Wrzosek überzeugen sich vor Ort vom Fortschritt der Arbeiten.

Am 3. Dezember eröffnet das neue Bistro im Zossener Bahnhofsgebäude

Zossen.  Lange Zeit ist es ruhig, viel zu ruhig gewesen um die Bewirtschaftung des Zossener Bahnhofsgebäudes. Nachdem der erste Pächter zum Jahresende 2016 den seit 2014 bestehenden Pachtvertrag mit der Stadt als Eigentümerin des für 2,9 Millionen Euro sanierten  und umgebauten Objekts  gekündigt hatte, standen alle Signale auf Rot. Alle Versuche, auch mit bundesweiten Ausschreibungen einen neuen geeigneten Pächter für das Gebäude mit Gaststätte, Bistro und Hostel zu finden, schlugen fehl oder scheiterten kurz vor oder sogar noch nach Vertragsunterzeichnung.

Doch nun ist mit dem Berliner Unternehmen AMC Hotels ein wirtschaftlich erfolgreicher Partner gefunden worden, der im Herzen von Berlin nicht nur seinen Sitz hat, sondern unter anderem seit 2010 in der Joachimsthaler Straße  im Appartementhaus Ku’damm 34 Appartements verwaltet und seit 2012 auch in der Bundesallee vertreten ist.  „Die Geschäfte laufen gut“, erzählt Geschäftsführer Marcin Filip Wrzosek. Auf der Suche nach neuen Objekten sei  man schließlich auf Zossen gestoßen. Zum einen, so der Diplomkaufmann, habe die Berlin-Nähe überzeugt, zum anderen sei man positiv  überrascht vom Zustand des Objekts. „Wir probieren das“, hieß es schließlich, nachdem die Marktanalyse erfolgte und der Businessplan aufgestellt  war. Auch wenn er generell ein optimistischer Typ sei, so Geschäftsführer Wrzosek, gehe er beim Businessplan immer vom Worst Case, also vom Schlimmsten aus.  Das erwarte er in Zossen nicht.

Doch bevor es am 3. Dezember 2018 zunächst mit der Neueröffnung des Bistros losgeht,  sind noch jede Menge Umbauarbeiten erforderlich. Denn AMC schwebt ein  komplett anderes Design vor als es bislang geboten wurde. Zwar habe man versucht, Schnittmengen mit dem vorhandenen Inventar zu finden, doch der Architekt sah das anders.  „Es soll stimmig sein – von außen bis nach innen“, sagt Prokurist Sascha Linow. Das fängt bei den einheitlichen Werbelogos an der Hausfassade an, zieht sich über die komplett neue Einrichtung und Ausstattung des Bistros bis hin zur Gestaltung des einstigen Steakhauses, das eine Mischung aus Lounge und  Restaurant bieten soll.  „Wir sehen das Ganze als Gesamtprojekt an, das unter dem Namen Lok  laufen und funktionieren soll“, erklärt  Projektmanager Linow. So wird es künftig  die drei Bereiche Lok Bistro, Lok Lounge und Lok Hostel geben. Bis zur kompletten Nutzung aller Bereiche spätestens im Frühjahr 2019  wird AMC nach eigenen Angaben insgesamt fast 100 000 Euro in das Objekt investieren.  Die Weichen für das Lok-Projekt sind jedenfalls auf Grün gestellt. Die Lok nimmt Fahrt auf.  Die Vorauswahl der Möbel für das Hostel mit seinen 18 Zimmern ist bereits getroffen, auch das künftig zehnköpfige Personal inklusive zwei Köche komplett.

Wie Linow verspricht wird es im Bistro nicht nur ein sehr umfangreiches Angebot an Snacks, belegten Brötchen und Sandwiches geben, sondern auch ab 11 Uhr Mittagstisch mit täglich zwei verschiedenen, wechselnden Gerichten. Die geplanten Öffnungszeiten: 5  bis 17 Uhr. „Das kann aber je nach Bedarf und Notwendigkeit flexibel angepasst werden“, sagt Sascha Linow.  Wegen des Platzbedarfs für das erweiterte Sortiment, das dem einer Tankstelle nahe kommt, den  neuen Kühlschränken und der Kühlvitrine haben die neuen Betreiber die Zahl der Sitzplätze im Bistro auf acht reduziert. „90 Prozent des Umsatzes sind dort ohnehin To-Go-Geschäft“, ist sich Sascha Linow sicher.

                                                                                     Pressemitteilung vom 14. November 2018

Das künftige Hostel bietet 18 Zimmer für bis zu 60 Gäste, eins davon ist behindertengerecht. Ein Bett im Mehrbettzimmer soll künftig unter 20 Euro pro Nacht kosten. In den drei Zimmern, die über eigene Sanitärzellen verfügen, liegt der Preis dementsprechend etwas höher.

700 Jahre urkundliche Ersterwähnung Zossens

Bürgermeisterin Schreiber: Stadt will 2020 das Ereignis würdig begehen / Ideen und Vorschläge gefragt

Zossen.  Im Jahr 2020 ist es genau 700 Jahre her, dass der kleine Ort Zossen als Sossen,  Szosne bzw. Zozne das erste Mal  nachweislich urkundlich erwähnt wurde, auch wenn bekannt ist, dass das Gebiet um Zossen bereits in der Bronzezeit besiedelt war. Der Name stammt aus dem Slawischen und bedeutet „Kiefer“, was sich auch über Jahrhunderte bis heute  im Wappen der Stadt widergespiegelt hat.  Zossen war im Mittelalter Hauptort einer kleinen Adelsherrschaft (Herrschaft Zossen), die 1490 vom brandenburgischen Markgrafen Johann Cicero erworben und in ein Amt umgewandelt wurde.

Nach den Feierlichkeiten im Jahr 1996 anlässlich der 450. Wiederkehr der Bestätigung bestehender und der Verleihung erweiterter Stadtrechte durch Kurfürst Joachim II. im Jahr 1546 soll nun in der Stadt Zossen im Jahr 2020 der 700. Jahrestag der Ersterwähnung Zossens  gebührend begangen werden. „Um einem solch großen historischen Jubiläum  den entsprechend würdigen Rahmen zu geben, bedarf es nicht nur einer langfristigen Vorbereitung und Organisation, sondern auch der aktiven Mitarbeit engagierter Vereine und  Schulen, der Unterstützung von Gewerbetreibenden und interessierten Bürgern“, betont Bürgermeisterin Michaela Schreiber.  Sie ruft deshalb schon heute alle gesellschaftlichen Kräfte der Stadt dazu auf, sich mit kreativen Ideen und konkreten Vorschlägen in die Vorbereitung  des Jubiläumsjahres, zum Beispiel in die Durchführung eines großen Festumzuges, einzubringen. Auch für die Mitarbeit in einem zu bildenden Festkomitee, das alle möglichen Aktivitäten koordinieren soll, werden ebenso interessierte wie engagierte Mitglieder gesucht. „Jeder kann einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die 700-Jahr-Feier der Ersterwähnung Zossens zu einem unvergesslichen Höhepunkt  in der Historie wird“, so die Bürgermeisterin, die das Thema auch im Kultur- und Tourismusausschuss auf die Tagesordnung setzen wird. „Alle Ideen und Vorschläge  sollen gesammelt, später ausgewertet und auf ihre Machbarkeit geprüft werden“, so Michaela Schreiber. „Je mehr Bürger und Vereine sich an der Ausgestaltung dieses, unseres gemeinsamen historischen Höhepunktes beteiligen, desto größer wird 2020 dessen Ausstrahlungskraft“.

Info : Ideen und Vorschläge zu den geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 700. Jahrestages der ersten urkundlichen  Erwähnung Zossens können in der Stadtverwaltung Zossen, Marktplatz 20, eingereicht werden.  

                                                                               Pressemitteilung vom 14. November 2018

„Bühne frei, wir sind wieder dabei!“

Karnevalisten stehen in den Startlöchern für die 5. Jahreszeit

Zossen. Dass der 11. 11. in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt ist allgemeinhin bekannt. Und dass sonntags das Rathaus geschlossen hat, ebenso. Fällt in diesem Jahr also der traditionelle Sturm der Karnevalisten aufs Rathaus aus? Kann denn der Bürgermeisterin überhaupt der Schlüssel entrissen werden? Wie fällt diesmal die Verteidigungsstrategie der Rathauschefin gegen die Übermacht der drei Zossener Karnevalvereine aus Dabendorf, Kallinchen und Schöneiche aus? Fragen über Fragen. Wer sie beantwortet haben will, sollte sich am 11.11. pünktlich zu um 11.11 Uhr vor dem Rathaus einfinden.

Die Schöneicher haben bereits angekündigt, wieder mit von der Partie zu sein.  Bei den Jecken steigt bereits der Puls. Ihr diesjähriges Motto „Bühne frei, wir sind wieder dabei!“ „Egal, mit welcher Aufgabe die Bürgermeisterin wieder versucht, uns davon abzuhalten, das Rathaus zu erstürmen. Wir werden wieder alles geben!“, verspricht Jennifer Liebmann vom Schöneicher Karnevalclub. Der wird bereits einen Tag zuvor die Saisoneröffnung zünftig feiern. „Da unsere erste Veranstaltung am 11.11. 2017 in einem Festzelt in Schöneiche einen so großen Anklang fand und sofort Fragen aufkamen, ob der Karnevalclub Schöneiche das beibehält, haben wir uns gedacht, diese Veranstaltung am 10.11. 2018 zu wiederholen. Alle Jecken aus Schöneiche und Umland sind hierzu natürlich herzlich eingeladen“, so Jennifer Liebmann. Wie sie sagt  werde bereits jetzt  geplant,  geprobt,  genäht und gelacht. Mit einem bunten Programm werden die Akteure wieder versuchen, das Publikum für sich zu gewinnen. Zu den Darbietungen gehören die „Sugarbabes“ mit einer Rock ‘n‘ Roll-Einlage, die Gruppe „Spektakel“ mit einem kleinen Gruß aus Irland, die gemischte Gruppe „Mixed Emotion“, die  Besuch vom Paten bekommt und natürlich eine  Bütt über das „Vitaminedorf Schöneiche“, das gerade erst Schauplatz und Gastgeber des Kreiserntefest-Spektakels war. Auch an die Kleinen wurde in Schöneiche wieder gedacht.  Am  Kinderprogramm mit  großem Kuchenbuffet, Kindermusik, Konfetti und Bonbon-Regen haben aber auch die Mütter und Väter ihren Spaß. „Aufgrund der großen Nachfrage bitten wir nochmals um eine zeitige Bestellung der Karten. Denn das Schlimmste für uns ist immer wieder, die Tränen in den Augen der Kleinen zu sehen, wenn an der Tageskasse keine Karten mehr vorhanden sind“, meint Jennifer Liebmann. Sie ruft dazu auf, in der neuen Saison 2018/2019  zu lachen, zu feiern, zu tanzen, nicht zuletzt, um  für einen kleinen Moment den Alltagsstress zu vergessen.

Der Karnevalsverein Kallinchen startet nunmehr in seine 45. Saison. Auch er freut sich mit all seinen Jecken auf eine bunte und freudige fünfte Jahreszeit. „Die Proben und Vorbereitungen laufen im vollen Gange und alle Mitglieder sind voller Vorfreude auf die kommende Saison“, informiert Mareike Zwanzig. Ihr Aufruf: „Holt schon mal die Kostüme aus dem Schrank und freut euch auf ein tolles und buntes Programm vom Karnevalsverein Kallinchen im ‚Alten Krug‘ in Kallinchen.“

Das närrische Treiben des Dabendorfer Karnevalclubs geht in  diesem Jahr in seine 48. Saison. Die steht diesmal unter dem Motto „Toni und Anne lachen – der DKC lässt’s krachen“.  Die Dabendorfer Karnevalisten – ob Wichtel, Spottgruppe oder Power Angels – fiebern den Veranstaltungen der Saison entgegen.  Natürlich ist man wieder heiß darauf, nicht nur den Auftakt der fünften Jahreszeit vor dem Zossener Rathaus zu einer echten Sause werden zu lassen. Die Konfetti-Kanone  wartet schon auf ihren Einsatz, ebenso der Rammbock. Also aufgepasst und vorgemerkt: Sonntag, 11. 11., 11.11 Uhr. 

                                                                                  Pressemitteilung vom 6. November 2018

Alle Termine im Überblick

Termine des Dabendorfer Karnevalclubs in der Saison 2018/2019

11. November 2018 : Umzug zum Rathaus Zossen, 11.11 Uhr *

16. Februar 2019: 1. Samstagsveranstaltung, 19 bis 1 Uhr *

17. Februar 2019:  Kinderkarneval, 14 bis 17 Uhr *

22. Februar 2019 :  Ladyknaller-Mottoshow (Oscars, Stars & Sternchen), 19 bis 1 Uhr *

23. Februar 2019: 2. Samstagsveranstaltung, 19 bis 1 Uhr *

24. Februar 2019 : Rentnerkarneval, 14 bis 19 Uhr ***

28. Februar 2019:  22. Weiberfastnacht, 19 bis 1.00 Uhr *

2. März 2019: 3. Samstagsveranstaltung, 19 bis 1 Uhr *

4. März 2019 : Rosenmontagsball, 19 bis 1 Uhr *

*    DKC Disco

**  Disco

*** Kapelle

Alle Veranstaltungen finden in der Kantine am Funkwerk, Märkische Straße 72, in Dabendorf statt.  Mehr Infos unter www.dkc-ev.de . Die Kartenbestellungen sind ab dem 5. November 2018 unter der Ticket-Hotline 0175 – 8 08 92 70 oder per E-Mail über Tickets@dkc-ev.de möglich .

Termine des Karnevalclubs Kallinchen in der Saison 2018/2019

 

16. Februar 2019:  1. Veranstaltung
                                Einlass: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr


23. Februar 2019:  2. Veranstaltung
                                Einlass: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

 

24. Februar 2019 :  Kinderkarneval

                               Einlass: ab 14 Uhr,  Beginn: 15 Uhr,  Ende: 18 Uhr


2. März 2019:      3. Veranstaltung
                             Einlass: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr


4. März 2019 :     Rosenmontagsveranstaltung
                             Einlass: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

 

Alle Veranstaltungen finden im „Alten Krug“ in Kallinchen statt. Karten können telefonisch unter folgenden Nummern bestellt werden: 0172/3 24 21 02 oder 033769/2 00 85.

Termine des Karnevalclubs Schöneiche für die Saison 2018/2019

10. November 2018 :   Veranstaltung im Festzelt an der Feuerwache Schöneiche im karnevalistischen Stil
                                     Einlass ab 18 Uhr, Beginn: 19.11 Uhr

24. November 201 8:   1. Veranstaltung im E-Werk Zossen,
                                     Einlass: ab18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

2. Februar 2019:           2. Veranstaltung im E-Werk Zossen,
                                     Einlass: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

9. Februar 2019:          1. Kinderfasching im E-Werk Zossen,
                                      Einlass: 13 Uhr, Beginn: 14 Uhr (bis 17 Uhr)

9. Februar 2019:          3. Veranstaltung im E-Werk Zossen,
                                     Einlass: ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

10. Februar 2019:         2. Kinderfasching im E-Werk Zossen,
                                      Einlass: ab 14 Uhr, Beginn: 15 Uhr (bis 18 Uhr)

Kartenbestellungen sind täglich ab 16 Uhr unter der Hotline-Nummer 0157 – 85 11 91 24 möglich. Neu ist, dass man sich die Karten -  nach erfolgter Überweisung - auch bequem nach Hause schicken lassen kann.

 

 

 

Plan für innerörtliche Bahnquerungen nimmt Gestalt an

Öffentliche Sitzung des Bauausschusses in Dabendorf

Dabendorf. Auf reges Interesse bei den Bürgern - vor allem aus Dabendorf - stieß die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bau, Bauleitplanung und Wirtschaftsförderung  der Stadt Zossen, die am 18. Oktober 2018 in der Gaststätte der Sporthalle Dabendorf stattfand.  Im Mittelpunkt der Beratung stand der aktuelle Planungsstand für die  beiden vorgesehenen  innerörtlichen Bahnquerungen in Dabendorf, die im Zuge des von der Deutschen Bahn verfolgten Streckenausbaus realisiert werden sollen. „Die Bahn will bis Ende 2018 von uns Klarheit haben, wie sich die Stadt die Umsetzung der innerörtlichen Bahnquerungen vorstellt“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber, die zunächst einen kurzen Überblick auch über die anderen bevorstehenden, die Stadt Zossen betreffenden  Bahnprojekte gab.

In der Planung für Dabendorf berücksichtigt wurde der Vorschlag der Bahn, die Bahnsteige zwischen Brandenburger und Goethestraße zu verlegen. Darauf aufbauend stellten die Planer des Büros Merkel Ingenieur Consult aus Potsdam bereits sehr konkrete Vorstellungen zum Verlauf der jeweils fünf Meter breiten Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer  zum einen in der Goethestraße, zum anderen in der Brandenburger Straße vor. Östlich der Bahnstrecke sollen Goethe- und Brandenburger Straße miteinander verbunden werden. An dieser Verbindungsstraße sollen P + R-Möglichkeiten geschaffen werden. Die jetzige Planung geht von rund 100 Parklätzen aus, wobei der Platz bei Bedarf noch erweitert werden könnte. Auch die Standorte für die geplanten Bushaltestellen sind bereits fixiert. 

Nachgefragt und diskutiert wurden vor allem die Standorte für Stellplätze auf der westlichen Seite der Bahnstrecke,  wo sich auch der alte Friedhof befindet. Wie mit diesem Areal umgegangen werden soll, müsse im Ortsbeirat Zossen beraten und geklärt werden. Endgültig solle dann mit einem gesonderten Beschluss entschieden werden. Zusätzlich aufgenommen in die Beschlussvorlage wurde zudem der in der Diskussion gemachte Vorschlag, auf der westlichen Seite in Richtung Goethestraße eine Fußwegverbindung vom Bahnsteig zu schaffen und auch dort eine P+R-Fläche vorzusehen, allerdings im größeren Abstand von den Bahngleisen, um für den Fall der Fälle den Platz für eine S-Bahn-Trasse zu haben. Der so ergänzten Beschlussvorlage wurde mehrheitlich von den Mitgliedern des Bauausschusses zugestimmt und wird den Stadtverordneten nun unter der neuen Nummer 044/18/01  zur Abstimmung vorgelegt.

Bürgermeisterin Schreiber informierte während der öffentlichen Sitzung auch darüber, dass sich Stadt und Bahn darauf verständigt haben, dass Zossen eigenständig die Planung und Realisierung der Nordumfahrung als einzige für Dabendorf vorgesehene Bahnquerung für Autos übernimmt  und die entsprechende Trassenführung über den bereits in Bearbeitung befindlichen Bebauungsplan realisiert wird.    

                                                                                            Pressemitteilung vom 22. Oktober 2018

  

Feierliche Namensgebung für Wünsdorfer Oberschule

Bildungseinrichtung trägt ab sofort den Namen des Pädagogen Comenius

Wünsdorf.  Feierlich enthüllt wurde am Freitag, dem 28. September 2018, im Beisein von Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber der Namenszug Comenius-Schule an der Wünsdorfer Oberschule.  An diesem Tag feierten Schüler, Lehrer und Gäste zugleich das diesjährige Schulfest. Schüler und Lehrer hatten aus Anlass der Namensgebung ein kreatives Programm mit musikalischen, sportlichen und Text-Elementen vorbereitet, das in der Turnhalle vor und nach der Namensenthüllung präsentiert wurde. Einer der Höhepunkt dabei war das von einem Schüler geführte Interview mit Comenius - dargestellt ebenfalls von einem Schüler -, in dem dieser über sich, seine Zeit und seine Ideale sprach. Johann Amos Comenius (1592 – 1670) gilt als großer Pädagoge des 17. Jahrhunderts. Er entwarf als Erster die Pädagogik vom Kind her und richtete sie methodisch, didaktisch und inhaltlich aus. Comenius‘ Forderungen nach einer grundlegenden, das Wesentliche umfassenden Allgemeinbildung, nach bildungspolitischer Chancengleichheit für Mädchen, sozial Schwache und körperlich oder geistig beeinträchtigten Kinder und Jugendliche sowie seine Vorstellungen einer lebensnahen, freundlichen Schule und einer gewaltfreien Erziehung sind bis heute gültig geblieben. Ebenso sein Ziel, Menschen zur Menschlichkeit zu erziehen und dadurch die Welt zu verbessern. Daran erinnert auch Schulleiterin Ines Moeß in ihrer Festrede.

Bürgermeisterin Schreiber erinnert in ihrem Grußwort an die Geschichte der Namensfindung. Die war auf Initiative der AG Zukunft im Jahr 2016 begonnen worden. Nachdem der ursprünglich favorisierte Name Linden-Oberschule vom Schulträger abgelehnt worden war und sich Lehrer- und Schulkonferenz nach gründlicher Diskussion über das Schulkonzept mehrheitlich für den neuen Vorschlag Comenius-Schule Wünsdorf – Berufsorientierende Oberschule  ausgesprochen haben, votierten die Stadtverordneten  auf ihrer Sitzung am 9. Mai 2018 einstimmig für diesen Namensvorschlag.

Die Oberschule Wünsdorf hat in ihrem Schulprogramm, insbesondere im Leitbild und den pädagogischen Grundsätzen, die Umsetzung der von Comenius vor 400 Jahren formulieren Forderungen festgeschrieben und strebt danach, sie im Schulalltag immer besser umzusetzen. 

Pressemitteilung vom 28. September 2018

Wehlans Bus-Plan für Zossen stößt auf heftige Kritik

Bürgermeisterin Schreiber: Neue PlusBus-Linie ist eine „reine Mogelpackung“   

Zossen. Auf heftige Kritik ist in der Zossener Stadtverordnetenversammlung am 26. September 2018 das Vorhaben von Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) gestoßen, den mehrheitlich gefassten Beschluss des Kreistages, möglichst noch zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 die Errichtung einer neuen PlusBus-Linie zwischen Wünsdorf und Potsdam/Ludwigsfelde vorzubereiten, nur zum Teil umzusetzen. In einem Bericht der Landrätin vom 4. September 2018  im Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung ist lediglich von einer neuen PlusBus-Linie zwischen Ludwigsfelde und Zossen die Rede. Um diese zu finanzieren, soll nach Vorstellung des Kreises die  Buslinie 701 Ludwigsfelde - Glienick - Zossen  wegfallen. Eine Verbindung nach Wünsdorf, wie nach dem Wegfall der Linie 618 von Wünsdorf nach Potsdam von allen Seiten gefordert, ist nicht vorgesehen. Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber kommentierte die Pläne Wehlans im Bericht aus der Verwaltung mit den Worten „Verarschen kann ich mich selber!“ „Nachdem das Land erst den Bus 618 ersatzlos gestrichen hat,  und wir um einen Ersatz hierfür gekämpft haben, streicht uns die Landrätin jetzt auch noch den Bus 701, um einen in ihren Augen unliebsamen Kreistagsbeschluss ‚umzusetzen‘“, so Schreiber. Die neue PlusBus-Linie sei eine „reine Mogelpackung“. Sie forderte alle Kreistagsmitglieder unter den Zossener Stadtverordneten auf, das Thema in ihren Fraktionen noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen. Außerdem kündigte sie an, sich in der SVV darauf verständigen zu wollen, einen gemeinsamen Protestbrief an die Landrätin zu verfassen.

 

Unterstützung erhielt Zossens Bürgermeisterin vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Hermann Kühnapfel. Nicht nur ganz Wünsdorf, sondern auch Zossens Stadtmitte werde bustechnisch abgehängt, wenn die Pläne umgesetzt werden. Dagegen sollten alle Stadtverordneten und betroffenen Bürger auf die Barrikade gehen. Auch Wünsdorfs  Ortsvorsteher Rolf von Lützow kündigte an, Wehlans Pläne nicht widerstandslos hinzunehmen. Er werde das Thema auf die nächste Sitzung des Ortsbeirates setzen, der eine Stellungnahme dazu verfassen wird. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin wolle man eine Petition an den Kreistag einreichen.

 

                                                                                Pressemitteilung vom 28. September 2018

  

 

Logistischer Kraftakt im Stadtpark

24 Tonnen schwere Pumpenkammer fürs neue Wasserspiel  in Baugrube eingelassen

Zossen. Mit einem Spezialkran ist am Mittwochvormittag (26. September 2018) die 24 Tonnen schwere Pumpenkammer  für das neue Wasserspiel im Zossener Stadtpark  in die  vorbereitete Baugrube eingelassen worden. Anschließend wurde die Kammer mit einem fünf Tonnen schweren Betonteil, in dem sich zwei Einstiegsluken befinden, abgedeckt. In der 4,90 x 2,80 x 2,40 Meter großen „Brunnenstube“ wird später der Tank und die komplette Steuerungstechnik für den Betrieb des  beleuchteten Wasserspiels  untergebracht, das über 15 Düsen  verfügen wird. Auch Landschaftsarchitekt  Horst Heinisch, der mit der Planung der Neugestaltung des Stadtparks beauftragt ist,  war vor Ort, um den logistischen Kraftakt zu verfolgen. Mit den ausführenden Arbeiten beauftragt sind das im Zossener Ortsteil Schünow ansässige Bauunternehmen EMC und die in Mittelfranken ansässige Fachfirma Gajek Fontänen.

Für die Sanierung des Wasserspiels und die geplante Neugestaltung des Rosengartens hat die Stadt Zossen insgesamt 475 000 Euro in den aktuellen Haushalt eingestellt. Außerdem werden Fördermittel in Höhe von rund 220 000 Euro erwartet. Die Inbetriebnahme des Springbrunnens ist nach Ende der Frostperiode Anfang 2019 vorgesehen.

                                                                                        Pressemitteilung vom 26. September 2018

Tolles Geschenk zum Kindertag

Zossen. Höhepunkt des Kinderfestes an der Goethe-Schule in Zossen am 1. Juni 2018 war  ohne Zweifel die feierliche Übergabe der neuen Schulsportanlage mit Sportplatz und zusätzlich einem 18 mal 32 Meter großen Kleinspielfeld - umgangssprachlich auch Käfig genannt - für Fuß-, Volley- und Basketball. Begeistert nahmen die Kinder nach dem symbolischen Durchschneiden des Bandes das tolle Geschenk der Stadt im Wert von rund einer halben Million Euro in Besitz.  Auf die Frage von Bürgermeisterin Michaela Schreiber an die rund 270 Schüler, ob sie denn wüssten, wieviel Nullen die Zahl 500 000 habe, kam prompt die richtige Antwort: fünf.  Ein Kompliment gab’s von Michaela Schreiber auch ob der  beeindruckenden Tanzdarbietung der Jungen und Mädchen. Sie habe noch nie so viele Kinder gemeinsam an einem Ort tanzen sehen, gestand sie. Ein Dankeschön ging an die beteiligten Firmen.  In den kommenden Wochen soll das Areal neben dem umzäunten Sportplatz  noch mit einem öffentlichen Spielplatz und einem Verbindungsweg vom Zillebogen zur Menzelstraße komplettiert werden.

Der Sportplatz besteht unter anderem aus einer 200 Meter langen Rundlaufbahn, dessen Tennebelag in den kommenden Wochen noch aushärten muss, eine 60 Meter lange Sprintstrecke, einem  26 mal 40 Meter großen Spielfeld, einem  Beachvolleyballfeld, einer Weitsprunganlage  sowie einer Kugelstoß- und  Weitwurfanlage. Alle Zuwegungen wie Straße, Wege und Wartebereiche wurden gepflastert, insgesamt zirka 950 Quadratmeter. Außerdem entstanden 25 Parkplätze und es wurden vier neue Straßenleuchten aufgestellt.

Zossen bringt Nachtragshaushalt ein

Mit diesem Schritt soll das Projekt Feuerwehrwache Wünsdorf gerettet werden,
nachdem das Land seine Fördermittelrichtlinie geändert hat 

Zossen.   Drei Monate, nachdem  Zossens Stadtverordneten mit großer Mehrheit zum ersten Mal einen Doppelhaushalt für die Jahre 2018/19  verabschiedet haben, wird jetzt ein Nachtragshaushalt erforderlich. Die entsprechende von der Stadtverwaltung erarbeitete Beschlussvorlage soll auf der Sitzung des städtischen Finanzausschusses am 6. Juni 2018 beraten und den Stadtverordneten am 27. Juni 2018 zur Abstimmung vorgelegt werden. Bürgermeisterin Michaela Schreiber hatte zuvor nach Rücksprache mit der Kämmerin den Hauptausschuss über das von ihr vorgeschlagene Vorhaben informiert. „Mit dem Nachtragshaushalt wollen wir die geplante Sanierung bzw. den Neubau der Wünsdorfer Feuerwache retten“, erklärt Bürgermeisterin Schreiber. Dafür waren der Stadt vom Land Fördermittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden, die auch als zu erwartende Einnahme im rechtskräftigen aktuellen Haushalt dargestellt ist. Vor 14 Tagen sei sie allerdings darüber informiert worden, dass das Land inzwischen seine Förderquote geändert hat. Auf einer Beratung in Potsdam war mitgeteilt worden, dass jede Maßnahme in diesem Bereich nur noch mit bis zu 1,2 Millionen Euro gefördert wird. „Das bedeutet, dass uns 1,5 Millionen Euro fehlen, eine Summe, die man nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann“, so die Verwaltungschefin. Möglich werde die plötzlich erforderliche Erhöhung des Eigenanteils nur dadurch,  dass die Stadt  deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen verbuchen kann als geplant. Man wolle das Feuerwehrgerätehaus in jedem Fall bauen, darüber war und sei man sich einig, auch wenn die Kürzung der Fördermittel überraschend gewesen sei.

Die höheren Einnahmen kommen aber nicht nur diesem Projekt zu gute. „Dank dieser erfreulichen Tatsache können wir mit dem Nachtragshaushalt auch die Investitionspauschalen in den Bereichen Hochbau, Tiefbau und Sportstätten um jeweils 500 000 Euro erhöhen können“, sagt die Bürgermeisterin.  Über die konkrete Mittelverwendung werde allerdings erst im Herbst in den städtischen Gremien entschieden, vorausgesetzt, der Nachtragshaushalt findet die mehrheitliche Zustimmung der Stadtverordneten.

 

Rosige Pläne für den Stadtpark

Vor-Ort-Termin mit dem Landschaftsarchitekten Horst Heinisch, der den Mitgliedern des Bau- und Tourismusausschusses die Pläne für die weitere Gestaltung des Stadtparks erläuterte.

Zossens grüner Lunge soll neues Leben eingehaucht werden

Zossen. Bei einem Vor-Ort-Termin im Zossener Stadtpark informierten sich Mitglieder des städtischen Bauausschusses und des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 3. Mai 2018 über die künftige Gestaltung des Areals zwischen Kirch- und Bahnhofsstraße. Landschaftsarchitekt Horst Heinisch erläuterte fachkundig und anschaulich die geplanten Maßnahmen. Nachdem bereits im vergangenen Jahr der Eingangsbereich zum Park von der Bahnhofsstraße neu gestaltet worden ist, gibt es nun aus denkmalrechtlicher Sicht auch grünes Licht für die Sanierung des Park-Zugangs zum Rosengarten, der ebenfalls nach früheren Plänen umgestaltet werden soll. Notwendig wird es sein, die alten Schieferplatten komplett aufzunehmen und auf neuem Unterbau zu verlegen. Auch Mauern und die Treppe, die nicht zuletzt durch Vandalismus stark beschädigt sind,  müssen neu errichtet werden. Dadurch werde die Attraktivität des Areals als beliebter Ort für Openair-Trauungen deutlich erhöht, heißt es.   

Eine große Herausforderung wird der Neubau des mit 15 Düsen ausgestatteten Springbrunnens sein, der seit Jahren schon nicht mehr sprudelt und um dessen künftige Gestaltung es zwischen Stadt und Denkmalschutzbehörde bislang unterschiedliche Auffassungen gab. Nun liege ein genehmigungsfähiger Kompromissvorschlag auf dem Tisch, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Der sieht unter anderem vor, die Zahl der Düsen ebenso beizubehalten wie die Anordnung in der bisherigen Form. Die neue Umrandung wird allerdings durchbrochen, so dass man im Sommer auch zwischen den  Wasserfontänen laufen kann. Anders als früher werde das Wasser nicht im Becken gehalten, sondern über spezielle Rinnen dem Kreislauf immer wieder zugeführt. Erforderlich ist dafür eine unterirdische Kammer, in der ein Wassertank und moderne Technik Platz finden, mit der Beleuchtung, zeitliche Intervalle und andere funktionale Möglichkeiten des Wasserspiels gesteuert werden. Laut Heinisch fallen für die Stadt in der fünfjährigen Gewährleistungsphase für Wartung und  Reinigung - inklusive Inbetriebnahme im Frühjahr und Außerbetriebnahme im Herbst -  Kosten in Höhe von jährlich rund 5000 Euro an.  Wie Bürgermeisterin Michaela Schreiber sagt, habe die Stadt im aktuellen Haushalt für die beiden Sanierungsvorhaben Rosengarten und Springbrunnen insgesamt eine Summe von 475 000 Euro eingestellt. Zudem rechne sie außerdem mit Fördermittel in Höhe von 220 000 Euro.

Nachdem sich die Gremien vor Ort auch ein Bild vom Ergebnis der Neugestaltung des Nottehafens mit Steg- und Slipanlage, Parkplätzen und Sitzmöglichkeiten am Nottekanal machen konnten, ging es weiter in den nördlichen Teil des Stadtparks, der sich in den vergangenen Monaten durch die erfolgten Abrissarbeiten stark verändert hat und nun neu gestaltet werden soll. Zahlreiche mehr oder weniger praktikable Vorschläge seien nach dem Aufruf der Bürgermeisterin, sich mit eigenen Ideen an der künftigen Gestaltung des Areals zu beteiligen, bereits eingegangen. Diese sollen nun vom Ortsbeirat gesammelt und ausgewertet werden. Bereits gepflanzt wurde Anfang Mai eine neue Hecke und auch die Plätze für das Aufstellen dreier Bänke an der Straßenseite sind entsprechend vorbereitet.  

Die neue Steganlage am Nottehafen und die neue Hainbuchenhecke am nördlichen Teil des Zossener Stadtparks.

Kita „Bummi“ könnte erweitert werden

Bildungsausschuss lässt zwei Varianten für Sanierung bzw. Anbau erarbeiten  

Zossen. Nach einer Besichtigung der Kita „Bummi“ - eine von neun Kindertagesstätten  in Trägerschaft der Stadt Zossen – berieten Mitglieder des Bildungs- und des Bauausschusses am 19. April 2018 gemeinsam vor Ort über die geplante grundlegende Sanierung der Einrichtung, die derzeit eine vorübergehend genehmigte erhöhte Kapazität von 120 Kindern hat. Dabei stand angesichts der anhaltend erfreulich hohen Geburtsrate eine wünschenswerte   Kapazitätserweiterung auf 170 Plätze im Mittelpunkt der Diskussion. Diese sei allerdings mit einer bloßen Sanierung in dem alten Gebäude  nicht möglich, betonte die beauftragte Planerin. Dafür müsste auf dem Gelände der Kita „Bummi“  ein zusätzlicher Anbau erfolgen, hieß es. Die Verwaltung wurde beuaftragt, entsprechend zwei mögliche Varianten erarbeiten zu lassen, um auch die zu erwartenden Kosten vergleichen zu können. Einig war man sich, dass die Kita „Bummi“ trotz ihres nach umfassenden Malerarbeiten  ordentlichen Erscheinungsbildes grundlegend saniert und baulich für die Zukunft ertüchtigt werden muss, da das inzwischen in die Jahre gekommene Haus ursprünglich nie als Kita gebaut worden war.

Bürgermeisterin Schreiber: Freier Eintritt fürs Strandbad Wünsdorf auch nach Bau des Caravanstellplatzes

Falsche Behauptungen und Unterstellungen verunsichern vor allem Wünsdorfer Bürger  

Zossen. Im Zusammenhang mit dem von der Unteren Bauaufsichtsbehörde genehmigten Vorhaben der Stadt Zossen, im Strandbad Wünsdorf  zur Förderung des Tourismus einen Caravanstellplatz für insgesamt neun Wohnmobile bauen zu lassen, hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber klargestellt, dass die kostenlose Nutzung des kommunalen Strandbades an der Wündorfer Seestraße  - sprich Eintritt frei - auch künftig gewährleistet ist. „Etwas anderes stand niemals zur Debatte, eben so wenig wird für den Caravanstellplatz auch nur ein einziger Baum gefällt. Wer etwas anderes behauptet, der lügt.“ Mit dieser eindeutigen Aussage erteilt sie anderslautenden Behauptungen und Unterstellungen, wie sie insbesondere von der Interessengemeinschaft Wünsdorfer Seestraße verbreitet werden, eine deutliche Abfuhr. Diese hat in den vergangen Wochen  nach eigenen Angaben mehrere hundert Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt, wo sich die Bürger unter anderem „für den Fortbestand der derzeit offenen und freien kommunalen Nutzung des Strandbades Wünsdorf“, „für die Erhaltung der Naturbelassenheit dieses Grundstücks mit seinem alten Baumbestand“, gegen „die Vornahme neuer Bodenversiegelungen an diesem Ort“ und „für den Erhalt dieser Ruhezone in unserer rasant wachsenden Gemeinde“ aussprechen können.

Wer die Bürger auf diese Weise unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verunsichert und der Verwaltung sowie den Stadtverordneten mit den Forderungen der Unterschriftensammlung  wider besseren Wissens unter anderem indirekt vorwirft, der geplante Caravanstellplatz würde dazu führen, dass  es künftig keine kostenlose Nutzung des Strandbades für Besucher mehr geben wird, arbeitet  unseriös und unverantwortlich“, wirft Michaela Schreiber den Initiatoren vor.  Auch die in der Listensammlung genannte Zahl von 126 000 Euro Kosten stimme nicht mehr, so die Bürgermeisterin. „Der Bau des Caravanstellplatzes wird zu 75 Prozent gefördert. Der von der Stadt zu tragende Anteil beträgt daher  nur zirka 30 000 Euro“, informierte sie Stadtverordnete und anwesende Bürger auf der jüngsten Sitzung der SVV in Dabendorf. „Das Ausschreibungsverfahren läuft bereits. Die restlichen Haushaltsmittel können für den Umbau des Gebäudes am Strandbad Wünsdorf eingesetzt werden. Da die Maßnahme am Strandbad Wünsdorf durch den Caravanstellplatz insgesamt als förderfähiges Projekt anerkannt wurde, können auch hierfür Fördermittel beantragt werden“, so Schreiber. Wie sie sagte stehe sie nach wie vor für einen Dialogtermin mit Ortsbeirat und besorgten Bürgern zur Verfügung.  

                                                                                          Pressemitteilung vom 26. März 2018

 

Von der Sitzung der Stadtverordneten am 21. März 2018 in Dabendorf

Mehrheitlich beschlossen wurde am 21. März 2018 auf der Sitzung der Zossener Stadtverordneten der   Haushalt für die Jahre 2018/2019. Bei dem ersten Doppelhaushalt der Stadt Zossen handelt es sich um ein mehr als 240 Seiten umfassendes Planwerk, das unter anderem den Haushalts- und Stellenplan, die geplanten Investitionsmaßnahmen sowie  eine Übersicht über die  zu leistenden Transferleistungen der Stadt an Bund, Land und Kreis beinhaltet. Einstimmig hatte sich der Finanzausschuss vor dem Hintergrund des Wahljahres 2019 vorab für die erstmalige Erstellung eines Doppelhaushaltes ausgesprochen.

Die wichtigsten Fakten und Zahlen aus dem Doppelhaushalt: Er geht für 2018 von einem Volumen in Höhe von 52 Millionen aus, ein Jahr später sind es sogar 53 Millionen Euro.  Dennoch ist der Gestaltungsspielraum sehr begrenzt,  da die Stadt Zossen pro Haushaltsjahr rund 22 Millionen Euro an sogenannte Transferleistungen an Bund, Land und Kreis abführen muss.  Allein 14,27 Millionen Euro werden durch die an den Landkreis zu zahlende Kreisumlage verschlungen, weitere  2,6 Millionen Euro müssen an das Land als sogenannte Finanzausgleichsumlage gezahlt werden. Da nützt es auch nichts, dass Zossen für 2018 und 2019 mit Einnahmen aus Gewerbesteuern in Höhe von jeweils 25,5 Millionen Euro rechnen kann. Fast die Hälfte davon wird von den genannten Transferleistungen „aufgefressen“.   

Um dennoch geplante Investitionen und Maßnahmen in den Bereichen Hoch-, Tiefbau, Sportstätten (jeweils 700000 Euro) und Brücken  (200 000 Euro) sowie weitere Vorhaben finanzieren zu können, wird die Stadt auch 2018 und 2019 auf ihre Rücklagen zurückgreifen müssen.

Geplante Mittelverwendung 2018

Baumaßnahmen im Bereich Tiefbau

Haushaltsansatz 2018 - Pauschale für den Tiefbau: 700 000 Euro
- Reparaturen 600 000 Euro
- Beseitigung von Freileitungen, weitere Mittel 100 000 Euro

Baumaßnahmen im Bereich Hochbau

Haushaltsansatz 2018 – Pauschale für den Hochbau: 700 000 Euro plus 520 000 Euro Übertrag aus Bereich Sport-/Außenanlagen

- Wartungsverträge und malermäßige Instandsetzung   500 000 Euro
- Dorfgemeinschaftshaus Nächst Neuendorf, Fassade 30 000 Euro
- Kita Rappelkiste Wünsdorf, Fassade und Schallschutz 240 000 Euro
- Planung Sanierung Kita Bummi (Neubau Hort) 400 000 Euro
- Instandhaltung Heimatmuseum „Alter Krug“ 50 000 Euro

Baumaßnahmen im Bereich Sportanlagen/Außenanlagen

Haushaltsansatz  2018: Pauschale für Sport-/Außenanlagen 700 000 Euro abzüglich 520 000 Euro Übertrag für Hochbau
- Unterhaltung/Instandhaltung aller Sportplätze 100 000 Euro
- Außenanlagen Grundschule Glienick  80 000 Euro

Baumaßnahmen, die im Haushalt 2018 extra abgesichert sind

Bereich Tiefbau

Baumaßnahmen, die aus dem Jahr 2017 fortgeführt und mit zusätzlichen Mitteln im Haushalt 2018 abgesichert werden:
Bahnquerung Neuhof - 200 000 Euro

Bereich Hochbau

Baumaßnahmen, die aus dem Jahr 2017 fortgeführt und mit zusätzlichen Mitteln im Haushalt 2018 abgesichert werden:
Kita Schöneiche ­-  250 000 Euro

Baumaßnahmen, die im Haushalt 2018 extra abgesichert sind:
Feuerwehr Wünsdorf (Eigenanteil für Fördermittel) - 800 000 Euro,
Innenstadtsanierung  - 620 000 Euro

Bereich Sportanlagen/Außenanlagen

Baumaßnahmen, die aus Haushaltsresten 2017 fortgeführt werden:
Nott ehafen - 100 000 Euro,
Außenanlagen Grundschule Zossen - 350 000 Euro
Caravanstellplatz Wünsdorf - 120 000 Euro

Baumaßnahmen, die im Haushalt 2018 extra abgesichert sind:
Stadtpark Springbrunnen und Rosengarten - 475 000 Euro
Strandbad Zesch - 65 000 Euro,
Außenanlage Grundschule Zossen, weiter Mittel - 230 000 Euro,
Außenanlagen Grundschule Glienick - 50 000 Euro,
Burgberg Wünsdorf, Außensportanlage - 3 710 000 Euro

Der Doppel-Haushaltsentwurf  geht für 2018 von Personalkosten in städtischen Einrichtungen in Höhe von  14,6  Millionen Euro aus.  Für 2019 sind es 14,8  Millionen Euro.

Ab 2018 werden die finanziellen Zuschüsse für Vereine, Heimatpflege und Senioren in allen Ortsteilen angehoben. Diese Entscheidung auf Vorschlag der Bürgermeisterin ist aufgrund stetig steigender Einwohnerzahlen gefallen. Nicht zuletzt gibt es auch immer mehr Vereine und es haben sich die Fixkosten für die Organisation von Veranstaltungen erhöht. So können sich die Ortsteile Horstfelde, Nunsdorf, Schünow, Schöneiche, Kallinchen und Lindenbrück auf einen Zuschuss in Höhe von  4500 Euro (bislang 3500 Euro) freuen.  Nächst Neuendorf  erhält 8000 statt 7000 Euro, Glienick 12 000 statt 10 000 Euro, Wünsdorf 30 000 statt 26 500 und Zossen 33 500 statt 30 000  Euro.

Weichen für wichtige Vorhaben gestellt

Mehrheitlich haben Zossens Stadtverordnete auf ihrer Sitzung am 21. März 2018  den Entwurf des Bebauungsplanes „Berliner Allee/Gutstedtstraße“ gebilligt und beschlossen, diesen für die Öffentlichkeitsbeteiligung von Bürgern und Behörden auszulegen. Die Aufstellung des B-Plans war von den Zossener Stadtverordneten am 5. Oktober 2016 beschlossen worden. Das Plangebiet befindet sich im Zentrum des Ortsteils Wünsdorf. Durch den Träger des Vorhabens ist geplant, dort einen Lebensmittelmarkt als Vollversorger sowie einen Laden – möglicherweise für Tierbedarf – zu errichten. 

Die Stadtverordneten stellten außerdem die Weichen für die Offenlegung des Beschlussentwurfes für den Bebauungsplan „Feriencamp Märkischer Weg 53“ in Neuhof. Nachdem der Ortsbeirat Wünsdorf und der Bauausschuss bereits einstimmig den Entwurf des B-Plans gebilligt hatten, sprach sich nun auch die Stadtverordnetenversammlung dafür aus. Geplant ist auf der etwa 3470 Quadratmeter großen Fläche ein Feriencamp für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer benachteiligten sozialen bzw. familiären Situation Hilfe und Unterstützung benötigen und diese hier bekommen sollen. Derzeit befinden sich auf dem Grundstück dem Verfall preisgegebene Bungalows, die einst ebenfalls Erholungszwecken dienten. Die vorhandenen Gebäude sollen durch zwei Hauptgebäude mit jeweils mehreren Einzel- und Doppelschlafzimmern, einem Gemeinschaftswohnzimmer und Sanitärräume ersetzt werden.

Mehrheitlich haben die Stadtverordneten auch der Aufstellung der Bebauungspläne "Gewerbegebiet Zossen Mitte" und „Gewerbegebiet Zossen Nord“ in Dabendorf zugestimmt. Das rund 90 Hektar große Areal in Dabendorf soll künftig als Angebotsfläche für Erweiterungen und zur Neuansiedlung von Gewerbe dienen. Um wie geplant die Ansiedlung von Gewerbe in diesem Bereich zu ermöglichen, muss zunächst Baurecht geschaffen werden, was durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfolgt. Die Haupterschließung, so heißt es, wird über die „Nordumfahrung Dabendorf“ erfolgen, so dass keine größeren zusätzlichen Belastungen der Anwohner in der näheren Umgebung zu erwarten sind.

Grünes Licht gab es auch für die Aufstellung der Bebauungspläne „Siedlung am Wasserfließ“ in der Thomas-Müntzer-Straße in Zossen sowie „Birkenhain“ im Ortsteil Schöneiche, wo perspektivisch im Einklang mit dem genehmigten Flächennutzungsplan Einfamilienhäuser entstehen sollen.

Änderungen des FNP beschlossen

Die Stadtverordnetenversammlung hat am 21. März 2018 nach vorliegender Abwägung als Ergebnis  aus der Bewertung der Einwendungen und zusätzlich durchgeführter Gutachten beschlossen, den Entwurf der 1. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) der Stadt Zossen (die Windeignungsflächen betreffend) offenzulegen. Zuvor war der  entsprechende Kriterienkatalog überarbeitet  worden, der der Neuermittlung der Konzentrationsflächen für die Windenergienutzung dient. Die Unterlagen zur neu ermittelten Konzentrationsfläche lagen bis zum 2. Februar 2018 im Rathaus zur Einsicht aus. Es erfolgte eine rege Öffentlichkeitsbeteiligung und es sind vielfältige Stellungnahmen von Bürgern eingegangen. Zur gleichen Zeit wurden die Behörden und Träger öffentlicher Belange beteiligt. Alle eingegangenen Stellungnahmen wurden zusammengetragen und sind den Stadtverordneten  als Anlage zur Beschlussvorlage beigefügt worden.

Ebenfalls beschlossen wurde auf der Sitzung in Dabendorf die Offenlage des Entwurfs der 2. Änderung des FNP (Siedlung). Die 26 Änderungsflächen waren  bereits im Juli 2017 von den Stadtverordneten  beschlossen worden, der entsprechende Plan  mit der Begründung lag zur Einsichtnahme öffentlich aus. Insgesamt waren von vier Bürgern Stellungnahmen abgegeben worden. Das Ergebnis  der Abwägung aller eingegangenen Stellungnahmen lag den Stadtverordneten  nun in Form des Entwurfs der 2. Änderung des FNP zur Abstimmung vor.     

Kurz & knapp

Nach dem mehrheitlichen Willen der Zossener Stadtverordneten soll der Landkreis Teltow-Fläming aufgefordert werden, so schnell wie möglich einen neuen rechtlichen Vertrag zur Übertragung der Aufgaben nach dem Kita-Gesetz mit der Stadt Zossen abzuschließen.

Die Stadtverordneten haben die Verwaltung beauftragt, alle Genehmigungen einzuholen, die für die weitere Betreibung der Kita „Villa Kunterbunt“ erforderlich sind. Diese Kita soll an die Kita „Pfiffikus“ angeschlossen und so lange weiter betrieben werden, bis zusätzliche Kapazitäten im Ortsteil Zossen zur Verfügung stehen.

Bürgermeisterin Schreiber: „Null Verständnis für Vandalismus“

Verwaltungschefin kündigt harte Konsequenzen für die Täter an

Mit deutlichen Worten hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber auf die Tatsache reagiert, dass diverse Einrichtungen der Stadt Zossen immer wieder Opfer sinnloser  Zerstörungswut und  jugendlicher Graffiti-Schmierer werden. „Ich habe Null Verständnis dafür, wenn jemand aus Übermut oder Langeweile  und ohne sein Gehirn einzuschalten, das Eigentum anderer und das der Stadt zerstört“, so die Verwaltungschefin. Sie kündigte an, jeden der meist jugendlichen Täter mit allen rechtlichen Möglichkeiten zur Verantwortung zu ziehen - bis hin zum kompletten Schadenersatz. Ihre Botschaft: Jeder, der erwischt wird, muss mit Konsequenzen rechnen. Die reichen vom sogenannten Täter-Opfer-Ausgleich bis hin zu erzieherischen Maßnahmen.

Dank der Videoüberwachung in der Wartehalle des Zossener Bahnhofsgebäudes konnte Anfang des Jahres eine Gruppe Jugendlicher ermittelt werden, aus der heraus eine große Glasscheibe zum Bahnsteig zerstört worden ist. Der Schaden beträgt mehrere hundert Euro. „Wer glaubt, die Videokamera sei nur eine Attrappe, der irrt sich ganz gewaltig“, sagt Schreiber.  Täter und Schaulustige werden sich nun zu verantworten haben. Bereits im Vorjahr waren das Rolltor zum derzeit leerstehenden Bistro eingetreten (Schaden: 1300 Euro) und mehrfach Scheiben demoliert worden (Schäden von 750 bis 1800 Euro). Auch die Fassade wurde an mehreren Stellen beschmiert, die Tags allerdings von Mitarbeitern des städtischen Bauhof jedes Mal gleich übergestrichen.

Jüngstes Beispiel von Vandalismus ist einmal mehr das 2008 für rund 30 000 Euro von der Stadt errichtete  Toilettenhäuschen am Bahnhof Zossen. Mehrfach schon wurde es im Inneren komplett demoliert, nachdem jedes Mal die Tür mit Brachialgewalt aufgebrochen wurde. Sanitäreinrichtungen - zunächst aus Keramik, später aus Edelstahl  - sind aus den Wänden gerissen geworden. Ganz zu schweigen von den Schmierereien sowohl im Innern wie an den Außenfassaden. Durchschnittlich einmal im Monat lässt die Stadtverwaltung die teils großflächigen Graffiti-Schmierereien  überstreichen. Die Beseitigung der Vandalismusschäden in dem Toilettenhäuschen, um für die Bürger dessen normale Nutzung zu ermöglichen, ist nicht nur jedes Mal zeit-, sondern auch besonders kostenaufwendig. Selbst die öffentliche Toilette gegenüber der Polizeiwache wird immer wieder von Unbekannten heimgesucht, die die Tür aufbrechen, Wände beschmieren und sich dort austoben.

Immer wieder werden auch die Scheiben der von der Stadt Zossen in den vergangenen Jahren aufgestellten Informationstafeln zerstört, so wie unter anderem im Dezember 2017  die Vitrinen auf dem Weg zum Ehrenfriedhof Zehrensdorf (Schaden: 500 Euro) und  im Juni 2017 am Bahnhof Wünsdorf (Schaden 200 Euro).   Auch das Eingangsgebäude zum Wünsdorfer Strandbad ist mehrfach zur Zielscheibe der Zerstörungswut geworden. Türen wurden aufgebrochen, Blitzleiter abgeknickt, Rollos beschädigt, in der Toilette  Urinale zerschlagen. Weitere Fälle von Vandalismus betreffen auch  Schutzhütten an Radwanderwegen.  

Bürgermeisterin Schreiber appelliert in diesem Zusammenhang auch an die Eltern, sich mehr dafür zu interessieren, was ihre Kinder in der Freizeit außerhalb von Elternhaus und Schule  tun.  Es müsse doch beispielsweise auffallen, wenn der Junge abends mit einem Rucksack voller Spraydosen loszieht.        

Freche Früchte bilden lustiges Maskottchen-Trio fürs 16. Kreiserntefest in Schöneiche

Ernie Apfel, Lotte Karotte und Olli Knolli  werben für das Event am 6. Oktober 2018

Drei freche Früchtchen – ein Apfel, eine Karotte und eine Kartoffel - bilden die lustigen Maskottchen des diesjährigen Kreiserntefestes Teltow-Fläming, das am 6. Oktober 2018  - ein Tag vor dem offiziellen Erntedank - im Zossener Ortsteil Schöneiche stattfindet. Als Ernie Apfel, Lotte Karotte und Olli Knolli werden die drei Figuren immer da auftauchen, wenn es um Werbung und Marketing für diesen Höhepunkt in Schöneiche  geht.  Nach einem Ideenwettbewerb hat sich das Festkomitee einhellig für diese drei freche Früchtchen entschieden.  

Das Erntefest des Landkreises Teltow-Fläming findet inzwischen zum 16. Mal statt. Diesmal in Schöneiche, einem Ortsteil der Stadt Zossen, der zu Recht den Beinamen Vitamindorf trägt und als Gastgeber für einen solchen Höhepunkt im ländlichen Leben bereits ausgiebige Erfahrung hat. Im Jahr 2006 war der Ort schon einmal Ausrichter des Kreiserntefestes und erntete viel Lob für die gelungene Organisation des traditionellen Events rund um die Landwirtschaft.

Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Schöneiches Ortsvorsteher Norbert Magasch  hatten im August  2017 in Ruhlsdorf  (Nuthe-Urstromtal)  im Beisein von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger den neugeschaffenen Staffelstab in Form einer goldenen Metallsäule mit einer kleinen Erntekrone auf dem Deckel  sowie einen mit landwirtschaftlichen Produkten gefüllten Präsentkorb entgegengenommen. Der Staffelstab enthält eine Karte des Landkreises TF, auf der die Austragungsorte aller bisherigen Erntefeste eingezeichnet sind und nun auch die künftigen Gastgeber eingetragen werden sollen. Er steht seit  dem im Foyer des Zossener Rathauses und wartet darauf, im Oktober an die Gastgeber 2019 weitergereicht zu werden.

Am Festprogramm für das 16. Kreiserntefest wird schon mächtig gefeilt.  Natürlich  wird es einen zünftigen, etwa einstündigen Festumzug durch das Dorf geben. Mit viel landwirtschaftlicher Technik, bunten Trachten und Kostümen aus verschiedenen Jahrzehnten sowie stimmungsvoller musikalischer Begleitung. Start wird um 11 Uhr sein. Angesagt haben sich zum Fest auch liebe Gäste aus dem Delbrücker Stadtteil Ostenland. Seit der Wende bestehen zwischen den Feuerwehrleuten aus Ostenland und Schöneiche freundschaftliche Kontakte. Mitglieder des Tambourcorps Ostenland und des Musikvereins Cäcilia Ostenland wollen es sich nicht nehmen lassen, mit musikalischen Grüßen zum Gelingen des Erntefestes in Schöneiche beizutragen. Das Besondere an diesem Kreiserntefest: Es wird nahezu nahtlos ins diesjährige Schöneicher Oktoberfest übergeleitet. Denn nachdem die zahlreichen Marktstände abgebaut und die Händler mit hoffentlich guten Umsätzen und Eindrücken den Heimweg angetreten haben, geht’s auf der Dorfaue nach bayerischem Vorbild stimmungsvoll mit Blasmusik, Bier und Bratwurst weiter. Höhepunkt des Abends wird schließlich eine beeindruckende Lasershow sein.

Für die Stadt Zossen, die im vergangenen Jahr den touristischen Titel Fläming-Hauptstadt 2017 tragen durfte,  ist es bereits das dritte Mal, dass sie Gastgeberin eines Kreiserntefestes ist. Zuletzt  waren tausende Besucher aus dem Kreis und darüber hinaus  im September 2012 im Ortsteil Glienick zu Gast. Diese Erfahrungen, so Bürgermeisterin Schreiber, wolle man wieder in die Waagschale werfen, um ein tolles Fest zu organisieren.

 

 

Eine zehnjährige Erfolgsgeschichte

Das Zossener Bürgerbüro ist Herzstück und Aushängeschild der Verwaltung zugleich

Kinder, wie die Zeit vergeht. Am 8. März ist es genau zehn Jahr her, dass im Zossener Rathaus das Bürgerbüro eröffnet wurde. „Ein Lotse, viele Blumen und weniger Wartezeit“ titelte damals die Lokalpresse und war voll des Lobes über die bürgerfreundliche Serviceeinrichtung in der Stadtverwaltung. Vor allem ältere Bürger waren von der Idee angetan, das Büro im Parterre anzusiedeln. So blieb ihnen künftig das Treppensteigen im Rathaus erspart. Ein weiterer Pluspunkt, der von den Bürgern vergeben wurde: die großen, offenen Räume, dazu freundliche Farben und kompetente Mitarbeiter.  Und auch an die Kinder war gedacht. Während Vati und Mutti, Oma und Opa ihren Personalausweis oder Reisepass beantragen oder andere wichtige Dinge im Bürgerbüro (kurz BüBü genannt) zu regeln haben, können die Steppkes in einem speziell für sie eingerichteten Warteraum die Zeit spielerisch verbringen. 

Nicht nur dieser Bereich präsentiert sich aus Anlass des 10. BüBü-Geburtstages  in neuem Outfit. Das komplette Erdgeschoss mit Eingangsbereich, Bürgerbüro und Konferenzraum wurde saniert, wobei die Stadtfarben Blau und Grün dominieren. Natürlich ist auch wieder ein Fernseher im Wartebereich des Bürgerbüros aufgehängt, zusätzlich werden in einer kleinen Ausstellung Fotos mit Zossener Motiven gezeigt.  

Bewährt haben sich auch die zusätzlichen  Öffnungszeiten am ersten und dritten Sonnabend jeden Monats. Sie waren in dieser Form zum 5. Geburtstag des Bürgerbüros eingeführt worden und bieten vor allem all jenen Bürgern die Möglichkeit, ihre Angelegenheiten im Rathaus zu klären, die es in der Woche nicht schaffen. Und es gibt wohl kaum einen Bürger, der nicht schon einmal mit einem der fünf Mitarbeiter des städtischen Bürgerbüros im Zossener Rathaus zu tun hatte. Sei es, wenn er sich in der Stadt ordnungsgemäß an-, um- oder abmelden will, wenn sein Reisepass bzw. sein Personalausweis abgelaufen ist, er seinen Hund steuerlich an- oder abmelden muss oder einfach nur eine Kritik bzw. Beschwerde loswerden möchte. Denn im Bürgerbüro wird auch das zentrale Beschwerdemanagement  verwaltet. Meist sind es Probleme mit der Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet, mit denen die BüBü-Mitarbeiter konfrontiert und von ihnen an die zuständigen Fachbereiche wie Bau- oder Ordnungsamt weitergeleitet werden. Aber auch uneinsichtige Autofahrer, die partout nicht einsehen wollen, dass sie zu Recht mit einem Knöllchen auf ihr Fehlverhalten hingewiesen wurden, kommen und wollen ihren Frust loslassen. Wie Robert Gottlick, Leiter des Bürgerbüros, erst kürzlich im Stadtblatt erklärte, sei es in solchen Fällen  wichtig, immer die Ruhe zu bewahren, freundlich, aber konsequent zu reagieren. „Der Ton macht die Musik, das gilt aber für beiden Seiten.“

Seit nunmehr zehn Jahren ist das Bürgerbüro mehr als nur eine Pass- und Meldewesen-Behörde. Es ist erster Empfangs- und Anlaufpunkt für jeden Bürger ebenso wie Service- und Dienstleistungsstelle und damit sozusagen das Herzstück und Aushängeschild der Verwaltung. Vorbei die Zeiten, als Bürger im alten Meldeamt in einem schmalen, dunklen Flur ohne Fenster saßen und warteten, ohne zu wissen, ob ein Rathausmitarbeiter hinter einer der geschlossenen Türen sitzt und ob man überhaupt irgendwann aufgerufen wird. Bürgermeisterin  Michaela Schreiber beschreibt  die Aufgabe des Bürgerbüros heute wie folgt: „Nicht der Bürger soll allein durchs Rathaus  laufen, sondern wir laufen für den Bürger.  Sollte eine Frage oder ein Anliegen nicht von einem Mitarbeiter im Bürgerbüro geklärt werden können, wird ein Kollege aus dem Fachbereich gerufen und hilft weiter.“

 

Stadtverwaltung lädt Bürger zum Feiern ein

Was wäre ein Jubiläum wie das 10-jährige Bestehen des Bürgerbüros im Zossener Rathaus ohne eine richtige Geburtstagsfeier? Da an diesem Tag auch noch der Internationale Frauentag begangen wird,  wartet auf alle Bürgerinnen der Stadt, die an diesem Tag ab 8 Uhr im Bürgerbüro vorbeischauen, traditionell wieder ein Blumengruß – solange der Vorrat reicht. Außerdem kann jedermann am Glücksrad drehen und mit ein bisschen Fortune ein Zossener Souvenir - ob Kugelschreiber oder Kaffeetasse - gewinnen. Natürlich gibt’s an diesem Tag auch Kaffee und Kuchen. Im Konferenzraum werden per Beamer Bilder aus zehn Jahren Bürgerbüro gezeigt. Und auch an die kleinen Zossener ist freilich gedacht. Nicht nur, dass sie vom neu gestalteten Kinderwarteraum   Besitz ergreifen können, nein, auf sie warten auch einige Überraschungen. Soviel sei verraten: Fräulein Ariella  hat ihr Kommen zugesagt, um die Kinder zu schminken, mit ihnen Ballons zu modellieren und zu spielen. Dazugesellen will sich im Laufe des Tages auch der kuschelige Riesenteddy Tobi, den meisten sicher noch vom Weihnachtsmarkt in bester Erinnerung.  Gefeiert  wird am 8. März zu den normalen Öffnungszeiten des Bürgerbüros, das heißt von 8 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr.

„Den Nagel auf den Kopf getroffen“

Familienzentrum  Zossen zieht ein Jahr nach seiner Eröffnung eine positive Bilanz

Wünsdorf.   Wenn eine Einrichtung wie das im Februar 2017 im Bürgerhaus eröffnete Familienzentrum Zossen (FZZ) seinen ersten Geburtstag feiert, ist es durchaus angebracht, Bilanz zu ziehen. Und die fällt durch und durch positiv aus. „Wir haben mit unserer Angeboten den Nagel auf den Kopf getroffen“, sagt Leiterin Regina Handke, die mit ihren beiden Mitstreiterinnen Hannelore Müller und Franziska Städter  immer wieder für eine abwechslungsreiche Angebotspalette für Kinder und Eltern  sorgen. Vor allem mittwochs ist das FZZ immer gut besucht. Zwischen 15 und 20 Kinder kommen am Nachmittag, um mit Franziska Städter - einer gelernten Tanzlehrerin - zu tanzen. Erst die Jüngeren, dann die Älteren. Akribisch werden die Tanzstunden vorbereitet, vor allem wenn es wieder gilt, ein  Programm einzustudieren wie zum Beispiel „Die Vogelhochzeit“ oder zu Weihnachten die gemeinsame Theateraufführung mit Kindern der Kita „Rappelkiste“. Das Stück heißt „Es klopft bei Wanja in der Nacht an die Tür“ und war ein voller Erfolg. „Der Saal im Bürgerhaus war rappelvoll“, erzählt Regina Handke. Nicht nur Muttis und Vatis, Omas und Opas waren begeistert, wie engagiert die Kinder - entsprechend geschminkt und kostümiert - bei der Sache waren, auch Senioren aus dem nahegelegenen „Rosengarten“ waren gern der Einladung zur Theateraufführung gefolgt und erfreuten sich am Theaterspiel der Kleinen.

Aber nicht nur Tanz und Theater sind bei den kleinen wie großen Besuchern des FZZ beliebt. Immer montags findet Familien-Yoga statt, wobei sich inzwischen eine Gruppe gebildet hat, die regelmäßig das Angebot am Montag nutzt. Im Februar wurde Fasching gefeiert,  natürlich wird in den gut ausgestatteten Räumlichkeiten  viel gespielt, gemalt und gebastelt. Sogar einen Indoor-Sandkasten gibt es inzwischen. Die Eltern nutzen indes die Zeit, ihre Erfahrungen zum Thema Erziehung, Entwicklung des Kindes oder zur gesunden Ernährung auszutauschen. Dazu kommen die gern angenommenen  Beratungsangebote  für Eltern zum Beispiel von  der AWO. Einmal im Monat ist eine Familientherapeutin bei Bedarf kompetenter Ansprechpartner  zu Fragen rund um die Themen  Familien, Kinder und Erziehung.  Auf großes Interesse stieß nicht zuletzt ein Erste-Hilfe-Kurs für Eltern, durchgeführt von einem Vater, der als Rettungsassistent arbeitet.

Fazit nach einem Jahr: Das FZZ hat sein selbst erklärtes Ziel,  fester Anlaufpunkt für Eltern und Kinder zu werden, erreicht.  Und so wünscht sich Regina Handke auch künftig „immer ein volles Haus, in dem sich alle wohlfühlen.“ Freuen würde sie sich auch darüber, dass die Krabbelgruppe, die nach dem Übergang vieler Kinder in die Kita, „etwas schwächelt“, wie Regina Handke sagt, wieder mehr Zulauf bekommt.

Persönliche Erklärung der Bürgermeisterin der Stadt Zossen zum Thema Kita-Verfahren

So stand's in der Ausgabe vom 3./4. Februar 2018 in der Zossener Rundschau der MAZ.

Unter Bezugnahme auf die Mitteilung des Landkreises Teltow-Fläming zur „Übernahme der Kita-Antrags-Bearbeitung“ und die MAZ vom 3./4. Februar 2018 „Kreis prüft Rechtsanspruch auf Kita-Plätze in Zossen“ möchte ich, Michaela Schreiber (Plan B) als Bürgermeisterin der Stadt Zossen, in dieser persönlichen Erklärung darstellen, wie es sich bei diesem komplexen Thema wirklich verhält.

Es dauert lange, wirklich sehr lange, bis mir bei einem so komplizierten Thema der Kragen platzt. Weil ich erst immer davon ausgehe, dass ja nicht für alle, die sich zu einem Thema äußern, gleich sämtliche Facetten des Problems erkennbar sind. Aber was den Landkreis TF und die MAZ bei diesem Thema angeht, ist mir mit der Wochenendausgabe vom 3./4. Februar 2018 dann doch der Kragen geplatzt.

Was hätte ich mir an dieser Stelle von der MAZ gewünscht?

·         Eine umfangreiche Recherche.

·         Vielleicht ein Gespräch, bei dem sich das komplizierte Thema erläutern lässt.

·         Eine Überprüfung und Einordnung ihrer „Quellen“. 

Was habe ich von der MAZ bekommen?

·    Am Donnerstag, 1. Februar 2018,  um 14 Uhr eine Mail mit insgesamt 8 Fragen zu dem Thema mit der Aufforderung, diese bis Freitag, 12 Uhr, zu beantworten.

·    Meine Rückmeldung, dass die MAZ wohl mittlerweile wisse, dass ausgerechnet donnerstags mein Terminkalender immer so voll ist, dass ich zwischen den Terminen gar keine Minute Pause habe und ich eher ein Gespräch vorschlage, weil das Thema zu umfangreich ist, verhallte ohne das Gesprächsangebot in Anspruch zu nehmen.

·    Den Rückgriff auf einen „besorgten MAZ-Leser Olaf Herrmann“, der darüber fabulierte, dass die Maßnahmen der Stadt zur Abarbeitung des Rückstandes im Kita-Bereich ja scheinbar nicht den gewünschten Effekt gebracht hätten. Woher er diese Erkenntnis gewonnen haben will, können wir nur raten. Was die MAZ aber bei Zugriff auf ihr Archiv mal schnell herausgefunden hätte, ist, dass der „besorgte Leser“ erst kürzlich selbst Gegenstand der Berichterstattung in der MAZ war, wegen seiner Art der Geschäftsausübung im Grundstücksbereich (FPE) und die Stadt Zossen jeglichen Vertragsabschluss mit ihm ablehnt. Das könnte vielleicht seine Leser-Erklärung in ein anderes Licht rücken. 

Was hätte ich mir an dieser Stelle vom Landkreis Teltow-Fläming gewünscht?

·     Verständnis für die angespannte Personalsituation, schließlich geht es dem LK in der Unteren Bauaufsicht und im Jugendamt seit Monaten, teilweise Jahren schon nicht anders und die Bearbeitung dort dauert statt 2 bis 3 Monate, oft 9 bis 10 Monate.

·     Rückendeckung gegenüber den sich im LK beschwerenden Bürgern und Erklärungen zur insgesamt im ganzen Landkreis schwierigen Situation im Bereich Kita.

·     Anerkennung der Leistung der Mitarbeiter in der Zossener Stadtverwaltung, die der extra eingesetzten Mitarbeiter, um den Rückstand aufzuarbeiten und auch von mir selbst, die wir uns in den letzten Monaten bis weit über die normale Arbeitszeit „den Ars… aufgerissen“ haben, um die Anträge zu bearbeiten.

·     Echte, ernstgemeinte Hilfe.

Was habe ich vom Landkreis TF bekommen?

·    Verständnis für die Personalsituation – Null! Offensichtlich nimmt der LK für sich selbst in Anspruch, bei einer angespannten Personalsituation die Bearbeitungszeit um Monate zu verlängern (Erklärung der Landrätin zur Unteren Bauaufsicht von September 2017) und findet das in Ordnung. Wenn eine Stadt in einer ähnlichen Situation ist, dann kann nicht abgewartet werden, sondern der LK muss einschreiten. Über das Ergebnis dieses Einschreitens reden wir noch.

·     Bei Beschwerden einzelner Bürger beim LK wird nicht die Situation erklärt, sondern der LK hat mehrfach versucht, bei mir zu erreichen, dass die Bürger, die sich beschwert haben, bevorzugt, also schneller bearbeitet werden. Ich habe das nicht getan, weil das zu Lasten aller anderen Antragsteller gegangen wäre und so ein ordentliches Verwaltungsverfahren nicht aussieht. Gleichzeitig hat mich diese Auseinandersetzung mit dem LK und auch mit den Bürgern, die dann „zurückgeschickt“ wurden, weil es jetzt schneller geht, noch zusätzliche Zeit gekostet, in der die eigentliche Arbeit liegen geblieben ist.

·     Der LK war genau informiert und wusste, dass wir seit September 2017 mit zusätzlichen Mitarbeitern an der Bearbeitung der Kita-Anträge dran sind. Und dass wir einen riesigen Berg bereits bis Dezember 2017 fertig bearbeitet hatten, alle Hortneuaufnahmen und alle Kitaneuaufnahmen, die bis einschließlich Anfang Dezember 2017 beantragt worden waren, insgesamt über 200 Verfahren. Wenn dann die Beigeordnete des LK Frau Gurske (Die Linke) gegenüber der MAZ sagt „Sie wisse, dass Bürgermeisterin Michaela Schreiber versucht habe, im Januar noch möglichst viele Anträge abzuarbeiten.“, dann ist das nicht nur falsch, sondern eine Herabwürdigung der Leistung die die Mitarbeiter der Stadtverwaltung Zossen in den vergangenen Monaten erbracht haben.

·     Wir haben in der Stadt Zossen über 1200 Kinder in dem Bereich Schulamt/Kita zu betreuen. Ich weiß nicht genau, wie viele Eltern sich beim LK beschwert haben, nach den Rückmeldungen gehe ich von 10, vielleicht 20 Eltern aus. Jetzt hat der LK die Situation für alle 1200 Kinder verändert, dafür gesorgt, dass alle zuerst einen Antrag beim LK in Luckenwalde stellen müssen und dann nochmal bei uns. Die Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) selbst hat im Dezember 2017 gegenüber der Stadt Zossen mitgeteilt, dass der Landkreis ab Januar 2018 unter anderem die Rechtsanspruchsprüfung für alle Eltern durchführt (mehr dazu siehe folgender Text). Ich gehe davon aus, dass sie vorher über die Konsequenzen für alle 1200 Eltern gründlich nachgedacht hat und sie wollte, dass alle Eltern längere Wege, längere Bearbeitungszeiten und trotzdem keinen schnelleren Kitaplatz in Zossen als Ergebnis auszuhalten haben. Echte Hilfe sieht anders aus – das hier sind das Stiften von Chaos und die Verschlechterung des Verfahrens für über 1000 Zossener Eltern. 

Und dem ganzen wird dann noch die Krone aufgesetzt mit dem Satz „Das Jugendamt Teltow-Fläming steht Eltern ab sofort gern beratend zur Seite.“ Ich kenne sehr viele Zossener Eltern, die in den vergangenen Jahren versucht haben, das Jugendamt anzurufen und dort ihre Dinge zu klären. Ob Unterhaltsvorschüsse oder Sorgerechtsklärungen oder ähnliches. Das hat noch nie richtig funktioniert, die Bearbeitungszeit dort liegt bei mehreren Monaten (wegen Personalmangel). Es kann also ganz sicher nur besser werden, wenn sich jetzt noch 1200 Verfahren hinzugesellen.
 

Für mich stellt sich jetzt langsam die Frage nach dem wirklichen Grund des „Eingreifens“ der Landrätin Frau Wehlan (Die Linke) zum jetzigen Zeitpunkt

Entweder ist es Unkenntnis über das eigentliche Verwaltungsverfahren, welche einzelnen Schritte zu erledigen sind, um im Ergebnis einen Kita-Platz zu besetzen. Und die auf dieser Unkenntnis beruhende Überlegung, es würde schneller gehen, wenn der LK übernehme. Da die Landrätin diese Entscheidung selbst getroffen und unterschrieben hat, kann sie nicht für sich in Anspruch nehmen, lediglich falsch beraten worden zu sein. Es würde kein gutes Licht auf die Qualität ihrer Arbeit und ihre Kenntnisse über Verwaltungsabläufe werfen. 

Oder es geht in Wahrheit um einen politischen Grund. Kita ist auch immer ein hoch brisantes und politisches Thema. Nicht von ungefähr „schenkt“ das Land Brandenburg den Eltern ein Jahr vor der Landtagswahl ein beitragsfreies Kita-Jahr. Und in 2019 ist auch die Kommunalwahl im Landkreis TF und in der Stadt Zossen. Auch das würde kein besonders gutes Licht auf die Überlegungen der Landrätin werfen.

Um als Bürger und betroffene Eltern alles einordnen zu können, sollten sie nachvollziehen können, wie so ein Verfahren in groben Zügen abläuft, wie die bisherige Regelung war und was sich jetzt ändert. 

Einen Anspruch auf einen Kita-Platz hat jeder, der einen sogenannten Rechtsanspruch darauf hat. Diese Prüfung ist laut Kita-Gesetz die Aufgabe des Landkreises. Der Landkreis kann diese Aufgabe auf die Kommunen übertragen, mit einem Vertrag und wenn die Kommunen zustimmen. Das Verwaltungsverfahren mit dem Ergebnis eines Bescheides über den Rechtsanspruch führt also per Gesetz der Landkreis und wenn ein Vertrag abgeschlossen wurde, die Kommune durch. 

Mit einem Bescheid über einen Rechtsanspruch hat dann aber noch niemand einen Kitaplatz. Den bekommt man nur, wenn der Träger einer Kita einen Betreuungsvertrag abschließt. In Zossen ist die Stadt Zossen Träger aller Kitas und damit die einzige, die mit den Eltern einen Betreuungsvertrag abschließen und den Kindern einen Kitaplatz geben kann. Für dieses Verfahren benötigen wir in der Stadt für die Prüfung dieselben Unterlagen (und noch ein paar mehr), wie für die Prüfung des Rechtsanspruches erforderlich. Hierbei ist die Höhe der Betreuungsstunden zu klären, das Einkommen für die Beitragsbescheidung auszurechnen, der Betreuungsvertrag und der Eingewöhnungsvertrag zu fertigen und zu klären, in welcher Kita ein freier Platz und das notwendige Betreuungspersonal vorhanden sind sowie, wie viele Kinder gleichzeitig in die Eingewöhnung aufgenommen werden können. Die Berechnung der Betreuungsstunden ist fast identisch mit der Berechnung des Rechtsanspruches, so dass diese Arbeit nicht mal wirklich doppelt anfällt, wenn die Stadt das erledigt.Mit öffentlich-rechtlichem Vertrag von 2005 zwischen dem LK TF und der Stadt Zossen wurden die Aufgaben des LK auf die Stadt Zossen übertragen, u.a. Rechtsanspruchsprüfung, Organisation Tagesmütter und andere Aufgaben. Einen solchen Vertrag haben auch viele andere Kommunen im LK abgeschlossen, um für die Eltern und Antragsteller vor Ort Ansprechpartner zu sein und das Verfahren bürgerfreundlicher zu gestalten. Dafür hätte uns eigentlich eine Erstattung von Personalkosten zugestanden, denn wenn eine Kommune Aufgaben des LK übernimmt und dieser den Aufwand dann nicht mehr hat, wäre das auszugleichen gewesen. Darauf haben aber alle Kommunen verzichtet.
Mit Schreiben vom Januar 2010 hat der damalige Landrat Herr Giesecke (SPD) diesen Vertrag gekündigt, wegen der damaligen Querelen um die Qualität bei den Tagesmüttern. Die Rechtsanspruchsprüfung für die Kita-Kinder hat die Stadt mit Duldung des LK weiter durchgeführt.

In 2011 wurde zwischen dem LK und der Stadt Zossen ein neuer öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen. Dieser wurde dann vom LK im Mai 2012 wieder gekündigt und mit dieser Kündigung der gesamte Vertrag unwirksam. Seit diesem Zeitpunkt, also mittlerweile seit mehr als 5 Jahren, war der Landkreis für die Prüfung des Rechtsanspruches zuständig und hätte diese Bescheide erstellen dürfen und müssen.
Unausgesprochen und im Einvernehmen wollte der Landkreis aber nur die Bearbeitung der Anträge für die Tagesmütter durchführen und nicht die für die Kita-Kinder. So wurde es auch die ganze Zeit über gehandhabt.

Als dann in 2015 der neue (jetzt alte) Jugendamtsleiter Herr Ennulat im LK anfing, vereinbarten wir, dass die Stadt Zossen vom LK einen neuen Vertragsentwurf erhält, um diese rechtlich fragwürdige Situation zu bereinigen. Ein solcher Vertragsentwurf kam in Zossen bis jetzt nicht an. Auch keine Kostenübernahme für unsere zusätzlichen Verwaltungskosten und auch kein Dankeschön für die über viele Jahre gut geleistete Arbeit unserer Mitarbeiter. Solange alles reibungslos lief, interessierte den Landkreis das Thema Rechtsanspruchsprüfung also gar nicht.

Stattdessen kommt nun, wo wir in einer personell angespannten Situation waren und diese bis Dezember aber für die Kita-Kinder wieder im Griff hatten, die Entscheidung der Landrätin Frau Wehlan, jetzt die Rechtsanspruchsprüfung für alle Kinder in Luckenwalde durchführen zu wollen. Bis jetzt haben die Eltern die Anträge insgesamt bei uns gestellt und wir haben das vollständige Verfahren bis zum Abschluss des Betreuungsvertrages in einem Gesamtpaket abgewickelt.

Jetzt müssen nach Anweisung der Landrätin Frau Wehlan die Eltern einen Antrag auf Feststellung des Rechtsanspruches beim Landkreis in Luckenwalde stellen. Wenn sie dann dort einen Bescheid erhalten, müssen sie mit diesem bei der Stadt Zossen einen Antrag auf einen Kita-Platz stellen und wir beginnen dann unsere Prüfung. Das betrifft alle Neuanträge auf einen Kitaplatz und auch alle Stundenerhöhungen oder Senkungen, also alle 1200 Kinder. Wie dieser zusätzliche Weg schneller zum Ziel, also einem Kita-Platz führen soll, ist mir völlig schleierhaft. Daher stellt sich mir die Frage, was bezweckt die Landrätin mit dieser Anweisung.

Abschließend noch zu der Diskrepanz zwischen meiner Erklärung, wir haben alle bis einschließlich Anfang Dezember 2017 gestellten Anträge für einen neuen Kitaplatz in Zossen abgearbeitet und der Erklärung des MAZ-Lesers Herrn Britz, seinen Antrag auf einen Kitaplatz hat er im Juli 2017 gestellt und immer noch keinen Kitaplatz in Zossen erhalten. Tatsächlich hat er im Juli 2017 einen Antrag gestellt. Allerdings auf Prüfung des Rechtsanspruches für einen Kitaplatz in Berlin. Da bei der Abarbeitung der Rückstände von mir Prioritäten gesetzt wurden und mit erster Priorität die Anträge für einen Kitaplatz in Zossen bearbeitet wurden, waren die Anträge auf einen Kitaplatz in Berlin tatsächlich in der Bearbeitung noch nicht dran. Zu dieser Bearbeitung gehören die Prüfung des Rechtsanspruches und die Kostenübernahmeprüfung. Dies bedeutet, dass die Stadt Zossen die Kosten für die Betreuung in Berlin übernimmt, wo die Eltern keine Elternbeiträge zahlen müssen. Für einzelne Eltern mag dieses Modell attraktiv sein, gerecht gegenüber den Eltern, die ihre Kinder in Zossen betreuen lassen, finde ich das nicht. Wenn Herr Britz sich aber seit längerem beim Landkreis darüber beschwert hat, hätte doch der Landkreis längst diese Rechtsanspruchsprüfung und die Kostenübernahmeprüfung selbst durchführen können. Zuständig war er sowieso und es ging nicht um einen Kitaplatz in Zossen, wo wegen der Gesamtbearbeitung ein Abwarten sinnvoll gewesen wäre. 

Ich habe gar kein Verständnis dafür, dass wegen weniger Einzelfälle (ca. 20 von 1200), die der Landkreis aufgrund seiner Zuständigkeit für die Rechtsanspruchsprüfung schon längst hätte bearbeiten können, jetzt für über 1000 Eltern diese zusätzliche Belastung aufgebaut wird, um einen Kitaplatz in Zossen zu erhalten. Das ist nicht die richtige Lösung und das ist auch nicht der richtige Weg.

Alle bis Ende Dezember 2017 eingegangenen Anträge für einen Kitaplatz in Zossen werden wir wie bisher bearbeiten, da die „Neuregelung“ des Landkreises erst ab Januar 2018 gelten soll. Wie es für die ab Januar 2018 eingegangenen Anträge und die zusätzliche Ehrenrunde für die Eltern über die Kreisverwaltung in Luckenwalde weitergehen soll, müssen die Eltern nach Anweisung der Landrätin dann nun mit dem Jugendamt in Luckenwalde klären.
 

Es tut mir sehr leid für die Eltern, aber das war nicht meine Entscheidung.

Michaela Schreiber

Bürgermeisterin

 

Schöneiche ist 2018 Gastgeber des 16. Kreiserntefestes

Der Zossener Ortsteil Schöneiche wird im kommenden Jahr das 16. Kreiserntefest des Landkreises Teltow-Fläming ausrichten. Schöneiche ist damit nach 2006 zum zweiten Mal Gastgeber dieses traditionellen Höhepunktes rund um die Landwirtschaft.  Bürgermeisterin Michaela Schreiber und Ortsvorsteher Norbert Magasch nahmen am 26. August 2017 in Ruhlsdorf im Beisein von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger aus den Händen von  Monika Nestler, Bürgermeisterin von Nuthe-Urstromtal, den neugeschaffenen Staffelstab in Form einer goldenen Metallsäule mit einer kleinen Erntekrone auf dem Deckel  sowie einen mit landwirtschaftlichen Produkten gefüllten Präsentkorb entgegen. Der Staffelstab enthält eine Karte des Landkreises TF, auf der alle bisherigen Austragungsorte eingezeichnet sind und künftige Gastgeber eingetragen werden, und steht seit Montag im Foyer des Zossener Rathauses. Wie Michaela Schreiber sagte, stehe auch schon der Termin für das 16. Kreiserntefest statt. Es wird am 6. Oktober 2018, einen Tag vor dem offiziellen Erntedank, gefeiert.  Bereits am 18. September 2017 wird sich im Ort ein Festkomitee konstituieren, das die Vorbereitungen auf das Fest koordinieren soll.  Für die Stadt Zossen, die in diesem Jahr den Titel Fläming-Hauptstadt 2017 trägt,  ist es bereits das dritte Mal, dass sie Gastgeberin eines Kreiserntefestes ist. Zuletzt  waren tausende Besucher aus dem Kreis und darüber hinaus  im September 2012 im Ortsteil Glienick zu Gast. Diese Erfahrungen, so Bürgermeisterin Schreiber, wolle man wieder in die Waagschale werden, um ein tolles Fest zu organisieren. „Dass die Schöneicher gern feiern, ist ja bekannt“, so Schreiber.  Diese waren am 26. August  mit einer kleinen Delegation nach Ruhlsdorf  zum dortigen Kreiserntefest gekommen. Burkhard Strzelecki  hatte seinen Leiterwagen, auf dem auch die Fläming-Hauptstadt-Fahne wehte, originell geschmückt, um an dem großen Festumzug und der anschließenden Präsentation alter und neuer Technik landwirtschaftlicher Fahrzeuge, Geräte und Maschinen teilzunehmen.     

Stadt Zossen zum dritten Mal Gastgeber für große Rassehundeausstellung

Bürgermeisterin Schreiber Schirmherrin der zweitägigen Veranstaltung

Zossen. Zum dritten Mal in Folge ist die Stadt Zossen Austragungsort für die große Gemeinschafts-Rassehundeausstellung des Verbands Deutscher Kleinhundezüchter, Landesgruppe Berlin, die dieser gemeinsam mit dem Internationalen Club für Japan Chin, Peking-Palasthunde und King Charles Spaniel 1920, den Spezialklub für Tibet Terrier und Lhasa Apso sowie dem Chinese Crested Club organisiert.  Sie findet am 16. und 17. September 2017  in der Sporthalle Dabendorf, Jägerstraße 13, statt.  Auch diesmal übernimmt Bürgermeisterin Michaela Schreiber  die Schirmherrschaft über die zweitägige Veranstaltung, zu der rund 100 Aussteller aus sechs Ländern mit mehr als 400 Hunden verschiedener Rassen erwartet werden. Vertreten sein werden Hundezüchter aus Schweden, Dänemark, Polen, Tschechien, den Niederlanden und Deutschland.  Das Richterteam besteht aus der Irländerin Linda Mills und den beiden Österreicherinnen Uschi Eisner und Heidi Kirschbichler.

In ihrem Grußwort an die  Teilnehmer der Rassehundeausstellung  verweist Bürgermeisterin Schreiber, selbst bekennende Hundeliebhaberin, darauf, dass Zossen bekannt dafür sei, eine hundefreundliche Stadt zu sein. Nicht zuletzt  wegen der niedrigen Hundesteuer - auch für den Zweit- oder Dritthund. Jeder Hundebesitzer, der sein Tier ordnungsgemäß im Bürgerbüro des Rathauses anmeldet, erhalte einmalig kostenlos  einen praktischen Gassi-Bag.   Nicht zu vergessen die von der Stadt speziell für Hunde errichteten zwei Badestrände. In Wünsdorf und Zesch am See können die Tiere in extra dafür ausgeschilderten Bereichen im Wasser herumtollen. Rund 1700 steuerpflichtige Hunde sind derzeit in Zossen angemeldet. Das heißt, auf 100 Einwohner kommen zirka 9,5 Hunde. Rund  90 verschiedene, teils seltene Rassen, leben in der Stadt. Darunter auch Kleinhunderassen wie Mops, Havaneser und Chihuahua, wie sie in Dabendorf zu sehen sein werden.  

„Ich  wünsche Ihnen auch bei Ihrer dritten Ausstellung in unserer schönen Stadt beste Voraussetzungen für den Auftritt vor den gestrengen Blicken der Zuchtrichter und  ein fachkundiges wie interessiertes Publikum“, so Michaela Schreiber.

                                                                                          Pressemitteilung vom 14. August 2017

Feierliche Grundsteinlegung für Kita-Anbau in Schöneiche

Stadt Zossen investiert rund eine Million Euro inklusive Fördermittel in das Projekt

Schöneiche. Gemeinsam mit Kindern der Kita Schöneiche  hat Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber am Freitag, dem 21. Juli 2017, den symbolischen Grundstein für den 120 Quadratmeter großen Anbau der derzeit in Sanierung befindlichen Kindertagesstätte in dem Zossener Ortsteil gelegt. Nachdem die Jungen und Mädchen gemeinsam mit den Gästen der feierlichen Grundsteinlegung  das Rolf-Zuckowski-Lied  „Im Kindergarten“  gesungen und die Metallhülse mit den obligatorischen Utensilien – Baupläne, Tageszeitung, Münzen, Fotos und Zeichnungen der Kinder – gefüllt hatten, wurde diese fachmännisch im Boden versenkt und mit Beton bedeckt.  Der Einladung gefolgt war unter anderem die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU), die in ihren Grußworten betonte, wie wichtig die Förderung des Baus neuer Kita-Plätze angesichts erfreulich steigender Geburtenraten sei. Sie verwies auf das Förderprogramm des Bundes, aus dem auch der finanzielle Zuschuss  für das Projekt Umbau und Sanierung der Kita Schöneiche stammt. Brandenburgs Jugendstaatsekretär Thomas Drescher hatte im Dezember 2016 den Fördermittelbescheid in Höhe von rund 240 000 Euro  an  Zossens Bürgermeisterin übergeben. Die veranschlagten Investitionskosten betragen insgesamt - mit Ausstattung, Außenanlagen etc. - rund eine Million Euro. Das Bauende ist für Juni 2018 vorgesehen. Mit den Baumaßnahmen soll die Kapazität der dann 480 Quadratmeter großen Kita Schöneiche so erhöht werden, dass hier künftig bis zu 60 Kinder betreut werden können. Im Zuge der Baumaßnahmen wird unter anderem die bisherige Raumaufteilung komplett verändert. Erneuert werden die elektrische Anlage, die Heizungsanlage, alle Außenfenster und -türen, alle Innentüren sowie die kompletten Fußbodenaufbauten. Eingebaut wird eine Fußbodenheizung sowie eine Verteilerküche. 

Bürgermeisterin Schreiber übermittelte den Gästen die Grüße des Staatsekretärs, der sich entschuldigt und  schriftlich den Spruch mit auf den Weg gegeben hatte: „Nun sei der Stein Symbol der Kraft, die Bau und Glück für Sie erschafft.“

Neue Schul- und Freizeitsportanlage in Wünsdorf übergeben

Stadt Zossen investierte rund 400 000 Euro in das Projekt 

Rund 350 Kinder der Grundschule „Erich Kästner“ in Wünsdorf konnten am Freitag, dem 14. Juli 2017, nach dem obligatorischen Durchschneiden des roten Bands Besitz von ihrer neuen Sportanlage nehmen. Statt des symbolischen Schlüssels wurden Schulleiterin Karola Grüneberg von Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber drei Bälle überreicht: einer im Auftrag der Planungsfirma Böhler & Naumann Landschaftsplanung GmbH aus Rangsdorf, einer von der bauausführenden Firma, der Schmitt GmbH Sportstättenbau aus Groß Köris, und ein dritter von der Stadt Zossen, die das insgesamt rund 400 00 Euro teure Projekt finanziert hat.

Baubeginn war im Dezember des vergangenen Jahres. Entstanden ist eine moderner Sportplatz für den Schul- und Freizeitsport, unter anderem mit einer 260 Meter langen Laufbahn (vier Bahnen), die von den Schülern nach der Übergabe gleich ausprobiert wurde. Außerdem gehören zur Anlage ein 30 x 60 Meter großer Bolzplatz mit zwei Toren, ein Volleyballfeld, eine Kugelstoßanlage, sieben Bänke und drei Abfalleimer.  Umgeben ist die Sportanlage mit einem zwei Meter hohen Stabmattenzaun.

Wie Bürgermeisterin Schreiber sagte, sei sie froh, Schülern, Lehrern und Freizeitsportlern diese schöne Anlage übergeben zu können, die aber unter anderem auch fürs Lauftraining der Handballer des MTV Wünsdorf genutzt werden kann.  Die Schüler rief sie mit einem Augenzwinkern auf, auch ihre Eltern zum Sporttreiben zu  motivieren, denn jetzt gebe es keine Ausrede mehr. Schulleiterin Karola Grüneberg verwies auf die Verantwortung aller, mit der neuen Sportanlage  pfleglich umzugehen, damit sie möglichst lange in so gutem Zustand bleibt.

Außer der Sportstätte sind 37 neue Parkplätze entstanden, dazu 95 Fahrradbügel für 190 Räder.

Zum MAZ-Artikel „Immer mehr Kitas schließen früher – weil Erzieher fehlen / Besserer Betreuungsschlüssel soll die Situation im Kindergarten entspannen“. 16. Juni 2017, Seite 1

Bereits im  Februar 2015 hatte die rot-rote Landesregierung angekündigt, ab August 2015 500 zusätzliche Betreuer für Krippenkinder einzusetzen („Kitas bekommen vorfristig mehr Erzieher“, MAZ, 18. Februar 2015). Schon damals  hatte Zossens Bürgermeisterin in einer Pressemitteilung erhebliche Zweifel angemeldet,  ob diese „vollmundige Erklärung“ so schnell und wirksam tatsächlich in der Praxis umsetzbar sei. Schließlich sei nicht das Land Träger der Kindereinrichtungen und könne demzufolge auch niemanden zusätzlich einstellen, sondern allein die Kommunen und freie Träger trügen die Verantwortung und hätten die Arbeit zu leisten, so Schreiber.

Über die nun in dem oben genannten Beitrag aufgestellte Behauptung, eine Verbesserung des Personalschlüssels für die Betreuung von drei- bis sechsjährigen würde die Personalsituation in den Kitas entspannen, könne sie nur mit dem Kopf schütteln. Das sei „Mathematik für Linke“, erklärte sie. Leider  sei auch der Autor des Beitrags auf diese völlig falsche Logik hereingefallen. Wenn jetzt schon Fachkräfte fehlen, Kita-Plätze unbesetzt bleiben  oder Öffnungszeiten eingeschränkt werden müssen und bei Senkung des Betreuungsschlüssels noch fast  500 weitere Erzieher  benötigt werden, werde die Personalsituation nicht besser, sondern wird sich dramatisch verschärfen, so Schreiber. Es liege in der Verantwortung der Landesregierung in Potsdam, die finanziellen und logistischen Voraussetzungen für insgesamt mehr Ausbildungsplätze zu schaffen,  damit in allen Kitas motiviertes, gut qualifiziertes Personal eingestellt werden kann. Solange die Landesregierung wie in der Vergangenheit  Ausbildungsklassen an der Fachschule für Erzieher aus Mangel an geeigneten Lehrkräften und aus Sparsamkeitsgründen  streicht sowie Kosten und  Arbeit auf die Kommunen abwälzt,  sei keine Besserung der Situation in Sicht, betont die Verwaltungschefin.

Schon seit Jahren setzt die Stadt Zossen deshalb bewusst  auf die eigene Ausbildung von Erziehungshelfern und Quereinsteiger aus anderen Berufen  zu staatlich anerkannten Erziehern. Und das mit Erfolg. Gerade fertig geworden mit den Abschlussprüfungen sind zehn angehende Kita-Erzieherinnen, die in den Kindereinrichtungen der Stadt Zossen ausgebildet wurden. „Während der dreijährigen Ausbildung haben wir ihnen zwei Tage in der Woche für die Qualifizierung freigegeben. Dazu stellten wir  ihnen jeweils eine Mentorin zur Seite“, so  Schreiber. Nach erfolgreich bestandener Prüfung werden in diesem Jahr acht von ihnen ab 1. Juli übernommen, kündigt sie an.  Wie die Bürgermeisterin einschätzt, hat die Stadt - anders als in vielen anderen Kommunen -  inzwischen kein Personalproblem mehr in ihren neun Kitas. Und auch ein anderes Thema, das in zahlreichen Kommunen immer mehr zum Problem wird, steht in der Stadt Zossen als Trägerin der Kindereinrichtungen nicht mehr auf der Tagesordnung: „Wir können allen Eltern, die es wünschen, inzwischen einen Kita-Platz zur Verfügung stellen, auch wenn es manchmal nicht die Wunsch-Kita ist “, so die Verwaltungschefin. Derzeit verfügt Zossen über 835 städtische Kita-Plätze. Schreiber sieht sich darin bestätigt, dass sie ihre Linie, wie sie sagt, „knallhart durchgezogen“ und nichts auf den von Statistikern auch für Zossen prognostizierten Bevölkerungsrückgang gegeben hat. Inzwischen hat Zossen fast 19 000 Einwohner, auch die Zahl der Kinder ist deutlich gestiegen. Mit dem „Haus der kleinen Füße“ in Wünsdorf  und der Kita „Oertelufer“ in Zossen wurden in den vergangenen Jahren zwei moderne Kindereineinrichtungen gebaut, derzeit läuft der Um- und Ausbau der Kita Schöneiche und auch die Pläne für eine Sanierung und Modernisierung der Kita „Bummi“ in Zossen liegen schon in der Schublade. In Zossen werde alles daran gesetzt, sowohl den geforderten Personalschlüssel als auch die  Qualitätsvorgaben an pädagogische Konzepte und Betreuungsarbeit umzusetzen, so die Bürgermeisterin. „Ohne diese eigenen Ausbildungsmaßnahmen hätte die Stadt eine ähnlich dramatische Lage wie die Nachbarkommunen“, so Bürgermeisterin Schreiber.

Anfang September, so sagt sie, werden die Schulanfänger die Kindertagesstätten verlassen, so dass diese Plätze wieder neu zur Verfügung stehen.  „Aus heutiger Sicht schätze ich ein, dass auch im nächsten Jahr (insbesondere nach Fertigstellung der neuen Kita Schöneiche) allen ein Kita-Platz zur Verfügung gestellt werden kann, wenn auch nicht immer in der Wunsch-Kita“, so die Bürgermeisterin.  Da immer nur eine gewisse Anzahl von Kindern eingewöhnt werden könne, dies aber wichtig für das richtige Ankommen der Kinder sei, könne nicht in jedem Fall zum Wunschtermin aufgenommen werden.  „Ab September ist die größere Anzahl der Aufnahmen aber abgeschlossen, so dass ich ab diesem Zeitpunkt auch von einer Aufnahme zum Wunschtermin ausgehe“, sagte die Verwaltungschefin. Zusätzlich verfüge die Stadt über entsprechend hohe Hortkapazitäten, so dass alle Kinder einen Hortplatz erhalten können. Die Belegung konnte aber erst nach abgeschlossenem Einschulungsverfahren  stattfinden.  Nach Aussage von Schreiber bereite das vom Land Brandenburg festgelegte Einschulungsalter mit 5 Jahren wie schon in den Jahren zuvor Schwierigkeiten. „Dies hat zur Folge, dass viele Fünfjährige als Schulanfänger vorgesehen sind, dann aber aufgrund der ärztlichen Untersuchung oder des Elternwunsches doch nicht eingeschult werden. Dadurch ist es schwierig sowohl die Klassenbildung als auch die Hortbelegung und natürlich auch die Anzahl der freiwerdenden Kita-Plätze vorherzusehen“, betont die Bürgermeisterin. Eine Rückkehr zum Einschulungsalter mit 6 Jahren würde ihrer Ansicht nach diese vielen Ungewissheiten eliminieren. „Man könnte wesentlich besser Vorsorge treffen“, sagt sie.

                                                                                                              Zossen, den  16. Juni 2017

Strandbad Kallinchen wurde zum 14. Mal mit der Blauen Flagge der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung ausgezeichnet

Stadt Zossen war würdiger Gastgeber der Verleihungsveranstaltung der Bundesländer Brandenburg und Berlin

Das Strandbad Kallinchen ist am Sonnabend, dem 17. Juni 2017, zum  14. Mal mit der Blauen Flagge  der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung  ausgezeichnet worden. Für die Bundesländer Berlin und Brandenburg wurde das weltweit in 49 Staaten jeweils für ein Jahr an vorbildliche Sportboothäfen und Badestellen vergebene Umweltsymbol im Zossener Ortsteil Kallinchen verliehen. Im Beisein von Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber sowie Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung, der Wasserschutzpolizei, des Deutschen Seglerverbandes, des Landesverbandes Motorbootsport Brandenburg sowie des Landkreises Teltow-Fläming erhielten sechs  Motorsport- bzw. Segelclubs sowie zwei Strandbäder die Ehrung. Weltweit  werden in diesem Jahr 4367 Blaue Flaggen wehen. Alle mit der Blauen Flagge ausgezeichneten Sportboothäfen und Badestellen müssen jeweils einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen und ihre vorbildliche Umweltarbeit jährlich erneut nachweisen. Die Kriterien betreffen vor allem Wasserqualität, Umweltkommunikation, Umweltmanagement und Service/Sicherheit. Die Flagge wird immer nur für eine Saison verliehen und darf nur wehen, solange die genannten Kriterien erfüllt sind. Ist das nicht der Fall, muss die Flagge umgehend eingeholt werden. Internationale und nationale Organisationen führen in der Saison sowohl angemeldete wie auch unangemeldete Kontrollen durch.  

Für das Strandbad Kallinchen nahm Reinhard Schulz, Geschäftsführer der Kalli GmbH, die Auszeichnung entgegen. Wie er sagte, seien sich seine Mitarbeiter bewusst, welchen Stellenwert das Strandbad für die Stadt Zossen und die gesamte Region habe. Er dankte der Stadt Zossen für die gute Zusammenarbeit, was von Bürgermeisterin Michaela Schreiber an die Adresse der Kallinchener gerichtet erwidert wurde. Kallinchen sei das beste der drei städtischen Strandbäder und habe diese Auszeichnung zu Recht verdient, so Schreiber.

Pünktlich zur Veranstaltung im Strandbad Kallinchen erhielt auch das Gebäude auf dem Gelände, in dem sich unter anderem das Strandrestaurant „Kallinchen Beach“ befindet, einen neuen Farbanstrich. Reinhard Schulz und Michaela Schreiber äußerten sich zufrieden, dass damit die Ursprungsidee umgesetzt wurde und das Objekt an ein großes Schiff erinnert.

Liste der 2017 Ausgezeichneten aus Berlin und Brandenburg

-          Motorwassersportclub Birkenwerde e.V. (zum 22. Mal)

-          Motorsportclub Stienitzsee Petershagen e. V. (19 Mal)

-          Motorwassersportclub Hennigsdorf e. V. (19 Mal)

-          Strandbad Senftenberg (18 Mal)

-          Motorwassersportclub Oberspree e. V. (16 Mal)

-          Strandbad Kallinchen (14 Mal)

-          Motorsportclub Kalksee e. V. (13 Mal)

-          Segel Club Wiking e. V. (9 mal)

Mehr Infos unter www.umwelterziehung.de

Ein Team, ein Ziel

Kallinchen war einmal mehr Gastgeber für die XLETIX Challenge Berlin

 

Zum vierten Mal in Folge fand die XLETIX Challenge BERLIN in Kallinchen statt. Zum ersten Mal erstreckte sich die Veranstaltung im Mai über drei Tage, an denen insgesamt knapp 15 000 Teilnehmer an den Start gegangen sind. Sie haben gemeinsam geschwitzt, gekämpft, Grenzen überwunden, neue Freunde gefunden und sich gegenseitig geholfen, heißt es in einem Resümee der Organisatoren und Veranstalter. Auch das Wetter spielte mit und schenkte Teilnehmern und Zuschauern drei Tage Sonnenschein. Viele freiwillige Helfer aus der Region und dem gesamten Bundesgebiet sowie eine reibungslose Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden haben dazu beigetragen, ein großartiges Erlebnis mit unfassbar viel Teamgeist zu schaffen, so das Fazit.

 

Hintergrund: Die XLETIX Challenge ist Deutschlands führende Hindernislaufserie. Bei den Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet, in Österreich, der Schweiz und in Spanien kommt es auf Teamgeist, Ausdauer, Kraft, Mut und Geschicklichkeit an. Aufgabe der Teams ist es, gemeinsam ins Ziel zu kommen, eine Zeitnahme erfolgt nicht. Alle Teilnehmer, die es unter dem Motto  „Ein Team, ein Ziel!“ schaffen, sind  sogenannte Finisher und erhalten neben dem „Challenge Completed“-T-Shirt und ihrem Legends-Armband ein Bier und weitere Versorgung durch unsere Partner. 

 

Über 90 Prozent der Teilnehmer treten in Teams von zwei bis zu 50 Personen an. Die Starter konnten im Vorfeld zwischen drei Laufdistanzen wählen. Auf die Teilnehmer der langen L-Distanz warten bis zu 35 Hindernisse und eine 18 Kilometer lange, sehr anspruchsvolle Laufstrecke. Für Einsteiger gibt es mit der S-Distanz und der M-Distanz abgespeckte Angebote mit weniger Hindernissen über 6 bzw. 12 Kilometer.

 

Seit 2017 gibt es bei XLETIX eine neue Herausforderung: Mit der Einführung der Zeitnahme beim XLETIX ICEBUG RACE hat jeder Teilnehmer die Chance, sich an seinen Freunden, anderen Teams oder sich selbst zu messen. Unterstützt wird die Veranstaltung von zahlreichen Partnern, denen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gebührt.

 

Auch im nächsten Jahr ist wieder eine XLETIX Challenge in Kallinchen geplant, kündigen die Organisatoren an. Die Location sei sehr einladend und werde von den Teilnehmern sehr gern angenommen, heißt es.

 

Mehr zur XLETIX Challenge 2017 unter https://youtu.be/3hRVqfoJrck

Stadt Zossen bildet selbst Kita-Erzieherinnen aus

Bürgermeisterin Schreiber: Inzwischen gibt’s kein Personalproblem mehr

Mitten in den Abschlussprüfungen stecken derzeit zehn angehende Kita-Erzieherinnen, die in den Kindereinrichtungen der Stadt Zossen ausgebildet werden. „Während der dreijährigen Ausbildung haben wir ihnen zwei Tage in der Woche für die Qualifizierung freigegeben. Dazu stellen wir  ihnen jeweils eine Mentorin zur Seite“, so  Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber. Nach erfolgreich bestandener Prüfung werden in diesem Jahr acht von ihnen ab 1. Juli übernommen, kündigt sie an.

Schon seit Jahren setzt die Stadt Zossen bewusst  auf die eigene Ausbildung von Erziehungshelfern und Quereinsteiger aus anderen Berufen  zu staatlich anerkannten Erziehern. Und das mit Erfolg. Wie Bürgermeisterin Michaela Schreiber einschätzt, hat die Stadt - anders als in vielen anderen Kommunen -  inzwischen kein Personalproblem mehr in ihren neun Kitas. Und auch ein anderes Thema, das in zahlreichen Kommunen immer mehr zum Problem wird, steht in der Stadt Zossen als Trägerin der Kindereinrichtungen nicht mehr auf der Tagesordnung: „Wir können allen Eltern, die es wünschen, inzwischen einen Kita-Platz zur Verfügung stellen, auch wenn es manchmal nicht die Wunschkita ist “, so die Verwaltungschefin. Derzeit verfügt Zossen über 843 städtische Kita-Plätze. Schreiber sieht sich darin bestätigt, dass sie ihre Linie, wie sie sagt, „knallhart durchgezogen“ und nichts auf den von Statistikern auch für Zossen prognostizierten Bevölkerungsrückgang gegeben hat. Inzwischen hat Zossen fast 19 000 Einwohner, auch die Zahl der Kinder ist deutlich gestiegen. Mit dem „Haus der kleinen Füße“ in Wünsdorf  und der Kita „Oertelufer“ in Zossen wurden in den vergangenen Jahren zwei moderne Kindereineinrichtungen gebaut, derzeit läuft der Um- und Ausbau der Kita Schöneiche und auch die Pläne für eine Sanierung und Modernisierung der Kita „Bummi“ in Zossen liegen schon in der Schublade. In Zossen werde alles daran gesetzt, sowohl den geforderten Personalschlüssel als auch die  Qualitätsvorgaben an pädagogische Konzepte und Betreuungsarbeit umzusetzen, so die Bürgermeisterin.

Auch wenn Zossen sich längst selbst hilft und eigene Erzieherinnen ausbildet, liege es in der Verantwortung der Landesregierung in Potsdam, die finanziellen und logistischen Voraussetzungen für insgesamt mehr Ausbildungsplätze zu schaffen,  damit in allen Kitas motiviertes, gut qualifiziertes Personal eingestellt werden kann. Solange die Landesregierung aber - wie in der Vergangenheit - Ausbildungsklassen an der Fachschule für Erzieher aus Mangel an geeigneten Lehrkräften und aus Sparsamkeitsgründen  streicht sowie Kosten und  Arbeit auf die Kommunen abwälzt,  sei keine Besserung der allgemein schwierigen Kita-Personalsituation in Sicht, betont sie.

                                                                                               Pressemitteilung vom 17. Mai 2017

Grundstückstausch notariell beurkundet

Entscheidende Hürde auf dem Weg zum Schulneubau in Dabendorf ausgeräumt

Wie von Bürgermeisterin  Michaela Schreiber auf der jüngsten Sitzung der Zossener Stadtverordneten angekündigt, ist der nach jahrelangen Verhandlungen vereinbarte Grundstückstausch zwischen einem Dabendorfer Eigentümer und der Stadt Zossen nun auch notariell beurkundet worden. Der Notartermin fand am Dienstag, dem 18. April 2017, in Zossen statt. Damit ist die entscheidende Hürde auf dem Weg zum beschlossenen Neubau der Gesamtschule Dabendorf aus dem Weg geräumt.  Zwar konnte die Stadt von Anfang an das eigentliche Grundstück für die Bebauung  mit dem Schulgebäude zur Verfügung stellen, aber für den Bau des geplanten Mehrzweckgebäudes, das für den  Schulbetrieb erforderlich  ist (Heizungsanlage, Mensa, Aula, Umkleideräume für den Sportunterricht), war ein weiteres Grundstück in der Nachbarschaft erforderlich. Bürgermeisterin Schreiber zeigte sich erleichtert und zufrieden darüber, dass es nun endlich mit dem Schulneubau losgehen kann. Der Aufsichtsrat der Zossener Wohnungsbaugesellschaft (ZWG) wird sich noch in den kommenden Tagen treffen, um über das weitere zeitliche  Vorgehen zu beraten. Parallel zum vertraglich vereinbarten Grundstückstausch   laufen derzeit noch die Kreditverhandlungen mit den Banken. Außerdem gehe es nun darum, so schnell wie möglich die bereits vorbereiteten Leistungsverzeichnisse an Bauunternehmen zu versenden, um möglichst günstige Angebote einzuholen. Sie gehe davon aus,  dass noch im Spätsommer Baubeginn sein könnte, wenn der Fahrplan wie geplant umgesetzt wird.